Walter Owen Bentley wird 1888 in London geboren. Die betuchte, spätviktorianische Familie, in der er aufwächst, ermöglicht ihm eine sorgenfreie Kindheit. Im Alter von 16 Jahren beginnt er eine Lehre bei den Doncaster Lokomotivwerken und wird sich im Laufe der Ausbildung seiner technischen Begabung bewusst. Seine frühzeitig entdeckte Liebe zum Motorsport prägt ganz entscheidend den Weg, den er für sein berufliches Leben als Automobilhersteller und in seinem privaten Leben als Rennfahrer einschlagen sollte. 1912 gründet er gemeinsam mit seinem Bruder die Firma Bentley
& Bentley, die französische D.F.P.-Autos importiert und deren Technik er zwecks Leistungssteigerung modifiziert, um sie für den Rennsport geeignet zu machen. Die ersten Modelle mit der Typenbezeichnung 12/15 und 12/40 Speed erzielen nicht nur erste Rennerfolge, sondern sichern den Bentley-Brüdern durch die Erfindung und den erstmaligen Einsatz von Aluminium-Kolben auch wirtschaftliche Profite. Der Aufschwung findet allerdings durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein jähes Ende. Walter Owen Bentley, auch W.O. genannt, wird eingezogen und absolviert seinen Wehrdienst als Pilot bei der Royal Airforce. In diesem Kontext ist es sicherlich interessant zu erwähnen, dass W.O. zuvor Flugzeug-Sternmotoren entwickelt hat, die zu den zuverlässigsten und leistungsfähigsten ihrer Zeit gehören.
Nach Ende des Ersten Weltkriegs machen sich die Bentley-Brüder wieder direkt an die Arbeit. Man
beginnt mit der Planung und Konstruktion des ersten eigenen Sportwagens. Der EXP 1, der bereits 1920 seine ersten Testläufe absolviert, wartet mit einer für diese Zeit bemerkenswert fortschrittlichen Technik auf. Es folgen weitere Modelle, die technisch regelmäßig modifiziert werden. Doch im Jahr 1931 befindet sich Bentley bereits in einer handfesten wirtschaftlichen Krise: Die Verkäufe der Firma können die Unsummen, die der Rennsport und die Entwicklung neuer Konzepte verschlingen, nicht kompensieren. Der sportliche Erfolg Bentleys bleibt der Chefetage von Rolls-Royce
selbstverständlich nicht verborgen. Da Rolls-Royce in der eigenen Modellpalette gerne einen Sportwagen
hätte, nutzt man die Situation, um Bentley aufzukaufen und in das Unternehmen Rolls-Royce zu integrieren. Dieser Schritt erweist sich für Rolls-Royce in den folgenden Jahren als äußerst lukrativ: Die Bentley-Produktion wird nach Derby verlagert und auf Basis des 20/25 H.P. von Rolls-Royce der „Bentley 3 ½ l“ entwickelt. Bis 1939 werden fast 1300 Stück der Derby-Bentleys hergestellt. An der Entwicklung des Bentley Mark V wird bereits mit Hochdruck gearbeitet, 19 Prototypen entstehen, doch auch hier macht der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs alle Pläne hinfällig.
Die Wiederaufnahme der zivilen PKW
-Produktion nach Beendigung des Krieges findet im heute noch genutzten Werk in Crewe statt. Die dort gebauten Modelle werden der Tradition gemäß Crewe-Modelle genannt. Der Bentley MK 6 markiert den Produktionsbeginn, der R-Type Continental
, der ab 1952 gebaut wird, den ersten Höhepunkt des Crewe-Werks. 1955 werden die ersten S-Type-Modelle vorgestellt, die sich für Bentley-Verhältnisse als kommerziell recht erfolgreich erweisen. Obwohl Rolls-Royce- und Bentley-Modelle sich optisch immer ähnlicher werden und sich teilweise nur noch am Kühler, am Logo und an geringfügigen Markendetails unterscheiden lassen, behält Bentley ein eigenständiges Image und hinterlässt in den Jahren zwischen 1965 und 1997 legend
äre Modelle für die Nachwelt, wie etwa T1, T2, Corniche Coupé, Corniche Cabriolet, Camargue, Mulsanne
oder Brooklands
. 1998 wird das Unternehmen Rolls-Royce vom Vickers-Konzern, der Muttergesellschaft, verkauft. Dabei liefern sich BMW
und Volkswagen
ein in der Automobilgeschichte einmaliges Bietergefecht. Der Zuschlag geht an Volkswagen. BMW greift daraufhin zu einer ungewöhnlichen taktischen Maßnahme: Man kündigt die bestehende Motorenlieferung und kauft für 40 Mio. Pfund vom nicht verkauften Flugzeugtriebwerkhersteller Rolls-Royce plc die Marken- & Namensrechte von Rolls-Royce. VW besitzt jetzt zwar den Namen Bentley und das Werk in Crewe, hat aber keinerlei Rechte am Namen Rolls-Royce. Diese Patt-Situation führt zu einem Handschlagdeal zwischen den Chefetagen der beiden Parteien: VW darf unter der Lizenz und mit Motoren von BMW in Crewe bis Ende 2002 weiter Rolls-Royce-Modelle bauen, während BMW zeitgleich mit dem Markennamen eine komplett neue Produktionsstätte in Goodwood aufbaut.
mobile.de ist einer der größten Online-Marktplätze für Fahrzeuge aller Art. Inzwischen wird in Deutschland eine bedeutende Anzahl der Gebrauchtwagen
über mobile.de verkauft. Hohe Trefferquoten, Übersichtlichkeit und die Angebotsvielfalt machen mobile.de laut TOMORROW zur „ersten Wahl für Anbieter und Käufer“. Sollten Sie einen Arnage
T, Arnage R, der Nobelmarke oder die Drophead-Coupé-Variante suchen, dann schauen Sie doch bei mobile.de auf die Modellpalette der Bentley-Luxuslimousinen. Ein Continental GT oder Azure
wird sich als Gebrauchtwagen sicherlich genauso finden lassen wie ein Flying Spur. Und sollte es der Traum vom eigenen Arnage RL sein … wir helfen Ihnen diesen zu erfüllen.