Die Geschichte der Marke Porsche beginnt 1897 mit Ferdinand Porsches Eintritt in die Wiener Jakob-Lohner-Hofkutschenfabrik. Drei Jahre später stellt der junge Konstrukteur und Testfahrer auf der Pariser Weltausstellung den Porsche -Lohner-Chaise mit Radnabenmotor vor. Dieses Elektrofahrzeug macht ihn über Nacht berühmt und führt ihn 1906 zu Austro-Daimler, zu deren Generaldirektor er 1916 berufen wird.
Sein Weg führt ihn im Jahre 1923 als technischen Direktor und Vorstandsmitglied zur Daimler-Motoren-AG. Bis 1929 zeichnet er sich dort unter anderem für die Entwicklung der SS- und SSK- Kompressor
- Rennwagen
verantwortlich. Schließlich macht er sich selbstständig und gründet am 25.04.1931 sein eigenes Konstruktionsbüro in Stuttgart
, das er 1944 nach Gmünd verlegt, und stellt damit die Weichen für die heutige Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG. Im Auftrag der damaligen Regierung konzipiert er 1935 den Volkswagen
. Zugleich wird er mit der Planung des Volkswagenwerkes in Wolfsburg betreut und leitet dieses auch bis zum Jahre 1945.
Aus den Projekten dieser Zeit entsteht u. a. der Porsche Traktor ( Diesel
) sowie der Vorgänger des VW Käfers, der Typ 60. Zwar erlangt der Typ 60 dort auch seine endgültige Gestalt, doch zur Serienproduktion des Volkswagens sollte es erst nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1946 kommen. In Gmünd übernimmt Ferdinand Porsche jr. die Leitung der Geschäfte und präsentiert am 8. Juni 1948 – auf Basis von Volkswagenteilen – mit dem 356 den ersten wirklichen Porsche. Durch Ferry erhält das Unternehmen seine Ausrichtung als Produktionsbetrieb für exklusive Sportwagen
.
Vater und Sohn erleben noch gemeinsam die ersten Erfolge des 356 Coupé, dann, am 30. Juni 1951, stirbt Ferdinand Porsche, ein Jahr nach Rückkehr des Konstruktionsbüros nach Stuttgart. Die Produktion wird nach Stuttgart-Zuffenhausen verlagert, bis 1965 werden in den Fertigungsanlagen ca. 78.000 Porsche 356 gebaut. Porsches Sportwagenimage festigt sich schnell durch den erstmaligen Gewinn des 24-Stunden-Rennens von Le Mans im Jahre 1951. Innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren kann Porsche über 400 Siege im Rennsport verbuchen.
Die Erfolgsstory des Unternehmens beschränkt sich nicht nur auf die Rennstrecke: 1953 erblickt der 550 Spyder das Licht der Welt, zehn Jahre später folgt ihm der inzwischen legend
äre, von Ferry Porsches Sohn Ferdinand Alexander designte Porsche 911
. 1969 folgt der Porsche 914. Die 70er Jahre beginnen für die Zuffenhausener fulminant: Der 917 dominiert den internationalen Rennsport und krönt eine erfolgreiche Saison mit dem Gewinn der Marken- und Langstreckenweltmeisterschaft. In Weissach entsteht das Porsche Forschungs- und Entwicklungszentrum, dessen Techniker und Ingenieure heute nicht nur für die Entwicklung der Sportwagen des Hauses zuständig sind, sondern auch für Kunden, einschließlich der internationalen Fahrzeugindustrie, und die weltweit technische Projekte planen, entwickeln und realisieren.
1972 wird das Unternehmen zur AG und schlägt 1974 mit dem 911 Turbo und 1977 mit dem 928 eine neue Seite in der Firmenhistorie auf. Die 80er setzen die von Porsche eingeschlagene Linie konsequent fort: Der 956 wird Anfang der 80er Jahre zum erfolgreichsten Rennsportwagen überhaupt, und kurz nach dem Börsengang der Zuffenhausener wird der Name Carrera zu einer Institution innerhalb der Sportwagengemeinde, der als Gebrauchtwagen zum Klassiker wird. Regelmäßige Modifikationen und kontinuierliche Modellpflege bringen im Zeitraum von 1975 bis 1995 die Modelle 924, 928, 944, 964, 968, 993 und 996 erfolgreich auf die nationalen und internationalen Märkte. 1996 präsentiert Porsche der Öffentlichkeit mit dem Boxster ein weiteres Erfolgsmodell. Am 27.3.1998 stirbt Ferry Porsche, ein Jahr vor Entstehung des neuen Produktionsstandorts Leipzig . Das dritte geografische Standbein des Unternehmens ist seitdem für die Produktion der Modelle Cayenne und Carrera GT zuständig. Mit dem Jahr 2009 wird auch der erste viertürige Sportwagen, der Porsche Panamera als Gran Turismo in Leipzig in der Endmontage gefertigt. Damit bricht Porsche die eigene Auflage, dass ein Sportwagen ausschließlich mit 2 Türen gefertigt wird.
Einen großen Umbruch in der Firmenhistorie bedeutete 2009 die Weltwirtschaftskrise und damit verbundene finanzielle Probleme der Sportwagen –Schmiede aus Zuffenhausen, welche die Integration Porsches in den Volkswagen Konzern nach sich zog, und die VW AG damit zu einem der weltweit größten Automobilbauer mit einem mannigfaltigem Modellportfolio stilisiert.
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