Tipps und Tricks für eine gute Sicht im Auto

Autoscheiben putzen ohne Streifen - so gelingt es

Fliegendreck oder Schneematsch: Wenn die Autoscheibe schmutzig ist, fährst Du wie im Nebel. Mit ein paar Tricks lassen sich Scheiben aber leicht reinigen.

  • Veröffentlicht am 01/10/2020, 12:45 PM
  • Aktualisiert am 01/17/2020, 05:20 PM
Eine Frau putzt die Seitenscheibe eines Autos.
Quelle: dpa / Picture Alliance Blitzsaubere Autoscheiben sind kein Kunststück. Mit streifenfreiem Glasreiniger und einem Mikrofasertuch zum Nachpolieren kannst Du gute Ergebnisse erzielen

Putzen ist nicht gleich putzen, das weiß jeder gute Hausmann (und jede gute Hausfrau). Beim Putzen von Autoscheiben gilt das gleich doppelt. Denn sie müssen von außen und von innen sauber und streifenfrei sein, damit Du stets alles gut im Blick hast. Denn wenn die Windschutzscheibe dreckig ist, siehst Du schlecht - und das Risiko für einen Unfall steigt. Ganz gleich, ob im Sommer oder im Winter: Mit einer sauberen Scheibe behältst Du den Durchblick und siehst selbst in der Dunkelheit und bei Gegenverkehr gut.


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Welche Hilfsmittel werden benötigt?

Zum Putzen von Autoscheiben benötigst Du nicht viele Utensilien. Meist reicht ein Eimer voll Wasser, zwei Microfasertücher für die Reinigung sowie Glasreiniger oder spezielle Autoscheiben-Reiniger. Ein Trockentuch zum Polieren und Trocknen hilft beim Finish und eliminiert Schlieren.

Ein schmutzige Autoscheibe mit Blick auf den Rückspiegel der Fahrerseite.
Quelle: dpa / Picture Alliance Sind Deine Scheiben verdreckt, siehst Du schlechter und das erhöht das Unfallrisiko

Anleitung zum Putzen von Autofenstern

Am besten lassen sich Autoscheiben nach der Karosseriewäsche putzen. Wenn Du eh das Auto in einer Waschbox wäschst oder durch eine Waschanlage fährst, um den Schmutz der vergangenen Woche runterzubekommen, plane für das Autoscheibenputzen hinterher etwas Zeit ein.



Schritt 1 – Scheibe grob reinigen

Zuerst reinigst Du die Glasflächen des Autos von außen mit Wasser. Benutze dafür warmes oder lauwarmes Wasser. Wichtig ist, dass sich der grobe Schmutz bei der Reinigung entfernen lässt - im Sommer Fliegendreck, im Winter Salz und Matsch. Wenn Du ganz akkurat arbeiten willst, benutze anschließend eine spezielle Lackknete. Diese nimmt selbst feine Unebenheiten auf der Glasscheibe auf, so dass die Scheibe hinterher zu 100 Prozent frei von Rückständen ist.

Schritt 2 – Feinarbeit

Nachdem die starken Verschmutzungen von der Außenscheibe verschwunden sind, beginnst Du mit dem eigentlichen Putzen. Dafür eignet sich klares Wasser am besten. Mit einem Microfasertuch kannst Du mehrmals über die Scheiben wischen, so dass auch der letzte Schmutz entfernt wird. Reinige dabei auch die Ecken und bei der Windschutzscheibe die Lippen der Wischerblätter.

Schritt 3 - Streifenfrei

Fürs streifenfreie Putzen von Glasflächen eignen sich normaler Glasreiniger sowie spezielle Mittel zum Reinigen von Autoscheiben. Je nach Reiniger wird die Flüssigkeit (oder der Schaum) direkt auf das Glas gespritzt und anschließend mit dem Tuch verrieben.

Tipp: Wische außen von oben nach unten und später die Innenseite von links nach rechts. So erkennst Du im Gegenlicht Streifen schneller und kannst sie direkt zuordnen – und nachwischen. Auf keinen Fall solltest Du kreisförmig wischen. Denn damit verteilst Du nur die Schlieren und Streifen.



Schritt 4 – Autoscheiben versiegeln

Ähnlich wie bei der Karosserie lassen sich auch Autoscheiben versiegeln. Dies führt zu einem Perleffekt. Der lässt Wassertropfen schneller abperlen und verhindert Flecken. Auf der Windschutzscheibe hat der Scheibenwischer weniger Arbeit und die Scheibe bleibt länger sauber. Die speziellen Mittel wie Windschutzscheiben-Versiegelung, Regenabweiser oder Nanoversiegelung für Glas gibt es im Autozubehör oder bei vielen Baumärkten.

Schritt 5 – Innenseite der Scheiben streifenfrei putzen

Im Gegensatz zu den Außenscheiben gibt es auf den Autoscheiben innen meist keinen groben Schmutz. Vielmehr haftet ein Schmierfilm auf dem Glas und trübt die Sicht. Mit klarem Wasser und einem Microfasertuch entfernst Du den Schmierfilm. In Raucherautos kann es allerdings sein, dass mehrmals der Glasreiniger zum Einsatz kommen muss, bevor wieder eine gute Sicht gewährleistet ist. Dazu zählen auch Autos, in denen E-Zigaretten oder Verdampfer zum Einsatz kommen.

Wichtig bei allen Autos: Nach einem Wischdurchgang auf allen Autoscheiben sollte die Seite des Microfasertuchs gewechselt werden. So verhinderst Du, dass Schmutzpartikel auf den Autoscheiben weiter verteilt werden. Nach einem Durchgang kommt der Glasreiniger oder das Autoscheiben-Reinigungsmittel zum Einsatz. Wie oben beschrieben, solltest Du für den finalen Wisch eine andere Richtung einschlagen als bei den Außenscheiben.


BMW 1602 in der Ansicht von vorne-links, stehend
Oldtimer von BMW

1929 rollt das erste Serienautomobil mit dem Namen "DA 2" bei den Bayerischen Motorenwerken vom Band.


Weitere Tipps und Tricks

Die Windschutzscheibe lässt sich mit Hilfe der Wischanlage grob reinigen, zumindest im normalen Blickfeld des Fahrers und Beifahrers. Dazu sollte im Wischwasser der Jahreszeit entsprechend das richtige Reinigungsmittel eingefüllt sein. Heißt: Im Sommer spezieller Sommerreiniger, der hartnäckige Fliegenreste löst, und im Winter ein Mittel, das den Gefrierpunkt drastisch senkt und ergiebig Schlieren und Matsch von der Windschutzscheibe entfernt.

Ein Mann putzt die Innenseite der Windschutzscheibe seines Autos.
Quelle: dpa / Picture Alliance Autoscheiben sollten von innen und außen streifenfrei sauber sein

Noch ein Tipp: Damit die Windschutzschreibe nicht unnötig verkratzt, solltest Du den Scheibenwischer erst dann benutzen, wenn die Scheibe schon nass ist. Denn sonst schmirgeln im ersten, trockenen Durchgang die Wischerblätter übers Glas und verursachen Kratzer.

Im Sommer ist es ratsam, zuerst etwas klares Wasser über die Scheibe zu gießen, um anschließend die Wischwasser-Anlage zu betätigen. Im Herbst und Winter sollte der Scheibenwischer und mit ihm die Wischwasseranlage nur nach Regen benutzt werden. Denn Salzpartikel, Streugut oder ganz feine Schmutzkörner zerkratzen schnell das Glas. Dann wird spätestens bei der nächsten nächtlichen Fahrt das Gegenlicht zum Blendrisiko Nummer eins – und da hilft auch kein Putzen mehr.