Hyundai NEXO (NH2)

SUVSeit 2025
Gebraucht ab
6.799 €
Fahrzeugeinordnung

Der Hyundai NEXO startete in seiner ersten Generation im August 2018 als Serienfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb – nach dem ix35 FCEV das zweite Wasserstoff-SUV der Marke. Im Januar 2026 folgte die zweite Generation (ab 69.900 Euro), die auf der Designstudie Initium basiert und gegenüber dem Vorgänger spürbar mehr Leistung, Reichweite und Innenraumqualität mitbringt. Das Modell positioniert sich im oberen Preissegment und richtet sich an technikaffine Käufer, die emissionsfreie Mobilität mit SUV-Format verbinden wollen. Als direkter Wettbewerber gilt der Toyota Mirai, der jedoch als Limousine antritt.

Stärken
  • Reichweite bis 826 Kilometer nach WLTP
  • Schnelles Nachtanken in rund fünf Minuten
  • Umfangreiche Serienausstattung ab Einstiegspreis
Schwächen
  • Sehr dünnes Wasserstofftankstellennetz in Deutschland
  • Hoher Einstiegspreis ab 69.900 Euro
  • Keine Allradoption verfügbar
Beta
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Aktuelle Angebote

Leistung
120 kW / 163 PS
0 - 100 km/h
9,2 s
Höchstgeschwindigkeit
177 km/h
CO2-Ausstoß (komb.)*
-
Verbrauch (komb.)*
1 l/100km
Energieeffizienzklasse*
A

Design

Motoren

Die zweite Generation des NEXO setzt auf ein grundlegend überarbeitetes Brennstoffzellensystem, das aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff elektrischen Strom erzeugt. Der Brennstoffzellen-Stack liefert dabei eine Maximalleistung von 110 kW, unterstützt von einer 2,64-kWh-Pufferbatterie mit bis zu 80 kW Abrufleistung, die Rekuperationsenergie zwischenspeichert und bei Leistungsspitzen zugeschaltet wird. Die Systemleistung steigt gegenüber dem Vorgänger (135 kW) auf 190 kW. Den Vortrieb übernimmt ein Elektromotor mit 150 kW (204 PS) und einem maximalen Drehmoment von 350 Nm, der ausschließlich die Vorderachse antreibt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 7,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 179 km/h. Drei Hochdrucktanks fassen zusammen 6,69 Kilogramm Wasserstoff, was nach WLTP eine Reichweite von bis zu 826 Kilometern ermöglicht – gegenüber 666 Kilometern beim Vorgänger ein deutliches Plus. Der Verbrauch liegt bei rund 0,8 bis 0,9 Kilogramm Wasserstoff auf 100 Kilometer.


Motordetails anzeigen
Motorraum des Hyundai Nexo
Der Hyundai Nexo im Crashtest

Sicherheit

Das Sicherheitskonzept des NEXO umfasst sowohl passive als auch aktive Systeme auf dem Stand aktueller Hyundai-Modelle. Zur passiven Grundausstattung zählen eine verstärkte Fahrgastzelle sowie Airbags, die Fahrer, Beifahrer und seitliche Insassen schützen. Serienmäßig an Bord ist eine 360-Grad-Kamera, die beim Rangieren einen vollständigen Überblick um das Fahrzeug bietet, sowie ein Einparksystem mit Notbremsfunktion vorne, seitlich und hinten. Der Totwinkelassistent informiert den Fahrer über Fahrzeuge im toten Winkel und zeigt das entsprechende Kamerabild im Cockpit an. Ein adaptiver Tempomat mit Stopp-Funktion und Navigationsanbindung regelt Geschwindigkeit und Abstand situationsgerecht, während der Autobahnassistent 2.0 das Fahrzeug aktiv in der Spur zentriert. Der autonome Notbremsassistent der zweiten Generation greift bei drohenden Kollisionen frühzeitig ein. Gegen Aufpreis sind digitale Außen- und Innenspiegel erhältlich, die bei schlechten Sichtverhältnissen eine bessere Rundumsicht ermöglichen. In Summe ist der NEXO für Langstrecken- und Familienfahrten sicherheitstechnisch umfassend gerüstet.

Ausstattung

Die zweite Generation des NEXO wird in zwei Ausstattungslinien angeboten. Bereits die Basisversion umfasst Matrix-LED-Scheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und elektrisch einstellbare sowie beheizbare Vordersitze, die den Einstieg in das Modell komfortabel gestalten. Das serienmäßige ccNC-Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Curved-Displays bildet das digitale Herzstück des Innenraums und wird durch Over-the-Air-Updates stets aktuell gehalten. Ebenfalls serienmäßig ist die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) über eine dedizierte Außensteckdose, mit der externe Verbraucher direkt aus dem Fahrzeug mit Strom versorgt werden können. Die Zwei-Zonen-Klimaautomatik und die elektrisch bediente Heckklappe gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

Die Ausstattungslinie Prime (ab 77.550 Euro) ergänzt das Angebot um ein Head-up-Display, das Fahrinformationen auf einer 12-Zoll-Fläche vor dem Fahrer einblendet, 19-Zoll-Felgen, Akustikverglasung sowie ein 14-Lautsprecher-Soundsystem von Bang und Olufsen. Hinzu kommen Lederausstattung, Memoryfunktion für den Fahrersitz und Sitzbelüftung vorn. Optional sind digitale Außenspiegel und ein digitaler Innenspiegel erhältlich, die bei Nacht oder schlechtem Wetter eine verbesserte Sicht bieten. Der Kofferraum fasst bis zu 510 Liter, was gegenüber dem Vorgänger eine deutliche Verbesserung darstellt.

Interieur des Hyundai Nexo

Modellbeschreibung

Die zweite Generation des NEXO, im Januar 2026 in Deutschland eingeführt, ist Hyundais konsequenteste Umsetzung von Wasserstoffmobilität im PKW-Format. Das Modell positioniert sich technologisch klar als Premiumprodukt und richtet sich an technikaffine Käufer, die auf emissionsfreie Mobilität mit langen Reichweiten setzen. Konkurrenz kommt vor allem vom Toyota Mirai.


Hyundai Nexo Ansicht vorne schräg
Wasserstoff-SUV mit Reichweite auf Dieselniveau
Hyundai Nexo Ansicht seitlich

Design und Außenauftritt

Die zweite Generation des Hyundai NEXO, die im Januar 2026 in Deutschland eingeführt wurde, basiert auf der Designstudie Initium aus dem Oktober 2024 und folgt der neuen Hyundai-Designsprache „Art of Steel". Charakteristisch sind kantige Linien, horizontale Rillenmuster an den Türen und LED-Pixel-Scheinwerfer mit HTWO-Signatur. Gegenüber dem Vorgänger wirkt das Fahrzeug deutlich voluminöser: Die Außenmaße wuchsen auf 4.750 mm Länge, 1.870 mm Breite und 1.640 mm Höhe, der Radstand beträgt 2.790 mm.

Antrieb und Reichweite

Technisch ist der NEXO ein Brennstoffzellenfahrzeug, das Wasserstoff in elektrischen Strom umwandelt und diesen über einen Elektromotor mit 150 kW (204 PS) an die Vorderachse weitergibt. Die Systemleistung liegt bei 190 kW, was gegenüber 135 kW beim Vorgänger einem erheblichen Sprung entspricht. Die Reichweite von bis zu 826 Kilometern nach WLTP in der Basisversion ist im Segment ungewöhnlich hoch und entspricht dem Niveau konventioneller Dieselfahrzeuge. Schwäche bleibt das Tankstellennetz: Ende 2025 existierten in Deutschland rund 100 Wasserstoffstationen, viele davon entlang von Autobahnen. Für spontane Fahrten im ländlichen Raum ist eine Vorausplanung weiterhin notwendig.

Innenraum und Komfort

Im Innenraum zeigt sich der NEXO deutlich aufgeräumter als sein Vorgänger. Zwei 12,3-Zoll-Curved-Displays bilden das zentrale Cockpit-Element, ergänzt durch eine KI-gesteuerte Sprachbedienung und personalisierbare Fahrerprofile. Der Kofferraum wächst auf bis zu 510 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank auf bis zu 1.630 Liter. Das Raumangebot ist für fünf Personen angemessen, der erweiterte Radstand der zweiten Generation macht sich besonders auf der Rückbank bemerkbar. Für die Prime-Linie stehen Lederausstattung, Sitzbelüftung und ein Bang-und-Olufsen-Soundsystem zur Wahl.

Fahrverhalten und Alltagstauglichkeit

Der NEXO fährt sich wie ein Elektroauto: lautlos, mit sofort verfügbarem Drehmoment und ruhigem Abrollverhalten dank serienmäßiger Akustikverglasung in der Prime-Linie. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,8 Sekunden ist für ein Fahrzeug dieser Klasse ordentlich, unter Volllast zeigt der Antrieb jedoch leichte Unruhe in der Längsführung. Das Smart Regenerative System passt die Rekuperation vorausschauend an Strecke und Gefälle an, was die Effizienz im Alltag verbessert. Neu ist die Anhängelast von bis zu 1.000 Kilogramm, womit der NEXO als erstes FCEV für europäische Märkte diese Funktion bietet.

Fazit

Der NEXO ist technisch ein überzeugendes Fahrzeug, das Reichweite, Ladetempo und Ausstattung auf einem hohen Niveau vereint. Der Einstiegspreis von 69.900 Euro liegt dabei spürbar unter dem des Vorgängers, was den Zugang erleichtert. Wer jedoch auf ein belastbares Tankstellennetz angewiesen ist, stößt in Deutschland noch immer an infrastrukturelle Grenzen. Der NEXO bleibt damit ein Fahrzeug für überzeugte Technologieanwender, weniger für pragmatische Alltagsnutzer.

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