Positionierung und Konzept
Der Hyundai i10 (AC3) bildet seit 2019 die dritte Generation des kleinsten Modells der Marke. Als fünftüriger Stadtwagen steht er unterhalb des Hyundai i20 und konkurriert mit Kia Picanto, Fiat 500 und Toyota Aygo. Kompakte Außenmaße, ein erstaunlich geräumiger Innenraum und zeitgemäße Assistenzsysteme prägen das Konzept. Die Modellpflege 2023 brachte optisch überarbeitete Details und ein digitalisiertes Cockpit, ohne den klaren Fokus auf den Stadtverkehr zu verändern.
Design und Raumangebot
Optisch wirkt der i10 (AC3) deutlich dynamischer als seine Vorgänger. Die Karosserie steht breit auf der Straße, ein markanter Kühlergrill und optionales LED-Tagfahrlicht betonen den Auftritt. Zweifarblackierungen mit abgesetztem Dach und die N Line mit sportlicheren Stoßfängern bringen zusätzliche Individualität. Trotz rund 3.700 mm Außenlänge bietet der Wagen vorn viel Platz, im Fond eher Raum für Kinder oder kurze Strecken. Der Kofferraum fasst etwa 225 bis 252 Liter und wächst auf ungefähr 1.050 Liter.
Innenraum und Infotainment
Im Innenraum dominiert robuster Hartkunststoff, der solide verarbeitet wirkt und den Alltag gut verträgt. Geprägte Oberflächen und farbige Stoffe lockern die Atmosphäre auf, besonders in höheren Ausstattungslinien. Die Bedienung gelingt dank klar beschrifteter Schalter und Drehregler unkompliziert. Ein digitales Zentraldisplay im Kombiinstrument und je nach Version ein 8-Zoll-Touchscreen bringen moderne Infotainment-Funktionen. Navigation, Online-Dienste und Smartphone-Einbindung über Apple CarPlay und Android Auto stehen je nach Ausstattung ebenso bereit wie Sitz- und Lenkradheizung oder Klimaautomatik.
Motoren und Fahreindruck
Der Hyundai i10 (AC3) nutzt ausschließlich kleine Benzinmotoren. Das Angebot reicht vom 1,0-Liter-Dreizylinder mit 46 kW (63 PS) über den 1,2-Liter-Vierzylinder mit bis zu 62 kW (84 PS) bis zum aufgeladenen 1,0 T-GDI mit 74 kW (100 PS) in der N Line. Serienmäßig arbeitet ein manuelles Fünfganggetriebe, ein automatisiertes Fünfganggetriebe erhöht vor allem im Stadtverkehr den Komfort.
Je nach Motor beschleunigt der i10 in etwa 10,5 bis 18,5 Sekunden auf 100 km/h. Für Stadt und Kurzstrecke reicht die Leistung gut aus. Der Dreizylinder klingt bei hohen Drehzahlen angestrengt, bleibt im Alltag aber sparsam. Der Vierzylinder läuft kultivierter und fühlt sich auf Landstraße und Autobahn entspannter an, der Turbobenziner bietet spürbar mehr Reserven. Der Normverbrauch liegt je nach Ausführung zwischen ungefähr 4,2 und 6,2 Litern Super. Der kleine 36-Liter-Tank begrenzt die Reichweite, die leichtgängige Lenkung und der enge Wendekreis erleichtern dagegen Rangieren und Parken.
Sicherheit und Fazit
Bei der Sicherheit setzt der i10 (AC3) auf eine verstärkte Fahrgastzelle mit definierten Knautschzonen. Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie Isofix-Halterungen im Fond schützen die Insassen, Stabilitätsprogramm, Traktionskontrolle und Reifendrucküberwachung gehören zur Serienausstattung. Spurhalteassistent, Aufmerksamkeitswarner und City-Notbremsassistent unterstützen vor allem im Stadtverkehr, je nach Linie ergänzen Fernlichtassistent, Geschwindigkeitsregelanlage und Rückfahrkamera. Im Euro-NCAP-Crashtest erreicht die dritte Generation drei Sterne und liegt damit im Mittelfeld. Bisher wirkt der i10 (AC3) in der Zuverlässigkeit unauffällig, einzelne Rückrufe änderten daran wenig.
In der Summe tritt der Hyundai i10 (AC3) als praktischer Kleinstwagen mit gut nutzbarem Raumangebot, moderner Konnektivität und überschaubaren Kosten auf. Seine Stärken zeigt er im dichten Stadtverkehr, wo Wendigkeit und Übersicht zählen. Auf langen Strecken machen sich dagegen der begrenzte Komfort, das höhere Geräuschniveau und der kleine Tank bemerkbar. Insgesamt eignet sich der Hyundai i10 (AC3) besonders als zuverlässiger Stadt- und Pendelwagen.