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Eine Collage aus vier Fahrzeugen. Ein Toyota Hilux, ein VW Touareg, ein Ford Raptor und ein Porsche Cayenne
Quelle: Toyota, VW, Ford, Porsche | Collage: mobile.de
Pick-ups und SUVs ziehen mühelos Boote, Pferdeanhänger oder Baumaschinen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Für Anhänger mit 3.500 kg brauchst du mindestens den Führerschein der Klasse BE.
  • Pick-ups eignen sich für harte Einsätze, SUVs bieten mehr Komfort auf Langstrecken.
  • Gebrauchte Zugfahrzeuge können sich lohnen – achte aber auf den Zustand von Kupplung und Hinterachse.

Wer schwere Anhänger bewegen will, braucht mehr als nur eine starke Kupplung. Hier erfährst du, welcher Pick-up sich wirklich lohnt, welches SUV auf der Langstrecke glänzt – und worauf du beim Gebrauchtkauf unbedingt achten musst.

Wir zeigen dir sieben Modelle, die bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen und dabei keine Schwäche zeigen.

Ford Ranger

Ein weißer Ford Ranger zieht einen kleinen Bagger auf einem Anhänger.
Quelle: Ford
Bereits seit 1982 ist der Ford Ranger auf dem Markt und zählt zu den meistverkauften Pick-ups in Deutschland.

Geeignet für

  • Handwerker, Offroad-Fans und alle, die regelmäßig schwere Anhänger ziehen

Weniger geeignet für

  • Stadtbewohner ohne Stellplatz sowie Fahrer, die Wert auf Pkw-ähnlichen Komfort legen.

Der Ford Ranger der vierten Generation ist ein robuster Pick-up, der mit seinem 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel und bis zu 3.500 kg Anhängelast zu den stärksten Zugpferden seiner Klasse gehört.

In der Topversion Wildtrak oder Platinum bietet er zudem ein modernes Cockpit mit großem Touchscreen und ein markantes, kantiges Design.

Vorteile

  • Offroad-taugliches Fahrwerk mit Leiterrahmen und zuschaltbarem Allradantrieb
  • Große, vielseitig nutzbare Ladefläche
  • Hohe Wattiefe von bis zu 800 mm

Nachteile

  • Sperrige Abmessungen erschweren das Manövrieren in der Stadt
  • Vergleichsweise hoher Verbrauch im Alltag
  • Komfortniveau auf der Hinterachse bei Leerfahrten eingeschränkt
Ein grauer Ford Ranger steht in einem Autohaus.
Ein grauer Ford Ranger steht in einem Autohaus.
Ford Ranger

Kein Pick-up verkauft sich besser in Deutschland. Den Ranger hat Ford 2022 in einer neuen Generation auf die Straße gebracht.

Toyota Hilux

Ein schwarzer Toyota Hilux steht auf einer Schotterfläche.
Quelle: Toyota
Der Name Hilux leitet sich von "High Luxury" ab und sollte ursprünglich auf den Komfort des Fahrzeugs hinweisen.

Geeignet für

  • Land- und Forstwirte, Globetrotter und alle, die ein nahezu unkaputtbares Zugfahrzeug brauchen

Weniger geeignet für

  • Fahrer, die ein modernes, digitales Cockpit und hohen Fahrkomfort erwarten

Der Toyota Hilux gilt als einer der unverwüstlichsten Pick-ups überhaupt. Er bringt mit seinem 2,8-Liter-Turbodiesel genug Kraft mit, um 3.500 kg zu ziehen.

Seine gute Zuverlässigkeit und der robuste Leiterrahmen machen ihn zum Favoriten bei Fahrern, die ein Arbeitstier suchen.

Vorteile

  • Gute Langlebigkeit und Zuverlässigkeit
  • Bewährter Allradantrieb mit Untersetzungsgetriebe
  • Hoher Wiederverkaufswert

Nachteile

  • Innenraum wirkt im Vergleich zur Konkurrenz etwas schlicht
  • Federungskomfort auf Asphalt gewöhnungsbedürftig
  • Infotainmentsystem nicht auf dem neuesten Stand
Toyota Hilux
Toyota Hilux
Toyota Hilux

In vielen Ländern der Welt ist der Hilux das meistverkaufte Fahrzeug – seine Robustheit hat ihm einen fast mythischen Ruf eingebracht. Entdecke Modelle und Ausführungen.

VW Amarok

Ein dunkelroter VW Amarok steht auf einem Feldweg vor einem Wald.
Quelle: VW Nutzfahrzeuge
Der Amarok war 2010 der erste Pick-up eines deutschen Herstellers.

Geeignet für

  • Fahrer, die Pick-up-Funktionalität mit Premium-Anspruch kombinieren wollen

Weniger geeignet für

  • Preisbewusste Käufer, die reine Nutzfahrzeug-Eigenschaften suchen

Der aktuelle VW Amarok (ab 2023) teilt sich die Plattform mit dem Ford Ranger, setzt aber auf ein eigenständiges, markentypisches Design mit der charakteristischen VW-Front.

Mit dem V6 3,0 TDI und bis zu 3.500 kg Anhängelast verbindet er Nutzfahrzeug-Tugenden mit Pkw-Komfort.

Vorteile

  • Hochwertiger Innenraum mit modernem Infotainment
  • Permanenter oder zuschaltbarer Allradantrieb je nach Motorisierung
  • Guter Federungskomfort für einen Pick-up

Nachteile

  • Deutlich teurer als der technisch verwandte Ford Ranger
  • Ersatzteilpreise auf VW-Niveau
  • Übersichtlichkeit durch die breite Karosserie eingeschränkt
Ein blauer VW Amarok vor einer Garage.
Ein blauer VW Amarok vor einer Garage.
VW Amarok

Der Amarok ist einer der wenigen Pick-ups, der mit einem V6-Turbodiesel erhältlich ist – das macht ihn zum souveränen Zugfahrzeug im Segment.

VW Touareg

Ein grauer VW Touareg zieht auf einer Landstraße einen Pferdeanhänger.
Quelle: VW
Der VW Touareg ist das Oberklasse-SUV von Volkswagen. Es kam 2002 als erstes SUV der Marke auf den Markt.

Geeignet für

  • Wohnwagen-Fahrer, Pferdebesitzer und Langstreckenfahrer mit hohem Komfortanspruch

Weniger geeignet für

  • Sparfüchse und Fahrer, die ein kompaktes Alltagsauto suchen

Der VW Touareg ist ein luxuriöses SUV, das mit bis zu 3.500 kg Anhängelast und serienmäßiger Luftfederung schwere Lasten souverän bewegt.

Sein 3,0-Liter-V6-TDI mit bis zu 210 kW (286 PS) sorgt für mühelosen Vortrieb, auch mit großem Wohnwagen am Haken.

Vorteile

  • Serienmäßige Luftfederung sorgt für Niveauregulierung beim Ziehen
  • Sehr komfortables und leises Reisen auf Langstrecken
  • Umfangreiche Assistenzsysteme inklusive Trailer Assist

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis, besonders in gehobenen Ausstattungslinien
  • Hohe Unterhaltskosten (Versicherung, Steuer, Wartung)
  • Wegen niedrigem Leergewicht nicht für alle Anhänger zugelassen
Ein schwarzer VW Touareg steht in einem Autohaus.
Ein schwarzer VW Touareg steht in einem Autohaus.
VW Touareg

Der Touareg verfügt über einen optionalen Trailer Assist, der das Rückwärtsrangieren mit Anhänger per Drehregler erleichtert. Jetzt Modelle entdecken.

Audi Q7

Ein dunkelblauer Audi Q7 fährt auf einer kurvigen Bergstraße.
Quelle: Audi
Nicht nur im Ziehen ist der Audi Q7 stark: Mit fast 2.000 Liter Kofferraumvolumen lässt sich im SUV auch reichlich verstauen.

Geeignet für

  • Große Familien, die ein Premium-SUV mit maximaler Anhängelast suchen

Weniger geeignet für

  • Fahrer mit kleinem Budget oder wenig Platzbedarf

Der Audi Q7 ist das Zugpferd im Audi-Portfolio und schafft mit seinem 3,0-Liter-V6-Mild-Hybrid-Diesel und quattro-Allradantrieb ebenfalls die vollen 3.500 kg Anhängelast. Mit bis zu sieben Sitzen und einem riesigen Kofferraum ist er zudem ein echtes Familienauto.

Vorteile

  • Bis zu sieben Sitzplätze für die ganze Familie
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität und edles Interieur
  • Adaptive Luftfederung optional verfügbar

Nachteile

  • Hoher Anschaffungspreis ab rund 72.000 Euro
  • Hoher Verbrauch, besonders mit Anhänger
  • 3,5-Tonnen-Anhängerlast nur mit adaptiver Luftfederung verfügbar
Weißer Audi-SUV mit Chromgrill und LED-Scheinwerfern, schräg von vorn fotografiert, vor neutralem Hintergrund.
Weißer Audi-SUV mit Chromgrill und LED-Scheinwerfern, schräg von vorn fotografiert, vor neutralem Hintergrund.
Audi Q7

Der Q7 teilt sich die MLB-evo-Plattform mit dem VW Touareg und dem Porsche Cayenne – technisch sind die drei also eng verwandt. Jetzt günstige Q7-Modelle entdecken.

BMW X6

Ein türkisfarbener BMW X6 fährt auf einer Landstraße.
Quelle: BMW
Anfangs von vielen belächelt – heute oft kopiert: Der X6 war eines der ersten SUV-Coupés.

Geeignet für

  • Fahrer, die Sportlichkeit und Zugkraft in einem Fahrzeug vereinen wollen

Weniger geeignet für:

  • Praktiker, die maximalen Laderaum und Übersichtlichkeit brauchen

Der BMW X6 ist das sportliche SUV-Coupé aus München. Es überrascht mit einer Anhängelast von bis zu 3.500 kg trotz seiner coupéhaften Dachlinie.

Mit dem M50d oder dem xDrive40d bietet er kraftvolle Dieselmotoren, die auch schwere Anhänger mühelos beschleunigen.

Vorteile

  • Sportliches Fahrverhalten dank adaptivem Fahrwerk und Hinterachslenkung
  • Kraftvolle Reihensechszylinder-Motoren mit viel Drehmoment
  • Markantes, eigenständiges Design

Nachteile

  • Eingeschränkter Kofferraum durch die flache Dachlinie
  • Sehr hoher Neupreis ab rund 100.000 Euro
  • Eingeschränkte Übersicht nach hinten
Ein schwarzer BMW X6 steht vor einem Gebäude.
Ein schwarzer BMW X6 steht vor einem Gebäude.
BMW X6

Der BMW X6 war 2008 der Begründer des SUV-Coupé-Segments – ein Konzept, das anfangs belächelt wurde und heute von fast jedem Hersteller kopiert wird.

Porsche Cayenne

Ein schwarzer Porsche Cayenne zieht einen Bootsanhänger über eine Landstraße.
Quelle: Porsche
Zum Marktstart kam der Porsche Cayenne nicht bei jedem gut an. Mittlerweile ist er ein Bestseller.

Geeignet für

  • Sportlich orientierte Fahrer mit hohem Budget, die nicht auf Anhängelast verzichten wollen

Weniger geeignet für

  • Preisbewusste Käufer und Fahrer, die ein reines Nutzfahrzeug suchen

Der Porsche Cayenne beweist, dass Sportwagen-DNA und 3.500 kg Anhängelast kein Widerspruch sein müssen.

Der Cayenne S Diesel oder Cayenne Turbo zieht schwere Lasten mit einer Souveränität, die ihresgleichen sucht – und fühlt sich dabei an ein Sportwagen.

Vorteile

  • Herausragende Fahrdynamik für ein SUV dieser Größe
  • Hochwertige Materialien und exzellente Verarbeitung
  • Starke Motorenpalette von V6 bis V8

Nachteile

  • Extrem hoher Neupreis
  • Lange Aufpreisliste – viele Basics kosten extra
  • Hohe Werkstattkosten
Ein roter Porsche Cayenne steht auf einem Parkplatz.
Ein roter Porsche Cayenne steht auf einem Parkplatz.
Porsche Cayenne

Der Cayenne rettete Porsche Anfang der 2000er-Jahre wirtschaftlich – er wurde zum Bestseller und finanzierte die Sportwagen-Sparte mit.

Technische Daten: Autos, die 3,5 Tonnen ziehen können

ModellLeistungDrehmomentNormverbrauchNeupreis abGebrauchtpreis ab*
Ford Ranger125-207 kW (170-281 PS)405-600 Nm8,4-12,8 l/100 kmca. 37.500 €ca. 3.000 €
Toyota Hilux110-150 kW (150-204 PS)400-500 Nm9,7-10,7 l/100 kmca. 38.900 €ca. 6.000 €
VW Amarok177 kW (241 PS)600 Nm10,4 l/100 kmca. 63.000 €ca. 6.000 €
VW Touareg170 kW (231 PS) – 250 kW (340 PS)450-600 Nm8,3-11,5 l/100 kmca. 75.000 €ca. 1.500 €
Audi Q7170 kW (231 PS) – 250 kW (340 PS)500 Nm7,8-11,0 l/100 kmca. 82.000 €ca. 3.000 €
BMW X6219 kW (298 PS) – 460 kW (625 PS)540-750 Nm7,5-12,8l/100 kmca. 100.000 €ca. 7.500 €
Porsche Cayenne260 kW (353 PS) – 544 kW (739 PS)500-770 Nm10,7-12,7 l/100 kmca. 101.000 €ca. 3.000 €

*Gebrauchtwagenpreise sind Richtwerte basierend auf verfügbaren Angeboten auf mobile.de und können je nach Ausstattung, Laufleistung und Zustand variieren.

Was muss ich beim Ziehen von 3,5 Tonnen beachten?

Wer einen Anhänger mit 3.500 kg ziehen will, benötigt zunächst den passenden Führerschein. Mit dem normalen Pkw-Führerschein der Klasse B darfst du nur Anhänger bis 750 kg ziehen – oder schwerere, wenn das Gesamtgewicht der Kombination 3.500 kg nicht übersteigt.

Für schwere Gespanne benötigst du mindestens die Klasse BE. Damit darfst du Anhänger bis 3.500 kg zulässiges Gesamtgewicht ziehen.

Neben dem Führerschein ist auch die Stützlast wichtig. Sie gibt an, wie viel Gewicht die Anhängerkupplung vertikal tragen darf. Wird sie überschritten, leidet die Fahrstabilität erheblich.

Achte außerdem auf den richtigen Reifendruck und passe deine Fahrweise an. Mit schwerem Anhänger verlängert sich der Bremsweg deutlich. Auch der Verbrauch steigt spürbar – plane also mehr Tankstopps ein.

Welches Auto eignet sich am besten als Zugfahrzeug?

Das hängt stark von deinem Einsatzzweck ab. Pick-ups wie der Ford Ranger, Toyota Hilux oder VW Amarok sind gut, wenn du zusätzlich eine Ladefläche brauchst.

Sie sind robust, geländetauglich und für harte Einsätze gebaut. Allerdings bieten sie weniger Komfort als klassische SUVs.

Wenn du Wert auf Langstreckenkomfort und Luxus legst, sind der VW Touareg oder der Audi Q7 die bessere Wahl. Beide bieten Luftfederung, leise Kabinen und viel Platz.

Für sportlich orientierte Fahrer kommen der BMW X6 oder der Porsche Cayenne infrage. Sie kombinieren eine hohe Anhängelast mit dynamischem Fahrverhalten. Der Aufpreis gegenüber den anderen Modellen ist allerdings erheblich.

Lohnt sich ein Gebrauchtwagen als Zugfahrzeug?

Ja, ein Gebrauchtwagen kann sich als Zugfahrzeug absolut lohnen. Viele der hier vorgestellten Modelle sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt deutlich günstiger als im Neuwagenkauf.

Besonders der VW Touareg und der Audi Q7 verlieren in den ersten Jahren stark an Wert. Das macht sie als Gebrauchte besonders attraktiv.

Achte beim Kauf auf den Zustand der Anhängerkupplung und der Hinterachse. Fahrzeuge, die viel gezogen haben, zeigen dort oft Verschleiß. Ein Blick ins Serviceheft verrät, ob das Auto regelmäßig gewartet wurde.

Auch die Kilometerleistung ist wichtig. Zugfahrzeuge werden oft stark beansprucht – eine niedrige Laufleistung ist daher ein gutes Zeichen.

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