Hongqi EH7 (MK1)

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Fahrzeugeinordnung

Seit 03/2024 markiert der Hongqi EH7 (MK1) als batterieelektrische Limousine auf der FME-Plattform den Wechsel der Marke in eine neue Antriebsgeneration. Das Modell bewegt sich zwischen oberer Mittelklasse und Oberklasse und besetzt im Portfolio den Bereich unterhalb der großen Repräsentationsfahrzeuge. Die klar gezeichnete, viertürige Karosserie verbindet ein sachliches Erscheinungsbild mit großzügigem Raumangebot.

Im Unterschied zum früheren Hongqi H7 setzt der Hongqi EH7 (MK1) vollständig auf Elektroantrieb. Je nach Variante der Baureihe sind Heckantrieb oder Allradantrieb sowie Batterien mit 85 kWh oder 111 kWh erhältlich. In Deutschland tritt der Hongqi EH7 (MK1) damit als Alternative zum Volkswagen ID.7, Hyundai Ioniq 6 und BYD Seal an.

Stärken
  • Hohe Leistung mit sportlichem Charakter
  • Große Reichweite für lange Etappen
  • Umfangreiche Ausstattung im Verhältnis zum Preis
Schwächen
  • Sicherheitsdetails für Europa noch lückenhaft
  • Großes Format erschwert Fahrten im Stadtverkehr
  • Hohes Gewicht schmälert die Effizienz spürbar
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Motoren

Der Hongqi EH7 (MK1) fährt je nach Version mit einem E-Motor an der Hinterachse oder mit zwei Motoren und Allradantrieb. Die Spanne reicht vom Hecktriebler mit 253 kW (344 PS) bis zur Allradversion mit 455 kW (619 PS). Schon der einzelne Motor passt gut zur Limousine, weil er sauber anfährt und die Kraft ausgewogen auf die Straße bringt. Mit zwei Motoren wird der EH7 deutlich kräftiger und beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Der Hecktriebler benötigt 5,8 Sekunden. Für den Akku sind 85 und 111 kWh vorgesehen. Mit der größeren Batterie soll eine Reichweite von bis zu 655 Kilometern möglich sein. Geschaltet wird nicht im klassischen Sinn. Ein fest übersetztes Reduktionsgetriebe überträgt die Kraft direkt an die Räder und hält den Antrieb gleichmäßig, ohne Schaltpausen. Offizielle Verbrauchswerte liegen noch nicht durchgehend vor. Wegen Größe und Gewicht dürfte der Energiebedarf eher solide als besonders niedrig ausfallen. Auch sehr kurze Ladezeiten hängen stark von Ladeleistung und Temperatur ab.

Sicherheit

Eine Euro-NCAP-Bewertung lag für den EH7 zum europäischen Vorverkauf noch nicht vor. Auch zu Airbags, zur Struktur der Fahrgastzelle und zum Fußgängerschutz veröffentlichte der Hersteller für Deutschland zunächst keine vollständigen Angaben. Bestätigt war ein 360-Grad-Kamerasystem, das in engen Parkhäusern und beim Rangieren den Überblick verbessert und kleine Rempler eher vermeidet. Ein Head-up-Display hält wichtige Fahrinformationen näher im Sichtfeld und entlastet so im dichten Verkehr. Offen blieb zudem, ob und in welcher Form Notbremsassistent, Spurhalteassistent und adaptive Abstandsregelung für Europa angeboten werden. Der Sicherheitsumfang wirkte damit zum Start noch lückenhaft dokumentiert. Im Alltag spricht vor allem die gute Sicht beim Manövrieren für den EH7, was die große Limousine in der Stadt und auf engen Stellplätzen leichter beherrschbar macht.

Ausstattung

Beim Hongqi EH7 (MK1) deutet die zum Marktstart in Europa genannte Ausstattung auf eine komfortorientierte Ausrichtung hin. Ein etwa zwei Quadratmeter großes Panorama-Glasdach lässt viel Licht in den Innenraum und schafft ein offenes Raumgefühl. Das Head-up-Display blendet wichtige Fahrinformationen direkt ins Sichtfeld ein und entlastet damit auf längeren Strecken. Ein 360-Grad-Kamerasystem erleichtert das Rangieren deutlich, was bei einer Fahrzeuglänge von 4.980 mm im Alltag spürbar hilft.

Welche Merkmale in Deutschland serienmäßig sind und welche nur je nach Version oder Paket angeboten werden, blieb anfangs noch offen. Die bekannte Ausstattung spricht jedoch für eine umfangreiche Grundausstattung. Auch die Einordnung im Markt deutete eher auf das gehobene Segment als auf einen Einstiegstarif hin. Insgesamt wirkt der Hongqi EH7 (MK1) damit wie eine große elektrische Limousine, die Komfortfunktionen und praktische Helfer klar in den Vordergrund stellt.

Modellbeschreibung

Der Hongqi EH7 (MK1) erweitert die Marke um eine elektrische Oberklasse-Limousine. Das Modell löst sich deutlich vom früheren Hongqi H7 und rückt den Elektroantrieb in den Mittelpunkt. Es kombiniert hohe Leistung mit einer großen Batterie. So fährt der Hongqi EH7 (MK1) vor allem als repräsentativer Reisewagen mit komfortabler Abstimmung.


Elektrische Reiselimousine mit hoher Leistung und gemischter Sicherheitsbilanz

Positionierung und Format

Der Hongqi EH7 (MK1) ist eine knapp fünf Meter lange Elektro-Limousine auf der FME-Plattform. Im Programm der Marke besetzt er den Bereich zwischen oberer Mittelklasse und Oberklasse. Gegenüber dem früheren H7 vollzieht er einen klaren Technikwechsel, denn an die Stelle klassischer Verbrenner tritt ein eigenständiges Elektroauto mit 3.000 mm Radstand und repräsentativem Zuschnitt. Damit richtet sich der EH7 (MK1) an Käufer, die im Umfeld von Volkswagen ID.7, Hyundai Ioniq 6 und BYD Seal mehr Raum und mehr Leistung suchen.

Design und Proportionen

Mit 4.980 mm Länge, 1.915 mm Breite und 1.490 mm Höhe wirkt der EH7 (MK1) gestreckt und flach. Die viertürige Karosserie greift klassische Limousinenproportionen auf und meidet eine SUV- oder Crossover-Optik. Das passt zur Marke Hongqi, die in Deutschland eher Komfort und Präsenz betont als ausgeprägte Sportlichkeit. Im Alltag zeigt das Format aber auch Nachteile. In engen Innenstädten und schmalen Parkhäusern bleibt der Wagen sperrig.

Antrieb und Reichweite

Das Antriebsspektrum reicht vom Hecktriebler mit 253 kW (344 PS) bis zum Allradmodell mit 455 kW (619 PS). Der Hecktriebler liefert souveränen Vortrieb und wirkt im Gesamtbild stimmig. Der Allradantrieb verschiebt den Charakter deutlich in Richtung Hochleistung. Er beschleunigt in 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, während der Hecktriebler 5,8 Sekunden benötigt. Für Europa sind Batterien mit 85 kWh und 111 kWh vorgesehen. Bis zu 655 Kilometer Reichweite sprechen für gute Langstreckentauglichkeit. Das angekündigte Nachladen von 200 Kilometern in 5 Minuten wirkt sehr ambitioniert und hängt im Alltag stark von Ladeleistung, Temperatur und Infrastruktur ab.

Innenraum und Komfort

Im Innenraum setzt der EH7 (MK1) klar auf Komfort. Das rund 2 Quadratmeter große Panorama-Glasdach bringt viel Licht in den Innenraum und verstärkt das luftige Raumgefühl. Ein Head-up-Display zeigt wichtige Fahrdaten im direkten Blickfeld. Das 360-Grad-Kamerasystem erleichtert das Rangieren spürbar und passt gut zur langen Karosserie. Weniger klar blieb zunächst, wie die Ausstattung in Deutschland genau gegliedert wird. Zur Abgrenzung zwischen Serienumfang und Optionen lagen anfangs nicht alle Details vor.

Assistenz und Sicherheit

Bei den Sicherheits- und Assistenzsystemen blieb das Bild für Europa zunächst lückenhaft. Das Kamerasystem verbessert die Übersicht im Alltag, vor allem beim Parken und Manövrieren. Darüber hinaus fehlten aber genaue Angaben zu Airbags, Notbremsassistent, Spurhalteassistent und adaptiver Abstandsregelung. Auch eine Euro-NCAP-Bewertung lag zunächst nicht vor. Gerade bei einer großen und schweren Limousine fällt dieser Punkt stärker ins Gewicht.

Fahrverhalten und Alltag

Aus den technischen Daten ergibt sich vor allem beim Hecktriebler ein gelassener Grundcharakter. Der lange Radstand, der Elektroantrieb und der gehobene Anspruch sprechen eher für ruhiges Reisen als für leichtfüßige Kurvendynamik. Dazu kommt ein Leergewicht von 2.240 kg, das den Komfort unterstützen kann, Effizienz und Agilität aber spürbar begrenzt. Als Reiselimousine überzeugt der EH7 (MK1) mit viel Platz, kräftigen Antrieben und großer Batterie. Im Stadtverkehr wirkt er wegen Länge und Masse weniger passend.

Fazit

Der Hongqi EH7 (MK1) ist als elektrische Reiselimousine schlüssig positioniert. Seine Stärken liegen im breiten Leistungsspektrum, in der großen Reichweite und im komfortorientierten Auftritt. Schwächer wirkt das Gesamtbild dort, wo für Europa zunächst noch wichtige Details zu Sicherheit und Ausstattung fehlten. Insgesamt ist der EH7 (MK1) eine interessante Alternative zu etablierten Elektro-Limousinen.