Aston Martin Rapide SSeit 2009

  • Motoren
  • Modell im Test
  • Ausstattung
Fahrzeugeinordnung

Der 2013 auf dem Genfer Automobil Salon präsentierte Aston Martin Rapide S ist die leistungsgesteigerte Version des vier Jahre zuvor eingeführten Viertürers. Der Sechsliter-V12-Motor leistet nach der Modellüberarbeitung des britischen Luxus-Gran Turismo 558 PS (vorher 477 PS) und bietet damit Konkurrenten wie dem Mercedes-Benz S63 AMG oder dem Jaguar XJR Paroli. Im Zuge der jährlichen Modellauffrischungen gab es 2015 eine neue Motorsteuerung, die zwei PS und zehn Newtonmeter extra bescherten.

Zwar wird der Aston Martin Rapide S als Luxus-Limousine offeriert, doch der 5,02 Meter lange Viertürer, der sich die technische Plattform mit dem kleineren Bruder DB9 teilt, bietet nur auf den vorderen beiden Plätzen genug Raum. Im Fond geht es deutlich enger zu, ein Tribut an das coupéhafte Design. Neben dem stärkeren Motor bekam die überarbeitete Version eine modifizierte Front- und Heckschürze.

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Stärken
  • kräftiger Zwölfzylinder
  • schickes und zeitloses Design
  • hoher Reisekomfort
Schwächen
  • wenig Platz im Fond
  • beschwerlicher Zustieg hinten
  • zu kleiner Infotainment-Bildschirm (6,5 Zoll)
Daten
Motorenwerte
Leistung
410 kW / 557 PS
Motorenwerte
0 - 100 km/h
4,9 s
Motorenwerte
Höchst­geschwindigkeit
306 km/h
Motorenwerte
CO2-Ausstoß (komb.)*
- g/km
Motorenwerte
Verbrauch (komb.)*
- l/100km
Motorenwerte
Energieeffizienzklasse*
-

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem 'Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch, die offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den offiziellen Stromverbrauch neuer Pkw' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der 'Deutschen Automobil Treuhand GmbH' unentgeltlich erhältlich ist unter www.dat.de.

Modell im Test

Modell im Test (Neu- und Gebrauchtwagen)

Das Design des Aston Martin Rapide S gilt als gelungen, verkörpert der große GT doch nahezu perfekt die optische Symbiose aus zeitloser Eleganz und Sportlichkeit. Aufgrund der geschwungenen Linien ist der Platz im Fond nicht standesgemäß und der Einstieg trotz der vier Türen durch die schmalen Luken beschwerlich.

Im Laufe des Modellzyklus verbesserte Aston Martin den Rapide S kontinuierlich und ersetzte für das Modelljahr 2015 die betagte Sechsgang-Automatik durch eine moderne ZF-Achtgang-Automatik, die die Gänge in 130 Millisekunden wechselt, was sowohl den Fahrkomfort als auch den Verbrauch positiv beeinflusst. Beim Langstreckenkomfort erweist sich das Zusammenspiel aus druckvollem V12-Motor, 2,99 Meter Radstand und adaptiven Dämpfern als gelungene Komfort-Komposition. Die Transaxle-Bauweise verhilft dem viertürigen Coupé zu einer fast perfekten Achslastverteilung von 49 Prozent vorne zu 51 Prozent hinten.

Motoren

Motoren

Mit dem Sechsliter-V12-Triebwerk und aktuell 560 PS ist der Aston Martin Rapide S mehr als ausreichend motorisiert: nach 4,4 Sekunden erreicht der rund zwei Tonnen schwere GT 100 km/h und stürmt weiter bis 327 km/h. Dank des maximalen Drehmoments von 650 Newtonmetern tritt die viertürige Sport-Limousine engagiert an. Im Durchschnitt verbraucht der Aston Martin Rapide S dabei mindestens 12,9 Liter auf 100 Kilometer.

  • Sechsliter Zwölfzylinder mit 560 PS
  • Höchstgeschwindigkeit 327 km/h
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Sicherheit

Sicherheit

Bei der Sicherheit liefert der Aston Martin ein zwiespältiges Bild ab. Bei der passiven Sicherheit bewegt sich der Brite aufgrund der Aluminium-Karosserie und den sechs Airbags im soliden Bereich. Bei den aktiven Systemen, bietet der Rapide S zu wenig. Hilfreiche technische Unterstützung, wie einen aktiven, selbsttätig agierenden Notbremsassistenten oder einen Totwinkel-Warner, sind weder für Geld noch gute Worte erhältlich.

Zur Sicherheitsausstattung zählen:

  • Tempomat
  • Einparkhilfe vorne und hinten
  • Notbremsassistent
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Ausstattung

Ausstattung

Der Aston Martin Rapide S bietet eine umfangreiche Serienausstattung mit Cockpit und Sitzbezügen aus Luxmill-Leder und Applikationen in Walnussholz. Auch ein Bang & Olufsen BeoSound Audiosystem und aufwendige Details wie Schalter aus Glas und OLED-Displays sind ab Werk verbaut. Dass der Infotainnment-Bildschirm lediglich 6,5 Zoll misst und an ein Nachrüst-Navigationssystem erinnert, steht dem britischen Luxus-GT nicht gut zu Gesicht.

Auch bei der Konnektivität und den Fahrerassistenzsystemen leistet sich der Aston Martin Rapide S Schwächen, die auch nicht mit optionalen Ausstattungslinien ausgemerzt werden können. Als Extras gibt es hauptsächlich noch feinere Materialien, Lacke oder aufwendigere Leichtmetall-Felgen.

Zur Serienausstattung gehören:

  • Bang & Olufsen BeoSound Audiosystem
  • adaptives Dämpfungssystem (ADS) mit drei Einstellungen
Ausstattungsdetails anzeigen
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Beschreibung

Modellbeschreibung

Weder auf dem Laufsteg noch auf der Straße lässt sich der Aston Martin Rapide S mit 560 PS starkem Sechszylinder V12-Motor von der Konkurrenz abhängen. Nur bei Infotainment und Konnektivität fährt der Brite nicht mehr auf der Höhe der Zeit.


560 PS und 630 Newtonmeter ohne Turbolader.

Es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Das gilt auch bei Automobilen: der Aston Martin Rapide S punktet mit einem schicken Design und edlen Materialien. Im Laufe des seit 2013 währenden Modellzyklus hat Aston Martin den Rapide S immer wieder punktuell verbessert und versucht, mit Konkurrenten wie dem Mercedes-Benz S63 AMG oder Jaguar XJR mitzuhalten.

Prächtiger Motor

Wer einen Zwölfzylinder unter der Motorhaube hat, kann grundsätzlich nichts verkehrt machen. Puristen werden das antrittsstarke Triebwerk, das ohne Aufladung in der aktuellen Generation 560 PS und ein maximales Drehmoment von 630 Newtonmetern generiert, schätzen. Die Einbaulage als Front-Mittelmotor hinter der Vorderachse begünstigt die Agilität. Allerdings ist der sportlich geformte Viertürer mit einer Länge von 5,02 Metern und einem Radstand von immerhin 2,99 Metern weniger Kurventänzer als klassischer GranTurismo. Trotz der vier Türen ist sowohl der Zustieg wie der Platz im Fond für großgewachsene Erwachsene recht eng.

Wenig Assistenten

Aston Martin tut sein Bestes, den Rapide S technisch auf Höhe der Zeit zu halten. Eine neue Motorsteuerung erhöhte im Laufe des Modellzyklus die PS-Zahl auf 560 und brachte zehn Newtonmeter mehr Drehmoment, eine ZF-Achtgangautomatik löste das antiquierte Sechsganggetriebe ab. Nur beim Infotainment und den Assistenzsystemen tun sich die Engländer schwer, mit den schnellen Entwicklungszyklen der Konkurrenz mitzuhalten. Zumal man eine elektronische Fahrzeug-Architektur auch nicht einfach so ändern kann. Deswegen herrscht bei modernen Fahrassistenzsystemen und zeitgemäßen Infotainment Fehlanzeige. Der 6,5-Zoll-Bildschirm ist für ein Fahrzeug dieser Preisklasse geradezu vorsintflutlich.

Fazit zum Aston Martin Rapide S

Der Aston Martin Rapide S punktet mit seinem zeitlos schönen Design und seinem klassisch frei atmenden Zwölfzylinder-Motor. Beim Reisekomfort macht der Brite, der im Fond deutlich weniger Raum als eine S-Klasse bietet, dank adaptiven Dämpfern und einer sanft schaltenden Achtgang-Automatik ebenfalls eine gute Figur.