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Schrägansicht auf die Front eines dunkelgrauen Audi A6 Allroad, der auf einem Schotterweg in einer bergigen Landschaft steht.
Quelle: Audi
Der großflächige Singleframe-Kühlergrill im Hexagon-Design ist kein reines Stilmittel. Er signalisiert die erhöhte Bodenfreiheit und den Allradantrieb quattro, die dahinterstecken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals Breitbau: Die Karosserie ist 110 Millimeter breiter als beim A6 Avant.
  • Erstmals als Plug-in-Hybrid: Der A6 allroad e-hybrid schafft bis zu 95 Kilometer rein elektrisch.
  • Serienmäßiges Luftfederfahrwerk mit 55 Millimeter Verstellbereich und zwei Offroad-Modi
  • Preise ab 77.250 Euro für den V6 TDI, ab 80.250 Euro für den e-hybrid
  • Quattro-Antrieb ist bei beiden Motorisierungen serienmäßig.
Ein schwarzer Audi A6 Allroad steht auf einem gepflastertem Platz vor einem See.
Ein schwarzer Audi A6 Allroad steht auf einem gepflastertem Platz vor einem See.
Audi A6 allroad

Der Audi A6 allroad verbindet Kombi-Alltag mit echter Geländetauglichkeit.

Der Audi A6 allroad ist seit 1999 das Bindeglied zwischen Reiselimousine und Geländewagen.

In seiner fünften Generation legt er deutlich zu: nicht nur in Sachen Breite, sondern auch bei Antrieb und Technik. Ab Herbst 2026 steht er beim Händler.

Der Audi A6 allroad im Testbericht

Aktuell gibt es noch keine abgeschlossenen Testberichte zur fünften Generation des A6 allroad. Das Modell ist erst seit dem 18. Juni 2026 bestellbar.

Aus den Fahreindruck-Berichten der Audi-Medienpräsentation lässt sich jedoch bereits ableiten: Das überarbeitete Luftfederfahrwerk mit 55 Millimeter Verstellbereich arbeitet spürbar feiner als beim Vorgänger.

Ein dunkelgrauer Audi A6 Allroad steht auf einer freien Fläche.
Quelle: Audi
Die breite Spur und der tief angesetzte Unterfahrschutz zeigen, dass der A6 allroad nicht nur für Fahrten auf Asphalt gedacht ist, auch wenn er dort die meiste Zeit verbringt.

Die erhöhte Bodenfreiheit gegenüber dem A6 Avant beträgt 34 Millimeter. Der allroad kommt damit auf rund 17,9 Zentimeter Bodenfreiheit, verglichen mit 14,5 Zentimetern beim Avant.

Die neu abgestimmte Progressivlenkung – steifer angebunden, mit erhöhtem Sturz an der Vorderachse – gibt deutlich mehr Rückmeldung. Wer die optionale Allradlenkung wählt, profitiert von einem um bis zu einen Meter verkürzten Wendekreis.

Im Modus „dynamic“ senkt sich die Karosserie um 20 Millimeter ab. Auf der Autobahn passiert das ab 120 km/h automatisch.

Der elektrisch angetriebene Verdichter des V6 TDI dreht innerhalb von 250 Millisekunden auf 90.000 Umdrehungen pro Minute hoch. Das entspricht einer Drehzahlsteigerung um fast 40 Prozent und eliminiert das Turboloch nahezu vollständig.

Ein dunkelgrauer Audi A6 Allroad steht auf einem Schotterplatz mit Bergen im Hintergrund.
Quelle: Audi
Erstmals in der 27-jährigen Modellgeschichte trägt der A6 allroad einen Breitbau: Die Karosserie wuchs gegenüber dem A6 Avant um 110 Millimeter.

Vergleichbare Modelle:

  • Volvo V90 Cross Country: ähnliches Konzept als erhöhter Kombi, etwas weniger Offroad-Fokus, günstigerer Einstiegspreis
  • BMW 5er Touring xDrive: sportlicher ausgelegt, weniger Bodenfreiheit, kein Luftfederfahrwerk in der Basis
  • Mercedes-Benz E-Klasse All-Terrain: direkter Konkurrent mit ähnlichem Konzept, aber weniger Kofferraumvolumen
Ein schwarzer Volvo V90 Cross Country steht auf einem gepflasterten Platz
Ein schwarzer Volvo V90 Cross Country steht auf einem gepflasterten Platz
Volvo V90 Cross Country

Der Volvo V90 Cross Country: ähnliches Konzept mit skandinavischem Komfort und günstigerem Einstiegspreis.

Die Motoren des Audi A6 allroad: Überblick und Empfehlung

MotorisierungAntriebLeistungDrehmomentGetriebePreis (inkl. MwSt.)
TDI quattro 220 kWV6, 3,0 l Diesel, MHEV plus220 kW (299 PS) + bis zu 18 kW580 Nm7-Gang S tronicab 77.250 Euro
e-hybrid quattro 270 kW4-Zyl., 1,984 l TFSI + E-Maschine270 kW (367 PS) Systemleistung500 Nm7-Gang S tronicab 80.250 Euro
Ein BMW 5er touring steht auf einem Händlerhof
Ein BMW 5er touring steht auf einem Händlerhof
BMW 5er Touring xDrive

Der BMW 5er Touring xDrive ist sportlicher ausgelegt – mit weniger Bodenfreiheit, aber hoher Fahrdynamik.

Verbrauch und Emissionen:

  • TDI: 6,4–5,8 l/100 km kombiniert; CO₂: 167–153 g/km; CO₂-Klasse: E–F
  • e-hybrid: 2,9–2,6 l/100 km (gewichtet kombiniert); Stromverbrauch: 16,2–15,7 kWh/100 km; CO₂: 67–59 g/km (gewichtet kombiniert); CO₂-Klasse: B; bei entladener Batterie: 7,7–7,2 l/100 km; CO₂-Klasse bei entladener Batterie: F

Empfehlung: Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist und selten lädt, ist mit dem V6 TDI besser bedient. Der Motor liefert 580 Nm Drehmoment, beschleunigt in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und zieht mit Anhängekupplung bis zu 2.500 Kilogramm.

Der e-hybrid lohnt sich vor allem für Vielfahrer mit regelmäßiger Lademöglichkeit: Bis zu 95 Kilometer elektrische Reichweite (WLTP kombiniert) können den Kraftstoffverbrauch im Alltag erheblich senken. Laden geht per Wechselstrom mit bis zu 11 kW; eine Vollladung dauert rund zweieinhalb Stunden.

Ein weißes Mercedes E-Klasse T-Modell steht in der Halle eines Händlers.
Ein weißes Mercedes E-Klasse T-Modell steht in der Halle eines Händlers.
Mercedes-Benz E-Klasse All-Terrain

Die Mercedes-Benz E-Klasse All-Terrain ist der direkte Konkurrent des A6 allroad, bietet aber weniger Kofferraumvolumen.

Welche Karosserie-Varianten gibt es?

Der Audi A6 allroad ist ausschließlich als erhöhter Avant (Kombi) erhältlich. Eine Limousinen- oder SUV-Variante gibt es nicht.

Zum Vergleich: Der aktuelle A6 Avant (C9) misst 1.875 Millimeter in der Breite ohne Außenspiegel. Der allroad legt mit seinem Breitbau entsprechend zu und steht sichtbar satter auf der Straße.

Abmessungen:

  • Länge: 5.016 mm
  • Breite: 1.986 mm (2.099 mm inkl. Außenspiegel)
  • Höhe: 1.479–1.508 mm (je nach Fahrwerksstellung)
  • Radstand: 2.930 mm
  • Kofferraumvolumen: 466–1.497 Liter (TDI); 404–1.423 Liter (e-hybrid)
  • Anhängelast: bis zu 2.500 kg (TDI), bis zu 2.000 kg (e-hybrid)
Blick auf den Kofferraum eines Audi A6 Allroad mit umgeklappten Sitzen.
Quelle: Audi
Mit umgeklappter Rücksitzlehne entsteht eine ebene Ladefläche ohne störende Stufen. Das ist praktisch für sperrige Outdoor-Ausrüstungen oder lange Gepäckstücke.

Welche Ausstattungs-Varianten und Extras sind empfehlenswert?

Der A6 allroad ist in einer Grundausstattung erhältlich, die bereits umfangreich liefert:

Serienausstattung (Auszug):

  • Allroad-spezifisches adaptives Luftfederfahrwerk
  • 19-Zoll-Räder (6-Arm, schwarz metallic), Reifen 265/45 R 19
  • LED-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten plus
  • Dachreling Schwarz
  • Elektrische Heckklappe
  • Audi MMI Panoramadisplay (11,9” Virtual Cockpit + 14,5” Touchdisplay)
  • Quattro-Antrieb
Innenansicht des Cockpits eines Audi A6 Allroad
Quelle: Audi
Das MMI-Panoramadisplay im Curved-Design fasst Virtual Cockpit und Touchdisplay zu einer durchgehenden Einheit zusammen. Physische Tasten sucht man hier weitgehend vergebens.

Empfehlenswerte Extras:

  • Digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technologie
    Projizieren Spur- und Orientierungslicht auf die Fahrbahn, warnen vor Glätte und blenden entgegenkommende Fahrzeuge gezielt aus. Klar empfehlenswert.
  • Allradlenkung
    Im e-hybrid serienmäßig, für den TDI optional. Verkürzt den Wendekreis um bis zu einen Meter – spürbar im Stadtverkehr und auf engen Bergstraßen.
  • Individualkontursitze mit Lüftung und Massage
    Auf langen Reisen ein echter Unterschied.
  • Vier-Zonen-Klimaautomatik
    Sinnvoll für Familien oder häufige Mitfahrer.
  • "Bang & Olufsen"-Premium-Soundsystem
    Lautsprecher in den Kopfstützen der Vordersitze ermöglichen gezieltes Routing von Navigationsansagen und Telefonaten.
  • 21-Zoll-Räder
    Optisch markant, aber auf Kosten des Federungskomforts – nur für überwiegend asphaltierte Strecken empfehlenswert.
  • Dachkorb (Audi Original Zubehör)
    Aluminium-Rahmenstruktur mit mattschwarzer Pulverbeschichtung, fünf Längsprofile für flexible Beladung.

Vor- und Nachteile

Pro

  • Serienmäßiges Luftfederfahrwerk mit Offroad-Modi
  • Erstmals als Plug-in-Hybrid mit bis zu 95 km elektrischer Reichweite
  • Deutlich breitere Karosserie für mehr Fahrstabilität
  • Quattro-Antrieb serienmäßig bei allen Varianten
  • Umfangreiches Infotainment mit KI-Sprachassistent
  • Hohe Anhängelast beim TDI (2.500 kg)
  • Individualisierungsmöglichkeiten durch Audi exclusive

Contra

  • Hoher Einstiegspreis ab 77.250 Euro
  • e-hybrid hat weniger Kofferraumvolumen (404 statt 466 Liter)
  • Kein Schnellladen (DC) – nur AC mit max. 11 kW
  • Allradlenkung beim TDI nur gegen Aufpreis
  • Komplexe Bedienung durch weitgehenden Verzicht auf physische Tasten
  • Verbrauch des TDI in CO₂-Klasse E–F
  • Gewicht durch Breitbau und Luftfederung erhöht

Einordnung: Generationen und Updates des Audi A6 allroad

Der Audi A6 allroad hat eine beachtliche Geschichte:

  • 1. Generation (C5, 1999–2005)
    Erstes Modell mit erhöhter Bodenfreiheit und Luftfederung auf Basis des A6 Avant. Erkennbar an den markanten Kunststoffverbreiterungen in Wagenfarbe.
  • 2. Generation (C6, 2006–2011)
    Dezenteres Design, weiterentwickeltes Fahrwerk. Erstmals mit V8-Diesel erhältlich.
  • 3. Generation (C7, 2012–2018)
    Deutlich modernisiertes Exterieur, stärkere Motorenpalette, erstmals mit Matrix-LED-Scheinwerfern (nach Facelift 2014).
  • 4. Generation (C8, 2019–2025)
    Vollständig neue Plattform, digitales Cockpit, 48-Volt-Mildhybrid-Technologie. Facelift 2023 mit überarbeiteten Scheinwerfern und aktualisiertem Infotainment.
  • 5. Generation (C9, ab 2026)
    Erstmals Breitbau (+110 mm gegenüber A6 Avant), erstmals Plug-in-Hybrid, MHEV-plus-Technologie beim V6 TDI, neues MMI-Panoramadisplay im Curved-Design, digitale OLED-Heckleuchten 2.0.
Heckansicht eines dunkelgrauen Audi A6 Allroad, der auf einem Schotterweg in einer bergigen Landschaft steht.
Quelle: Audi
Auf unbefestigten Wegen zeigt sich, wofür der allroad gebaut wurde: Das Luftfederfahrwerk hebt die Karosserie im Offroad-Modus um bis zu 35 Millimeter über das Normalniveau an.

Bekannte Probleme und Rückrufe

Da der neue A6 allroad (C9) erst ab Herbst 2026 ausgeliefert wird, liegen zum Redaktionsschluss (25. Juni 2026) noch keine Rückrufe oder bekannten Serienprobleme vor. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) führt für dieses Modell noch keine Einträge.

Aus der Vorgängergeneration (C8) sind folgende Schwächen bekannt, die bei der Kaufentscheidung für relevant sein können:

  • Softwareprobleme im MMI
    Abstürze und Neustarts des Infotainmentsystems wurden bei frühen C8-Modellen gemeldet; Audi hat mehrere Software-Updates per Over-the-Air-Update eingespielt.
  • Luftfederung
    Bei höheren Laufleistungen können Kompressor und Luftbälge verschleißen. Reparaturkosten können je nach Umfang mehrere tausend Euro betragen.
  • 48-Volt-Bordnetz
    Vereinzelte Probleme mit dem Riemenstartergenerator wurden aus dem C8 gemeldet.

Der A6 allroad e-hybrid gewinnt beim Bremsen bis zu 88 kW Leistung zurück. Das entspricht in etwa der Leistung eines Kleinwagens.

Fazit: Für wen lohnt sich der Audi A6 allroad?

Der neue A6 allroad ist ein Fahrzeug für Menschen, die keinen Kompromiss eingehen wollen: Sie brauchen den Platz eines Kombis, wollen aber nicht auf befestigte Straßen beschränkt sein.

Der V6 TDI ist die richtige Wahl für Vielfahrer, die häufig auf der Autobahn unterwegs sind, Anhänger ziehen oder in Regionen fahren, wo Ladeinfrastruktur dünn gesät ist. Mit 580 Nm Drehmoment und 2.500 Kilogramm Anhängelast ist er das zugkräftigere Modell.

Der e-hybrid lohnt sich für Pendler mit regelmäßiger Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz. Wer täglich unter 95 Kilometer fährt und regelmäßig lädt, hat gute Chancen, rein elektrisch unterwegs zu sein. Der Aufpreis von 3.000 Euro gegenüber dem TDI ist bei entsprechendem Nutzungsprofil schnell eingespielt.

Wer ein günstigeres Einstiegsmodell sucht, schaut sich besser beim Volvo V90 Cross Country oder beim BMW 5er Touring xDrive um. Wer aber das Gesamtpaket aus Geländetauglichkeit, Komfort, Konnektivität und Ladekapazität sucht, findet in der Klasse kaum eine vergleichbare Alternative.

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