Positionierung und Konzept
Der Ford Kuga (CX482) der dritten Modellgeneration verbindet gehobenen Komfort mit elektrifizierten Antrieben. Das Kompakt-SUV tritt gegenüber dem Vorgänger effizienter auf und bietet unter anderem einen 2,5 Liter großen Plug-in-Hybrid für Nutzer mit Lademöglichkeit zu Hause. Im Modellprogramm steht der Kuga über dem Ford Puma. Im Wettbewerbsumfeld trifft er auf Modelle wie VW Tiguan, Hyundai Tucson oder Kia Sportage mit vergleichbaren Hybrid- oder Plug-in-Hybridantrieben.
Design und Karosserie
Optisch wirkt der Kuga weniger kantig als viele Rivalen und setzt auf fließende Linien mit langer Motorhaube. Die Ausstattungslinie Vignale ergänzt Chromakzente und spezielle Felgen, bleibt aber zurückhaltend. Mit rund 4.630 mm Länge bietet das SUV ein gutes Platzangebot in beiden Sitzreihen, auch mit optionalem Panorama-Glasdach. Der Kofferraum fasst 405 Liter und wächst mit umgelegter Rückbank auf bis zu 1.517 Liter mit ebener Ladefläche.
Innenraum und Bedienung
Der Innenraum orientiert sich stark am Ford Focus und wirkt sachlich. In der Ausstattung Vignale sorgen weiche Oberflächen und Lederbezüge für ein wertigeres Ambiente, einige Hartplastikzonen bleiben sichtbar. Die klassische Bedienstruktur mit separaten Tasten für Klimafunktionen und Lautstärke entlastet den Touchscreen. Das Sync-3-Infotainmentsystem arbeitet übersichtlich, die Smartphone-Integration über Android Auto und Apple CarPlay funktioniert meist problemlos. Die Sitze bieten ordentlichen Seitenhalt und guten Langstreckenkomfort.
Antrieb, Fahrverhalten und Effizienz
Als Plug-in-Hybrid kombiniert der Kuga einen 2,5 Liter großen Benziner im Atkinson-Zyklus mit einem Elektromotor zu 165 kW (225 PS) Systemleistung. Im Alltag fährt das SUV oft rein elektrisch an, der Verbrenner schaltet sich meist unauffällig zu. Das stufenlose Automatikgetriebe sorgt für gleichmäßige Beschleunigung, erzeugt bei starkem Leistungsabruf jedoch hochdrehende Motorgeräusche. Die Fahrleistungen bieten ausreichende Reserven, ohne sportliche Ansprüche zu bedienen. Das eher straff abgestimmte Fahrwerk gibt kurze Kanten spürbar weiter, vermittelt auf der Autobahn aber einen stabilen Eindruck. Im Ausweichtest greift das elektronische Stabilitätsprogramm früh und kräftig ein, was schnelle Richtungswechsel begrenzt. Die 14,4 kWh große Batterie ermöglicht im Alltag typische Pendelstrecken im elektrischen Betrieb. Die einphasige Wechselstrom-Ladeleistung von maximal 3,6 kW passt vor allem zum Laden zu Hause. Mit einer Anhängelast von 1.500 kg eignet sich der Kuga auch für Wohnwagen oder größere Anhänger, die laufenden Kosten liegen auf klassentypischem Niveau.
Fazit
Der Ford Kuga (CX482) präsentiert sich in der Plug-in-Hybrid-Konfiguration als geräumiges, komfortorientiertes Kompakt-SUV mit praxistauglicher elektrischer Reichweite. Der harmonische Antrieb, das Platzangebot und der variable Kofferraum zählen zu den Stärken. Die straffe Federung, die vorsichtige Abstimmung des Stabilitätsprogramms und die begrenzte Ladeleistung schränken den Gesamteindruck etwas ein. Insgesamt tritt der Kuga als ausgewogenes SUV mit moderner Antriebstechnik auf, das vor allem bei regelmäßigem Laden sein Potenzial ausspielt.