Einordnung und Konzept
Der KGM Korando (CWN) tritt als kompaktes SUV der unteren Mittelklasse an. Im Modellprogramm liegt er zwischen Tivoli und Rexton und zielt auf Familien, Pendler und Anhängerbesitzer. Gegenüber früheren Korando-Modellen fallen moderneres Design, mehr Platz und eine erweiterte Sicherheits- und Infotainmentausstattung auf. In Deutschland bleibt die Marke KGM noch vergleichsweise unbekannt.
Design und Karosserie
Die Karosserie des Korando wirkt mit 182 mm Bodenfreiheit und kurzen Überhängen robust, ohne den Einstieg zu erschweren. Als fünftüriges SUV mit steil stehender Heckklappe bietet er eine praktische Form. Der Kofferraum fasst 551 Liter und wächst bei umgeklappter Rückbank auf bis zu 1.248 Liter. Die zulässige Anhängelast von 1.500 kg eignet sich für Wohnwagen oder Arbeitsanhänger. Verarbeitung und Spaltmaße wirken solide, bleiben aber hinter einigen europäischen Wettbewerbern zurück.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum zeigt der Korando ein sachliches, gut überschaubares Layout. Harter Kunststoff dominiert, ist aber sauber verarbeitet und im Alltag unempfindlich. Die hohe Sitzposition verschafft guten Überblick, vorn gibt es viel Platz. Im Fond sitzen auch große Erwachsene noch bequem, drei Personen nebeneinander stoßen jedoch an die Breite. Das Infotainmentsystem mit Touchscreen, Navigation, Digitalradio und Smartphone-Integration bietet aktuelle Funktionen, die klar strukturierte Menüführung erleichtert den Umgang. Gut ablesbare Instrumente und klassische Schalter für Klimatisierung und Lautstärke unterstreichen den funktionalen Charakter, auch wenn Materialien und Details nicht an alle Konkurrenzmodelle heranreichen.
Antrieb und Fahrverhalten
Im KGM Korando (CWN) arbeitet ein aufgeladener 1,5-Liter-Benzinmotor mit 120 kW (163 PS) und 280 Nm Drehmoment. Die Kraft liegt früh an und ermöglicht souveräne Überholvorgänge, auch mit Beladung oder Anhänger. Die manuelle 6-Gang-Schaltung lässt sich präzise genug bedienen und passt zum bodenständigen Charakter. Das Fahrwerk mit Schraubenfedern an beiden Achsen wirkt komfortorientiert, filtert Unebenheiten gut und begrenzt die Karosserieneigung in Kurven. Lenkung und Bremsen verhalten sich berechenbar, sportliche Dynamik steht nicht im Mittelpunkt. Der kombinierte Verbrauch von 7,7 Liter je 100 km fällt im Segment eher hoch aus und führt zusammen mit der CO2-Effizienzklasse G zu spürbar höheren laufenden Kosten.
Sicherheit und Assistenz
Serienmäßig stehen zahlreiche Airbags bis hin zum Knieairbag für den Fahrer bereit, dazu Isofix-Befestigungen im Fond. Ein elektronisches Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle und Bremsassistent unterstützen in kritischen Situationen. Ein City-Notbremsassistent mit Kollisionswarnung, Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung überwachen das Verkehrsgeschehen. Verkehrsschilderkennung sowie Fernlicht-, Licht- und Regensensor entlasten im Alltag und erhöhen den Sicherheitskomfort, besonders auf längeren Fahrten.
Alltagstauglichkeit und Kosten
Im Alltag zeigt der Korando Stärken mit großem Stauraum, hoher Zuladung und einer geteilt umklappbaren Rückbank, die den Innenraum flexibel macht. Die übersichtliche Karosserie und die Rückfahrkamera erleichtern Rangieren in engen Straßen. Eine Herstellergarantie von fünf Jahren bis 100.000 km senkt das Risiko teurer Reparaturen, Versicherung und Steuer bewegen sich im klassenüblichen Rahmen. Gegenüber dem Vorgänger bieten erweiterte Assistenzsysteme und ein moderneres Infotainment spürbare Fortschritte.
Fazit
Der KGM Korando (CWN) tritt als geräumiges, robust wirkendes Kompakt-SUV mit hohem Nutzwert und langer Garantie auf und eignet sich besonders für Familien und Anhängerbesitzer. Niedriger Verbrauch, sehr hochwertige Materialien oder ein prestigeträchtiger Markenauftritt stehen weniger im Mittelpunkt. Wer genau diese Punkte priorisiert, findet bei anderen Herstellern passendere Angebote. Als funktionales Fahrzeug mit viel Platz und überschaubaren Anschaffungskosten bleibt der Korando eine sachliche Alternative im Segment der kompakten SUV.