BMW Z8 (Serie)

Alle Modelle mit Tests, Daten, Preisen und Kosten

Ein Auto, das James Bond als Dienstfahrzeug wählt, muss etwas ganz Besonderes sein. Das weiß man seit dem Aston Martin DB 5 aus „Goldfinger“. Als Pierce Brosnan 1999 in „Die Welt ist nicht genug“ zwar nicht gleich die ganze Welt, aber immerhin Istanbul retten musste, tat er das in einem BMW Z8. Genau genommen vertraute der Agent sogar auf ein Vorserienmodell. Denn der zweisitzige Luxus-Roadster wurde von BMW erst im März 2000 auf den Markt gebracht. In Handarbeit baute man 5.703 erlesene Exemplare, bis im Juli 2003 die Produktion auslief. 

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Daten

Daten

Die Qual der Wahl hatten Z8-Käufer nicht: Der Roadster wurde nur in einer einzigen Motorisierung angeboten. Der 5,0-Liter-V8-Motor stammte aus dem BMW M5 der Baureihe E39 und leistete 400 PS. Der für flottes Cruisen gedachte Roadster beschleunigte in 4,7 Sekunden auf 100 km/h. Bei 250 km/h regelte das Triebwerk ab. Selbstverständlich verfügte der Z8 über Hinterradantrieb, wie es sich für einen Roadster der klassischen Schule und alle BMW-Modelle bis 2014 gehörte. Das gilt auch für die 555 von Tuner Alpina veredelten Exemplare, die Alpinas V8 und statt der 6-Gang-Handschaltung eine 5-Stufen-Automatik hatten.

  • 5,0-Liter-V8 aus dem BMW M5 (Alpinas V8 basierte auf dem BMW X5) 
  • 6-Gang-Handschaltung (Alpina mit 5-Stufen-Automatik)
  • Hinterradantrieb 
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Test

Test

Auch wenn der Z8 alles andere als ein typisches Alltagsauto ist, lässt er sich dank beheizbarer Heckscheibe und Hardtop auch in der kalten Jahreszeit fahren. An einer luxuriösen Ausstattung mangelte es ohnehin nie. Der Z8 verfügte ab Werk stets über eine Komplettausstattung mit Airbags, Klimaanlage, Navigation, Leder, Telefon mit Freisprecheinrichtung sowie besagtem Hardtop (inklusive Hardtop-Ständer). Da BMW bei der Konstruktion auf einen selbsttragenden Rahmen aus Aluminium setzte, ist Rost kaum ein Thema. 

  • Komplettausstattung
  • wintertauglich dank Hardtop 
  • dank Aluminium-Rahmen kaum rostanfällig
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Preise

Preise

Zu Verkaufsbeginn im Jahr 2000 kostete der BMW Z8 235.000 Mark. Gegen Ende der Bauzeit und nach der Währungsumstellung auf Euro im Jahr 2002 kostete er 127.000 Euro. Da der Roadster stets komplett ausgestattet ausgeliefert wurde, war dies auch der Endpreis. Heute wird ein top gepflegter, sehr wenig gelaufener Z8 für Summen gehandelt, die durchaus den ursprünglichen D-Mark-Preis in Euro betragen können. Exemplare für annähernd 400.000 Euro sind zwar eher die Ausnahme, aber um die 300.000 Euro muss man für ein Fahrzeug mit einer Laufleistung um die 50.000 Kilometer anlegen. Unter 160.000 Euro geht selbst für Fahrzeuge mit höheren Laufleistungen kaum etwas.

  • Neupreis 235.000 Mark, später 127.000 Euro
  • topgepflegte Z8 mit geringer Laufleistung mindestens 300.000 Euro
  • unter 160.000 Euro nicht zu haben
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Beschreibung

Serienbeschreibung

Vorbild für den Z8 war der BMW 507, ebenfalls ein zweisitziger Roadster, der von 1956 bis 1959 gebaut wurde und als ikonischer Klassiker der bayerischen Marke gilt.


Der Z8 ist längst ein Klassiker.

Kaum einem anderen Auto der vergangenen zwei, drei Jahrzehnte ist es gelungen, klassische und moderne Stilmittel zu kombinieren. Zu verdanken ist dieser betörende Entwurf Henrik Fisker. Der Däne, der später im Auftrag von Ford den Look von Aston Martin mitbestimmte, hat sich deutlich am BMW 507 orientiert. Das zeigen die verchromten, seitlichen Lufteinlässe. Damit hatte Fisker bereits vor zwei Jahrzehnten eine Form geschaffen, die selbst 2018 deutlich im Hier und Jetzt verortet scheint.

Klassiker-Reminiszenz Z8 ist längst selbst ein Klassiker

Kein Wunder also, dass der Z8 wie sein Vorbild, der 507, längst selbst als Klassiker gilt. Der Roadster wird heute für Summen gehandelt, die ein Vielfaches über dem ursprünglichen Kaufpreis von 235.000 Mark liegen. Der Grund für die hohen Preise bleibt Mutmaßung. Es kann sowohl am Aufbau auf einem Aluminiumrahmen liegen, als auch an der Versessenheit von Prominenten wie Steve Jobs. Wer allerdings glaubt, der Z8 tauge nur zum Museums- oder Spekulationsobjekt, der verkennt den Anspruch der Bayern, stets fahraktive Autos auf die Straße zu bringen. 

Ob Motor oder Fahrwerk – der Z8 ist typisch BMW

Außer Frage ist der Z8 mit dem 5,0-Liter-V8-Motor aus dem BMW M5 der Baureihe E39 (von 1995 bis 2004) prächtig motorisiert. Eine Leistung von 400 PS bei einem maximalen Drehmoment von 500 Nm ist auch heute noch eine Ansage. Der auf 250 km/h begrenzte, bei Tests allerdings bis knapp 300 km/h schnelle Sportler, ist auch fahrwerksseitig typisch BMW.

Dass ein solcher Sportwagen zwangsläufig auch bei Tuner Alpina auf großes Interesse stoßen musste, war keine Überraschung. Umso verblüffender schien auf den ersten Blick, dass deren Ingenieure die Leistung des Z8 nicht steigerten, sondern auf 381 PS reduzierten. Dabei aber gelang es ihnen, das Fahrvergnügen noch einmal deutlich zu steigern - und zwar mithilfe einer Fünfstufen-Automatik und des Austauschs des M5-Motors gegen den Alpina-V8. Zusätzlich wurde der Federungskomforts verbessert. Von den ab 2002 gebauten 555 Exemplaren kamen allerdings lediglich 105 nach Europa und Japan. 450 wurden in die USA geliefert.

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