Die Familie PEUGEOT war ursprünglich im Besitz einer Kornmühle. 1812 wandeln die Brüder Jean-Frédéric und Jean-Pierre PEUGEOT den Betrieb in ein Stahlwerk um, in welchem vorwiegend Werkzeuge und Haushaltsgeräte produziert werden. Aus dieser Zeit stammen auch die bekannten Mahlwerke für Pfeffermühlen, die bis heute hergestellt werden. 1858 wird der PEUGEOT-Löwe als Markenzeichen registriert, welcher von einem lokalen Goldschmied namens Justin Blazer entworfen worden ist. Die Zähne des PEUGEOT-Löwen symbolisieren die Zähne einer Holzsäge.
Im Jahre 1889 lässt Armand PEUGEOT das erste Fahrzeug bauen. Das sogenannte Serpollet-Dreirad mit der Bezeichnung Typ 1 wird von einem Dampfmotor angetrieben. 1895 wird mit dem Bau des Typs 2 der Wechsel auf Benzinmotoren vollzogen, die allerdings von Daimler kommen. 1896 gründet Armand PEUGEOT das Unternehmen Société Anonyme des Automobiles PEUGEOT mit Firmensitzen in Audincourt und Lille. Bereits 1900 werden 500 Fahrzeuge produziert.
Die Erfindungen von PEUGEOT gewinnen rasch an Zuverlässigkeit und Komfort für den Benutzer. Besonders erwähnenswert sind der pneumatische Reifen
, das Steuerrad und die Antriebswelle mit Universalgelenk. Bei der Automesse 1912 wird das neue Modell Bébé erstmals präsentiert. Das von Ettore Bugatti
entworfene Auto
ist klein aber gut ausgestattet. Das Bébé verfügt bereits damals über eine Windschutzscheibe, eine Motorhaube und Scheinwerfer. In der Folgezeit werden mehr als 3.000 Fahrzeuge des Typs Bébé von PEUGEOT gebaut.
Auto ´s in vielen Varianten
Neben der Weiterentwicklung von Kleinwagen
werden weiterhin größere Autos wie Cabrios, Coupés und Limousinen gebaut. 1929 wird das Modell 201 auf der Messe in Paris vorgestellt. Bei diesem Auto wird erstmals das neue Nummerierungssystem mit der zentralen 0 eingeführt: die erste Ziffer gibt die Größe an, die dritte Ziffer die zeitliche Reihenfolge und die 0 fungiert als Bindeglied. Zwischen 1929 und 1936 werden bei PEUGEOT mehr als 140.000 Fahrzeuge des Typs 201 produziert.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden mit dem Wiederaufbau die technischen Ausrüstungen und maschinellen Anlagen neu strukturiert. 1948 kommt das Modell 203 auf den Markt und wird sofort ein Verkaufsschlager, sodass die Firma nach dem Krieg wieder Fuß fassen kann. 1955 wird der PEUGEOT 403 eingeführt, der ab 1959 auch als Diesel erhältlich ist. Nur ein Jahr später kommt der PEUGEOT 404 auf den Markt. Der Erfolg des Modells in Frankreich und im französischsprachigen Afrika ist so groß, dass vom Senegal bis zur Elfenbeinküste praktisch alle Taxis PEUGEOT-Modelle sind. 1965 kommt der PEUGEOT 204 als erstes Modell mit Frontantrieb auf den Markt, kurz danach der PEUGEOT 504 als Coupé und als Cabrio ; beide Versionen stammen von Pininfarina. Mit dem PEUGEOT 205 erscheint 1983 eines der erfolgreichsten Modelle auf dem Markt. Im Rallyesport verdrängt PEUGEOT mit dem 205 T16 den Konkurrenten Audi vom Siegerpodest.
Damals wie heute ist die Firma PEUGEOT in Familienbesitz. Heute jedoch hat sich die Fahrzeugpalette enorm erweitert. In der automobilen Oberklasse besticht der PEUGEOT 607 als Diesel durch seinen serienmäßigen Ruß partikelfilter . Bei den Kleinwagen ist der PEUGEOT 206+ HDi als Diesel und der 207 CC als Coupé-Cabrio-Version mit zusammenklappbarem Metalldach sehr erfolgreich. Der PEUGEOT 308 gehört zur Kompaktklasse und ist als Kombi und Coupé-Cabrio erhältlich. Der PEUGEOT 407 als Coupe , Limousine und Kombi , zielt auf sportliche Kundschaft ab und wird der Tradition folgend von Pininfarina gestaltet. Als SUV wird der PEUGEOT 4007 aufgeboten. Der PEUGEOT 807 ist ein Van , der in Zusammenarbeit mit Fiat entstand. Das Modell Partner Tepee stellt eine Mischung aus Kombi und Nutzfahrzeug für den aktiven Freizeitbereich dar, die Modelle PEUGEOT Expert Tepee und PEUGEOT Boxer sind Transporter, erhältlich mit verschiedenen Radständen und Dachhöhen.
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