So kannst Du ein wenig sparen

Was kostet ein Ölwechsel?

Mit etwas technischem Geschick kannst Du beim Auto einiges an Kosten sparen. Das gilt ganz besonders für den regelmäßigen Ölwechsel, der in technischer Hinsicht wirklich nicht aufwendig ist. Freie Werkstätten bieten oft günstige Preise an. Du kannst auch selbst Hand anlegen, zu Hause oder in einer Hobbywerkstatt. Vorsicht bei Sonderangeboten einer Werkstatt, da sind Materialkosten oft nicht inklusive.

    0
  • Veröffentlicht am 10/24/2019, 12:06 PM
Motoröl im Fahrzeug verhindert, dass der Motor vorzeitig verschleißt und schwere Schäden entstehen.

Motoröl im Auto muss immer gut funktionieren. Es sorgt für die notwendige Schmierung der beweglichen Teile. Außerdem stellt es sicher, dass der Motor nicht vorzeitig verschleißt und schwere Schäden entstehen. Damit das Öl dies auch erfüllen kann, muss es regelmäßig gewechselt werden. Wann und wie, das hängt sehr vom Typ des Motoröls ab. Während mineralisches Öl auf Erdölbasis häufig gewechselt werden muss, sind die Intervalle beim synthetischen Motoröl länger. Dafür ist es auch teurer.
Wann Du den Ölwechsel durchführst, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei älteren Fahrzeugen gibt es noch die starren Intervalle, wie sie die Hersteller vorgeschrieben hatten. Diese sagen: Alle 10.000 oder 20.000 Kilometer bzw. mindestens einmal pro Halbjahr oder Jahr muss der Ölwechsel am Auto erfolgen. Bei neuen Modellen werden oft Service und Ölwechsel individuell nach Gebrauch angegeben. Den aktuellen Wert, wann der Ölwechsel fällig ist, kannst Du über das Infomenü im Auto abrufen. Etwas spezieller ist die Angelegenheit beim Getriebeölwechsel. Er sollte üblicherweise alle fünf Jahre oder nach spätestens 80.000 Kilometern erfolgen. Dazu solltest Du die konkreten Hinweise des Herstellers kontrollieren.


Warum unterscheiden sich die Kosten für den Ölwechsel?

Für den Ölwechsel gibt es ein breites Angebot an Dienstleistern. Die klassische Methode ist der Ölwechsel in der Markenwerkstatt, der oft im Rahmen der Inspektion erledigt wird. Alternativ bieten sich auch markenunabhängige, freie Werkstätten an. Sie sind üblicherweise auch etwas billiger, weil sie nicht an vorgeschriebene herstellerabhängige Stundensätze gebunden sind und weniger Personal und weniger firmeninterne Fixkosten einzurechnen haben. Ähnliches gilt auch für Werkstatt- und Handelsketten wie ATU, bei denen vor allem die umgesetzten Mengen günstige Kalkulationen möglich machen. Die sparsamste Methode wäre es, wenn Du den Ölwechsel selbst erledigst. Das könnte zu Hause in der eigenen Garage geschehen oder, wenn Du den nötigen Platz nicht hast, auch in sogenannten Hobbywerkstätten. In den Hobbywerkstätten kannst Du eine Autohebebühne mieten und Werkzeug vor Ort ausleihen. Dafür zahlst Du eine zeitabhängige Mietgebühr. 

Der größte Kostenfaktor beim regelmäßigen Ölwechsel ist das Öl.

Wovon hängen die Kosten des Ölwechsels ab?

Der größte Kostenfaktor beim Ölwechsel ist das Öl. Der Arbeitsaufwand ist überschaubar und liegt in der Werkstatt kaum höher als eine Stunde. Auch der Ölfilter ist mit durchschnittlich rund zehn Euro kein großer Kostenfaktor. Beim Besuch einer Autowerkstatt fällt noch die Entsorgung des Altöls ins Gewicht. Die Kosten für das Öl hängen einmal von der Menge des Öls im Motor ab. Hier gibt es enorme Unterschiede. Ein kleiner Motor, wie etwa der Vierzylinder mit 1,2 Liter Hubraum und 69 PS des Fiat 500, hat eine gesamte Ölmenge von 2,8 Litern. Bei einem Porsche 911 der Baureihe 991 mit einem Sechszylindermotor mit drei Litern Hubraum und einer aufwendigen Trockensumpfschmierung liegt die Ölmenge bei knapp über zehn Litern. Der Ferrari F12 mit seinem 6,3 Liter großen Zwölfzylinder hat eine Ölfüllmenge  von 15,5 Litern. Wenn Du dann noch berücksichtigst, dass es sehr unterschiedliche Motoröle sowohl bei den mineralischen Ölen als auch bei den synthetischen Ölen gibt, kannst Du Dir vorstellen, wie sehr die Kosten für einen Ölwechsel auseinanderdriften.
Bei hochwertigen neuen Autos ist der Ölwechsel kein wirklicher Kostenfaktor und läuft bei den Inspektionen als unauffälliger Service mit. Anders sieht das bei etwas betagten Alltagsautos aus. Bei diesen ist die Frage, wann und zu welchem Preis der Ölwechsel gemacht wird, ein Thema. Außerdem verschleißen bei älteren Fahrzeugen Dichtungen und Kolbenringe, was zu einem steigenden Ölverbrauch führt. Das heißt, dass der Ölstand und der Ölwechsel mehr Aufmerksamkeit erfordern.

Je nach Fahrzeug und Laufleistung muss der Ölwechsel nach Herstellervorgaben erfolgen.



Diese Kosten entstehen beim Ölwechsel

Welche Kosten ein Motorölwechsel verursachen wird, lässt sich konkret nur schwer beziffern. Denn diese Kosten hängen von mehreren Faktoren ab. Für die reine Arbeit verlangen Werkstattketten wie ATU oder Bosch zwischen 20 und 30 Euro pauschal. Hinzu kommen die Kosten für das Öl. Für ein billiges Motoröl zahlst Du pro Liter ab etwa vier Euro. Ein hochwertiges synthetisches Öl kann bis zu 20 Euro kosten. Für einen Ölfilter musst Du mit rund zehn Euro rechnen. Markenwerkstätten arbeiten in der Regel mit hochwertigen und entsprechend teuren Ölen. Die Kosten für den Ölwechsel inklusive Ölfilter und Arbeit können bei einem Vierzylindermotor durchaus bei 200 Euro liegen. Freie Werkstätten können das billiger, nutzen jedoch oft auch billigere Öle. Manche Werkstätten bieten auch eine Pauschale inklusive Öl an, die aber bei der Ölmenge meist auf vier oder fünf Liter begrenzt ist. Dabei solltest Du darauf achten, welches Öl verwendet wird und welche Qualität es hat. 
Dazu empfehlen die Allianz Versicherungen: „Manche Werkstätten verwenden sogenannte Premiumöle, die zwei- oder gar dreimal so teuer sind wie normale Motoröle. Das ist aber gar nicht notwendig, denn die günstigen Schmierstoffe haben in verschiedenen Tests ebenfalls gut bis sehr gut abgeschnitten und können ohne Bedenken verwendet werden.“ Die Allianz empfiehlt sparsamen Autofahrern, das Öl selbst zu besorgen und es zum Wechsel mitzubringen. Allerdings bestehen Werkstätten nicht selten darauf, dass sie das Öl liefern und in Rechnung stellen.


Bleibt noch die Do-it-yourself-Methode. Wer eine Hobbywerkstatt aufsucht, eine Hebebühne mietet und selbst das Öl wechselt, zahlt pro Stunde ab zehn Euro für den Platz, dazu für Öl und Ölfilter, kann so unter fünfzig Euro bleiben bei den Gesamtkosten. Manche Hobbywerkstätten übernehmen die Entsorgung, wenn Du bei ihnen das Öl kaufst. Der eigenhändige Ölwechsel braucht Zeit. Deswegen solltest Du darauf achten, dass Du die Hebebühne fix reservieren kannst. Bei manchen Hobbywerkstätten wird das nicht angeboten, sodass es hier zu längeren Wartezeiten kommen kann.
Der Getriebeölwechsel ist in der Regel eine Sache der Werkstätten und kostet rund 100 Euro. Teurer wird es, wenn das Getriebe zusätzlich gespült und damit gereinigt werden soll.

Mit einem Peilstab kannst Du den Ölstand Deines Fahrzeugs auch selbst überprüfen.

Angebotsbeispiele: Das kostet ein Ölwechsel bei verschiedenen Anbietern

---
ATUohne Öl und Ölfilter, inkl. Altölentsorgung24,99 Euro
Bosch Serviceohne Öl und Ölfilter, inkl. Altölentsorgung19,95 Euro
Vergölstmax. 5 Liter Öl, ohne Ölfilter, inkl. Altölentsorgungab 65,01 Euro
Euromastermax 4 Liter Öl, inkl. Ölfilter und Altölentsorgung79,90 Euro

Verwandte Artikel