Lexus RX (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Den SUV-Trend haben die Japaner früh erkannt: Denn als der Geländewagen RX 1997 auf den Markt kam, war er eines der ersten SUV eines Nobelherstellers. Allerdings hatten die europäischen Käufer davon nichts. Denn der RX war ursprünglich nur für die USA gedacht. Doch als die SUV-Welle mit Autos wie dem BMW X5 und der Mercedes M-Klasse auch über den Atlantik schwappte, war die Toyota-Tochter gerüstet und importierte ab dem Jahr 2000 auch den RX. Während er jedoch in den USA in der Zulassungsstatistik weit oben rangierte, brachte er es hierzulande nie über eine Nischenrolle hinaus. Dennoch hielt Lexus dem größten Geländewagen im europäischen Programm die Treue und bietet mittlerweile die vierte Generation an. 

Wie viel ist dein Auto wert?

Kostenlose Autobewertung - schnell und unverbindlich
Jetzt kostenlos bewerten
Daten

Daten

Lexus bietet den RX in Deutschland mit zwei Motoren an. Basismodell ist der RX300 mit einem 2,0 Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner. Der Motor leistet 238 PS und kommt auf maximal 350 Nm Drehmoment. Diese Kraft gibt er über eine sechsstufige Automatik wahlweise an die Vorderachse oder an alle vier Räder ab und kommt dabei auf eine Höchstgeschwindigkeit bis 200 km/h und Normverbrauchswerte zwischen 7,8 und 8,1 Litern.

Charakteristisch für Lexus ist allerdings der Hybrid-Antrieb: Dafür kombinieren die Japaner einen 3,5 Liter großen V6-Benziner mit 262 PS und eine E-Maschine von 167 PS. Zusammen kommen sie auf eine Systemleistung von 313 PS und dank der elektrisch angetriebenen Hinterachse gibt es auch einen leichten Allradantrieb. Das Spitzentempo liegt ebenfalls bei 200 km/h, der Normverbrauch allerdings bei nur 5,2 Litern.

  • Vierzylinder-Benziner oder V6-Hybrid
  • maximal 313 PS 
  • Verbrauchswerte von 5,2 bis 8,1 Litern 
null
Test

Test

Bei den Testern hat der RX ein geteiltes Echo hinterlassen. Zwar wurden Ambiente und Ausstattung durchweg gelobt und die spürbar besseren Platzverhältnisse dankend zur Kenntnis genommen. Bemängelt wurde jedoch, dass der aggressive Auftritt des Geländewagens nicht zu seinem sehr entspannten Fahrverhalten sowie den im Konkurrenzumfeld eher niedrigen Spitzengeschwindigkeiten passt. Generell gab es Kritik an der Motorpalette. Sie bietet zu wenig Auswahl, umfasst weder den in Europa noch immer dominierenden Diesel noch eine Sportversion und ist selbst beim Hybridantrieb ins Hintertreffen geraten. Denn während die Konkurrenz längst auf Plug-in-Technik setzt, verwehrt Lexus dem RX bis dato die große Batterie und den Steckdosenanschluss. 

  • vornehmes Ambiente und gute Ausstattung
  • großzügige Platzverhältnisse
  • Motorpalette passt nicht zum europäischen Markt
null
Preise

Preise

Mit dem Basismodell RX300 FWD hat Lexus den Preis geschickt unter eine wichtige Preisgrenze gedrückt. Denn der 238 PS starke Vierzylinder mit Frontantrieb startet bei 49.900 Euro. Mit Allradantrieb kostet er mindestens 51.250 Euro und als RX450h mit seinem 313 PS starken Hybridantrieb beginnen die Preise bei 58.900 Euro. Dazu bietet Lexus je nach Antriebsvariante bis zu fünf Ausstattungslinien wie die Business Edition, die Luxury Line oder die besonders nachgeschärfte Version F-Sport an und verlangt dafür Aufpreise bis zu 18.000 Euro. 

Im Konkurrenzvergleich steht der RX300 gut da: Ein BMW X5 25d mit 231 PS starkem Vierzylinder startet bei 60.500 Euro, der Mercedes GLE 250d (2,0 Liter Hubraum, 204 PS) kostet 58.489 Euro und der Volvo XC90 steht als D4 mit 190-PS-Diesel für 54.050 Euro aufwärts in der Liste. Auch die Benziner der Konkurrenten sind alle durchweg teurer. 

  • Grundpreis 49.900 Euro
  • Hybrid ab 58.900 Euro
  • Hohe Preise für noble Ausstattungslinien
null
Beschreibung

Serienbeschreibung

Als die Japaner für ihre noble Tochter Lexus den ersten Geländewagen auflegten, hatten sie vorerst nur die USA im Sinn. Dort ging der unter dem Code XU1 entwickelte Lexus RX bereits 1997 ins Rennen und stürmte auf Anhieb an die Spitze der Zulassungsstatistik.


Vorderansicht - schräg
Mit dem RX war Lexus einer der ersten bei der SUV-Schlammschlacht im Smoking.
Seitenansicht

In Europa hatte Lexus damals ausschließlich Limousinen verkauft, dann aber schnell auf den SUV-Trend reagiert und den 4,58 Meter langen Allradler ab Herbst 2000 auch bei uns gegen Autos wie die Mercedes M-Klasse oder den BMW X5 ins Rennen geschickt. Anders als heute war in jenen Jahren der Hybrid-Antrieb allerdings noch kein bestimmendes Thema. So war der RX lediglich mit einem konventionellen Sechszylinder zu haben, der mit 3,0 Litern Hubraum und 201 PS Leistung ein Spitzentempo von 180 km/h erreichte. 

Zweite Generation kam 2003

Die zweite Generation des RX wurde bereits sechs Jahre nach dem Debüt auf der Motorshow in Detroit 2003 präsentiert und diesmal im gleichen Jahr auch schon nach Europa ausgeliefert. Um fast 20 Zentimeter gewachsen, mit einer neuen Fünfgang-Automatik bestückt und erstmals mit Luftfederung erhältlich, hatte Lexus dabei seinen Premiumanspruch mit einer deutlich erweiterten Ausstattung und einem noch vornehmeren Ambiente unterstrichen.

Nur unter der Haube blieb zunächst alles beim Alten. Einziger Motor war der 3,0-Liter-V6, dessen Leistung allerdings auf 204 PS angehoben wurde. Zusammen mit einer neuen Übersetzung waren so bei Vollgas zum ersten Mal 200 km/h möglich. Mit der Modellpflege im Jahr 2006 dann hatte Lexus nicht nur die Ausstattung erweitert und beispielsweise Xenon-Scheinwerfer, Panoramadach oder eine Rear-Seat-Entertainment-System eingeführt, sondern auch das Motorenprogramm aktualisiert. Aus dem RX300 wurde der RX350 mit 3,5 Litern Hubraum und 276 PS. Als einer der ersten seiner Art fuhr der RX dann als 400h auch mit dem von Toyota propagierten Hybrid-Antrieb. Wo Prius & Co allerdings mit vier Zylindern auskommen mussten, kombinierten die Japaner den E-Motor in ihrem SUV mit einem V6 mit 3,3 Litern Hubraum. Das Ergebnis: Eine Systemleistung von 211 PS und ein damals rekordverdächtig niedriger Normverbrauch von 8,2 Litern. 

Ab 2009 mit Zackengesicht in der dritten Auflage 

Den Sechsjahres-Rhythmus der Generationenfolge hat Lexus beibehalten und deshalb 2009 die dritte Auflage des RX präsentiert. Weil das Segment der noblen Geländewagen inzwischen deutlich dichter besetzt war, mussten sich die Japaner etwas mehr als den Hybridantrieb einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu erregen und überraschten diesmal vor allem mit dem ungewöhnlichen Design. Der unter dem Code AGL1 entwickelte RX Nummer Drei war deshalb der erste Lexus, bei dem der Kühlergrill markante Zacken trug und so das Diabolo-Gesicht vorwegnahm. 

Bei den Motoren fuhr Lexus weiter zweigleisig und ignorierte konsequent die hohen Dieselanteile der deutschen Konkurrenz. Es blieb beim V6-Benziner im RX350 mit 3,5 Litern Hubraum und 277 PS und als Antwort auf die deutschen Selbstzünder beim Hybrid-Antrieb. Zunächst war das der RX400h, der in der Kombination aus einem sparsamen 3,5-Liter-Motor und der E-Maschine auf 249 PS und einen Normverbrauch von 6,2 Litern kam. Mit der Modellpflege im Jahr 2012 erstarkte das Doppel im RX450 auf 299 PS und der kombinierte Verbrauch kletterte minimal auf 6,3 Liter nach Norm. 

Ab 2016 in der vierten Generation 

Nach weiteren sechs Jahren präsentierte Lexus im Frühling 2015 die vierte Auflage des RX, der unter dem Werkscode AGL20 ab 2016 zum Händler rollte. Das Design wurde dabei noch einmal nachgeschärft und der Diabolo-Grill sticht auch aus der Schwemme der SUV weiterhin deutlich heraus. Aber Lexus hat nicht nur die Form, sondern auch das Format verändert: Bei zwölf Zentimetern mehr Länge und fünf Zentimetern mehr Radstand bietet der RX nun auf 4,89 Metern mehr Platz und vor allem für die Hinterbänkler deutlich mehr Komfort. Wem das nicht reicht, der kann künftig auf eine neue Langversion bauen – um weitere elf Zentimeter in Länge und Radstand gestreckt, bietet der RX dann erstmals auch Platz für eine dritte Sitzreihe. 

Unter der Haube praktizieren die Japaner bei der vierten Generation eine Form der Abrüstung. Denn anstelle des bisherigen V6-Benziners montieren sie im RX300 den 2,0 Liter großen Turbobenziner aus dem kleinen Bruder NX, der 238 PS leistet und wahlweise mit Front- oder Allradantrieb angeboten wird. Die 200 km/h der Vorgänger schafft auch er, doch geht der Normverbrauch auf bis zu 7,8 Liter zurück. Alternativ gibt es weiterhin den RX450h mit V6-Hybrid. Der Zwitterantrieb kommt mit nun 262 konventionellen und 167 elektrischen PS auf eine Systemleistung von 313 PS und ist nach Norm mit 5,2 Litern Sprit zufrieden.

Wie hilfreich waren diese Informationen für dich?