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Das Wichtigste in Kürze

  • Bis zu 428 PS Elektromotor
  • großer Kofferraum und verschiebbare Rücksitzbank
  • WLTP-Verbrauch von 20 kWh/100 km
Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Hyundai Ioniq 9

Den Ioniq 9 hat Hyundai erst 2025 vorgestellt – trotzdem gibt es schon einige gebrauchte Vorführwagen zu finden.

Der Hyundai Ioniq 9 Uniq Performance im Test

Ein schwarzer Hyundai Ioniq 9 steht auf einem Parkplatz.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Abgerundete Front, LED-Streifen als Scheinwerfer: Der Hyundai Ioniq 9 zeigt schon von Weitem, dass er ein E-Auto ist.

Fast 90.000 Euro, knapp über fünf Meter Länge und ein Gewicht von bis zu 2,8 Tonnen: Die Zahlen zum Hyundai Ioniq 9 mit Top-Ausstattung sind beeindruckend. Und das müssen sie auch sein. Denn das Elektro-SUV ist das neue Premium-Flaggschiff der Südkoreaner.

Ob sich das neue Modell von Hyundai nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf der Straße Premium ist, hat unser Autoexperte Jan getestet.

Als Testfahrzeug steht der Hyundai Ioniq 9 mit der Motorisierung Performance mit Allrad und 315 kW (428 PS) sowie der besten Ausstattung Uniq bereit. Und zusammen mit einem maximalen Drehmoment von 700 Nm ist das E-SUV trotz seines Gewichts keine lahme Ente. In 5,2 Sekunden sprintet der Ioniq 9 von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h – für ein E-Auto schon ein Spitzenwert.

Beim Design des E-SUV scheiden sich die Geister. Insbesondere das Heck dürfte für Aufsehen sorgen. Aber auch die abgerundete Front und die Punkt-LED-Lichtbänder sprechen nicht jeden Käufer an. Unser Autoexperte Jan findet das Design des Hyundai Ioniq 9 allerdings gelungen.

Seitenansicht eines schwarzen Hyundai IONIQ 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Beim Heck wagt Hyundai ein neues Design, das auf jeden Fall für Aufregung sorgen wird.
Das Auto schreit fünf Kilometer gegen den Wind: 'ICH BIN EIN E-AUTO'. Und das muss man halt wollen. Dann finde ich das Konzept sehr stimmig.
Autoexperte Jan

Zielgruppe für das E-SUV sind Familien, Langstreckenfahrer und Flottenkunden. Dafür bietet Hyundai sein bisher größtes SUV mit bis zu sieben Sitzplätzen an und verspricht eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern bei einem Verbrauch von 20,6 kWh auf 100 Kilometer.

Ob der Ioniq 9 überhaupt in die Nähe des Herstellerverbrauchs kommt, stellt unser Autoexperte noch vor Beginn der Testfahrt infrage. Immerhin wiegt der Koloss 2,8 Tonnen.

Reichweitenangaben von Herstellern beruhen in der Regel auf Normreichweiten nach dem WLTP-Testverfahren. Der Haken daran: Diese Werte sind Laborwerte und in der Praxis meist deutlich niedriger. Wichtig ist, dass Fahrprofil (viel Autobahn vs. Stadt), Tempo, Temperatur, Beladung sowie Heizung/Klima die reale Reichweite stark verändern und man grob mit 60 bis 80 Prozent der Normangabe planen sollte.

Kontrollieren lässt sich der Verbrauch unter anderem über die vier Fahrmodi: Eco, Normal, Sport und My Drive. Letzterer lässt sich individuell einstellen und für unterschiedliche Untergründe konfigurieren. Im Eco-Modus setzt der Hyundai Ioniq 9 verstärkt auf Rekuperation.

Der Sport-Modus ist für das E-SUV nicht zwingend nötig, findet unser Autoexperte Jan, und fährt das Testfahrzeug im Normal-Modus, um einen realistischen Verbrauch im Alltag zu erzielen – und wird positiv überrascht.

Nach knapp 150 gefahrenen Testkilometern und einigen Beschleunigungstests schafft es der Hyundai Ioniq 9 auf 21,1 kWh Verbrauch auf 100 Kilometer. Damit liegt der Wert sehr nah an den Herstellerangaben, was nicht selbstverständlich ist.

Die Reichweite schätzt unser Autoexperte Jan realistisch bei rund 500 Kilometern – statt den 600 Kilometern nach WLTP.

Wie in vielen E-Autos üblich setzt Hyundai bei den Instrumenten auf ein digitales, gewölbtes Panorama-Display. Es kombiniert die klassischen Cockpit-Anzeigen mit dem Infotainment-System. Im Gegensatz zu manch anderem Hersteller setzen die Koreaner aber nicht nur auf einen Touchscreen zur Bedienung der wichtigsten Funktionen.

Wer lieber Knöpfe drückt und Regler schiebt, bekommt im Ioniq 9 noch analoge Bedienelemente für Sitzheizung, Fahrmodi, Radio und vieles mehr. Die Bedienung per Touchscreen ist aber dennoch intuitiv und Eingaben werden schnell und direkt angenommen.

Beim Fahrwerk verzichtet Hyundai bei seinem Premium-SUV auf eine Luftfederung. Stattdessen setzen die Koreaner auf ein selbstregulierendes Stahlfahrwerk. Dennoch bietet es ein „butterweiches“ Fahrgefühl und genügend Feedback. Unser Autoexperte Jan könnte sich den Ioniq 9 auch als gutes Offroad-Fahrzeug vorstellen.

Die Lenkung ist direkt und gibt gut Feedback. Das Fahrgefühl ist trotz der großen Abmessungen des Hyundai Ioniq 9 überraschend dynamisch. Das Gewicht von fast drei Tonnen merkt man dem SUV kaum an. Und die Assistenzsysteme helfen dabei, sich im E-Auto wohlzufühlen. Sie greifen nicht zu stark ein und bieten insbesondere im Stadtverkehr sinnvolle Hilfe.

Man kann über Elektroautos sagen, was man will, [...] aber was den Abzug angeht, ist E-Auto einfach geil
Autoexperte Jan

Dazu zählt primär der Totwinkelassistent, der im Display beim Blinken ein kleines Kamerabild einblendet. Mit diesem behält man als Fahrer auch den Toten Winkel im Blick. Alle wichtigen Daten – etwa vom Tempomat – werden im Head-up-Display direkt im Blick des Fahrers angezeigt. Und alle wichtigen Assistenzsysteme sind bereits in der Basisversion des Hyundai Ioniq 9 enthalten.

Nahaufnahme des gewölbten Panorama-Displays für das Infotainment des Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Hyundai kombiniert die Touchbedienung über das Display mit klassischen analogen Knöpfen.

Die Antriebe des Hyundai Ioniq 9

Neben dem getesteten Hyundai Ioniq 9 mit Uniq-Ausstattung gibt es das E-SUV mit zwei weiteren Antrieben mit etwas weniger Leistung.

VarianteAntriebLeistungDrehmomentReichweiteVerbrauchPreis
110 kWh HeckantriebHeckantrieb, Automatik160 kW (218 PS)350 Nm620 km19,9 kWh/100 kmAb 69.850 Euro
110 kWh AllradantriebAllradantrieb, Automatik226 kW (307 PS)605 Nm606 km20,6 kWh/100 kmAb 78.850 Euro
110 kWh Allradantrieb PerformanceAllradantrieb, Automatik315 kW (428 PS)700 Nm600 km20,6 kWh/100 kmAb 86.100 Euro
Nahaufnahme des Hinterrads des Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
In der Topausstattung Uniq steht der Hyundai Ioniq 9 auf 21-Zoll-Felgen.

Wie schnell lädt der Hyundai Ioniq 9?

Unabhängig vom gewählten Antrieb bietet der Hyundai Ioniq 9 stets eine 800-Volt-Architektur. Diese ermöglicht super schnelle Ladezeiten. Die 110-kWh-Batterie lädt von 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten. Der Ladepeak beträgt 233 kWh. An der Haussteckdose benötigt der Ioniq 9 von 10 auf 100 Prozent etwa zehn Stunden.

Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Hyundai Ioniq 9

Den Ioniq 9 hat Hyundai erst 2025 vorgestellt – trotzdem gibt es schon einige gebrauchte Vorführwagen zu finden.

Was sind die Abmessungen beim Hyundai Ioniq 9?

Hyundai nutzt für den Ioniq 9 die Electric Global Modular Platform. Diese teilt sich das E-SUV unter anderem mit den anderen Ioniq-Modellen sowie dem Kia EV9.

  • Länge: 5,06 Meter
  • Breite: 1,98 Meter
  • Höhe: 1,79 Meter
  • Radstand: 3,13 Meter
Ein Blick durch den Kofferraum auf den Innenraum eines Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Je nach Konfiguration gibt es den Hyundai Ioniq 9 mit sechs oder sieben Sitzen.

Das E-SUV-Flaggschiff von Hyundai bietet beim Siebensitzer 338 Liter Kofferraumvolumen, wenn alle drei Sitzreihen aufgestellt sind. Genügend Platz für den alltäglichen Einkauf oder einen Wochenendausflug. Per Knopfdruck klappt sich die dritte Sitzreihe automatisch um. Der Kofferraum fasst dann 908 Liter.

Muss man größere Gegenstände transportieren – etwa beim Umzug oder nach einem Einkauf im Möbelhaus – klappt man ebenfalls per Knopfdruck die zweite Sitzreihe automatisch um. Schon erweitert sich das Kofferraumvolumen auf 2.419 Liter.

Und wenn das weiterhin nicht ausreicht, bietet der Hyundai Ioniq 9 an der Front den sogenannten Frunk. Mit Allrad fasst der Frunk 52 Liter, mit Heckantrieb sind es 88 Liter. Zudem hat das E-SUV eine Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen.

Das Auto ist ein echtes Platzwunder.
Autoexperte Jan

Wie ist der Innenraum des Hyundai Ioniq 9 gestaltet?

Der Hyundai Ioniq 9 will sich im Premiumsegment gegen Größen wie Audi, BMW und Mercedes positionieren, und bei einem Preis von mindestens 70.000 Euro kann man auch einiges erwarten. Und das koreanische E-SUV liefert. Das Lenkrad wirkt für unseren Autoexperten Jan wie aus einem Land Rover – und das ist auch gut so. Immerhin spielen beide im gleichen Segment.

Das Infotainment-System ist zusammen mit den Instrumenten im gewölbten Panorama-Display integriert. Insgesamt wirkt das Cockpit aufgeräumt und kombiniert erfreulicherweise digitale und analoge Bedienelemente.

Blick auf Fahrer- und Beifahrersitz sowie die Mittelkonsole in einem Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Der Hyundai Ioniq 9 bietet ausreichend Stauraum und analoge Knöpfe für die wichtigsten Funktionen.

Die Innenausstattung ist hochwertig und passend für den Preis. Kleiner Kritikpunkt: Die Halterungen im unteren Bereich der Türen fallen im Vergleich mit dem restlichen Innenraum mit Blick auf die Qualität etwas ab. Aber das ist zu verschmerzen. Sehr präsent ist die Mittelkonsole im Hyundai Ioniq 9. Sie trumpft mit einigen Technik-Features auf.

Im Innenraum gibt es zwei Sachen: Platz und unglaublich viele Ablagemöglichkeiten.
Autoexperte Jan

Dazu zählt etwas die Induktionsladefläche für das Smartphone auf – glücklicherweise rutschfest. Hinzu kommen vorn sowie im Fond zahlreiche USB-C-Anschlüsse. Ein besonderes Highlight: ein Fach für Schlüssel, Handy und Geldbeutel, die sich mittels UV-Strahlen desinfizieren lassen. Begeistert ist unser Autoexperte Jan auch vom optionalen Panoramaglas-Schiebedach des E-SUV.

Panorama-Glas-Schiebedach im Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Optionale Sonderausstattung: Das Panorma-Glas-Schiebedach wertet den Hyundai Ioniq 9 weiter auf.

Aber wie sitzt es sich im Ioniq 9? Vorn auf jeden Fall schon mal sehr bequem. Aber auch hinten kann das Elektroauto überzeugen. Unser 1,80 Meter große Autoexperte findet in der zweiten Reihe ausreichend Kopf- und vor allem Beinfreiheit. Der Platz reicht auch für deutlich größere Mitfahrer locker aus.

Erwähnenswert ist ferner, wie weit sich die hinteren Türen öffnen lassen. Insbesondere Familien mit kleinen Kindern werden das Feature schätzen. Hier lassen sich Kinder im Kindersitz ohne große Probleme anschnallen. Weiterer Pluspunkt: Die Steuerung für die hintere Sitzheizung ist auch vom Fond aus zu erreichen.

Der Hyundai Ioniq 9 bietet Active-Noise Cancelling im Innenraum. Dabei werden Störgeräusche wie Wind oder Abrollgeräusche über das Lautsprechersystem herausgefiltert und sorgt so für Ruhe im Wageninneren.

Blick auf die zweite Sitzreihe des Hyundai Ioniq 9.
Quelle: Doubledouble Ads GmbH
Auch für die hinteren Sitzreihen bietet der Hyundai Ioniq 9 Annehmlichkeiten wie eine Sitzheizung.

Und die dritte Sitzreihe ist im Hyundai Ioniq 9 keine Notlösung. Ausreichend Kopffreiheit und genügend Platz für die Beine erlauben es auch Erwachsenen, auf längeren Strecken bequem Platz zu nehmen – für den Urlaub aber ist diese Variante nicht allzu gut geeignet. Denn bei aufgestellter dritter Reihe mangelt es an Platz im Kofferraum.

Die Vor- und Nachteile des Hyundai Ioniq 9 Uniq Performance

Stärken

  • Active Noise Cancelling im Innenraum
  • Kombination aus Digitalisierung und analogen Bedienelementen
  • Viel Platz im Fond

Schwächen

  • Hohes Leergewicht
  • Design polarisiert
  • Hoher Einstiegspreis
Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Ein weißer Hyundai Ioniq 9 steht in einem Autohaus.
Hyundai Ioniq 9

Den Ioniq 9 hat Hyundai erst 2025 vorgestellt – trotzdem gibt es schon einige gebrauchte Vorführwagen zu finden.

Unser Test-Fazit zum Hyundai Ioniq 9 Uniq Performance

Der Hyundai Ioniq 9 macht für unseren Autoexperten Jan extrem viel richtig und bietet allerhand Annehmlichkeiten. Doch für einen Preis von fast 90.000 Euro muss dies auch alles enthalten sein. Die Frage ist nur, wer kauft sich dieses Auto für diesen Preis? Die Zielgruppe dürfte recht klein sein. Doch wer sich für den Ioniq 9 entscheidet, bekommt ein gutes und geräumiges SUV mit guter Ausstattung.

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