Nissan Micra: Der Kleinwagen-Klassiker wird elektrisch
Kompakt, elektrisch, erschwinglich: Der neue Nissan Micra setzt auf Renaults E-Tech-Plattform und will als Elektro-Kleinwagen den Stadtverkehr neu definieren.
- Das Wichtigste in Kürze:
- Generationen und Modellhistorie: Vom Verbrenner zum Stromer
- Der Nissan Micra im Testbericht: So fährt er sich
- Die Motoren des Nissan Micra: Überblick und Empfehlung
- Welche Karosserie-Varianten gibt es?
- Ausstattungs-Varianten und empfehlenswerte Extras
- Bekannte Probleme und Rückrufe
- Vor- und Nachteile auf einen Blick
- Fazit: Für wen lohnt sich der Nissan Micra K15?
Das Wichtigste in Kürze:
- Der Nissan Micra setzt auf einen rein elektrischen Antrieb – einen Verbrenner gibt es nicht mehr.
- Den Kleinwagen gibt es mit zwei Batterievarianten: 40 kWh (Standard Range) und 52 kWh (Long Range).
- Als Reichweite gibt Nissan bis zu 416 km (WLTP, Long Range) an.
- Einstiegspreis: ab ca. 27.990 Euro (Stand: April 2026)
Der Nissan Micra kehrt nach einer Pause zurück – diesmal ohne Verbrennungsmotor.
Die sechste Generation (intern K15) basiert auf der AmpR-Small-Plattform von Renault und teilt sich viel Technik mit dem Renault 5 E-Tech Electric. Ob sich der Kauf lohnt und für wen das Auto gemacht ist, erfährst du hier.
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Generationen und Modellhistorie: Vom Verbrenner zum Stromer
Der Nissan Micra hat eine lange Geschichte. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Entwicklungsstufen:
| Modell | Produktionszeitraum | Kurzinformation |
|---|---|---|
| K10 | 1982–1992 | Markteinführung als Nachfolger des Datsun Micra |
| K11 | 1992–2003 | Bestseller in Europa, Auto des Jahres 1993 |
| K12 | 2003–2010 | Modernisiertes Design, breiteres Motorangebot |
| K13 | 2010–2017 | Erster Nissan Micra ohne Anhängerkupplung |
| K14 | 2017–2022 | Starkes Redesign, Umzug der Produktion von Thailand nach Frankreich |
| K15 | ab 2025 | Rein elektrisch, AmpR-Small-Plattform, zwei Antriebsvarianten |
Die Umstellung auf rein elektrischen Antrieb ist ein Bruch mit der Tradition.
Doch Nissan hat sich bewusst gegen eine Hybridlösung entschieden und setzt voll auf die zukunftsfähige Batterie-Elektro-Technologie.
Der Nissan Micra im Testbericht: So fährt er sich
Der ADAC hat den Nissan Micra K15 in ersten Fahrtests bewertet. Die Eindrücke fallen überwiegend positiv aus, aber es gibt auch Einschränkungen.
Das Fahrwerk ist auf Komfort ausgelegt – Unebenheiten werden gut weggefedert, ohne dass das Auto schwammig wirkt. Die Lenkung spricht direkt an und gibt ausreichend Rückmeldung für den Stadtbetrieb. Im Innenraum ist die Verarbeitung solide, die Materialien wirken aber stellenweise einfach. Das Raumangebot vorn ist gut, hinten wird es für große Personen eng.
Die Rekuperation lässt sich in mehreren Stufen einstellen, was im Stadtverkehr praktisch ist. Das Laden mit bis zu 100 kW Gleichstrom (DC) macht kurze Ladestopps möglich: Von 15 auf 80 Prozent soll es in rund 30 Minuten gehen.
Der Name Micra leitet sich vom griechischen Wort für "klein" ab. Seit 1982 wurde der Micra weltweit über 5 Millionen Mal verkauft – nun startet er als reines Elektroauto in seine sechste Generation.
Vergleichbare Modelle:
Renault 5 E-Tech Electric: technischer Bruder des Micra, etwas höherer Preis, breites Händlernetz in Deutschland
Volkswagen Polo: künftig auch als Elektroauto erhältlich und direkter Konkurrent im Kleinwagensegment
Citroën ë-C3: Günstiger Elektro-Kleinwagen, einfachere Ausstattung
Der technisch eng verwandte Elektro-Kleinwagen aus Frankreich mit starker Marktpräsenz.
Die Motoren des Nissan Micra: Überblick und Empfehlung
| Variante | Leistung | Batterie | Reichweite (WLTP) | Laden (DC max.) |
|---|---|---|---|---|
| Standard Range | 90 kW (122 PS) | 40 kWh | ca. 317 km | 80 kW |
| Long Range | 110 kW (150 PS) | 52 kWh | ca. 416 km | 100 kW |
Empfehlung: Wer hauptsächlich in der Stadt fährt und nur gelegentlich längere Strecken plant, kommt mit der Standard-Range-Variante gut aus. Die Long-Range-Version lohnt sich für alle, die regelmäßig Überlandfahrten machen oder keine Lademöglichkeit zu Hause haben.
Die Plattform, auf welcher der Micra K15 basiert, wurde gemeinsam von Renault und Nissan im Rahmen ihrer Allianz entwickelt. Sie ist speziell für kompakte Elektrofahrzeuge ausgelegt und ermöglicht eine flache Bodengruppe.
Welche Karosserie-Varianten gibt es?
Der Nissan Micra K15 wird ausschließlich als fünftüriger Kompakt-Kleinwagen angeboten. Eine Kombi- oder Cabrio-Variante ist derzeit (Stand: April 2026) nicht geplant.
- Karosserie: 5-türige Schräghecklimousine
- Länge: 3.974 mm
- Breite: 2.020 mm (mit Außenspiegeln)
- Höhe: 1.490 mm
- Radstand: 2.541 mm
- Kofferraumvolumen: ca. 326 Liter (1.106 Liter mit umgeklappter Rückbank)
Der günstigste Elektro-Kleinwagen im direkten Wettbewerb mit dem Nissan Micra.
Ausstattungs-Varianten und empfehlenswerte Extras
Nissan bietet den Micra K15 in drei Ausstattungslinien an:
- Engage (Basisausstattung): u. a. mit LED-Scheinwerfern und -Rückleuchten, 18-Zoll-Stahlrädern, beheizbaren Außenspiegeln und mehr
- Advance: zusätzlich zur Engage-Ausstattung u. a. Außenspiegel mit automatischer Einklappfunktion, Parksensoren vorn und hinten, adaptiver Geschwindigkeitsassistent und mehr
- Evolve (Topausstattung): zusätzlich zur Engage-Ausstattung u. a. Fahrerinformationssystem mit 10,1-Zoll-TFT-Farbdisplay, Innenbeleuchtung mit Berührungssensor, One-Pedal-Stop und mehr
Vollelektrischer Nissan Micra in Bildern
Bekannte Probleme und Rückrufe
Der Nissan Micra K15 ist seit 2025 auf dem deutschen Markt. Aufgrund des kurzen Zeitraums liegen noch keine umfassenden Langzeiterfahrungen oder Mängelstatistiken vor. Beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sind zum Zeitpunkt der Recherche (April 2026) keine offiziellen Rückrufaktionen für den K15 registriert.
Hinweis: Frage aktuelle Rückrufinformationen direkt beim KBA (www.kba.de) oder beim Nissan-Händler ab, da sich der Stand jederzeit ändern kann.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Rein elektrisch unterwegs
- Kompakte Abmessungen, gut für die Stadt
- Bis zu 416 km Reichweite (Long Range)
- Schnellladen mit bis zu 100 kW
- Solides Fahrwerk, guter Komfort
Nachteile
- Kofferraum mit 326 Litern relativ klein
- Hinten wenig Platz für große Personen
- Materialien im Innenraum teils einfach
- Noch wenig Langzeiterfahrungen
Fazit: Für wen lohnt sich der Nissan Micra K15?
Der Nissan Micra K15 ist ein solider Elektro-Kleinwagen für Stadtpendler und Personen, die auf ein zweites Auto setzen. Er ist erschwinglich, kompakt und bietet mit der Long-Range-Variante auch genug Reichweite für gelegentliche Ausflüge.
Wer viel auf der Autobahn oder auf dem Land unterwegs ist und keine Lademöglichkeit zu Hause hat, sollte die Long-Range-Version wählen oder sich die Konkurrenz genauer ansehen. Für Familien mit mehr Platzbedarf ist ein Fahrzeug der Kompaktklasse die bessere Wahl.
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