Škoda Peaq: das neue Elektro-Flaggschiff im Fahrtest
Bis sieben Sitze, über 600 Kilometer Reichweite: Der Škoda Peaq setzt neue Maßstäbe im Elektro-SUV-Segment. Ganz günstig ist er allerdings nicht.
- Das Wichtigste in Kürze
- Der Škoda Peaq im Testbericht
- Die Motoren des Škoda Peaq: Überblick und Empfehlung
- Welche Karosserie-Varianten gibt es?
- Welche Ausstattungs-Varianten und Extras sind empfehlenswert?
- Einordnung des Modells: Generationen und Geschichte
- Bekannte Probleme und Rückrufe
- Fazit: Für wen lohnt sich der Škoda Peaq?
Das Wichtigste in Kürze
- Der Peaq ist das größte Modell, das Škoda je gebaut hat.
- Das geräumige SUV ist als Fünfsitzer oder als Siebensitzer geplant.
- Drei Antriebsvarianten mit 150 kW (204 PS) bis 220 kW (299 PS) wird es geben.
- Mit einer Reichweite über 600 Kilometer und einer Ladedauer von rund 28 Minuten (10–80 %) ist der Peaq auch langstreckentauglich.
Der Škoda Peaq ist das neue elektrische Flaggschiff der Tschechen. Auf einer Länge von fast 4,90 Meter bietet er Platz für bis zu sieben Personen.
Das Fahrwerk gefällt und macht selbst Kopfsteinpflaster zur Nebensache. Alle weiteren ersten Eindrücke erfährst du hier.
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Der Škoda Peaq im Testbericht
Bei der ADAC-Testfahrt wurde der Peaq noch als getarnter Prototyp am Comer See in Italien bewegt – im öffentlichen Straßenverkehr, ohne Autobahn, bei moderatem Tempo.
Das optionale DCC-Fahrwerk (Dynamic Chassis Control) passt die Dämpfer- und Federungscharakteristik automatisch an die Straßenbeschaffenheit an. In Kurven wird es straffer, auf Kopfsteinpflaster weicher.
Das Ergebnis: Der Peaq hinterlässt einen starken ersten Eindruck, vor allem beim Fahrkomfort.
Das Auto wankt kaum in Kurven und wirkt handlicher, als seine Abmessungen vermuten lassen. Der Wendekreis soll unter 10 Meter liegen.
Beim Verbrauch gibt es noch Fragezeichen. Zwar ist der cw-Wert mit 0,25 für ein Fahrzeug dieser Größe bemerkenswert niedrig. Dennoch ermittelte der ADAC einen Verbrauch von 17,7 kWh pro 100 Kilometer auf einer Strecke ohne Autobahn und mit niedrigem Durchschnittstempo. Das ist kein überzeugender Wert.
Hier werden die offiziellen Verbrauchswerte nach Abschluss des Typgenehmigungsverfahrens für Klarheit sorgen.
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Vergleichbare Modelle
- BMW iX: ähnliches Platzangebot, höheres Preisniveau, starke Technologieausstattung
- Mercedes EQS SUV: sieben Sitze, Luxus-Segment, deutlich teurer als der Peaq
- Volkswagen ID. Buzz: ähnlicher Radstand, kultiges Design, aber weniger Kofferraumvolumen
Die Motoren des Škoda Peaq: Überblick und Empfehlung
| Variante | Antrieb | Leistung | Akku (netto) | DC-Ladeleistung | Ladezeit (10–80 %) | Reichweite (WLTP, vorläufig) | Einstiegspreis (voraussichtlich) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Peaq 60 | Heck | 150 kW (204 PS)* | 63 kWh | max. 160 kW | ca. 27 Min. | ---* | ca. 50.000 Euro |
| Peaq 90 | Heck | ---* | 91 kWh | max. 190 kW | ca. 28 Min. | über 600 km | ---* |
| Peaq 90x | Allrad | 220 kW (299 PS)* | 91 kWh | max. 190 kW | ca. 28 Min. | über 600 km | ca. 60.000 Euro |
*Genaue Leistungsangaben, Reichweiten und Preise für die verschiedenen Varianten sind noch nicht in allen Fällen offiziell bestätigt (Stand: Mai 2026).
Empfehlung
Peaq 90: Für die meisten Käufer dürfte der Peaq 90 mit Heckantrieb und DCC-Fahrwerk die sinnvollste Wahl sein. Der große 91-kWh-Akku, die Reichweite von über 600 Kilometern und die kurze Ladezeit nehmen Reichweitenangst auf Langstrecken.
Peaq 90x: Der Allradantrieb des 90x lohnt sich nur bei regelmäßigen Winterfahrten oder unbefestigten Wegen.
Peaq 60: Der Peaq 60 mit kleinerem Akku eignet sich vor allem für Käufer mit überwiegend städtischen Fahrprofilen.
Welche Karosserie-Varianten gibt es?
Der Škoda Peaq ist ausschließlich als fünftüriges SUV erhältlich – wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer. Dabei positioniert sich der Peaq klar als geräumiges Familien-SUV mit optionaler dritter Sitzreihe.
- Länge: 4,87 Meter
- Höhe: 1,70 Meter
- Radstand: 2,965 Meter
- Kofferraumvolumen (5-Sitzer): 935 Liter (1.010 Liter bis unters Dach)
- Kofferraumvolumen (7-Sitzer, dritte Reihe ausgeklappt): 299 Liter
- Frunk (vorderes Staufach): 37 Liter
- Räder: serienmäßig 19 oder 20 Zoll, optional 21 Zoll
Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich um 15 Zentimeter vor und zurück verschieben – das schafft entweder mehr Beinfreiheit für Passagiere oder mehr Platz im Kofferraum.
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Welche Ausstattungs-Varianten und Extras sind empfehlenswert?
Die offiziellen Ausstattungslinien werden erst ab August 2026 mit der Bestellfreigabe veröffentlicht. Bekannt sind bereits fünf Interieur-Designs:
| Design Selection Loft | Design Selection Lodge | Design Selection Suite (Schwarz) | Design Selection Suite (Ceramique) | Design Selection Sportline |
|---|---|---|---|---|
| graue Stoffbezüge mit schwarzem Techtona an Verkleidungen und Sitzen | graue, geprägte Stoffsitze mit Techtona in Grüntönen | Hochwertige Lederalternative Techtona in Schwarz | Techtona in hellem Grauton | Mikrofaser-Polster mit Techtona |
Alle Varianten sind serienmäßig mit Ambientebeleuchtung und beheizbarem Multifunktionslenkrad ausgestattet. Eine Echtleder-Ausstattung soll im Laufe des Jahres 2026 folgen.
Empfehlenswerte Extras gegen Aufpreis
| DCC-Fahrwerk | Augmented-Reality-Head-up-Display | Komfort- und Entspannungspaket (in Deutschland nicht als „Relax-Paket" erhältlich) | Sonos-Soundsystem | Panoramadach mit Dynamic Shade Control |
|---|---|---|---|---|
| klar zu empfehlen – der Komfortgewinn ist erheblich | sinnvoll für Vielfahrer auf der Autobahn | Die Bestandteile (z. B. Massagesitze, elektrische Beinstützen, Nackenkissen etc.) werden in anderen Paketstrukturen unter anderen Namen angeboten. | für Audiophile, die bereit sind, den Aufpreis zu zahlen | neun einzeln steuerbare Segmente – das größte Glasdach, das je in einem Škoda verbaut wurde |
Škoda Peaq: Vor- und Nachteile
Pro
- Außergewöhnlich großes Platzangebot, auch in Reihe zwei
- Reichweite über 600 km (WLTP, vorläufig)
- Schnellladen: 10–80 % in ca. 27–28 Minuten
- Sehr hoher Fahrkomfort mit DCC-Fahrwerk
- Großer Kofferraum: bis 1.010 Liter als Fünfsitzer
- Vehicle-to-Home und Vehicle-to-Load serienmäßig
- Bündig eingelassene Türgriffe verbessern Aerodynamik
- Fünf Interieur-Designs, darunter tierfreie Materialien
- Physische Tasten für Klimaanlage und Lautstärke
Con
- Dritte Sitzreihe nur für Kinder und kleinere Erwachsene geeignet
- Verbrauch von 17,7 kWh/100 km im Stadttest noch nicht überzeugend
- DCC-Fahrwerk nur gegen Aufpreis
- Als Siebensitzer nur 299 Liter Kofferraumvolumen
- Preise und Ausstattungslinien noch nicht final bestätigt
- Einstiegspreis ab rund 50.000 Euro
- Endgültige Verbrauchswerte stehen noch aus
- Marktstart erst im Herbst 2026
Einordnung des Modells: Generationen und Geschichte
Der Škoda Peaq ist ein neues Modell ohne Vorgängergeneration. Er basiert auf der Konzeptstudie Vision 7S und wird auf dem modularen E-Antriebs-Baukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns in Tschechien produziert.
Mit dem Peaq verdoppelt Škoda seine elektrische Modellpalette im Jahr 2026: Neben dem Enyaq, dem und dem Elroq kommen der Peaq und der Epiq hinzu.
Škoda war 2024 zum sechzehnten Mal in Folge die meistverkaufte Importmarke in Deutschland – mit über 205.500 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 7,3 Prozent. Der Peaq soll die Marke im oberen Elektro-Segment weiter etablieren.
Die Weltpremiere ist für Mitte 2026 geplant, die Bestellfreigabe für August 2026, der Händlerstart für Herbst 2026.
Bekannte Probleme und Rückrufe
Da der Škoda Peaq noch nicht auf dem Markt ist, liegen weder Langzeiterfahrungen noch Rückrufe vor. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels (Mai 2026) keine Rückrufe für den Peaq.
Erfahrungswerte aus der MEB-Plattform anderer Konzernmodelle zeigen, dass Softwareprobleme bei der Markteinführung neuer Elektrofahrzeuge nicht ungewöhnlich sind.
Škoda bietet Over-the-Air-Updates an, mit denen Software-Fehler ohne Werkstattbesuch behoben werden können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wartet die ersten Erfahrungsberichte nach dem Marktstart im Herbst 2026 ab.
Wer Platz und Luxus in einem Elektro-SUV sucht, findet beim EQS SUV ein überzeugendes Angebot.
Fazit: Für wen lohnt sich der Škoda Peaq?
Der Škoda Peaq ist ein überzeugendes Angebot für Familien, die ein geräumiges Elektro-SUV mit optionaler dritter Sitzreihe suchen und dabei nicht auf Komfort verzichten wollen.
Der lange Radstand, der große Kofferraum, die kurzen Ladezeiten und das erfreuliche DCC-Fahrwerk machen den Škoda Peaq zu einem ernsthaften Konkurrenten für deutlich teurere Modelle aus dem Premium-Segment.
Konkrete Empfehlung
Der Peaq 90 mit Heckantrieb, DCC-Fahrwerk und Augmented-Reality-Head-up-Display ist die sinnvollste Konfiguration für den Alltag. Wer regelmäßig sieben Personen transportiert, sollte die dritte Sitzreihe beim Händler auf Alltagstauglichkeit prüfen – für Erwachsene über 1,80 Meter ist sie eng.
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