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Lada Vesta (VAZ 2112)

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Gebraucht ab
4.999 €
Fahrzeugeinordnung

Seit Februar 2017 steht der Lada Vesta (VAZ 2112) als Stufenheck-Limousine der unteren Mittelklasse in Deutschland im Programm. Mit rund 4.400 mm Länge tritt das Kompaktmodell gegen Konkurrenten wie Ford Focus, Opel Astra oder Dacia Logan an und steht für den Übergang der Marke vom reinen Billiganbieter zu einfachen, alltagstauglichen Fahrzeugen.

Im Markenportfolio richtet sich der Lada Vesta (VAZ 2112) an preisbewusste Fahrer, die viel Platz, einen großen Kofferraum mit 480 Liter Volumen und einfache, robuste Technik schätzen. Die Ausstattung ist eher auf Komfort als auf Sportlichkeit ausgelegt und eignet sich damit für Familien und Vielfahrer, die eine alltagstaugliche Stufenheck-Limousine schätzen.

Stärken
  • Großzügiger Kofferraum und gutes Platzangebot
  • Umfangreiche Komfortausstattung in der Luxusvariante
  • Einfache Technik mit relativ sauberen Abgasen
Schwächen
  • Sicherheit bleibt lückenhaft ohne moderne Assistenten
  • Lenkung bleibt gefühllos
  • Bremsen packen schwach
  • Motor läuft zäh mit hohem Verbrauch
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Motoren

Im Lada Vesta (VAZ 2112) arbeitet ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Saugbenziner mit 78 kW (106 PS) und 148 Nm Drehmoment. Er reagiert ruhig auf Gasbefehle und baut seine Leistung gleichmäßig auf. Die Kraft überträgt ein manuelles Fünfganggetriebe, das die Gänge nacheinander einlegt und die Vorderräder antreibt. Je nach Markt steht eine einfach abgestufte Automatik zur Verfügung, die eher komfortabel als dynamisch arbeitet.

Die Fahrleistungen fallen für den Alltag ausreichend aus: Der Vesta erreicht 100 km/h in gut zwölf Sekunden und fährt bis zu 180 km/h schnell, ohne sportlich zu wirken. Unter Volllast dreht der Motor hörbar hoch und klingt dabei angestrengt. Der Normverbrauch liegt bei 6,1 Liter Super auf 100 Kilometer, im täglichen Betrieb pendelt sich der Bedarf eher um rund sieben Liter Super ein. Im Vergleich zu ähnlichen Kompaktlimousinen wirkt der Verbrauch etwas hoch, die Abgasreinigung mit Euro-6b-Norm hält die Emissionen jedoch in Grenzen.

Sicherheit

Insgesamt erreicht der Vesta ein eher durchschnittliches Sicherheitsniveau mit gemischter Sicherheitsausstattung. Beim 2017 in Deutschland eingeführten Modell schützen Front- und vordere Seitenairbags, Kopfstützen auf allen Plätzen sowie Isofix-Halterungen im Fond die Insassen und Kinder bei einem Unfall. Die stabile Karosserie mit definierten Knautschzonen baut die Aufprallenergie kontrolliert ab und mindert so die Belastung der Fahrgastzelle. Aktive Systeme wie Antiblockiersystem, Bremsassistent, Fahrdynamikregelung und elektronisches Stabilitätsprogramm stabilisieren das Auto in kritischen Situationen. Reifendruckkontrolle, Nebelscheinwerfer, Licht- und Regensensor sowie ein Geschwindigkeitsbegrenzer unterstützen im Alltag und erhöhen die Sicherheit bei wechselnden Bedingungen. Kritisch bleibt, dass moderne Assistenten wie Notbremsassistent, Spurhaltewarner oder Totwinkelüberwachung fehlen. In Tests verzögerten die Bremsen zudem nur mäßig, was den Anhalteweg verlängert und vor allem bei höheren Geschwindigkeiten Reserven kostet.

Ausstattung

Der 2017 eingeführte Lada Vesta (VAZ 2112) bietet in der Kompaktklasse eine umfangreiche Komfortausstattung. Serienmäßig regelt eine Klimaautomatik die Innenraumtemperatur, elektrische Fensterheber vorn und hinten erleichtern das Lüften, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung sichert das Fahrzeug im Alltag. Ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer unterstützt auf längeren Strecken, Licht- und Regensensor schalten Scheinwerfer und Scheibenwischer je nach Wetterlage selbsttätig ein. Ein Multimediasystem mit berührungsempfindlichem Bildschirm, Navigationsfunktion, Bluetooth-Schnittstelle und Freisprecheinrichtung bindet Mobiltelefone ein und erleichtert die Orientierung. Rückfahrkamera und hintere Parksensoren verbessern die Übersicht beim Einparken auf engem Raum. Beheizbare Vordersitze und eine beheizbare Frontscheibe erhöhen den Komfort im Winter und verkürzen das Freikratzen. Je nach Ausstattung kommen Leichtmetallräder und eine Metalliclackierung hinzu, die das Erscheinungsbild verändern. Die Materialien im Innenraum wirken eher schlicht, die Verarbeitung bleibt solide, erreicht jedoch nicht das Niveau vieler westlicher Konkurrenzmodelle.

Modellbeschreibung

Der Lada Vesta (VAZ 2112) kam 2017 als kompakte Stufenhecklimousine der unteren Mittelklasse auf den deutschen Markt. Er sollte das Markenbild moderner und wertiger machen. Das Modell bietet viel Innenraum und einen großen Kofferraum. Die Technik bleibt einfach und robust. Die Ausstattung wirkt ordentlich, die Unterhaltskosten bleiben moderat.


Bietet viel Platz zum kleinen Preis, hat aber klare Sicherheitsdefizite

Positionierung und Konzept

Der Lada Vesta (VAZ 2112) wurde 2017 als kompakte Stufenhecklimousine eingeführt und markiert in der Modellgeschichte den Übergang von sehr einfachen Budgetautos zu einem preiswerten, aber moderneren Alltagsmodell. Er löst ältere Kompaktfahrzeuge wie den Priora ab und rückt mit Abmessungen, Raumangebot und Komfort näher an etablierte Vertreter der unteren Mittelklasse heran. Die Technik bleibt jedoch bewusst konservativ. Ein einfacher Saugbenziner, Frontantrieb und klassische Antriebskomponenten erleichtern Wartung und Reparaturen und halten die Betriebskosten überschaubar.

Design und Karosserie

Optisch wirkt der Lada Vesta deutlich moderner als frühere Lada Modelle. Die Karosserie zeigt klare Linien, eine markante Front und leicht ansteigende Seitenflanken. Mit rund 4.410 mm Länge und 1.764 mm Breite bewegt er sich im Rahmen typischer Kompaktlimousinen, die Bodenfreiheit fällt für europäische Verhältnisse relativ groß aus. Das Stufenheck orientiert sich stärker an klassischen Limousinen als an Schrägheckmodellen. Der Kofferraum bietet 480 Liter Volumen und eignet sich damit gut für Reisen und den Familienalltag.

Innenraum und Raumangebot

Im Innenraum dominieren harte Kunststoffe, die Verarbeitung wirkt funktional, aber nicht besonders hochwertig. Das Cockpit bleibt übersichtlich, die Bedienung gelingt weitgehend selbsterklärend. Vorn finden auch größere Personen ausreichend Platz, Bein- und Kopffreiheit fallen ordentlich aus. Im Fond wird es mit drei Erwachsenen eher eng. Positiv wirkt der breite Einstellbereich der Sitze, weniger überzeugend geraten die dünnen Polster und die Geräuschdämmung. Bei höherem Tempo dringen viele Motor- und Fahrgeräusche in den Innenraum. Die Rückbank lässt sich umklappen, die Ladeöffnung bleibt limousinentypisch relativ schmal.

Fahrverhalten und Komfort

Der 1,6 Liter große Saugbenziner liefert ausreichende, aber wenig temperamentvolle Fahrleistungen. Im Stadtverkehr fährt der Lada Vesta unauffällig, auf der Autobahn steigen Drehzahl und Motorgeräusch deutlich an und zeigen die Grenzen des Antriebs. Das eher weich abgestimmte Fahrwerk filtert viele Unebenheiten gut heraus. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP hält den Wagen in kritischen Situationen zuverlässig in der Spur. Kritik verdienen die gefühllose Lenkung und die im Test als schwach beurteilten Trommelbremsen an der Hinterachse. Sie können den Bremsweg verlängern und mindern das Sicherheitsgefühl.

Kosten und Alltag

Beim Kaufpreis positioniert sich der Lada Vesta klar unter vielen westlichen Konkurrenten. Die einfache Technik und günstige Verschleißteile sprechen für moderate Werkstattkosten. Dem stehen ein vergleichsweise hoher Benzinverbrauch und eine lückenhafte Sicherheitsausstattung mit fehlenden modernen Assistenzsystemen gegenüber. Im Alltag punkten vor allem das großzügige Platzangebot, der große Kofferraum mit 480 Liter Volumen und die unkomplizierte Technik.

Fazit

Der Lada Vesta (VAZ 2112) richtet sich vor allem an preisbewusste Käufer, die ein geräumiges und unkompliziertes Auto suchen und bei Verarbeitung, Fahrdynamik und Sicherheitsniveau Abstriche akzeptieren. Als pragmatisches Transportmittel mit viel Platz und einfachem Aufbau erfüllt er diese Rolle solide, anspruchsvollere Fahrer bevorzugen jedoch meist besser ausgestattete und sicherere Konkurrenzmodelle.

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