Einordnung und Konzept
Der Hyundai i10 (AC) steht am unteren Ende der Hyundai-Palette und zielt klar auf den Stadtverkehr. Er spricht vor allem Fahranfänger und preisbewusste Pendler an. Gegenüber dem Vorgänger wächst das Modell nur leicht, wirkt im Design aber kantiger und moderner. Sicherheitsausstattung und Konnektivität fallen umfangreicher aus als zuvor. Der fünftürige Kleinstwagen nutzt seinen Grundriss effizient und tritt gegen Konkurrenten wie Kia Picanto oder Renault Twingo an.
Karosserie und Platzangebot
Die Front mit großem Kühlergrill, kurzen Überhängen und markanten Linien lässt den Hyundai i10 kompakt, aber nicht verspielt erscheinen. Die Übersicht leidet trotz der schärferen Formensprache kaum. Breite Türöffnungen erleichtern den Einstieg, vorn sitzen auch größere Personen ordentlich. Im Fond reicht die Beinfreiheit für Kinder und durchschnittlich große Erwachsene, auf längeren Strecken bleibt der Platz jedoch begrenzt. Der Kofferraum fasst 252 Liter und wächst bei umgelegter Rücksitzlehne auf bis zu 1050 Liter. Für den Alltag mit Einkauf und Gepäck eines Wochenendausflugs reicht das Volumen gut aus.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum dominieren robuste Hartkunststoffe. Sie wirken funktional und unempfindlich, aber nur bedingt hochwertig. Je nach Ausführung lockern farbige Einsätze das Cockpit etwas auf. Die Bedienung gerät klar und intuitiv. Klassische Drehregler für Heizung und Klimaanlage sowie separate Tasten für wichtige Funktionen reduzieren Ablenkung. Ein mittig platzierter Bildschirm steuert Radio und Smartphone-Einbindung, die einfache Menüstruktur erleichtert den Zugang zu den wichtigsten Funktionen. Ablagen bietet der Hyundai i10 ausreichend, im Bereich der Mittelkonsole könnten sie jedoch großzügiger ausfallen.
Fahrverhalten und Komfort
Das Fahrwerk zielt auf Alltagstauglichkeit im dichten Verkehr. In der Stadt filtert es kurze Kanten ordentlich weg und hält die Karosserie kontrolliert. Die Lenkung arbeitet bei niedrigen Geschwindigkeiten leichtgängig, was Rangieren und Einparken vereinfacht. Mit steigendem Tempo könnte die Rückmeldung direkter sein, hier zeigt sich die Ausrichtung als Stadtauto. Sitze und Polsterung bieten akzeptablen Komfort auf mittleren Strecken. Auf der Autobahn steigen Motor- und Abrollgeräusche deutlich an, was den Reisekomfort einschränkt.
Motor und Verbrauch
Der 1,0 Liter große Dreizylinder-Saugmotor leistet 49 kW (67 PS) und passt mit seiner Charakteristik zum Einsatz im Stadtgebiet. Im Alltag reicht die Kraft für zügigen Verkehr, beim Auffahren auf Schnellstraßen verlangt der Motor jedoch nach Drehzahl und Schaltarbeit. Das manuelle Fünfgang-Getriebe lässt sich präzise führen, wirkt aber etwas langwegig. Der Verbrauch bewegt sich mit etwa 5 bis 6 l/100 km in einem realistischen Rahmen und sinkt im stockenden Verkehr dank Start-Stopp-Automatik leicht. Bei voller Beladung und häufiger Autobahnfahrt geraten Fahrleistungen und Geräuschniveau an Grenzen.
Sicherheit und Kosten
Bei der Sicherheit rückt der Hyundai i10 dank mehrerer Airbags und Isofix-Verankerungen hinten näher an größere Kleinwagen heran. Spurhalteassistent, Notbremssystem und Müdigkeitswarner unterstützen in kritischen Situationen und orientieren sich am Standard höherer Klassen. Die fünfjährige Garantie mit Mobilitätsleistungen und die moderaten Inspektionskosten halten das finanzielle Risiko überschaubar. Versicherung und Kraftfahrzeugsteuer bleiben klassentypisch günstig. Schwächen zeigen sich bei der einfachen Materialanmutung, den Halogenscheinwerfern und dem begrenzten Langstreckenkomfort.
Fazit
Der Hyundai i10 (AC) präsentiert sich als kompaktes Stadtauto mit sinnvoller Sicherheitsausstattung, leicht beherrschbarem Fahrverhalten und praxistauglichem Kofferraum. Motorleistung, Geräuschniveau und Materialwirkung bleiben auf einem einfachen, aber stimmigen Niveau. Insgesamt eignet sich das Modell vor allem für Kurzstrecken und den urbanen Alltag, weniger für häufige Langstreckenfahrten.