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Montage mit fünf verschiedenen Elektroauto-Neuheiten 2023.
Quelle: Hersteller, Montage: Julia Fell
Vom Sportwagen über die Luxuslimousine bis zum Stadtwagen: 2023 gibt es rekordverdächtige Reichweiten, innovative Ladekonzepte und elektrisierte Klassiker.

Der Elektromotor ist der Antrieb der Zukunft. Darauf arbeiten die EU und einige Autohersteller jedenfalls hin. Ab 2035 sollen nur noch E-Autos neu zugelassen werden. Citroën plant etwa, ab 2028 das komplette Angebot zu elektrifizieren. Gleiches wollen auch andere Hersteller wie Fiat, Jaguar und Mercedes-Benz ab 2030 umsetzen. Einen ersten Vorgeschmack, was Autofahrer erwarten können, zeigt ein Blick auf die neuen Elektroautos für 2023 – und die können sich sehen lassen.

Manche Hersteller peilen für ihre neuen E-Autos 2023 Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern an und möchten mit innovativen Ladekonzepten punkten – etwa Wechselakkus statt Ladesäule. Spannend sind E-Autos auch aufgrund der staatlichen Förderung. Diese verlangsamt die Restwertentwicklung von Elektroaus beträchtlich. Und welche neuen Elektroautos kommen 2023? Wir haben mehrere spannende Modelle für Dich herausgesucht und stellen Dir fünf davon genauer vor – vom Superflitzer über echte Klassiker bis zum günstigen Stadtauto. Sieh Dir am Ende dieses Artikels noch weitere angekündigte E-Autos in unserer Tabelle an. 

Nio ET7: Bis zu 1.000 Kilometer Reichweite

Aus China soll der ultimative Gegner für Tesla kommen: der Nio ET7. Die Daten vom chinesischen E-Autobauer klingen vielversprechend – bis zu 1.000 Kilometer Reichweite, 480 kW Leistung und keine langen Ladezeiten. Ist der Nio ET7 die Eier legende Wollmilchsau? Die kurze Antwort: Nein, noch nicht. Denn die 1.000 Kilometer Reichweite sind mit den ersten Modellen in Deutschland noch nicht erhältlich. Die ab Januar 2023 verfügbaren Ausstattungen der Lithium-Ionen-Akkus wirken mit ihren 445 und 580 Kilometern Reichweite im Vergleich mickrig – können sich aber sehen lassen. Die 1.000er-Marke knackt der Nio ET7 voraussichtlich erst 2024, wenn der Hersteller eine neuartige Feststoffbatterie entwickelt hat. Damit dürfte der Flitzer dann zu den Elektroautos mit der größten Reichweite zählen.

Ein silbernes Nio ET7 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang, an einem Waldstück vorbei.
Quelle: Nio
Nio möchte mit dem ET7 Tesla angreifen und stattet dafür seinen Sportwagen für das autonome Fahren aus.

Auch die kleinen Akkus machen den Nio zu etwas Besonderem. An die Ladesäule muss das neue Elektroauto 2023 nicht zwangsläufig, sondern verschwindet alternativ in einer Wechselstation. In der Box wird einfach der gesamte Akku gewechselt, statt nur aufgeladen. In wenigen Minuten geht es zurück auf die Straße. Der leere getauschte Akku wird wieder geladen und kann später von einem anderen Nio-Fahrzeug verwendet werden. Nur zwei solcher Wechselstationen bietet Nio derzeit in Deutschland an – eine in Zusmarshausen bei Augsburg und eine in Berlin-Spandau. Die Chinesen versprechen, bis 2025 4.000 weitere solcher Stationen an deutschen Straßen zu bauen. Bis dahin müssen Autofahrer im Nio ihre Route ganz genau planen oder länger warten und an einer klassischen Ladesäule Strom nachtanken.

Aber wie viel kostet dieses „Wunderauto“ aus China? Auch beim Preis fährt das E-Auto für 2023 einen Sonderweg. Zu kaufen gibt es den Nio ET7 für Privatkunden nicht. Interessierte Fahrer können den Flitzer nur im Miet-Abo bekommen. Bei einer festen Laufzeit zwischen zwölf und 60 Monaten fallen 1.200 Euro pro Monat an. Im Flex-Abo mit monatlicher Kündigungsfrist gibt es den Nio ET7 mit der kleinsten Batterie ab 1.550 Euro. Mit seiner – noch nicht erhältlichen – eindrucksvollen Reichweite, seinem innovativen Wechselprinzip und dem ungewöhnlichen Weg des Verkaufs schafft es der Nio ET7 auf Platz eins unserer Elektroauto-Neuheiten für 2023.

Maserati GranTurismo Folgore: Der Blitz aus Italien

Ein Klassiker wird elektrisch: Maserati elektrifiziert seinen GranTurismo und tauft den Sportwagen Folgore – auf Deutsch: Blitz. Und das bezieht sich sowohl auf den vollelektrischen Motor mit 560 kW als auch auf seine Sprinterqualität. Von 0 auf 100 beschleunigt der GT Folgore in nur 2,7 Sekunden und erreicht seine Höchstgeschwindigkeit erst bei 320 km/h. Bei Vollgas dürfte die maximale Reichweite von 450 Kilometern aber schwer erreichbar sein. Doch nach einer kleinen Pause von 20 Minuten können Autofahrer zurück auf die Straße. Denn so lange braucht der Maserati für eine Aufladung von 0 auf 80 Prozent. In dieser Zeit vertritt man sich am besten die Beine oder genießt einen Kaffee, bevor es zurück auf Reisen mit dem Maserati GranTurismo Folgore geht.

Ein rotes Maserati GranTurismo Folgore Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Quelle: Maserati
Digitaler Rückspiegel und Heads-up-Display: Maserati setzt im GT Folgore voll auf Digitalisierung.

Auf deutschen Straßen zeigt sich der GT Folgore ab Januar 2023. Wie teuer das elektrische Vergnügen wird, verrät Maserati noch nicht. Der Folgore soll nicht das letzte E-Auto 2023 aus dem Hause Maserati sein. Ein E-Cabrio und ein Grecale Folgore sind ebenfalls geplant. Bis 2030 wollen die Italiener nur noch vollelektrische Wagen anbieten. Auf unseren Platz zwei der neuen Elektroautos 2023 rast der sportliche Flitzer aufgrund seiner schieren Leistung und doch annehmbaren Reichweite. Eine weitere Besonderheit: Mit einem Boost-Modus steigt die Leistung auf 610 kW.

BMW i7: Luxus wird elektrisch

Nach dem i3, i4, i8 und dem ix1 geht es weiter mit der Elektrifizierung bei BMW. Im Frühjahr 2023 bringt der BMW i7 den Luxus vollelektrisch auf die Straßen. Bereits im November gibt es die Verbrennervariante der Luxuslimousine. Von außen werden Passanten und andere Autofahrer kaum einen Unterschied erkennen. Die Münchner haben sich entschieden, dem 7er und dem i7 das gleiche Design zu verpassen – das E-Auto erkennt man 2023 nur an blauen Akzenten. Ob die Optik aber den Geschmack der Masse trifft, wird sich erst noch zeigen müssen. Der große Kühlergrill mit seinen schmalen Scheinwerfern dürfte wieder für Kontroversen sorgen – wie damals der 7er BMW von 2001.

Ein silbernes BMW i7 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Quelle: BMW
Der BMW i7 ist der erste elektrische Luxusliner aus München. Für besonders entspannte Fahrten für Mitfahrer sorgt der 32:9 Bildschirm auf der Rückseite der Vordersitze.

Was wirklich zählt, ist die Technik unter der Haube. Die kann sich sehen lassen: 400 kW Leistung und eine Reichweite zwischen 590 und 625 Kilometer sollten für längere Fahrten reichen. Deshalb ist der BMW i7 unser Platz drei unter unseren neuen Elektroautos für 2023. Geht dennoch mal der Strom aus, sind an einer leistungsstarken Ladesäule in zehn Minuten wieder 170 Kilometer „nachgetankt“. Wer in der Stadt lädt, muss sich aber gedulden. Ein völliger leerer i7-Akku benötigt rund zehn Stunden, bis er wieder voll ist. Der Grund: AC-Säulen in der Stadt haben nur ein Maximum von 11 kW. Mindestens genauso wichtig wie die Ladedauer ist der Preis für das neue E-Auto 2023. Und der weist auf den Luxusanspruch des BMW i7 hin. Als Neuwagen gibt es das Auto ab 135.900 Euro.

Hyundai Ioniq 6: Große Reichweite, günstiger Preis

Günstiger als BMW und Maserati kommt der Hyundai Ioniq 6 2023 daher. Ab einem Preis von 45.000 Euro bekommt man eine beeindruckende Reichweite von bis zu 614 Kilometern. Power unter der Haube gibt es für das Geld auch. 168 kW bietet das Aggregat des Ioniq. Geht nach einer langen Reise dem Akku die Kraft aus, soll er sich innerhalb von nur 18 Minuten für eine Reichweite auf 300 Kilometern schnellladen lassen – vorausgesetzt die Ladesäule hat eine entsprechende Leistung von bis zu 220 kW. Mit solchen Eigenschaften und einem vergleichsweise geringen Preis hat sich der Hyundai Ioniq 6 unseren Platz vier unter den neuen E-Autos 2023 verdient.

Ein schwarzes Hyundai Ioniq 6 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Quelle: Hyundai
Der Hyundai Ioniq 6 macht Schluss mit dem klassischen Außenspiegel und ersetzt sie durch Kameras. Das Bild wird direkt auf Monitore an den Seiten des Armaturenbretts übertragen.

Neben dem umweltfreundlicheren Antrieb verfügt der Ioniq 6 auch im Innenraum über nachhaltige Materialien. Einige Oberflächen im Innenraum sind aus recyceltem Kunststoff gefertigt. Dies setzen immer mehr Hersteller um, damit sie ein wirklich umweltfreundliches E-Auto anbieten können. Apropos Innenraum: Wer auf der Rückbank sitzt, muss sich um Beinfreiheit weniger Sorgen machen. Mit drei Meter Radstand ist reichlich Platz vorhanden. Den hat Hyundai aber offenbar in der Höhe eingespart. Große Menschen könnten schnell an ihre Grenzen stoßen – sprich: Die Decke ist niedrig. Das liegt am abfallenden Dach Richtung Heck. Dafür erzeugt dies weniger Luftwiderstand, was wiederum zu einer besseren Aerodynamik und damit zu mehr Reichweite führt.

Jeep Avenger: Ein Offroader mit Akku

Der Wechsel von Verbrenner zum Elektroauto macht auch vor Jeep nicht halt. Mit dem Avenger wagen sich die US-Amerikaner ab 2023 ebenfalls auf das elektrische Parkett. Dafür hat der Mutterkonzern des Geländespezialisten Stellantis sogar ein eigenes E-Motor-Werk gebaut. Das erste Aggregat bietet eine Leistung von 115 kW. Wie schnell der Jeep Avenger damit fährt, ist noch nicht bekannt. Dafür aber seine Reichweite: Bis zu 390 Kilometer sollen mit dem ersten vollelektrischen SUV von Jeep möglich sein. Wer sparsam fährt, soll aber deutlich mehr herausholen können. Im Stadtbetrieb sind angeblich bis zu 550 Kilometer drin.

Ein goldenes Jeep Avenger Elektroauto fährt eine Küstenstraße entlang.
Quelle: Jeep
Eine Allrad-Version des Jeep Avenger gibt es noch nicht, soll aber zeitnah nachgereicht werden. Aber auch ohne 4x4 macht das E-SUV eine gute Figur. Mit 380 Liter Kofferraumvolumen eignet es sich für kleine Familien.

Muss der Avenger an die Ladesäule, lädt er sich von 20 auf 80 Prozent in 24 Minuten auf – sofern er an einer DC-Schnellladesäule hängt. An einer AC-Ladesäule mit einer Leistung von 11 kW dauert eine volle Ladung etwa fünfeinhalb Stunden. Auf den Markt kommt der Jeep Avenger Anfang 2023. In den USA bringt der Hersteller zur gleichen Zeit noch zwei weitere E-Modelle auf die Straße: den Jeep Recon und den Jeep Wagoneer S. Und bis 2030 will Jeep nur noch vollelektrische Modelle im Sortiment haben. In unsere Top 5 hat es der Jeep Avenger geschafft, da er mit einem Preis ab 35.000 Euro ein günstiges Stadtauto abgibt. Für lange Strecken müssen längere Ladepausen eingeplant werden.

Diese Elektroautos kommen 2023

Neben unserer Top 5 neuer E-Autos für 2023 kommen noch andere Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb auf den Markt. In folgender Tabelle findest Du die bereits angekündigten Modelle mit den wichtigsten Merkmalen – vom günstigen Opel über den kraftvollen Lotus bis zum elektrischen Klassiker von Volkswagen.

Hersteller/ModellElektrische ReichweiteLeistung in kWMarktstartPreis
Audi Q6 e-tronVsl. bis zu 700 kmVsl. bis zu 450 kW (612 PS)Q4 2023Noch unbekannt
BMW i7590 bis 625 km400 kW (544 PS)Anfang 2023Ab 135.900 Euro
BMW iX1417 bis 440 km230 kW (313 PS)November 2022Ab 55.000 Euro
Citroën ë-C4 X Electric349 bis 360 km100 kW (136 PS)Anfang 2023Noch unbekannt
Fisker Ocean OneBis zu 510 km410 kW (557 PS)Dezember 2022Ab 69.950 Euro
Hyundai IONIQ 6Bis zu 614 km168 kW (228 PS)Anfang 2023Ab 45.000 Euro
Jeep AvengerBis zu 390 km115 kW (156 PS)Anfang 2023Ab 35.000 Euro
Kia EV9Noch unbekanntNoch unbekannt2023Noch unbekannt
Lexus RZ 450eBis zu 400 km230 kW (313 PS)Q4 2022Ab 65.000 Euro
Lotus EletreBis zu 600 km447 kW (608 PS)Sommer 2023Ab 118.000 Euro
Maserati GranTurismo FolgoreBis zu 450 km560 kW (762 PS)2023Noch unbekannt
Mercedes EQE SUVBis zu 590 kmAb 215 kW (292 PS)Mai 2023Noch unbekannt
Nio ET7445 bis 1.000 km480 kW (653 PS)Januar 2023Nur im Miet-Abo
Nissan Ariya e-4ORCEBis zu 500 km225 kW (306 PS)November 2022Ab 59.990 Euro
Opel Astra-eNoch unbekanntVsl. 114 kW (155 PS)2023Vsl. ab 35.000 Euro
Peugeot e-308Bis zu 400 km115 kW (156 PS)Mitte 2023Noch unbekannt
Polestar 3Bis zu 610 km360 kW (490 PS)Q4 2023Ab 89.900 Euro
Smart #1Bis zu 440 km200 kW (272 PS)Ende 2022Ab 41.490 Euro
Volvo EX90Bis zu 480 km300 kW (408 PS)9. November 2022Noch unbekannt
VW ID. BuzzBis zu 423 km150 kW (204 PS)Oktober 2022Ab 64.000 Euro

Neue Elektroautos 2023

Ein silbernes Nio ET7 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang, an einem Waldstück vorbei.
Ein rotes Maserati GranTurismo Folgore Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Ein silbernes BMW i7 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Ein schwarzes Hyundai Ioniq 6 Elektroauto fährt eine Landstraße entlang.
Ein goldenes Jeep Avenger Elektroauto fährt eine Küstenstraße entlang.
Quelle: Nio
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Nio möchte mit dem ET7 Tesla angreifen und stattet dafür seinen Sportwagen für das autonome Fahren aus.
Quelle: Maserati
2 von 5
Digitaler Rückspiegel und Heads-up-Display: Maserati setzt im GT Folgore voll auf Digitalisierung.
Quelle: BMW
3 von 5
Der BMW i7 ist der erste elektrische Luxusliner aus München. Für besonders entspannte Fahrten für Mitfahrer sorgt der 32:9 Bildschirm auf der Rückseite der Vordersitze.
Quelle: Hyundai
4 von 5
Der Hyundai Ioniq 6 macht Schluss mit dem klassischen Außenspiegel und ersetzt sie durch Kameras. Das Bild wird direkt auf Monitore an den Seiten des Armaturenbretts übertragen.
Quelle: Jeep
5 von 5
Eine Allrad-Version des Jeep Avenger gibt es noch nicht, soll aber zeitnah nachgereicht werden. Aber auch ohne 4x4 macht das E-SUV eine gute Figur. Mit 380 Liter Kofferraumvolumen eignet es sich für kleine Familien.
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