Design
Der K4 folgt der Kia-Designsprache "Opposites United" und hebt sich damit deutlich vom sachlicheren Ceed ab. Die Karosserie misst 4.440 mm in der Länge und fällt durch eine flache Dachlinie, markante Star-Map-Tagfahrlichter an Front und Heck sowie bumerangförmige Rückleuchten mit durchgehender Lichtleiste auf. Die hinteren Türgriffe sind in der C-Säule versenkt, was die Silhouette glatter wirken lässt. Die GT-Line verstärkt den sportlichen Charakter durch schwarze Anbauteile und abgesetzte Stoßfänger. Gegenüber dem Ceed ist der K4 um 11 Zentimeter gewachsen, was sich vor allem im Innenraum bemerkbar macht.
Innenraum und Alltagstauglichkeit
Im Cockpit dominiert das Panoramadisplay aus zwei 12,3-Zoll-Screens, ergänzt durch einen 5,3-Zoll-Monitor für die Klimasteuerung. Anders als bei rein touchbasierten Systemen behält der K4 zusätzliche physische Tasten für häufig genutzte Funktionen, was die Bedienung im Alltag vereinfacht. Der Kofferraum fasst 438 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank wächst das Ladevolumen auf 1.217 Liter. Die Fondsitzreihe bietet für das Segment überdurchschnittlich viel Knie- und Beinfreiheit. Wer noch mehr Stauraum benötigt, findet im K4 Sportswagon mit 4.695 mm Länge und 604 Liter Kofferraumvolumen eine direkte Alternative innerhalb der Modellreihe.
Antrieb und Fahrdynamik
Die Motorenpalette reicht in Deutschland vom 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 85 kW (115 PS) bis zum 1,6-Liter-Vierzylinder mit 132 kW (180 PS). Der 1,0-Liter-Motor ist auch als 48-Volt-Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich, was das Ansprechverhalten im Stadtverkehr verbessert. Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt, ohne auf Fahrstabilität zu verzichten. Der 1,6-Liter in der stärksten Stufe erreicht 210 km/h und sprintet in 8,4 Sekunden auf 100 km/h. Ein reiner Elektroantrieb steht nicht zur Wahl, da Kia diesen der Schwesterbaureihe EV4 vorbehält.
Stärken und Schwächen
Zu den klaren Stärken zählen der großzügige Innenraum, die serienmäßig hohe Infotainmentausstattung und die Sieben-Jahres-Garantie, die in der Klasse nach wie vor heraussticht. Schwächer aufgestellt ist der K4 beim Kofferraumvolumen der Mildhybrid-Variante, das mit 328 Liter spürbar unter dem des Basisbenziner liegt. Dienstwagenfahrer sollten die steuerliche Einstufung als Verbrenner im Blick behalten, da die günstigeren Pauschalversteuerungssätze für Elektromodelle hier nicht greifen.
Fazit
Der K4 ist eine solide, gut ausgestattete Weiterentwicklung des Ceed, die im Kompaktsegment einen zeitgemäßen Auftritt liefert. Wer einen verbrennungsmotorischen Kompaktwagen mit viel Platz, modernem Infotainment und langer Garantie sucht, findet im K4 ein überzeugendes Angebot zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.