Kia Niro (DE)

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Fahrzeugeinordnung

Der 2022 eingeführte Kia Niro der zweiten Generation (SG2) wird seit 07/2022 als Kompakt-SUV auf dem deutschen Markt angeboten. Er basiert auf der K-Plattform, ordnet sich zwischen Soul und Sportage ein und verbindet Crossover-Karosserie mit viel Platz im Innenraum. Mit seinem nüchternen, funktionalen Auftritt richtet sich der Niro an Familien und Pendler, die ein effizientes Alltagsauto suchen.

Der Kia Niro (SG2) bildet eine Modellfamilie mit Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektroversion und deckt damit unterschiedliche Bedürfnisse im elektrifizierten Antriebsbereich ab. Auffällig ist die C-Säule, die dem Design ein eigenständiges Profil gibt. Gegenüber dem ersten Niro ist die Karosserie gewachsen, wodurch Raumangebot und Proportionen verändert wurden.

Stärken
  • Geräumiges Crossover mit gut nutzbarem Innenraum
  • Effizienter Elektroantrieb mit ausgewogenen Fahrleistungen
  • Breites Sicherheits- und Assistenzangebot im Segment
Schwächen
  • Schnellladeleistung im Vergleich klar schwächer
  • Innenraum wirkt durch Hartplastik nüchtern
  • Kein Allradantrieb, Anhängelast bleibt begrenzt
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Motoren

Im Kia Niro als Elektroauto arbeitet ein permanenterregter Motor an der Vorderachse. Er leistet 150 kW und treibt über ein einstufiges Reduktionsgetriebe die Vorderräder an. Das Getriebe arbeitet wie eine Automatik ohne Schaltvorgänge, der Antrieb setzt spontan ein und sorgt für kräftige Beschleunigung bis zum üblichen Landstraßentempo. Die Höchstgeschwindigkeit liegt deutlich über 130 km/h, der Niro bleibt aber eher entspannt als sportlich ausgelegt. Die Lithium-Polymer-Batterie mit 64,8 kWh ermöglicht nach WLTP rund 460 Kilometer Reichweite, im Alltag sind je nach Strecke und Fahrstil etwa 400 Kilometer drin, der Stromverbrauch bleibt dabei moderat.

An der Wechselstrom-Wallbox lädt der Kia Niro dreiphasig mit bis zu 11 kW, eine leere Batterie füllt sich so über Nacht wieder. An passenden Schnellladesäulen kommen in der Praxis etwa 70 kW zustande, ein Ladestopp von rund 45 Minuten reicht für einen deutlichen Sprung im Ladezustand. Über Lenkradpaddel lassen sich mehrere Rekuperationsstufen einstellen, was den Verbrauch senkt und im Stadtverkehr häufiges Bremsen überflüssiger macht.

Sicherheit

Im europäischen Crashtest erreicht der Niro EV vier von fünf Sternen und bietet damit ein solides Sicherheitsniveau. Eine steife Karosseriestruktur aus hochfesten Stählen bildet die Basis des Insassenschutzes. Mehrere Airbags, darunter ein Knieairbag für den Fahrer, arbeiten mit gezielt ausgelegten Knautschzonen zusammen und mindern die Folgen eines Aufpralls für Insassen und Fußgänger.

Aktive Assistenzsysteme erhöhen im Alltag die Sicherheit und entlasten den Fahrer. Ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalte- und Spurfolgeassistent sowie ein Abstandsregeltempomat unterstützen im dichten Verkehr und auf der Autobahn. Totwinkel- und Querverkehrswarner erleichtern Spurwechsel und Rangiermanöver, Müdigkeitswarner und Verkehrszeichenerkennung bringen Vorteile auf langen Etappen. Optional verfügbare Systeme wie ein Autobahnassistent und 360-Grad-Kameras erweitern den Funktionsumfang. So eignet sich der Niro EV als sicheres Familienauto für Alltag und Reise.

Ausstattung

Beim 2022 eingeführten Kia Niro (SG2) fällt im Innenraum zuerst ein durchgehendes Doppeldisplay auf. Es verbindet das digitale Kombiinstrument mit dem zentralen Infotainmentbildschirm und stellt Navigationshinweise klar dar. Eine Multimode-Bedienleiste steuert je nach Einstellung Klimafunktionen oder Infotainment, hält die Mittelkonsole aufgeräumt und verlangt anfangs etwas Eingewöhnung. Je nach Ausstattung ergänzen beheiz- und belüftbare Vordersitze sowie eine Lenkradheizung den Alltagskomfort, was besonders auf langen Strecken entlastet. Optional projiziert ein Head-up-Display wichtige Informationen in die Windschutzscheibe und reduziert den Blickwechsel zwischen Straße und Instrumenten.

Nachhaltige Materialien wie ein Dachhimmel aus Recyclingfasern und Bio-Oberflächen auf den Sitzen unterstreichen den Fokus auf Ressourcenschonung, während harte Kunststoffe an den Türverkleidungen eher nüchtern wirken. In der Elektrovariante versorgt eine Vehicle-to-Load-Funktion externe Geräte mit Strom und macht den Kia Niro beim Camping oder im handwerklichen Einsatz flexibler.

Modellbeschreibung

Seit 2022 bietet Kia den Kia Niro (DE) als kompaktes SUV zwischen Soul und Sportage an. Das Modell kombiniert viel Platz und alltagstaugliche Technik mit einem effizienten Antrieb. Es spricht Familien, Pendler und Flottenkunden an, die Alltagstauglichkeit und Langstreckenkomfort schätzen. Gegenüber dem Vorgänger bietet der Kia Niro (DE) mehr Platz und zusätzliche Assistenzsysteme.


Kia Niro (DE) side
Effizientes Elektro-Crossover mit viel Platz und Vernunft
Kia Niro (DE) angular front

Design und Karosserie

Der 2022 eingeführte Kia Niro EV tritt als 4.420 mm langes Crossover im kompakten SUV-Segment an und zeigt ein deutlich eigenständigeres Design als der zurückhaltendere elektrische Vorgänger. Die markante C-Säule in Kontrastfarbe und schmal gezeichnete LED-Tagfahrlichter lassen das Auto modern wirken, ohne aufdringlich zu erscheinen. Die K-Plattform bietet einen Radstand von 2.720 mm und damit spürbar viel Platz im Innenraum. Mit 1.570 mm Höhe entsteht eine angenehm erhöhte Sitzposition, ohne das wuchtige Gefühl größerer SUV. Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 und gezielte Luftführungen verbessern Effizienz und Geräuschniveau.

Innenraum und Bedienung

Im Innenraum bietet der Niro EV vorn und hinten großzügige Bein- und Kopffreiheit. Der Kofferraum fasst 475 Liter und wird durch einen zusätzlichen Frunk mit etwa 20 Liter ergänzt, der sich gut für Ladekabel und Kleinteile eignet. Eine geteilt umklappbare Rückbank erhöht die Alltagstauglichkeit. Die breit angelegte Displaylandschaft aus digitalem Kombiinstrument und Infotainmentbildschirm wirkt modern und bleibt gut ablesbar. Die Multimode-Bedienleiste steuert wahlweise Klima oder Infotainment, reduziert die Anzahl konventioneller Tasten und erfordert etwas Eingewöhnung. Ein optionales Head-up-Display projiziert wichtige Informationen in die Frontscheibe. Nachhaltige Materialien treffen auf teils harte Kunststoffe an den Türen, die den ansonsten aufgeräumten Eindruck etwas nüchterner wirken lassen.

Antrieb und Fahrverhalten

Der Elektromotor leistet 150 kW und treibt die Vorderräder an. So beschleunigt der Niro EV im Stadtverkehr und auf der Autobahn souverän und reagiert spontan auf Fahrbefehl, ohne sportlichen Anspruch. Das eher komfortorientierte Fahrwerk filtert kurze Stöße gut heraus, zeigt bei ausgeprägten Bodenwellen jedoch leichtes Nachwippen. In schnellen Ausweichmanövern verhält sich der Crossover gutmütig, schiebt moderat über die Vorderräder und bleibt dank dezent eingreifendem Stabilitätsprogramm gut kontrollierbar. Mehrere Fahrprogramme von Eco bis Sport und fein abgestufte Rekuperationsstufen passen Charakter und Effizienz an Strecke und Fahrstil an.

Laden und Reichweite

Die netto 64,8 kWh große Batterie ermöglicht realistische Reichweiten von etwa 400 Kilometer, solange nicht dauerhaft mit hohen Autobahngeschwindigkeiten gefahren wird. Damit eignet sich der Niro EV für viele Pendelstrecken und auch für Urlaubsfahrten. Die dreiphasige Wechselstrom-Ladeleistung harmoniert mit gängigen Heim-Wallboxen. An der Schnellladesäule liegt die Gleichstrom-Leistung bei gut 70 kW und fällt damit gegenüber manchen neueren Konkurrenten zurückhaltender aus. In der Praxis bedeutet das oft Ladepausen von rund drei Viertelstunden. Die Vehicle-to-Load-Funktion versorgt auf Wunsch externe Geräte, etwa beim Camping oder auf Baustellen. Über einen Adapter lässt sich zusätzlich das Tesla-Schnellladenetz nutzen, was die Routenplanung erleichtert.

Sicherheit und Alltagstauglichkeit

Die steifere Karosseriestruktur der zweiten Generation und zahlreiche Airbags sorgen für ein hohes Sicherheitsniveau. Im Euro-NCAP-Test erreicht der Niro EV vier Sterne und bewegt sich damit auf Klassenniveau. Ein Notbremsassistent, Spurhalte- und Spurfolgefunktionen sowie ein Abstandsregeltempomat entlasten im Alltag. Eine Totwinkelüberwachung unterstützt beim Spurwechsel und Rangieren. Gute Bremswerte und die übersichtliche Karosserie erleichtern das Fahren im Stadtverkehr und beim Parken. So wirkt der Niro EV im Alltag unkompliziert und vielseitig nutzbar.

Fazit

Der Kia Niro EV spricht weniger Technik-Enthusiasten mit Fokus auf maximale Ladeleistung an, sondern eher pragmatische Nutzer, die ein effizientes und leicht beherrschbares Elektroauto schätzen. Das großzügige Raumangebot und der ausgewogene Antrieb zählen zu den klaren Stärken. Die vergleichsweise moderate Schnellladegeschwindigkeit und die teils einfachen Materialien im Innenraum bleiben erkennbare Schwächen, ändern aber wenig am insgesamt stimmigen Charakter des Modells als alltagstaugliches elektrisches Kompakt-SUV.

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