Vorsicht: Fahrzeughistorie-Report auf Kosten von privaten Verkäufern
Privatverkäufer, die ihr Auto selbst online anbieten, werden aktuell Opfer eines neuen Betrugsmusters. Der Verkäufer soll dazu gedrängt werden, Geld an eine unbekannte Webseite zu überweisen, die angeblich einen Report der Fahrzeughistorie erstellt.
Die Masche ist simpel, aber effektiv: Ein vermeintlicher Interessent meldet sich und bekundet ernsthaftes Interesse. Im Verlauf des Kontakts fordert er den Verkäufer auf, einen Fahrzeughistorie-Report bereitzustellen – angeblich, um sicherzugehen, dass mit dem Fahrzeug alles in Ordnung ist.
Dieser Report soll aber nicht von TÜV, DEKRA oder Carfax stammen, sondern von einem unbekannten Anbieter. Der Verkäufer wird aufgefordert, die Kosten dafür selbst zu tragen und den Report anschließend zu übermitteln. Der Preis für den Report liegt meist zwischen 20 und 50 Euro. Doch sobald der Report erstellt und bezahlt ist, bricht der angebliche “Käufer“ den Kontakt ab. Das Geld ist verloren – ein Kauf war nie geplant.
Woran erkennst du die Betrugsmasche?
Ungewöhnliche Forderung: Seriöse Interessenten werden nicht auf einen Report eines unbekannten Anbieters bestehen.
Druck und Dringlichkeit: Der “Interessent“ drängt auf schnelle Erstellung des Reports.
Unbekannte Webseiten: Die Anbieter, die den Report erstellen sollen, sind keine bekannten Anbieter wie TÜV, DEKRA oder Carfax, sondern unbekannte Webseiten.
Lass dich nicht zu Zahlungen auf einer unbekannten Webseite drängen.
Wenn du einen Report erstellen willst, nutze bekannte, etablierte Anbieter dafür.
Brich den Kontakt ab, wenn der Interessent ungewöhnliche Forderungen stellt oder versucht, dich unter Druck zu setzen.
Melde verdächtige Vorfälle mobile.de und ggf. der Polizei.
Bleibe wachsam und lass dich nicht zu Zahlungen verleiten. Seriöse Interessenten akzeptieren auch Berichte bekannter Prüforganisationen – oder übernehmen die Kosten selbst.