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Fiat e-Ulysse (MK3)

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Fahrzeugeinordnung

Der Fiat e-Ulysse (MK3) kam im Mai 2022 als Elektrovan auf den Markt und markiert die Rückkehr des Modellnamens in das Van-Segment. Mit bis zu acht Sitzplätzen und zwei Schiebetüren richtet er sich an Familien, Shuttle-Dienste und komfortorientierte Gewerbekunden.

Im Markenportfolio von Fiat ist der e-Ulysse (MK3) oberhalb von Doblo und Scudo positioniert und nutzt die EMP2-Plattform des Stellantis-Konzerns. Im Vergleich zu den früheren Ulysse-Generationen mit Dieselmotoren fährt er ausschließlich elektrisch und setzt auf eine eher hochwertige Ausrichtung. Zu den direkten Konkurrenten zählen Citroën Spacetourer, Peugeot Traveller, Opel Zafira Life und VW ID. Buzz.

Stärken
  • Viel Platz auf allen Sitzreihen
  • Serienmäßig viele Sicherheits- und Assistenzsysteme
  • Komfortable Federung
  • leiser Antrieb im Stadtverkehr
Schwächen
  • Hoher Anschaffungspreis für ein Familienfahrzeug
  • Eher begrenzte Reichweite für lange Autobahnetappen
  • Materialanmutung erinnert stellenweise an Nutzfahrzeugbasis
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Motoren

Im Fiat e-Ulysse (MK3) arbeitet an der Vorderachse ein 100 kW (136 PS) starker Elektromotor. Über ein einstufiges Reduktionsgetriebe ohne Gangwechsel treibt er die Vorderräder an, der Wagen fährt also mit Frontantrieb. Das maximale Drehmoment von 260 Nm sorgt eher für gelassene Beschleunigung als für sportliche Fahrleistungen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h eignet sich der e-Ulysse vor allem für Stadt, Umland und ruhigeres Autobahntempo. Die Lithium-Batterie speichert brutto 75 kWh und ermöglicht nach WLTP eine Reichweite von 306 Kilometern, in der Stadt sind deutlich über 400 Kilometer möglich. Im Alltag liegt der Verbrauch bei etwa 27,6 kWh je 100 Kilometer, was für ein großes, hohes Fahrzeug moderat wirkt und bei voller Beladung sowie Anhängerbetrieb spürbar steigt. Beim Laden hilft die Kombination aus dreiphasiger AC-Ladefunktion mit bis zu 11 kW und DC-Schnellladung mit maximal 100 kW, wodurch sich Pausen auf längeren Strecken relativ kurz halten.

Sicherheit

Im Ulysse richtet sich die Sicherheitsausstattung klar auf den Transport vieler Personen. Frontairbags für Fahrer und Beifahrer sowie Seitenairbags im Fond mindern das Verletzungsrisiko bei Kollisionen. Kopfstützen und Dreipunktgurte auf allen Plätzen stabilisieren die Insassen, während die steife Fahrgastzelle mit definierten Knautschzonen zusätzlichen Schutz bietet. Der Vorderwagen berücksichtigt außerdem den Fußgängerschutz.

Bei der aktiven Sicherheit unterstützen ein Antiblockiersystem ABS und eine elektronische Stabilitätskontrolle, damit das große Fahrzeug auch beladen kontrollierbar bleibt. Ein City-Notbremsassistent mit Kollisionswarnung greift im Stadtverkehr früh ein und erkennt zusammen mit einem Fußgängerschutzsystem gefährdete Personen vor dem Fahrzeug. Spurhalteassistent und Spurwechselassistent erleichtern das Fahren auf der Autobahn. Verkehrszeichenerkennung, intelligenter Geschwindigkeitsassistent und ein Fernlichtassistent entlasten im Alltag. Nebelscheinwerfer und lichtstarke Xenon-Scheinwerfer verbessern die Sicht, während Einparkhilfen und Rückfahrkamera Manöver und Rangieren im vollen Alltag mit Familie, Fahrgästen und Gepäck im Kofferraum sicherer machen.

Ausstattung

Der Fiat e-Ulysse (MK3) richtet seine Serienausstattung auf komfortorientierte Nutzung und Personenbeförderung aus. Eine manuell regelbare Klimaanlage temperiert den großen Innenraum, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn erleichtern den alltäglichen Betrieb. Beidseitige Schiebetüren und eine flexible Bestuhlung mit bis zu acht Sitzen erhöhen die Variabilität im Stadtverkehr und beim Einsatz als Hotel- und als Shuttlefahrzeug.

Ein Infotainmentsystem mit Bildschirm bündelt Unterhaltung und Navigation, digitaler Radioempfang und Smartphone-Integration halten Medieninhalte aktuell verfügbar. Einparkhilfen mit Rückfahrkamera unterstützen beim Rangieren des langen Fahrzeugs und erhöhen die Übersicht in engen Parkhäusern. Ledersitze und Leichtmetallräder orientieren sich eher an Pkw-Niveau als an klassischen Nutzfahrzeugen.

Optional stehen Metallic-Lackierungen und weitere Komfortdetails zur Wahl. Ab Werk liegen zwei Wechselstrom-Ladekabel bei. Sie ermöglichen das Laden an Haushaltssteckdose und Wallbox und erleichtern damit die Planung im privaten wie im gewerblichen Einsatz.

Modellbeschreibung

Der Fiat e-Ulysse (MK3) führt den aus den 1990er-Jahren bekannten Modellnamen als vollelektrisches Großraumfahrzeug fort. Als komfortbetonter Sieben- oder Achtsitzer eignet er sich vor allem für Familien und Shuttle-Dienste. Der Innenraum wirkt geräumig und variabel, die Sicherheitsausstattung umfangreich. Die elektrische Technik begrenzt jedoch Reichweite und treibt den Preis.


Elektrischer Großraumvan für Familie und Shuttle-Einsatz gleichermaßen

Design und Konzept

Der Fiat e-Ulysse (MK3) knüpft an den früheren Ulysse als Familienvan an, setzt das Konzept aber als elektrischen Shuttle für bis zu acht Personen um. Als technische Basis nutzt er die EMP2-Plattform des Stellantis-Konzerns, auf der auch Citroën Spacetourer, Peugeot Traveller und Opel Zafira Life fahren. Gegenüber den früheren Generationen mit Verbrennungsmotor rückt der e-Ulysse leisen Komfort, lokal emissionsfreie Kurz- und Mittelstrecken und eine eher gehobene Ausstattung in den Mittelpunkt.

Karosserie und Raumangebot

Mit 4.956 mm Länge, 2.010 mm Breite und 1.890 mm Höhe gehört der e-Ulysse zu den größeren Großraumvans. Der 3.275 mm lange Radstand schafft viel Beinfreiheit in der zweiten und dritten Sitzreihe. Zwei serienmäßige Schiebetüren erleichtern das Ein- und Aussteigen in engen Parklücken oder vor Hotels. Der Kofferraum fasst bei voller Bestuhlung rund 450 Liter und wächst bei umgelegter Rückbank auf etwa 900 Liter dachhoch. Das reicht für Gepäck von Familie oder Reisegruppe, ohne die Ladefähigkeit klassischer Transporter zu erreichen. Ein Wendekreis von 12,9 m hält die Alltagstauglichkeit in der Stadt im Rahmen.

Innenraum und Qualität

Im Innenraum dominiert Funktionalität. Die erhöhte Sitzposition bietet gute Übersicht, große Fensterflächen bringen viel Licht hinein. Die serienmäßige Lederausstattung wirkt hochwertiger als bei typischen Nutzfahrzeug-Ablegern, einige Hartplastikflächen erinnern jedoch an die Transporterbasis. Ein zentrales Touchscreen-Infotainment mit Navigation und Smartphone-Integration erfüllt die gängigen Konnektivitätsanforderungen, wirkt in Bedienstruktur und Grafik eher sachlich als besonders edel. Zahlreiche Ablagen, Becherhalter und Fächer erleichtern den Einsatz als Familien- oder Shuttlefahrzeug.

Antrieb und Fahrverhalten

Der Elektromotor liefert genügend Kraft für den Stadtverkehr und ruhige Autobahnfahrten. Beschleunigung und Durchzug bleiben angesichts eines Gewichts von über 2.100 kg zurückhaltend, dafür arbeitet der Antrieb leise und vibrationsarm. Die Federung mit Schraubenfedern vorn und hinten zielt auf Komfort, stößt mit voller Beladung und kurzen Bodenwellen aber an Grenzen. In Verbindung mit der relativ direkten Servolenkung fährt sich der e-Ulysse dennoch handlich, solange er in engen Radien mit moderaten Geschwindigkeiten unterwegs ist.

Reichweite, Laden und Kosten

Die 75 kWh große Batterie ermöglicht praxisgerecht geplante Tagesetappen, auf längeren Autobahnfahrten sind jedoch regelmäßige Ladestopps nötig. Dreiphasiges Wechselstromladen und hohe Gleichstromladeleistung verkürzen diese Pausen, wenn eine passende Infrastruktur zur Verfügung steht. Im Vergleich zu früheren Ulysse mit Dieselmotor wirkt der Energieverbrauch auf der Langstrecke weniger souverän, im Kurzstreckenbetrieb punktet das Elektrofahrzeug dagegen mit lokal emissionsfreiem Fahren. Der Listenpreis liegt deutlich oberhalb klassischer Familienvans und unterstreicht die Ausrichtung als komfortorientiertes Shuttlefahrzeug. Später eingeführte Dieselvarianten erweitern das Modellprogramm, verändern das eigenständige Profil des elektrischen e-Ulysse jedoch nicht.

Fazit

Der Fiat e-Ulysse (MK3) eignet sich als leiser, komfortabler Großraumvan für Familien und professionelle Personentransporte, sofern Ladeinfrastruktur und Budget passen. Das großzügige Raumangebot, die flexible Nutzung und die auf Sicherheit ausgelegte Technik sprechen für das Konzept. Begrenzte Reichweite, eher gelassene Fahrdynamik und der hohe Preis erfordern jedoch eine sorgfältige Abwägung, ob das Profil des Modells zu den eigenen Einsatzbedingungen passt.

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