Mit diesen Tipps kommst Du sauber durch den Winter

Auto im Winter waschen? Das musst Du beachten

Im Winter wird das Auto oft schmutzig. Sollst Du dann in die Waschanlage? Eventuell sogar häufiger als im Sommer? Ja, allerdings gibt es eine Grenze. Lies hier.

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  • Veröffentlicht am 12/04/2019, 3:16 PM
Ein frisch gewaschener VW Golf fährt über eine Straße, die von Schneematsch bedeckt ist.
Quelle: dpa / Picture Alliance Matsch, Eis, Salz und Schmutz auf den Straßen machen es Dir im Winter nicht leicht, Dein Auto sauber zu halten

Regen, Laub, Schneematsch – in den Wintermonaten sind Autos nur schwer sauber zu halten. Einige Fahrzeughalter fahren deshalb in der kalten Jahreszeit öfter zur Waschanlage als im Sommer. Andere sehen über den Schmutz hinweg und lassen lieber kein Wasser an den Lack. Was ist richtig?

Soll ich mein Auto im Winter waschen? 

Ein Argument spricht für eine regelmäßige Wäsche im Winter: Ein sauberes Fahrzeug mit guten Lichtreflexionen wird bei schlechtem Wetter und daraus resultierender schlechter Sicht besser und schneller gesehen als ein schmutziges. Auch die eigenen Scheinwerfer und damit die eigene Sicht profitieren von der regelmäßigen Wäsche.



Wann sollte ich auf die Autowäsche verzichten?

Ist es richtig kalt draußen, also kälter als minus zehn Grad, solltest Du auf das Autowaschen verzichten. Das Waschen kann dann eine Belastung für das Fahrzeug darstellen und dem Lack oder den Gummi- und Kunststoffteilen schaden. Zurückbleibendes Wasser kann unter Umständen an den Bremssätteln oder den Türdichtungen gefrieren.

Problematisch ist der sogenannte „Wärmeschock“. Dieser kann eintreten, wenn warmes Wasser aus der Waschanlage auf ein Auto trifft, das eben noch bei sehr kalten Temperaturen unterwegs war. Besonders übel nehmen das Autos, die bereits vorgeschädigt sind und ausgebesserte Lackoberflächen vorweisen. Ein weiterer Nachteil bei der Autowäsche im Kalten: Die Türschlösser könnten vereisen und Gummidichtungen anfrieren. Im schlimmsten Fall kann sogar die Bremse festfrieren. 

Zu welcher Tageszeit soll ich das Auto waschen? 

Nicht vergessen sollte man auch den Nachtfrost. Auch wenn die Temperaturen am Tag über null Grad liegen, können nachts Wasserrückstände gefrieren. Deshalb ist es besser, das Auto am Morgen zu waschen. So kann das Auto bis zur Nacht noch trocknen, wenn es draußen parkt. Steht das Auto in einer beheizten Garage, ist Nachtfrost natürlich kein Problem.

Ein Auto ist im Begriff, in eine Waschanlage zu fahren.
Quelle: dpa / Picture Alliance Nachteile bei der Autowäsche im Winter: Die Türschlösser könnten vereisen und Gummidichtungen anfrieren. Im schlimmsten Fall kann sogar die Bremse festfrieren

Mythos Streusalz: Wie gefährlich ist Salz für den Autolack?

Viele Autofahrer machen sich Gedanken darüber, ob Streusalz korrosionsfördernd wirkt. Sie glauben, dass der Schmutz am Auto, der im Winter eben oft auch Salz enthält, so häufig wie möglich beseitigt werden muss. Hier sollte man sich aber nicht allzu große Sorgen machen. Nur bei Fahrzeugen, die bereits Kratzer oder Abplatzungen haben, muss man darauf achten, diese regelmäßig vom winterlichen Schmutz zu befreien. Ist die Lackoberfläche eines Autos in Takt, muss man sich über Salz keine Gedanken machen. Das Gleiche gilt für den Unterbau des Fahrzeugs. Auch hier muss man für gewöhnlich nicht mit Korrosionsproblemen rechnen.

Einige Autofahrer glauben, ihrem Auto mit Vaseline als Pflege etwas Gutes zu tun. Davon sollte man jedoch lieber Abstand nehmen. Vaseline, die eigentlich zur Verwendung auf der Haut gedacht ist, enthält Erdöl-Bestandteile, die für das Gummi schädlich sind. 

Autowäsche: Wie funktioniert sie im Winter am besten?

Bleibt noch die Frage: Wie wäscht man das Auto im Winter richtig? Besser durch die Waschanlage fahren oder von Hand waschen? Grundsätzlich sollt man bei besonders kalten Temperaturen besser auf eine Handwäsche verzichten und in die Waschanlage fahren. Bei der Autowäsche per Hand kann es passieren, dass Du mit dem Schwamm aus Versehen den Lack zerkratzt, weil sich auf dem Fahrzeug Schmutzpartikel befinden – zum Beispiel vom Salz.

Im Winter geht es also besser ab in die Waschstraße. Hier werden keine Schwämme benutzt. Das Auto wird mit einem Dampfstrahler vom groben Schmutz befreit und ist danach bereit für weitere Pflegemaßnahmen. Ein Tipp: Wenn Du die Waschanlage verlässt, tritt einmal auf das Bremspedal. Das hilft, Eisablagerungen an der Bremse loszuwerden. 

Schon gewusst? Schmutzige Fahrzeuge können Kosten verursachen 

Richtig stark verschmutzte Autos können ins Geld gehen! Wenn beispielsweise die Beleuchtung stark verschmutzt ist oder Kennzeichen und Plaketten nicht mehr erkennbar sind, kann das bis zu 35 Euro kosten. Generell lohnt sich eine Autowäsche, wenn der Durchblick durch die Seitenscheiben getrübt ist – sowohl im Sommer als auch im Winter.

Da im Winter bei sehr frostigen Temperaturen von einer ausführlichen Autowäsche abgeraten wird, kann man den gröbsten Dreck mit einem Lappen von Scheiben und Lichtern entfernen.