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Aston Martin DBS (VH3)

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Gebraucht ab
102.500 €
Fahrzeugeinordnung

Der Aston Martin DBS (Baujahre 1967 bis 1972) kam 1967 als neuer Gran-Turismo-Wagen oberhalb des DB6 ins Modellprogramm. Er leitete bei der Marke den Übergang zu einer kantigeren, vom Designer William Towns geprägten Formensprache ein.

Als 2+2-sitziges Coupé war der DBS als luxuriöser Reisewagen mit sportlicher Note konzipiert und konkurrierte mit zeitgenössischen Gran-Turismo-Coupés wie dem Maserati Mexico und dem Ferrari 365 GT 2+2. Im Modellprogramm schloss er die Lücke zwischen den klassischen DB-Typen und dem späteren V8. Gegenüber dem DB6 wirkte er moderner, fiel jedoch deutlich breiter und schwerer aus.

Stärken
  • Charakterstarkes Gran-Turismo-Coupé mit Stil und Seltenheitswert
  • Kräftige Sechs- und Achtzylindermotoren mit Reserven
  • De-Dion-Hinterachse verbindet Komfort und Stabilität
Schwächen
  • Hohes Leergewicht mindert die Fahrdynamik
  • Motor verbraucht viel Kraftstoff
  • besonders V8-Motor
  • Wartungen und Ersatzteile sind aufwendig und teuer
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Motoren

Im Aston Martin DBS (VH3) arbeitet ein 5,9 Liter großer V12, der 380 kW (517 PS) leistet und die Kraft gleichmäßig über das gesamte Drehzahlband bereitstellt. Der Hochdrehzahl-Motor reagiert spontan auf Gasbefehle und beschleunigt das Coupé in etwas mehr als vier Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt deutlich über 300 km/h, was den DBS klar in die Liga klassischer Gran-Turismo-Sportwagen rückt. Beim Verbrauch zeigt sich der Zwölfzylinder weniger zurückhaltend und verlangt im Alltag leicht mehr als 14 Liter auf 100 Kilometer, was die Reichweite spürbar begrenzt. Ein manuelles 6-Gang-Getriebe überträgt die Leistung des Motors an die Hinterräder und vermittelt einen direkten, mechanischen Eindruck. Alternativ arbeitet eine 6-Stufen-Automatik, die die Gänge selbsttätig wechselt, auf Wunsch aber auch manuelle Eingriffe zulässt. In beiden Varianten verbindet der Antrieb kräftige Langstreckenleistung mit einem deutlich sportlich geprägten Charakter, der eher auf Emotion als auf Effizienz zielt.

Sicherheit

Der DBS stammt aus einer Zeit, in der passive Sicherheit vor allem auf einer stabilen Karosseriestruktur und einem verwindungssteifen Chassis beruht. Die massive Frontpartie und die langgezogene Motorhaube bilden Deformationszonen, die verstärkte Fahrgastzelle schützt bei Unfällen die Insassen. Sicherheitsgurte gehören zum Konzept, Airbags oder hintere Kopfstützen fehlen jedoch.

Bei der aktiven Sicherheit nutzt der Wagen Scheibenbremsen rundum und ein präzise geführtes Fahrwerk mit De-Dion-Hinterachse, das bei höheren Geschwindigkeiten für stabile Fahreigenschaften sorgt. Elektronische Helfer wie Antiblockiersystem, Fahrdynamikregelung, Spurhalteassistent oder Notbremsassistent gibt es nicht, daher gewinnen Reifen, Bremsen und fahrerische Reserven an Bedeutung. Große Glasflächen verbessern die Übersicht und erleichtern das Rangieren, während die Breite des Fahrzeugs in engen Parkhäusern Aufmerksamkeit verlangt. Insgesamt fordert die Sicherheitsauslegung einen überlegten Umgang durch einen erfahrenen Fahrer und vermittelt ein direktes Fahrgefühl.

Ausstattung

Im Aston Martin DBS (VH3) steht eine klassisch britische Interpretation von Luxus im Vordergrund. Der Innenraum wirkt mit viel Leder und echtem Holzfurnier zurückhaltend, aber hochwertig und unterstützt den Gran-Turismo-Anspruch. Die vorderen Einzelsitze fallen großzügig aus und eignen sich für lange Strecken, während die Fondsitze eher als Notsitze dienen und damit zusätzlichen Stauraum oder Platz für Kinder bieten.

Serienmäßig zeigt ein Instrumententräger mit Runduhren alle wichtigen Informationen, die in einer klar gegliederten Mittelkonsole zusammenlaufen. Gegen Aufpreis kamen zeittypische Komfortextras wie Klimaanlage oder Servolenkung hinzu, was den Alltagsnutzen des Gran Turismo insbesondere im Stadtverkehr und auf Urlaubsfahrten steigert. Ein Radio mit mehreren Lautsprechern betont den Charakter als Reisewagen, erreicht aber keine moderne Konnektivität. Die Verarbeitung folgt einer handwerklichen Manufakturtradition und wirkt individuell, führt jedoch vereinzelt zu leichten Unsauberkeiten bei Spaltmaßen oder Bediengefühl.

Modellbeschreibung

Der Aston Martin DBS (VH3) kam 2007 auf den Markt und knüpft an die Tradition der Reisewagen der Marke an. Er basiert auf dem Aston Martin DB9 und wirkt straffer abgestimmt. Sein Auftritt bleibt klassisch und zurückhaltend. Stärke des Modells sind Motor und Langstreckenkomfort. Schwächen liegen im Gewicht und Verbrauch.


Britischer Gran Turismo verbindet luxuriösen Komfort mit athletischem Auftritt

Design und Karosserie

Der Aston Martin DBS (VH3) der Baujahre 1967 bis 1972 schlägt optisch eine Brücke zwischen den elegant geschwungenen DB-Modellen und dem späteren, kantigen V8. Die von William Towns gezeichnete Karosserie mit flacher Front, vier in den Grill integrierten Rundscheinwerfern und breiter Schulterlinie tritt deutlich moderner auf als der DB6, greift aber Anklänge an amerikanische Muscle Cars auf. Das lange Fließheck mit Abrisskante erhöht die Hochgeschwindigkeitsstabilität, lässt den Wagen jedoch massiger wirken als den Vorgänger.

Die Proportionen mit langer Motorhaube und zurückversetzter Kabine betonen den Frontmotor und die Rolle als 2+2-sitzigen Gran Turismo. Der größere Aufbau schafft mehr Innenraum und Kofferraum, erhöht jedoch das Leergewicht spürbar.

Innenraum und Ergonomie

Im Innenraum prägt eine klassisch britische Atmosphäre mit viel Leder, Holzfurnier und verchromten Details das Bild. Die vorderen Sitze fallen bequem aus und eignen sich für lange Etappen, während die hinteren Plätze eher Kindern oder kurzen Strecken vorbehalten bleiben. Klar ablesbare Rundinstrumente erleichtern die Orientierung, doch die Bedienung folgt traditionellen Mustern und verlangt etwas Eingewöhnung, weil Schalter und Hebel verstreut sitzen.

Dank der großen Glasflächen wirkt der Innenraum luftig, zugleich treten Windgeräusche bei Autobahntempo stärker auf als in moderneren Gran-Turismo-Modellen.

Motoren und Fahrleistungen

Technisch löst sich der DBS deutlich vom DB6. Der 4,0 Liter große Reihensechszylinder liefert solide Leistungsreserven und passt gut zum gleitenden Fahrstil, wirkt durch das höhere Gewicht aber weniger spontan als im Vorgänger. Die Vantage-Version mit leistungsgesteigerter Abstimmung spricht lebhafter an und steht der sportlichen Linienführung näher, ohne wirklich leichtfüßig zu wirken.

Mit Einführung des Achtzylinders wandelt sich der Charakter merklich. Der großvolumige Motor sorgt für kräftigen Durchzug und eine hohe Endgeschwindigkeit, erkauft sich dies allerdings mit hohem Kraftstoffverbrauch und einem sehr präsenten Motorengeräusch. Beide Motorisierungen zielen eher auf schnelles Gleiten über lange Distanzen als auf präzise Rundenzeiten und passen damit zum Gran-Turismo-Anspruch.

Fahrwerk und Fahrverhalten

Das überarbeitete Fahrwerk mit De-Dion-Hinterachse stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber der einfachen Hinterachskonstruktion des DB6 dar. Der Wagen liegt spürbar stabiler auf der Straße und wirkt bei höherem Tempo souveräner, bleibt aber durch das Gewicht eher ein schneller Reisewagen als ein Kurvenjäger. Die Lenkung verlangt etwas Kraft, vermittelt dafür ein direktes Feedback.

Auf schlechten Straßen arbeitet die Federung komfortabel, ohne schwammig zu werden. In schnellen Kurven kündigt sich der Grenzbereich früh und gut kontrollierbar an, was den gelassenen Fahrstil unterstützt. Wer sehr sportlich fährt, wünscht sich dennoch mehr Schärfe und weniger Trägheit.

Alltag und Marktbild

Im Alltag verlangen Größe, Gewicht und Verbrauch Kompromisse. Der Kraftstoffkonsum liegt deutlich über heutigem Niveau, und Wartung sowie Ersatzteilversorgung können kostspielig ausfallen. Im Gegenzug überzeugt der Wagen mit hoher Langstreckentauglichkeit, guter Übersichtlichkeit beim Fahren und ausreichend Platz im Kofferraum für Gepäck sowie zwei Personen mit Anspruch auf Komfort.

Auf dem Klassikermarkt steht der Typ häufig im Schatten des späteren V8. Das drückt die Preise im Vergleich zu einigen Konkurrenten, ändert aber nichts am eigenständigen Charakter. Der DBS richtet sich an Kenner, die den Stil der späten sechziger Jahre, den kräftigen Antrieb und das gelassene Gran-Turismo-Gefühl höher bewerten als maximale Fahrdynamik oder Alltagseffizienz. Damit bleibt das Coupé ein markanter Gran Turismo mit klarem Profil und stimmigem Gesamtauftritt.

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