KIA K4 (MK1)

Seit 2026
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20.490 €
Gebraucht ab
19.999 €
Leasing ab
218 €
Fahrzeugeinordnung

Mit dem Marktstart in Deutschland im November 2025 löst der Kia K4 den Ceed als Kompaktmodell der Marke ab. Die 2024 erstmals vorgestellte erste Generation (intern auch als Nachfolger der Ceed-Baureihe positioniert) tritt in der Kompaktklasse gegen den VW Golf und den Hyundai i30 an und richtet sich an Käufer, die auf einen Verbrennungsmotor setzen.

In Europa wird der K4 als Schrägheck und als Kombi (Sportswagon) angeboten. Damit ist er gegenüber dem Vorgänger Ceed um 11 Zentimeter auf 4.440 mm gewachsen. Die Motorenpalette umfasst Benziner mit 85 kW (115 PS) bis 132 kW (180 PS). Produziert wird der K4 ausschließlich in Mexiko.

Stärken
  • Großzügiger Innenraum für das Kompaktsegment
  • Sieben-Jahres-Garantie als starkes Kaufargument
  • Breite Motorenpalette mit Mildhybrid-Option
Schwächen
  • Kein Diesel, kein Plug-in-Hybrid erhältlich
  • Mildhybrid reduziert Kofferraumvolumen spürbar
  • Für Dienstwagenfahrer steuerlich wenig attraktiv
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Motoren

Für den deutschen Markt stehen ausschließlich Ottomotoren zur Wahl. Den Einstieg bildet ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 85 kW (115 PS), der zusammen mit einem manuellen Sechsganggetriebe einen Normverbrauch von 6,0 Liter auf 100 Kilometer erzielt. Wer die Handschaltung nicht benötigt, bekommt denselben Motor wahlweise als 48-Volt-Mildhybrid mit einem Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, was den Schaltkomfort im Stadtverkehr verbessert, jedoch das Kofferraumvolumen auf 328 Liter reduziert.

Darüber rangiert ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, der in zwei Leistungsstufen erhältlich ist: 110 kW (150 PS) mit einem Sprintwert von 9,1 Sekunden auf 100 km/h sowie 132 kW (180 PS), die in 8,4 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h ermöglichen. Beide 1,6-Liter-Varianten sind serienmäßig an das Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe gekoppelt. Alle Motorvarianten treiben ausschließlich die Vorderräder an. Eine Erweiterung der Antriebspalette um einen Vollhybrid ist für Ende 2026 geplant.

Sicherheit

Die passive Sicherheitsausstattung des K4 umfasst Frontairbags für Fahrer und Beifahrer sowie seitliche Thorax-Becken-Airbags für die vorderen Sitzplätze. Durchgehende Kopfairbags schützen Vorder- und Rücksitzpassagiere gleichermaßen, während ein Mittelairbag zwischen den Vordersitzen bei seitlichen Aufprällen Kontakte zwischen den Insassen verhindert. Der Beifahrerairbag lässt sich für die Nutzung eines rückwärts gerichteten Kindersitzes deaktivieren, und ISOFIX-Befestigungspunkte erleichtern die Montage geeigneter Kindersitze.

Bei den aktiven Systemen sind ein Notbremsassistent mit Frontkollisionswarnung sowie ein Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff serienmäßig an Bord. Eine direkte Fahrerzustandsüberwachung erkennt Müdigkeit und Ablenkung und trägt so zur Sicherheit auf Langstrecken bei. Optional sind ein Totwinkelassistent mit Monitoranzeige, ein Querverkehrwarner hinten mit Notbremsfunktion sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion erhältlich. Beim Latin NCAP erreichte der K4 fünf Sterne. Für Familien relevant ist die vollständige i-Size-Kompatibilität der Rücksitzplätze.

Ausstattung

Der K4 ist in Deutschland in drei Ausstattungslinien erhältlich: Vision, Spirit und GT-Line. Die Einstiegslinie Vision beinhaltet serienmäßig 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Sitz- und Lenkradheizung sowie ein Panoramadisplay, das aus einem 12,3-Zoll-Kombiinstrument und einem gleichgroßen Infotainmentscreen besteht. Ein separater 5,3-Zoll-Touchscreen übernimmt die Klimasteuerung und hält damit klassische Bedienelemente für Temperatur und Belüftung bereit.

Das Infotainmentsystem ccNC unterstützt einen KI-Sprachassistenten sowie kabelloses Android Auto und Apple CarPlay. Over-the-Air-Updates ermöglichen Softwareaktualisierungen ohne Werkstattbesuch, und das Smartphone oder die Smartwatch lässt sich als digitaler Fahrzeugschlüssel nutzen. Die Linie Spirit ergänzt das Angebot ab 35.890 Euro um einen elektrisch einstellbaren Fahrersitz und induktives Laden für Mobilgeräte. Die GT-Line setzt optisch auf schwarze Exterieurakzente und optional auf 18-Zoll-Felgen sowie zweifarbige Sitzbezüge. Kia gewährt auf den K4 eine Herstellergarantie von sieben Jahren oder bis zu 150.000 Kilometer.

Modellbeschreibung

Der K4 ist Kias Antwort auf Käufer, die im Kompaktsegment bewusst auf einen Verbrennungsmotor setzen. Als Nachfolger des Ceed tritt er mit mehr Länge, modernerem Infotainment und breiterer Motorenauswahl an. Im Wettbewerbsumfeld begegnet er dem VW Golf und dem Hyundai i30.


KIA K4 (MK1) side
Ceed-Nachfolger mit mehr Raum und digitaler Technik
KIA K4 (MK1) angular front

Design

Der K4 folgt der Kia-Designsprache "Opposites United" und hebt sich damit deutlich vom sachlicheren Ceed ab. Die Karosserie misst 4.440 mm in der Länge und fällt durch eine flache Dachlinie, markante Star-Map-Tagfahrlichter an Front und Heck sowie bumerangförmige Rückleuchten mit durchgehender Lichtleiste auf. Die hinteren Türgriffe sind in der C-Säule versenkt, was die Silhouette glatter wirken lässt. Die GT-Line verstärkt den sportlichen Charakter durch schwarze Anbauteile und abgesetzte Stoßfänger. Gegenüber dem Ceed ist der K4 um 11 Zentimeter gewachsen, was sich vor allem im Innenraum bemerkbar macht.

Innenraum und Alltagstauglichkeit

Im Cockpit dominiert das Panoramadisplay aus zwei 12,3-Zoll-Screens, ergänzt durch einen 5,3-Zoll-Monitor für die Klimasteuerung. Anders als bei rein touchbasierten Systemen behält der K4 zusätzliche physische Tasten für häufig genutzte Funktionen, was die Bedienung im Alltag vereinfacht. Der Kofferraum fasst 438 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank wächst das Ladevolumen auf 1.217 Liter. Die Fondsitzreihe bietet für das Segment überdurchschnittlich viel Knie- und Beinfreiheit. Wer noch mehr Stauraum benötigt, findet im K4 Sportswagon mit 4.695 mm Länge und 604 Liter Kofferraumvolumen eine direkte Alternative innerhalb der Modellreihe.

Antrieb und Fahrdynamik

Die Motorenpalette reicht in Deutschland vom 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 85 kW (115 PS) bis zum 1,6-Liter-Vierzylinder mit 132 kW (180 PS). Der 1,0-Liter-Motor ist auch als 48-Volt-Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich, was das Ansprechverhalten im Stadtverkehr verbessert. Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt, ohne auf Fahrstabilität zu verzichten. Der 1,6-Liter in der stärksten Stufe erreicht 210 km/h und sprintet in 8,4 Sekunden auf 100 km/h. Ein reiner Elektroantrieb steht nicht zur Wahl, da Kia diesen der Schwesterbaureihe EV4 vorbehält.

Stärken und Schwächen

Zu den klaren Stärken zählen der großzügige Innenraum, die serienmäßig hohe Infotainmentausstattung und die Sieben-Jahres-Garantie, die in der Klasse nach wie vor heraussticht. Schwächer aufgestellt ist der K4 beim Kofferraumvolumen der Mildhybrid-Variante, das mit 328 Liter spürbar unter dem des Basisbenziner liegt. Dienstwagenfahrer sollten die steuerliche Einstufung als Verbrenner im Blick behalten, da die günstigeren Pauschalversteuerungssätze für Elektromodelle hier nicht greifen.

Fazit

Der K4 ist eine solide, gut ausgestattete Weiterentwicklung des Ceed, die im Kompaktsegment einen zeitgemäßen Auftritt liefert. Wer einen verbrennungsmotorischen Kompaktwagen mit viel Platz, modernem Infotainment und langer Garantie sucht, findet im K4 ein überzeugendes Angebot zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

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