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Collage aus vier Oldtimern: Mercedes-Benz 190 E in Rot, BMW 7er E32 in Schwarz und Jaguar XJ40 in Grau in Fahrt, sowie ein Audi V8 in Dunkelrot im Stand vor einem Privatjet.
Quelle: Mercedes-Benz, BMW, Jaguar, Audi | Collage: mobile.de
Mercedes 190 E, BMW 7er E32, Jaguar XJ40 und Audi V8: Vier Oberklasse-Limousinen, die einst ein Vermögen kosteten – heute sind sie für unter 10.000 Euro zu haben.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein gut gepflegter Wagen mit Wartungshistorie ist mehr wert.
  • Nicht nur der Kaufpreis zählt: Das Wartungsbudget sollte unbedingt eingeplant werden.
  • Rost ist bei vielen dieser Klassiker das größte Risiko.

Mercedes-Benz S-Klasse W126 (1979–1991)

Mercedes-Benz S-Klasse W126 in Dunkelblau bei der Fahrt auf einer Herbststraße, Frontansicht.
Quelle: Mercedes-Benz AG
Der W126 war in den 1980er-Jahren das Standardfahrzeug der bundesdeutschen Politik. Bundeskanzler Helmut Kohl ließ sein Exemplar erst ausmustern, als es mehr als 500.000 Kilometer auf dem Tacho hatte.

Die S-Klasse der Baureihe 126 von Mercedes-Benz wurde von 1979 bis 1991 gebaut und zählt bis heute zu den meistgebauten Oberklasselimousinen der Welt. Rund 892.000 Exemplare verließen das Werk in Sindelfingen.

Das von Bruno Sacco gezeichnete Fahrzeug überzeugt mit:

  • einer zeitlos sachlichen Karosserie,
  • einem cw-Wert von 0,36 und
  • einem breiten Motorangebot, das vom 2,6-Liter-Reihensechszylinder bis zum 5,6-Liter-V8 reicht.

Geeignet für

  • Langstreckenfahrer, Liebhaber zeitloser Eleganz, Technikhistoriker

Nicht geeignet für

  • Stadtfahrer mit engem Parkraum, Käufer ohne Werkstattbudget, Personen, die niedrige Unterhaltskosten erwarten

Der W126 war in den Jahren 1989 und 1990, also mehr als zehn Jahre nach seiner Markteinführung, die beliebteste Oberklasselimousine in Deutschland.

Vorteile

  • Außergewöhnlich hohe Verarbeitungsqualität und Langlebigkeit
  • Breites Motorangebot vom sparsamen Sechszylinder bis zum V8
  • Zahlreiche Sicherheitsinnovationen, darunter serienmäßiger Fahrerairbag ab 1981

Nachteile

  • Hoher Kraftstoffverbrauch, besonders bei den V8-Modellen
  • Ersatzteile für Sonderschutzversionen und seltene Motorvarianten schwer zu beschaffen
  • Rostanfälligkeit an Schwellern und Radläufen bei schlecht gepflegten Exemplaren
Ein schwarzer Mercedes steht auf einer Verkaufsfläche.
Ein schwarzer Mercedes steht auf einer Verkaufsfläche.
Mercedes-Benz W126

Die Mercedes S-Klasse W126 gilt als eines der solidesten Oberklasse-Modelle seiner Zeit und überzeugt bis heute mit robuster Technik.

BMW 7er (E32, 1986–1994)

BMW 730i dreiviertel-frontansicht
Quelle: BMW
Es muss kein Zwölfzylinder sein: Auch ein BMW 730i oder 740i der Baureihe E32 bietet viel Fahrspaß

Der BMW E32 wurde im September 1986 vorgestellt und bis 1994 rund 310.000-mal gebaut. Chefdesigner Claus Luthe und der italienische Designer Ercole Spada zeichneten eine Karosserie, die mit ihren charakteristischen L-förmigen Rückleuchten bis heute als Designikone gilt.

Technisch setzte der E32 Maßstäbe: Er bot als erstes deutsches Nachkriegsauto einen Zwölfzylindermotor (750i, 220 kW/300 PS), dazu optional Xenon-Licht, elektronisches Fahrwerk (EDC) und eine hydropneumatische Niveauregulierung.

Geeignet für

  • Technikbegeisterte, Vielfahrer auf der Autobahn, Fans des klassischen BMW-Designs

Nicht geeignet für

  • Käufer mit kleinem Wartungsbudget, Stadtpendler, Personen ohne Zugang zu einer spezialisierten Werkstatt

Der E32 war das erste Serienfahrzeug weltweit, das ab 1991 Xenon-Licht als Sonderausstattung anbot.

Vorteile

  • Markante Karosserie mit hohem Wiedererkennungswert
  • Breite Motorpalette von R6 über V8 bis V12
  • Guter Korrosionsschutz ab Werk, langlebige Motoren

Nachteile

  • Verschleißanfälliges Fahrwerk, regelmäßige Inspektion notwendig
  • Hoher Spritverbrauch, besonders beim 750i
  • Ersatzteile für V12-Modelle zunehmend teuer
Ein silberner BMW E32 steht auf einem Platz.
Ein silberner BMW E32 steht auf einem Platz.
BMW 7er E32

Bayerischer Bolide für kleines Geld: In der Baureihe E32 verbaute BMW erstmals auch einen 5-Liter-V12-Motor.

Audi V8 (1988–1994)

Audi V8 in Dunkelrot, seitliche Studioaufnahme auf einem Flughafenvorfeld, im Hintergrund ein Privatjet.
Quelle: Audi
Der Audi V8 war beim Erscheinen rund 30 Prozent teurer als vergleichbare Basismodelle von Mercedes-Benz und BMW. Sein quattro-Allradantrieb war in der Klasse damals ohne Konkurrenz.

Der Audi V8 (Typ D11) war von 1988 bis 1994 Audis erstes Fahrzeug in der automobilen Oberklasse und gleichzeitig die erste Oberklasselimousine weltweit mit serienmäßig permanentem Allradantrieb.

Unter der Haube arbeitete ein neu entwickelter 32-Ventil-Achtzylinder mit anfangs 3,6 Litern Hubraum und 184 kW (250 PS). Ab 1992 war auch eine 4,2-Liter-Version mit 206 kW (280 PS) erhältlich.

Die vollverzinkte Karosserie und die Aluminiumkonstruktion des Motors zeigen, dass Audi damals keine Kosten scheute. Der Grundpreis lag bei knapp 100.000 D-Mark.

Geeignet für

  • Allrad-Fans, Liebhaber seltener Fahrzeuge, technikaffine Schrauber mit Erfahrung

Nicht geeignet für

  • Käufer ohne Ersatzteilgeduld, Personen mit kleinem Reparaturbudget, Alltagsfahrer

Laut Kraftfahrtbundesamt waren am 1. Januar 2022 noch 1.067 Audi V8 in Deutschland zugelassen.

Vorteile

  • Permanenter Allradantrieb quattro – damals einzigartig in der Klasse
  • Vollverzinkte Karosserie mit gutem Langzeitschutz
  • Serienmäßig üppig ausgestattet, inklusive Klimaautomatik und Ledersitzen

Nachteile

  • Geringe Stückzahl (rund 21.000 Exemplare) erschwert Ersatzteilsuche
  • UFO-Bremsen der ersten Generation sind wartungsintensiv und teuer
  • Optische Verwandtschaft mit dem Audi 200 minderte den Wiedererkennungswert
Audi V8 Seitenansicht
Audi V8 Seitenansicht
Audi V8

Der Audi V8 war das erste Modell der Marke mit Achtzylinder-Motor und markierte den Einstieg in die Oberklasse.

Opel Senator (1978–1993)

Opel Senator Frontansicht
Quelle: Opel
Opels Flaggschiff hieß bis 1993 Senator.

Der Opel Senator war von 1978 bis 1993 das Flaggschiff der Marke und erschien in zwei Generationen:

  1. Der Senator A (1978–1986) setzte auf einen 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit bis zu 132 kW (180 PS).
  2. Der Senator B (1987–1993) erhielt ab 1989 einen 3,0-Liter-24-Ventiler mit 150 kW (204 PS).

Beide Generationen bieten ein großzügiges Raumangebot, Hinterradantrieb und – in der CD-Ausstattung – serienmäßig Klimaanlage, Automatikgetriebe und Sitzheizung.

Der Senator B überzeugte Fachmedien mit einem cw-Wert von 0,30 und einem komfortablen, sicheren Fahrwerk.

Geeignet für

  • Familien mit Platzbedarf, Schnäppchenjäger, Fahrer, die Hinterradantrieb schätzen

Nicht geeignet für

  • Personen, die einen niedrigen Verbrauch wünschen, Menschen ohne Geduld bei der Ersatzteilsuche

Der Opel Senator B ist der letzte große Hecktriebler, den Opel je gebaut hat: ein Alleinstellungsmerkmal, das ihn für Sammler interessant macht.

Vorteile

  • Großzügiges Platzangebot, besonders im Fond
  • Solide Technik mit gutem Ruf bei Fachmedien
  • Günstiger Einstiegspreis auf dem Gebrauchtmarkt

Nachteile

  • Fehlende Markenausstrahlung gegenüber BMW und Mercedes-Benz
  • Ähnlichkeit mit dem Opel Omega A kann Käufer abschrecken
  • Kaum noch Spezialisten für Senator-spezifische Technik zu finden
Ein roter Opel Senator steht auf einem Parkplatz
Ein roter Opel Senator steht auf einem Parkplatz
Opel Senator

Fast 130.000 Exemplare wurden zwischen 1978 und 1986 von Opels Spitzenmodell, dem Senator A, gefertigt.

Ford Granada (1972–1985)

Ford Granada dreiviertel-frontansicht
Quelle: Ford
Der Ford Granada gilt als letzter Straßenkreuzer aus Köln.

Der Ford Granada wurde von 1972 bis 1985 in Köln und Dagenham gebaut. Knapp 1,62 Millionen Exemplare rollten vom Band.

Als Limousine, Kombi (Turnier) und Coupé erhältlich, bot er ein für seine Zeit außergewöhnliches Raumangebot und eine gehobene Ausstattung. Dies galt besonders für die Ghia-Linie mit Klimaanlage und V6-Motor.

Die Technik ist überschaubar und für Hobbyschrauber gut zugänglich, solange man den Rost im Blick behält.

Geeignet für

  • Hobbyschrauber, Nostalgiker, Familien mit Platzbedarf und kleinem Budget

Nicht geeignet für

  • Käufer ohne Schrauberkenntnisse, Personen, die auf moderne Sicherheitsausstattung angewiesen sind

Der Ford Granada war Anfang der 1970er-Jahre das erste Modell aus einer Kooperation der deutschen und britischen Ford-Entwicklungsabteilungen.

Vorteile

  • Einfache, robuste Technik – gut für Selbstschrauber geeignet
  • Großes Raumangebot, auch als geräumiger Kombi erhältlich
  • Breites Motorangebot von Vierzylinder bis 3,0-Liter-V6

Nachteile

  • Erhebliche Rostanfälligkeit, besonders an Schwellern und Bodengruppe
  • Ersatzteilversorgung durch Brand des zentralen Lagers 1977 eingeschränkt
  • Kein modernes Sicherheitsniveau, kein ABS oder Airbag
Ein blauer Ford Granada steht auf einem Platz.
Ein blauer Ford Granada steht auf einem Platz.
Ford Granada

Sechs Zylinder für die breite Masse: Knapp 1,6 Millionen Exemplare schickte Ford zwischen 1972 und 1985 auf die Straßen.

Jaguar XJ 40 (1986–1994)

Jaguar XJ 40 dreiviertel-frontansicht
Quelle: Jaguar
Unter den klassischen Jaguars ist der XJ 40 die günstigste Oberklasse-Limousine.

Der Jaguar XJ40 wurde im Oktober 1986 als Nachfolger des klassischen XJ Serie 3 vorgestellt und bis 1994 gebaut. Er führte das traditionelle Jaguar-Design mit klassischen Proportionen, Holz, Metall und Leder fort. Technisch war der XJ40 eines der ambitioniertesten Fahrzeuge seiner Zeit.

Der Aluminium-Sechszylinder AJ6 mit 3,6 Litern Hubraum (später 4,0 Liter) und zwei obenliegenden Nockenwellen leistete bis zu 220 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ab 1993 war auch ein 6,0-Liter-V12 mit 229 kW erhältlich.

Geeignet für

  • Liebhaber britischer Eleganz, Sammler, Fahrer mit Sinn für Stil und Komfort

Nicht geeignet für

  • Personen ohne Werkstattbudget, Alltagspendler, Käufer, die Zuverlässigkeit über alles stellen

Der XJ40 war das erste Jaguar-Modell mit der praktischen J-Gate-Automatik, die eine separate Gasse für die manuelle Gangwahl bietet. Damals war das eine Weltneuheit.

Vorteile

  • Edles Interieur mit Echtholz und Leder in hoher Qualität
  • Charakterstarkes Design mit klarer Jaguar-Identität
  • Breite Modellpalette – von der Basisversion XJ6 bis zum Spitzenmodell Daimler und dem sportlichen XJR

Nachteile

  • Frühe Baujahre (bis 1989) mit Qualitätsproblemen bei der Elektronik
  • Wartung und Ersatzteilbeschaffung aufwendig und teuer
  • Hoher Kraftstoffverbrauch, besonders beim V12
Jaguar XJ40
Jaguar XJ40
Jaguar XJ40

Mit dem XJ40 startete die XJ-Reihe 1986 in die vierte Generation. Den XJ40 haben die Briten von Grund auf neu konstruiert.

Mercedes-Benz 190 E (W201) (1982–1993)

Mercedes-Benz 190 E W201 in Rot, dynamische Seitenaufnahme in Bewegung vor grüner Landschaft.
Quelle: Mercedes-Benz
Der W201 war das erste Mercedes-Modell, bei dem der Hersteller außer am Kühlergrill vollständig auf Chromschmuck verzichtete: ein bewusster Stilbruch mit der Tradition.

Der Mercedes-Benz W201 war der erste Mercedes der Mittelklasse. Von 1982 bis 1993 wurden mehr als 1,8 Millionen Exemplare gebaut.

Der W201 führte die innovative Raumlenker-Hinterachse ein und bot einen cw-Wert von 0,33.

Das Motorangebot reichte vom 1,8-Liter-Vierzylinder bis zum 2,6-Liter-Reihensechszylinder, die Sportversion 190 E 2.5-16 mit Cosworth-Zylinderkopf leistete 143 kW (195 PS).

Der W201 gilt als einer der zuverlässigsten Mercedes seiner Ära.

Geeignet für

  • Einsteiger in die Oldtimerwelt, Vielfahrer mit Blick auf Zuverlässigkeit, Fans des klassischen Mercedes-Designs

Nicht geeignet für

  • Käufer, die viel Komfort und Ausstattung erwarten, Personen, die auf E10-Kraftstoff setzen wollen

Das Topmodell 190 E 3.2 AMG mit 172 kW (234 PS) wurde ab 1992 über offizielle Mercedes-Händler verkauft: einer der ersten AMG-Verträge dieser Art.

Vorteile

  • Hervorragende Langzeitstabilität und Zuverlässigkeit
  • Breite Ersatzteilversorgung durch hohe Stückzahl
  • Zeitloses, schlichtes Design ohne Chromüberladung

Nachteile

  • Sportversionen (2.3–16, 2.5–16) mittlerweile deutlich teurer als einfache Modelle
  • Einfache Ausstattung in Basisversionen – wenig Komfort für eine Limousine
  • Nicht für E10-Kraftstoff geeignet (gilt für mehrere Motorvarianten)
Schwarzer Mercedes W201 vor weißer Wand
Schwarzer Mercedes W201 vor weißer Wand
Mercedes 190E

Der Mercedes 190E gilt als kompakte Einstiegsklasse der Marke und legte mit seiner Bauweise den Grundstein für die spätere C-Klasse.

Technische Daten im Überblick

ModellAntriebLeistungDrehmomentNeupreis (ca.)Gebraucht (ca., 2026)
Mercedes S-Klasse W126 (300 SE)Benzin, Hinterrad138 kW (188 PS)k. A.ca. 60.000–80.000 DM3.000–9.000 Euro
BMW 7er E32 (735i)Benzin, Hinterrad155 kW (211 PS)305 Nm bei 4.000/minca. 80.000–100.000 DM2.500–9.000 Euro
Audi V8 (3.6)Benzin, Allrad184 kW (250 PS)340 Nm bei 4.000/minca. 98.700 DM3.000–9.500 Euro
Opel Senator B (3.0i 24V)Benzin, Hinterrad150 kW (204 PS)270 Nm bei 3.600/minca. 50.000–60.000 DM2.000–7.000 Euro
Ford Granada (2.8i Ghia)Benzin, Hinterradca. 118 kW (160 PS)k. A.ca. 25.000–35.000 DM1.500–6.000 Euro
Jaguar XJ40 (XJ6 3.6)Benzin, Hinterradca. 147 kW (200 PS)k. A.ca. 70.000–90.000 DM2.000–8.500 Euro
Mercedes 190 E (W201, 2.3)Benzin, Hinterrad100 kW (136 PS)205 Nm bei 3.500/minca. 30.000–40.000 DM2.000–9.000 Euro

Lohnt sich der Kauf eines Oldtimers unter 10.000 Euro?

Ja, aber nur mit realistischen Erwartungen. Fahrzeuge wie der Mercedes W126 oder der BMW E32 bieten ein Niveau an Komfort, Platz und Ausstattung, das viele aktuelle Kleinwagen nicht erreichen.

Wer ein gut gepflegtes Exemplar mit lückenloser Wartungshistorie findet, kann viele Jahre Freude daran haben. Allerdings sollte man das Budget nicht nur für den Kaufpreis einplanen.

Ältere Fahrzeuge benötigen eine regelmäßige Wartung. Ersatzteile für seltene Modelle wie den Audi V8 können teuer werden. Wer handwerklich begabt ist oder eine vertrauenswürdige Werkstatt kennt, ist klar im Vorteil.

Auch die Versicherungskosten spielen eine Rolle. Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind und ein Oldtimer-Kennzeichen (H-Kennzeichen) tragen, profitieren oft von günstigeren Versicherungstarifen. Das setzt jedoch voraus, dass das Fahrzeug in einem guten Originalzustand ist.

Wer ein Fahrzeug vor allem als Alltagsauto nutzen möchte, sollte auf Modelle mit guter Ersatzteilversorgung setzen.

Welche Kosten kommen nach dem Kauf auf mich zu?

Die laufenden Kosten hängen stark vom Modell und Zustand des Wagens ab. Grundsätzlich gilt: Je seltener das Fahrzeug ist, desto teurer sind die Ersatzteile.

Der Audi V8 etwa ist für hohe Reparaturkosten bekannt: Ein neuer Motor kostete in den frühen 1990er-Jahren bereits 20.000 D-Mark.

Für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen entfällt die Hauptuntersuchung nicht, sie bleibt alle zwei Jahre fällig.

Kraftstoffkosten sind bei großvolumigen Motoren wie dem 5,0-Liter-V12 des BMW 750i oder dem 5,6-Liter-V8 des Mercedes 560 SEL erheblich. Wer sparsamer unterwegs sein möchte, greift besser zu einem Sechszylindermodell.

Hinzu kommen mögliche Kosten für die Oldtimer-Begutachtung, falls man ein H-Kennzeichen beantragen möchte. Das Fahrzeug muss dafür in einem weitgehend originalen Zustand sein.

Faustregel zum Wartungsbudget

Das Wartungsbudget sollte jährlich mindestens zehn bis 15 Prozent des Kaufpreises betragen.

Bei einem Fahrzeug für 5.000 Euro wären das also 500 bis 750 Euro pro Jahr: ein realistischer Richtwert für gut gepflegte Exemplare mit überschaubarem Reparaturbedarf.

Wer allerdings ein vernachlässigtes Fahrzeug günstig erwirbt, sollte deutlich mehr einplanen.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Oldtimers achten?

Der wichtigste Punkt ist der Zustand der Karosserie. Rost ist bei vielen dieser Fahrzeuge das größte Problem. Das gilt vor allem für den Ford Granada und den Jaguar XJ40.

Eine gründliche Sichtprüfung an Schwellern, Radläufen, Bodengruppe und Kofferraum ist Pflicht. Im Zweifel lohnt sich eine Hebebühneninspektion.

Ebenso wichtig ist die Wartungshistorie. Ein Fahrzeug mit lückenlosem Scheckheft und nachvollziehbaren Reparaturnachweisen ist deutlich wertvoller als ein günstiges Exemplar ohne Belege.

Besonders bei Fahrzeugen mit komplexer Elektronik, wie dem Jaguar XJ40 der frühen Baujahre, können versteckte Defekte teuer werden.

Schließlich sollte man sich über die Ersatzteilsituation informieren, bevor man kauft. Wer sich unsicher ist, findet in Markenclubs und Fachforen wertvolle Hinweise von erfahrenen Besitzern.

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