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Ein blauer Citroën C3 und ein roter Citroën e-C3 fahren durch eine Stadt.
Quelle: Citroën
Seit 2002 wurden über 5,6 Millionen Exemplare des C3 verkauft. Damit ist er das meistverkaufte Modell von Citroën.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der ë-C3 startet bei 20.140 Euro (Urban Range) bzw. 23.450 Euro (Standard Range mit 44-kWh-Akku).
  • Im ADAC-Test erreicht der ë-C3 (44 kWh) eine Reichweite von 255 Kilometern statt der angegebenen 325 km.
  • Der Benziner kostet ab 16.290 Euro. Damit ist er einer der günstigsten Kleinwagen auf dem deutschen Markt.
  • Der Hybrid 110 kostet ab 22.700 Euro und verbraucht laut ADAC 6,3 l/100 km – kein überzeugender Wert für den Aufpreis.
Ein grauer Citroën C3 steht vor einer grauen Wand.
Ein grauer Citroën C3 steht vor einer grauen Wand.
Citroën C3 bei mobile.de

Der C3 ist der günstigste Kleinwagen der Franzosen und kommt als Verbrenner oder Stromer auf die Straße. Jetzt Angebote entdecken.

Der Citroën C3 ist seit seiner Einführung im Jahr 2002 eines der meistverkauften Modelle der französischen Marke. Mehr als 5,6 Millionen Exemplare wurden bisher abgesetzt.

In der vierten Generation gibt es ihn erstmals auch als reines Elektroauto – den ë-C3 – sowie als Mildhybrid-Benziner. Das Versprechen: viel Auto für wenig Geld.

Einordnung: Generationen und Modellhistorie des Citroën C3

Der C3 hat eine lange Geschichte. Die erste Generation kam 2002 auf den Markt und ersetzte den beliebten Saxo. Sie war vor allem als günstiger Alltagsbegleiter positioniert.

Die zweite Generation folgte 2009 mit schärferen Linien und mehr Platz. 2016 erschien die dritte Generation, die sich optisch deutlich vom Vorgänger absetzte: kantigere Formen, ein charakteristischer Airbump-Seitenstreifen und ein fröhlicheres Farbkonzept.

Der ë-C3 wird nicht in Frankreich gebaut, sondern im slowakischen Trnava – im selben Werk wie der Stellantis-Konzernbruder Opel Corsa Electric.

Die vierte und aktuelle Generation kam ab März 2024 auf den deutschen Markt. Sie ist die erste, die auch als reines Elektroauto erhältlich ist.

Äußerlich erinnert der C3 nun leicht an ein kompaktes Sport Utility Vehicle (SUV), ohne technisch eines zu sein. Die Karosserie misst 4,015 Meter in der Länge – und bleibt damit klar im Kleinwagen-Segment. Ein Facelift ist bislang nicht angekündigt.

Der Citroën C3 & ë-C3 im Testbericht

Der ADAC hat beide Varianten ausführlich getestet: den ë-C3 Standard Range You (44 kWh) und den C3 Hybrid 110 Max e-DCS.

Ein grüner Renault R5 auf einer gepflasterten Fläche
Ein grüner Renault R5 auf einer gepflasterten Fläche
Renault R5 E-Tech bei mobile.de

Stylischer Elektro-Kleinwagen mit mehr Reichweite und schnellerem Laden als der ë-C3. Entdecke Modelle und Angebote.

Fahrverhalten

Der ë-C3 fährt sich angenehm und unkompliziert. Die Lenkung gibt eine solide Rückmeldung und passt das Lenkkraftniveau der Geschwindigkeit an: im Stadtverkehr ist es leichtgängig, auf der Autobahn spürbar direkter.

Das „Advanced Comfort“-Fahrwerk mit progressiven, hydraulischen Anschlägen in den Dämpfern bügelt Unebenheiten trotz des kurzen Radstands von 2,54 Metern gut weg. Im ADAC-Ausweichtest arbeitet das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) wirkungsvoll.

Der Antrieb des Elektromotors ist indes nicht berauschend, aber alltagstauglich. Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der ë-C3 in 11,0 Sekunden, Überholvorgänge von 60 auf 100 km/h gelingen in 6,0 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 132 km/h.

Der Hybrid 110 fährt sich spritziger: 9,9 Sekunden auf 100 km/h, Spitze 160 km/h. Der Dreizylinder-Turbobenziner läuft erstaunlich ruhig für einen Dreizylinder. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet komfortabel, aber nicht besonders flink.

Schwarzer Hyundai Inster steht auf einer Straße.
Schwarzer Hyundai Inster steht auf einer Straße.
Hyundai Inster bei mobile.de

Kompakter Stromer mit niedrigem Verbrauch – laut ADAC rund 20 Prozent sparsamer als der ë-C3. Entdecke dein nächstes Auto.

Vergleichbare Modelle

  • Renault 5 E-Tech Electric: direkter Konkurrent im Elektro-Kleinwagen-Segment, etwas höherer Preis, aber mehr Reichweite und schnelleres Laden
  • Hyundai Inster: laut ADAC rund 20 Prozent sparsamer als der ë-C3, ähnliche Größenklasse, ebenfalls günstiger Einstiegspreis
  • VW Polo: klassischer Benziner-Konkurrent, besser verarbeitet, aber deutlich teurer als der C3-Einstieg

Die Motoren des Citroën C3 & ë-C3: Überblick und Empfehlungen

Citroën bietet die vierte C3-Generation mit verschiedenen Antriebsarten an. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick – alle Preise gelten für den deutschen Markt (Stand: April 2026):

MotorisierungAntriebLeistungDrehmomentVmaxVerbrauch (WLTP)Preis ab
1.2 Turbo 100 (101 PS)Benzin, 6-Gang74 kW/101 PS205 Nm160 km/h5,5 l/100 km16.290 Euro
Hybrid 110 e-DCS6Mildhybrid (48 V)81 kW/110 PS (System)205 Nm160 km/h5,0 l/100 km (WLTP)/6,3 l (ADAC)22.700 Euro
ë-C3 Urban Range (30 kWh)Elektro83 kW/113 PS125 Nm125 km/h17,2 kWh/100 km20.140 Euro
ë-C3 Standard Range (44 kWh)Elektro83 kW/113 PS125 Nm132 km/h17,2 kWh/100 km (WLTP)/19,9 kWh (ADAC)23.450 Euro

Kaufempfehlung Motorisierung

Für die meisten Stadtfahrer und Pendler ist der ë-C3 Standard Range (44 kWh) die sinnvollste Wahl: ausreichend Reichweite für den Alltag, niedrige Betriebskosten, bester Ecotest-Wert.

Wer regelmäßig lange Strecken fährt, greift besser zum Benziner mit 101 PS – der günstigste Einstieg im Segment. Den Hybrid 110 empfiehlt der ADAC nicht: zu teuer, zu wenig Verbrauchsvorteil.

Mit einem Grundpreis von rund 20.000 Euro unterbietet der ë-C3 den günstigsten Renault 5 E-Tech um rund 5.000 Euro – und liegt damit näher am Preis eines VW Polo als an klassischen Elektroautos.

Welche Karosserie-Varianten gibt es?

Den Citroën C3 der vierten Generation gibt es ausschließlich als fünftürige Schräghecklimousine. Eine Kombi-, Cabrio- oder Coupé-Variante ist nicht geplant. Die Abmessungen sind für den Benziner und die Elektroversion identisch:

  • Länge: 4.015 mm
  • Breite: 1.755 mm
  • Höhe: 1.567 mm
  • Radstand: 2.540 mm
  • Kofferraumvolumen: 310 Liter (normal)/1.200 Liter (dachhoch)

310 Liter Kofferraumvolumen sind für einen Kleinwagen ein solider Wert. Im Fond bietet der C3 überraschend viel Kopf- und Knieplatz. Einschränkung beim ë-C3: Der Fußboden im Fond liegt durch die Akkus höher, was die Beinfreiheit der Fondpassagiere spürbar einschränkt.

Heckansicht eines hellblauen Citroën C3, der durch eine Stadt fährt.
Quelle: Citroën
Die markante Heckpartie mit geteilten LED-Rückleuchten und dem großen Citroën-Markenzeichen gehört zur höheren Ausstattungslinie.

Ausstattungs-Varianten und empfehlenswerte Extras

Citroën bietet den C3 in vier Ausstattungslinien an:

  • You (Basis): Die Basis-Linie bietet LED-Tagfahrlicht, aktives Notbremssystem, Head-up-Display (einfach), Parksensoren hinten, Tempomat, Klimaanlage und sechs Airbags. Kein Touchscreen, keine geteilte Umklappfunktion der Rücksitzlehne. Das Smartphone wird über eine Halterung mit NFC-Technik eingebunden – praktisch, aber fummelig.
  • Plus: Zusätzlich zur Basis gibt es LED-Scheinwerfer vorn, ein 10,25-Zoll-Infotainment-System mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto, ein Dach in Kontrastfarbe sowie eine geteilte Umklappfunktion der Rücksitzlehne. Dieses Paket ist für die meisten Käufer die sinnvollste Wahl.
  • Collection: Hauptsächlich ein Design-Paket mit Advanced-Comfort-Sitzen, getönten Heck- und Seitenscheiben und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Technische Einparkhilfe mit Rückfahrkamera und elektrischen Fensterhebern vorn und hinten.
  • Max: Die Top-Ausstattung ergänzt LED-Heckleuchten und Klimaautomatik. Dazu gibt es gepolsterte „Advanced Comfort“-Sitze, Induktionsladung für Smartphones, 3D-Navigation mit 10,25-Zoll-Touchscreen und automatisch abblendender Innenspiegel.
Ein weißer VW Polo parkt vor einem Autohaus auf einem gepflasterten Parkplatz.
Ein weißer VW Polo parkt vor einem Autohaus auf einem gepflasterten Parkplatz.
VW Polo bei mobile.de

Klassischer Benziner-Kleinwagen mit hochwertiger Verarbeitung – teurer als der C3, aber eine starke Alternative für Qualitätsbewusste.

Empfehlung: Das Plus-Paket bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Touchscreen ist im Alltag deutlich praktischer als die Smartphone-Halterung der Basisversion. Wer den ë-C3 mit 11-kW-AC-Ladung möchte, muss 400 Euro Aufpreis einkalkulieren – die Standardversion lädt nur mit 7,4 kW.

Bekannte Probleme und Rückrufe beim Citroën C3

Die vierte Generation des C3 ist seit März 2024 auf dem deutschen Markt verfügbar. Es liegen daher noch keine Langzeiterfahrungen oder Daten zur HU vor. Bekannte Schwachstellen aus dem ADAC-Test und aus ersten Berichten:

  • Ladegeschwindigkeit: Im ADAC-Test erreichte der ë-C3 maximal 88,2 kW statt der angegebenen 100 kW. Im Winter kann die Ladeleistung noch weiter sinken, da keine Akku-Vorkonditionierung verfügbar ist.
  • Reichweite: Die WLTP-Angabe von 325 km (44-kWh-Akku) ist deutlich optimistischer als der ADAC-Messwert von 255 km. Auf der Autobahn sollte man eher mit unter 200 km rechnen.
  • Innenraum-Qualität: In der Basisausstattung fehlen Polsterungen an Armlehnen und anderen Kontaktflächen. Das fällt im Alltag auf.
  • AC-Laden: Die Standard-Ladeleistung von 7,4 kW ist für ein modernes Elektroauto schwach. Der Aufpreis von 400 Euro für 11 kW ist ärgerlich.

Stärken und Schwächen: Pro und Con im Überblick

Pro

  • Günstiger Einstiegspreis (ab 16.290 Euro)
  • Sehr guter Fahrkomfort dank Advanced-Comfort-Fahrwerk
  • Viel Platz im Fond und großer Kopfraum
  • 5 von 5 ADAC-Ecotest-Sternen
  • Solide Verarbeitung für die Preisklasse
  • Kabellose Smartphone-Integration im Plus-Paket

Con

  • Reichweite des ë-C3 deutlich unter WLTP-Angabe (255 statt 325 km)
  • Maximale Ladeleistung unter 100 kW, keine Akku-Vorkonditionierung
  • Hybrid 110 zu teuer für den gebotenen Verbrauchsvorteil
  • Basisausstattung ohne Touchscreen und Polsterung
  • 11-kW-AC-Laden kostet 400 Euro Aufpreis
  • Fond im ë-C3 durch höheren Boden eingeschränkt

Fazit: Für wen lohnt sich der Citroën C3?

Der Citroën C3 ist kein Auto ohne Kompromisse – aber er macht seine Kompromisse dort, wo sie am wenigsten wehtun:

  • Der Fahrkomfort ist für die Klasse bemerkenswert.
  • Das Platzangebot überrascht positiv.
  • Der Preis ist kaum zu unterbieten.

Der Benziner mit 101 PS ist die ehrlichste Empfehlung: günstig, solide, alltagstauglich. Der ë-C3 Standard Range lohnt sich für Stadtfahrer und Pendler, die selten über 200 Kilometer am Stück fahren. Wer regelmäßig lange Strecken zurücklegt, sollte sich andere Elektromodelle mit besserer Ladeinfrastruktur ansehen.

Den Hybrid 110 kann man dagegen kaum empfehlen: Er kostet ähnlich viel wie der ë-C3, bietet aber keinen überzeugenden Verbrauchsvorteil gegenüber dem günstigen Benziner.

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