Škoda Epiq (2026): Kompakt, elektrisch, erschwinglich – was taugt der neue Stromer?
Der Škoda Epiq bringt Elektromobilität in das Kompakt-SUV-Segment – mit einem Preis von rund 26.000 Euro und einer Reichweite von bis zu 430 Kilometern. Lohnt sich der Kauf?
Das Wichtigste in Kürze
- Marktstart: Mitte 2026 in Deutschland
- Preis: ab ca. 26.000 Euro
- Reichweite: bis zu 430 km (WLTP)
- Antrieb: Frontantrieb, Elektromotor mit bis zu 155 kW (211 PS)
- Karosserie: Kompakt-SUV (B-Segment), ca. 4,17 m Länge
Der Škoda Epiq wird das bislang erschwinglichste Elektro-SUV aus Mladá Boleslav. Es richtet sich an Einsteiger in die Elektromobilität, die ein praktisches Stadt-SUV suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.
Was der Stromer aus Tschechien kann, haben wir uns angeschaut.
Der Škoda Enyaq iV ist das größere Elektro-SUV aus Mladá Boleslav – mehr Reichweite, mehr Platz und optional mit Allradantrieb.
Generationen und Modellhistorie des Škoda Epiq
Der Škoda Epiq ist eine neue Baureihe im Portfolio der tschechischen VW-Tochter. Das Modell wurde erstmals als Konzeptfahrzeug angekündigt und feierte seine Weltpremiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September 2025 in München. Die Serienversion steht damit kurz vor dem Marktstart in Deutschland, der für das dritte Quartal 2026 geplant ist.
Der Epiq basiert auf der MEB-Plattform (Modularer Elektrobaukasten) des Volkswagen-Konzerns – in einer angepassten, kostenoptimierten Variante, die auch beim VW ID. Polo und dem Cupra Raval zum Einsatz kommt.
Damit teilt er sich technische Grundlagen mit Schwestermodellen aus dem Konzern, ist aber auf den Škoda-typischen Fokus (Raumangebot und Preis-Leistungs-Verhältnis) ausgerichtet.
Der Name "Epiq" ist kein Zufall – Škoda orientiert sich bei seinen Elektromodellen an einer neuen Namensgebung, die mit dem Buchstaben "E" beginnt. Das erste Modell dieser Reihe war der Enyaq iV, der Epiq ist das bislang kompakteste und günstigste Mitglied der Familie.
Der Škoda Epiq im Testbericht
Da der Škoda Epiq erst Mitte 2026 auf den deutschen Markt kommt, liegen zum aktuellen Zeitpunkt (März 2026) noch keine abgeschlossenen Fahrtests vor. Doch der ADAC konnte den Erlkönig des Epiq in der besten Ausführung kurz zur Probe fahren.
Die Tester loben den Sitzkomfort und die Übersicht – typisch für ein SUV im B-Segment. Ebenso positiv ist der Fahrkomfort des Epiq; und das trotz klassischem Stahlfederfahrwerk.
Das Infotainment-System basiert auf dem aktuellen Škoda-Betriebssystem und verfügt über physische Tasten für Lautstärke und Klimaanlage – ein Punkt, den viele Nutzer ausdrücklich begrüßen.
Der Opel Mokka Electric ist ein kompaktes Elektro-SUV mit klarem Design und solider Alltagstauglichkeit – eine bewährte Alternative zum Škoda Epiq.
Positiv bewerten die ADAC-Tester auch die Einstellmöglichkeiten der Rekuperation. Der Übergang von der Bremsung mit Rekuperation zur mechanischen spüre man überhaupt nicht.
Kritik gibt es an der Ladeleistung. Nur das Topmodell ist mit 125 kW DC-ladefähig. Die kleineren Ausführungen müssen sich mit 50 sowie 90 kW fürs AC-Laden begnügen. Dafür plant Škoda das bidirektionale Laden des E-SUV.
Vergleichbare Modelle
- Renault 5 E-Tech: Stylischer Elektro-Kleinwagen mit ähnlichem Preisniveau, etwas weniger Platz
- Opel Mokka Electric: Etabliertes Elektro-SUV im B-Segment, in Deutschland gut verfügbar und erprobt
- Citroën ë-C3: Günstigste Alternative im Segment, einfachere Ausstattung, kleinere Batterie
Der Renault 5 E-Tech bringt Retro-Charme in das Elektro-Kleinwagensegment – ein direkter Konkurrent des Epiq.
Die Motoren des Škoda Epiq: Überblick und Empfehlung
Zum Marktstart bietet Škoda den Epiq mit zwei verschiedenen Versionen des neuen Elektromotors APP290 in drei Leistungsvarianten an.
| Modell | Leistung | Batterie | Reichweite (WLTP) | Preis ab |
|---|---|---|---|---|
| Epiq 35 | 85 kW (116 PS) | 38,5 kWh | bis zu 315 km | ca. 26.000 € |
| Epiq 40 | 99 kW (135 PS) | 38,5 kWh | bis zu 315 km | unbekannt |
| Epiq 55 | 155 kW (211 PS) | ca. 55 kWh | bis zu 400 km | unbekannt |
Empfehlung: Für den reinen Stadtbetrieb dürfte der Epiq 35 mit 85 kW (116 PS) ausreichen und voraussichtlich die günstigste Einstiegsoption darstellen.
Wer regelmäßig auf der Autobahn unterwegs ist oder mehr Reserven benötigt, sollte den Epiq 55 mit 155 kW (211 PS) in Betracht ziehen. Eine abschließende Empfehlung ist erst nach Bekanntgabe der vollständigen Preise und Reichweitenangaben möglich.
Karosserie-Varianten und Abmessungen
Der Škoda Epiq ist ausschließlich als fünftüriges Kompakt-SUV erhältlich. Eine Kombi- oder Limousinen-Variante ist nicht geplant.
Abmessungen:
- Länge: 4.171 mm
- Breite: 1.798mm
- Höhe: 1.620 mm
- Radstand: ca. 2.601 mm
- Kofferraumvolumen: 475 Liter (Rücksitzbank aufgestellt) / 1.344 Liter (Rücksitzbank umgeklappt)
Trotz seiner kompakten Außenlänge von rund 4,17 Metern bietet der Epiq im Innenraum mehr Platz als mancher Konkurrent – Škoda ist bekannt dafür, den verfügbaren Raum besonders effizient zu nutzen.
Der Citroën ë-C3 ist die günstigste Alternative im Elektro-SUV-Segment – einfach ausgestattet, aber erschwinglich und alltagstauglich.
Vor- und Nachteile
Pro
- Drei Motorisierungen für unterschiedliche Bedürfnisse
- Einstieg ab ca. 26.000 Euro mit dem Epiq 35
- Großer Kofferraum: 475 bis 1.344 Liter
- Intuitive Bedienung mit physischen Tasten
- Schnellladen mit bis zu 125 kW (DC) möglich
Con
- Epiq 35 und Epiq 40 teilen Batterie und Reichweite – geringer Mehrwert der stärkeren Variante
- Noch keine unabhängigen Fahrtests verfügbar
- Kein Allradantrieb zum Marktstart
- Marktstart erst Mitte 2026 – kein sofortiger Kauf möglich
- Langzeiterfahrungen fehlen noch
Fazit: Für wen lohnt sich der Škoda Epiq?
Der Škoda Epiq ist eine vielversprechende Wahl für alle, die in die Elektromobilität einsteigen möchten, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Mit drei Motorisierungen deckt Škoda unterschiedliche Bedürfnisse ab – vom sparsamen Stadtauto bis zum leistungsstarken Alltagsfahrzeug.
Der Epiq 35 ab ca. 26.000 Euro richtet sich an Pendler und Stadtfahrer, die eine überschaubare Reichweite von bis zu 315 Kilometern akzeptieren. Der Epiq 40 bietet mehr Leistung bei gleicher Batterie und Reichweite – ob sich der Aufpreis lohnt, lässt sich erst nach Bekanntgabe des Preises beurteilen.
Der Epiq 55 mit 155 kW (211 PS) und bis zu 400 Kilometern Reichweite dürfte die interessanteste Variante für Vielfahrer sein – auch hier fehlt noch der Preis.
Wer regelmäßig lange Strecken fährt, eine Familie transportiert oder Allradantrieb benötigt, sollte einen Blick auf den größeren Škoda Enyaq iV werfen.
Konkrete Empfehlung: Wer nicht auf den Marktstart Mitte 2026 warten möchte, kann sich in der Zwischenzeit den Renault 5 E-Tech oder den Citroën ë-C3 als Alternative ansehen.
Wer den Epiq ins Auge fasst, sollte zunächst die noch ausstehenden Preise für Epiq 40 und Epiq 55 abwarten – erst dann lässt sich eine fundierte Kaufentscheidung treffen.
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