Am 14. November 1899 gründet August Horch in Köln-Ehrenfeld die A. Horch & Cie., die Anfang 1901 ihr erstes Auto
auf den Markt bringt. Im Jahr darauf folgt die Umsiedelung nach Reichenbach in Sachsen. 1904 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die nun den Namen A. Horch & Cie. Motorwagen-Werke AG trägt. Dieser Vorgang ist mit einer erneuten Umsiedelung verbunden, diesmal nach Zwickau. Im Jahr 1909 kommt es zum Streit zwischen dem Aufsichtsrat und August Horch, woraufhin dieser seine Firma verlässt und am 16.07. desselben Jahres die Horch Automobil-Werke GmbH gründet, ebenfalls in Zwickau. Er verliert jedoch den anschließenden Rechtsstreit um den Namen Horch und behilft sich, indem er ihn einfach ins Lateinische übersetzt: Der Name Audi
(horche/höre) war geboren und ab dem 25.04.1910 rechtswirksam.
Ein wichtiges Datum in der wechselvollen Firmengeschichte ist der 29.06.1932: An diesem Tag schließen sich die vier sächsischen Automarken Audi, DKW, Horch und Wanderer zur Auto Union AG mit Sitz in Zwickau zusammen. Diese Fusion
wird im heutigen Audi-Firmenlogo mit seinen vier ineinander übergehenden Ringen sinnbildlich dargestellt. Bis Mitte der 30er Jahre entwickelt sich die Auto Union AG zum bedeutendsten Fahrzeuglieferanten der Wehrmacht; ab 1940, nach Ausbruch des Krieges, wird ausschließlich für Rüstungszwecke produziert.
Auf Befehl der sowjetischen Militäradministration werden die Werke unmittelbar nach Kriegsende demontiert, das gesamte Vermögen des Unternehmens wird enteignet. Am 17.08.1948 wird die Auto Union AG aus dem Handelsregister gelöscht, doch schon ein Jahr später, am 03.09.1949, erfolgt die Gründung der Auto Union GmbH im bayerischen Ingolstadt.
Ab 1958 ist die Auto Union ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Daimler-Benz AG und wird 1965 von der Volkswagen
AG übernommen. 1969 schließt sich die Auto Union mit dem Auto- und Motorradhersteller NSU
zusammen, der kurz zuvor von VW übernommen wurde. Es entsteht die Audi NSU Auto Union AG mit Sitz in Neckarsulm.
Der erste Audi 100 läuft 1968 vom Band, der Audi 80 folgt vier Jahre darauf. Ein Novum auf dem Automobilmarkt ist der 1980 erstmals präsentierte Audi Quattro
, ein sportliches Coupé, das mit einem permanenten Allradantrieb
ausgestattet ist; ein solcher war bis dato Geländewagen und LKW
vorbehalten. Nach weltweiten Erfolgen im Motorsport findet der Allradantrieb nach und nach Eingang in die gesamte Audi-Modellpalette. 1982 erscheint die dritte Generation des Audi 100, die ab 1985 eine vollverzinkte Karosserie aufweist, ebenso wie die dritte Generation des Audi 80, die 1986 auf den Markt kommt. 1985 wird das Unternehmen in Audi AG umbenannt und der Firmensitz von Neckarsulm nach Ingolstadt verlegt. 1988 schafft Audi mit dem neuen V8 den Einstieg in die automobile Oberklasse, 1994 folgt der A8
. Die neue Nomenklatur schlägt sich in allen Modellreihen nieder: Der Nachfolger des Audi 80 heißt jetzt A4
, aus dem Audi 100 wird der A6
. 1996 präsentiert Audi den A3
und ist damit erstmals in der Kompaktklasse vertreten, 1998 folgt das extravagante Sportcoupé Audi TT
und zwei Jahre später der Kleinwagen
A2
mit einer Karosserie, die komplett aus Aluminium besteht.
Die Audi AG verfügt heute über Produktionsstandorte in sechs Ländern auf drei Kontinenten. Das aktuelle Neuwagen
-Angebot umfasst die Modelle A3 (der auch als Sportback
und Cabrio
angeboten wird), A4 (auch als Avant
), A5
Coupe
und Cabrio , A6 (auch als Avant), A8, TT, TTS
Coupe und Roadster
sowie den Allroad Quattro
, einen Offroad- Kombi
. Der A4 ist als Limousine
, Avant (Kombi) und Cabrio erhältlich, außerdem gibt es die Sportwagen
S3
, S4
, S6
und den R8
. Das Luxusmodell A8 ist auch als Langversion und mit Zwölfzylinder-Motor erhältlich, den TT gibt es auch als Roadster. Neben dem SUV
Audi Q7
bildet der Audi Q5 die Geländewagen Sparte der Ingolstädter, ein Audi Q3 soll bereits in Planung sein.
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