Der Ur-Mini, entworfen von Sir Alec Issigonis für die British Motor Corporation (BMC), läuft erstmals im Jahre 1959 als Austin Seven im englischen Birmingham vom Band. Anlass für die Entwicklung des Kleinstwagens, der nur knapp drei Meter lang ist, war eine schwere Energiekrise wenige Jahre zuvor, die eine erhöhte Nachfrage nach sparsamen Fahrzeugen zur Folge hatte. Damals hatte niemand mit dem unglaublichen Erfolg gerechnet, der dem Auto
zukommen sollte: Der Mini
wird bis zum Jahre 2000 über 5 Millionen Mal produziert und während dieser 41 Jahre technisch kaum verändert.
Die ersten Modelle haben Motoren mit 850 bzw. 1000 ccm Hubraum
, statt einer Stahl- eine Gummifederung und eine minimale Serienausstattung, zu der nicht einmal eine Heizung gehört. Mehrere Karosserievarianten stehen zur Auswahl: Kombi
, Pickup
und eine Stufenheckversion, letztere unter den Namen Wolseley Hornet
und Riley Elf. 1961 stellt John Cooper
die erste, von ihm entwickelte Sportversion des Mini vor, den legend
ären Mini Cooper. Er leistet beachtliche 55 PS
, während das Serienfahrzeug nur auf 34,5 PS kommt. Ab 1962 heißt der Austin Seven nun auch offiziell Austin Mini. Nachfolger des Mini Cooper ist wenig später der ruhmreiche Cooper S, der mit seinen 68 PS ab 1964 insgesamt dreimal die Rallye Monte Carlo gewinnt.
Der Typ MK I, der wie der MK II noch außenliegende Türscharniere und Schiebefenster hat, wird bis 1967 gebaut. Der leicht modifizierte MK II läuft nur zwei Jahre; er besitzt ein größeres Heckfenster und größere Rückleuchten. Der MK III, der von 1969 bis 1976 produziert wird, ist der erste Mini mit innenliegenden Türscharnieren und Kurbelfenstern. Ihm folgen der MK IV, der letzte Mini mit 10-Zoll-Bereifung, und ab 1984 der MK V mit 12-Zoll- Reifen
. In den 90er Jahren werden noch der MK VI (ab 1992) und der MK VII (ab 1996) gefertigt, dann, am 04.10.2000, läuft der letzte „alte“ Mini vom Band. Abseits der regulären Modellpalette wurden (und werden bis heute) zahlreiche Sondermodelle angeboten, etwa der „Monte Carlo“, der „Special“ und die alle fünf Jahre erscheinenden Jubiläums-Minis (Mini 20, 25, 30 usw.).
Der Mini fährt im Laufe seines Lebens für verschiedene Konzerne. Zunächst für die BMC, die 1966 mit Jaguar
zur „British Motor Holdings“ fusioniert; nach deren Fusion
mit dem Nutzfahrzeughersteller Leyland zwei Jahre später entsteht die „British Leyland Motor Corporation“, die unter anderem die Automarken Daimler, Rover
, MG
, Triumph
und Land Rover vereinigt. Das Unternehmen geht Bankrott, wird 1975 verstaatlicht und in „British Leyland Limited
“ umbenannt. 1982 wird „British Leyland“ zur „Austin Rover Group“, vier Jahre später folgt die Umbenennung in „Rover Group“; das Austin-Emblem verschwindet 1987. Die Rover Group wird 1994 von BMW
gekauft und nur sechs Jahre später auf Druck der Aktionäre wieder abgestoßen. Die Marke Mini aber bleibt bei BMW.
2001 stellt BMW die Neuentwicklung MINI (auch „New MINI“) vor, die in einem eigens aufgebauten Werk in Oxford gefertigt wird. Angeboten werden der MINI One
, auch als Dieselversion „One D“ und als Cabrio
erhältlich, der sportliche Cooper mit 115 PS, der eine Spitzengeschwindigkeit von 200 km/h erreicht, sowie der Cooper S mit beeindruckenden 170 PS und 222 km/h Spitze. Die Modelle Cooper und Cooper S sind ebenfalls als Cabrio zu bekommen. Interessant beim neuen MINI sind vor allem einige unverwechselbare Gestaltungsmerkmale: Das Dach scheint auf einem umlaufenden „Glasband“ aufgesetzt zu sein, die Front- und Rückleuchten sowie der maulförmige Kühlergrill sind in Chrom eingefasst und das Tachometer ist rechts vom Fahrer in der Mitte des Armaturenbretts eingebaut. Der weite Radstand schafft Platz für die Passagiere, der damit einhergehende geringe Karosserie-Überstand vorne und hinten lässt den MINI gedrungen und bullig erscheinen.
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