Kia Logo

Kia e-Niro (DE)

Platzhalterbild
Gebraucht ab
13.699 €
Fahrzeugeinordnung

Seit Juli 2022 ergänzt der Kia Niro EV der zweiten Generation das Programm als vollelektrisches Kompakt-SUV zwischen Soul und Sportage. Markante C-Säule und moderne LED-Leuchten prägen das Design. Der Niro EV basiert auf der dritten Generation der K-Plattform und teilt sich das grundlegende Layout mit den Hybrid-Modellen.

Effizienter Antrieb und ein für die Klasse großzügiger Innenraum machen den Niro EV vor allem für Familien, Vielfahrer mit Umweltfokus und Umsteiger aus der Kompaktklasse interessant. Gegenüber dem ersten Elektro-Niro wirken Proportionen und Auftritt präsenter, das Platzangebot hat leicht zugelegt. Im Wettbewerbsumfeld steht er unter anderem Hyundai Kona Elektro und VW ID.3 gegenüber.

Stärken
  • Großzügiger Innenraum und praxistauglicher Kofferraum
  • Effizienter Elektroantrieb mit alltagstauglicher Reichweite
  • Lange Herstellergarantie und guter Sicherheitsstandard
Schwächen
  • DC-Ladeleistung im Segment eher langsam
  • Kein Allradantrieb
  • dadurch schlechtere Traktion
  • Innenraum mit spürbarem Hartplastik-Anteil vorn

Aktuelle Angebote

Motoren

Im Kia e-Niro arbeitet ein permanenterregter Elektromotor mit 150 kW (204 PS) an der Vorderachse. Die Kraft fließt über ein einstufiges Reduktionsgetriebe, das ohne Schaltvorgänge wie ein Automatikgetriebe arbeitet, direkt zu den Vorderrädern. Der e-Niro beschleunigt in 7,8 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 167 km/h, was für zügige Autobahnauffahrten und sichere Überholvorgänge genügt. Die Netto-Batterie mit 64,8 kWh ermöglicht nach WLTP rund 460 Kilometer Reichweite, in Tests lagen bei gemischter Fahrweise etwa 410 Kilometer drin. Der Stromverbrauch pendelt je nach Strecke und Tempo meist zwischen 16 und 18 kWh pro 100 Kilometer und bleibt auch bei Autobahnfahrt moderat. Der Akku lädt dreiphasig mit 11 kW an der Wallbox, an DC-Schnellladern fließt Strom mit etwa 70 kW, sodass der Ladezustand von 10 auf 80 Prozent in rund 45 Minuten steigt. Auf Allradantrieb verzichtet der Kia e-Niro, die feine Schlupfregelung sichert dem Frontantrieb dennoch ordentliche Traktion, selbst bei Nässe.

Sicherheit

Im Euro-NCAP-Crashtest erzielte der Niro vier von fünf Sternen. Die steife Sicherheitsstruktur mit hohem Anteil hochfester Stähle leitet die Aufprallenergie kontrolliert über die Karosserie ab und schützt so den Innenraum. Mehrere Front-, Seiten- und Vorhangairbags sowie ein Knieairbag für den Fahrer ergänzen die definierte Verformungszone im Vorderwagen und mindern Verletzungen bei einem Aufprall. Ein Notbremsassistent mit Erkennung von Fahrzeugen und schwächeren Verkehrsteilnehmern bremst bei Gefahr automatisch ab und reduziert das Risiko von Unfällen im Stadtverkehr. Spurhalte- und Spurfolgeassistent stabilisieren das Auto auf Landstraße und Autobahn. Adaptiver Abstandsassistent mit Staufunktion und Müdigkeitswarner entlasten auf längeren Pendelstrecken. Totwinkel- und Querverkehrswarner sichern Spurwechsel und Ausparken ab, Parksensoren und Rückfahrkamera erleichtern das Rangieren. Zusammen mit einem ordentlichen Bremsweg und serienmäßigen Isofix-Halterungen auf der Rückbank eignet sich der Niro als Familienauto.

Ausstattung

Im Kia e-Niro (DE) prägen ein modernes Cockpit und praktische Alltagstauglichkeit die Ausstattung. Ein digitales Kombiinstrument arbeitet mit einem Zentraldisplay zusammen und bündelt Navigation, Medien und Fahrzeugmenüs klar lesbar. In der Mittelkonsole sitzt eine umschaltbare Bedienleiste für Klima und Infotainment, sodass sich zentrale Funktionen mit wenigen Handgriffen erreichen lassen. Ein optionales Navigationssystem mit Online-Diensten erleichtert die Planung längerer Strecken. Vorn heizbare Sitze, eine Lenkradheizung und eine Klimaautomatik stabilisieren den Komfort im täglichen Pendelverkehr, besonders bei kaltem Wetter. Der Kofferraum fasst laut Hersteller 475 Liter. Unter der vorderen Haube ergänzt ein zusätzliches Staufach mit 20 Litern Volumen den Stauraum und nimmt zum Beispiel Ladekabel auf. Im Alltag bleibt so bei voller Besetzung ausreichend Platz für Gepäck. Im Innenraum kommen teils nachhaltige Materialien für Dachhimmel und Sitzbezüge zum Einsatz, während harte Kunststoffe an den Türtafeln einen eher nüchternen Eindruck hinterlassen.

Modellbeschreibung

Der Kia e-Niro (DE) tritt als kompaktes Elektro-SUV mit hohem Nutzwert an. Er ordnet sich im Kia-Programm zwischen Soul und Sportage ein. Seit seiner Einführung stärkt er das Elektroangebot der Marke. Sein effizienter Elektroantrieb verbindet sparsamen Verbrauch mit gutem Raumangebot und umfangreicher Sicherheitsausstattung. Schwächen zeigt der Kia e-Niro (DE) bei Materialanmutung und Schnellladegeschwindigkeit.


Effizienter Elektro-Crossover bietet viel Platz und Reichweite

Der seit 2022 gebaute Kia e-Niro der zweiten Generation überträgt das bekannte Niro-Konzept in die reine Elektrowelt und richtet sich an pragmatische Fahrer mit Fokus auf Effizienz und Nutzwert.

Design und Karosserie

Optisch grenzt sich der Kia e-Niro deutlich vom zurückhaltender gezeichneten Vorgänger ab. Die farblich abgesetzte C-Säule, die markante LED-Lichtsignatur und die geschlossene Front mit zentral platzierter Ladeklappe lassen das kompakte SUV moderner wirken. Die Karosserie wuchs um rund sechs Zentimeter in der Länge und misst nun 4.420 mm, der Radstand legte leicht zu und verschafft vor allem den Fondpassagieren mehr Knieraum. Ein Luftwiderstandsbeiwert von 0,29 ordnet das Modell klar im effizienzorientierten Kompaktsegment ein. Ein hoher Anteil an hochfestem Stahl steigert die Verwindungssteifigkeit der Struktur und ermöglicht gleichzeitig Gewichtseinsparungen im Rohbau. Im Wettbewerbsumfeld tritt der Kia e-Niro gegen Modelle wie Hyundai Kona Elektro und VW ID.3 an und wirkt in der Silhouette etwas konventioneller.

Innenraum und Bedienung

Im Innenraum betont ein weit gespannter, leicht gekrümmter Bildschirmverbund den Technikfokus. Die beiden großen Displays für Instrumente und Infotainment bilden eine optische Einheit und lassen sich gut ablesen. Die Multimode-Bedienleiste fasst Klimafunktionen und Infotainment-Tasten zusammen und hält die Mittelkonsole nach kurzer Eingewöhnung übersichtlich. Das Platzangebot fällt auf allen Sitzen großzügig aus, die hohe Sitzposition erleichtert den Umstieg aus klassischen Kompaktwagen. Der Kofferraum bietet 475 Liter Volumen und reicht damit gut für Familiengepäck. Ein zusätzliches vorderes Staufach nimmt Ladekabel auf. Im Vergleich zu Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen fällt das Gepäckabteil etwas größer aus, da kein Benzintank untergebracht werden muss. Die großflächigen Hartplastik-Türtafeln und der teilweise unruhige Materialmix mindern jedoch den qualitativ ansonsten stimmigen Gesamteindruck.

Antrieb und Fahrverhalten

Ein 150 kW starker Elektromotor treibt die Vorderräder an und sorgt für zügige Beschleunigung, ohne den Kia e-Niro sportlich zu inszenieren. Der Antrieb arbeitet leise, reagiert spontan auf Fahrpedalbefehle und bleibt auch bei höheren Landstraßentempi souverän. Lenkung und Fahrwerk sind auf Stabilität und Komfort ausgelegt, leichte Aufbaubewegungen nach Bodenwellen bleiben kontrollierbar. Im Ausweichmanöver greift das elektronische Stabilitätsprogramm unauffällig ein und hält den Fronttriebler sicher in der Spur. Der Verzicht auf Allradantrieb begrenzt die Traktion auf losem Untergrund, im normalen Straßenbetrieb genügt der Vorderradantrieb jedoch.

Reichweite, Laden und Alltag

Die netto 64,8 kWh große Batterie ermöglicht nach Norm rund 460 Kilometer Reichweite. In Tests ergaben sich etwa 410 Kilometer bei gemischter Fahrweise, was längere Pendelstrecken ohne ständiges Nachladen erlaubt. Die DC-Ladeleistung von rund 70 kW fällt im Vergleich zu einigen Konkurrenten moderat aus, eine Ladung von 10 auf 80 Prozent in ungefähr 45 Minuten bleibt für Urlaubsfahrten jedoch praktikabel. An der heimischen Wallbox lädt der Kia e-Niro mit 11 kW dreiphasig und erreicht über Nacht wieder einen vollen Akku. Die Vehicle-to-Load-Funktion versorgt externe Verbraucher mit bis zu 3 kW Leistung und erweitert den Nutzungsspielraum im Alltag. Über einen Adapter besteht zudem Zugang zum Tesla-Supercharger-Netz, was die Planung von Langstrecken vereinfacht. Nach Einführung des ähnlich großen EV3 verschwand der Kia e-Niro aus vielen Neuwagenprogrammen, bleibt dank langer Herstellergarantie auf dem Gebrauchtmarkt weiterhin attraktiv.

Fazit

Der Kia e-Niro präsentiert sich als effizientes, alltagstaugliches Elektro-SUV mit großzügigem Innenraum, gut nutzbarem 475-Liter-Kofferraum und ausgewogenem Fahrverhalten. Die eher durchschnittliche Schnellladeleistung, der fehlende Allradantrieb und einige einfache Kunststoffoberflächen verhindern eine Einordnung im Premiumsegment. Als pragmatisch konzipiertes, technisch modernes Elektroauto mit gut kalkulierbaren Betriebskosten bietet der Kia e-Niro dennoch eine stimmige Kombination aus Reichweite, Raumangebot und Bedienkonzept.

Aktuelle Angebote