Vernünftiger Kleinstwagen mit sportlichem Ableger

Hyundai i10 (2020) im Test – Update

Hyundais neuer i10 bietet mehr Assistenz als jeder andere Kleinstwagen. Und neuerdings mehr Sportlichkeit. Was das bedeutet, liest Du im großen Alltagstest.

  • Björn Tolksdorf
  • Veröffentlicht am 05/21/2020, 08:45 AM
  • Aktualisiert am 08/11/2020, 05:10 PM
Zu sehen ist der neue Hyundai i30 N Line
Quelle: Hyundai Der Hyundai i10 N Line fährt im etwas vernachlässigten Segment der sportlichen Kleinstwagen. Der VW Up GTI gehört zu seinen Konkurrenten

Der Kleinstwagen mit der aktuell besten Sicherheitsausstattung: Der neue Hyundai i10 bietet bereits jetzt serienmäßig fast alle Sicherheitssysteme, die ab 2024 für Neuwagen verpflichtend werden. Zum Ausgleich kosten Komfort-Extras kräftige Aufpreise, unter der Motorhaube setzt Hyundai auf bewährte Benziner.

Hyundai i10 2020 Test: Das Wichtigste in Kürze

  • Neuer Kleinstwagen von Hyundai
  • Schlichte Motoren und Getriebe
  • Umfangreiche Sicherheitsausstattung
  • Kostspielige Komfort-Extras
  • Update: Sportlicher Ableger i10 N


utohaus Boden GmbH - Filiale am Heifeskamp 2222
Der Hyundai i10

Neue Sicherheitsfeatures, moderne Technik und mehr Platz: Die dritte Generation des i10 hat Hyundai gründlich überarbeitet.


Haben Kleinstwagen Zukunft? Viele Autohersteller beantworten die Frage bisher nicht. Peugeot, Renault, Fiat oder Volkswagen geben kein Bekenntnis zu ihren bezahlbaren Stadtflitzern ab. Für die Sicherheit müssen künftig Radartechnik, Kameras und weitere Systeme serienmäßig eingebaut werden – offen ist, ob Kunden in diesem Segment für diese Systeme zahlen wollen. Die CO2-Regulierung bevorzugt zudem schwere Autos mit Plug-in-Hybridantrieb gegenüber leichten, technisch einfachen Autos.

Was das konkret in einem typischen Modell des A-Segments bedeutet und wie es sich mit dem neuen Hyundai i10 lebt, liest Du in unserem großen Alltagstest.

Hyundai i10: Abmessungen, Platzangebot, Karosserie

Hyundai gibt sich Mühe, den neuen i10 optisch frisch wirken zu lassen. Unserem i10-Testwagen helfen dabei neben dem schwarz glänzenden Grill das farblich abgesetzte Dach und die 16 Zoll großen Felgen. Der Innenraum des 3,76 Meter kurzen Wagens fällt mitten ins Klassenmaß - und schafft Raum mit Höhe (1,48 m). Man sitzt also vorn wie hinten eher aufrecht. 

Hyundai i10
Quelle: TeamOn GmbH Mit 3,67 Metern Länge, kurzen Überhängen und einem recht kleinen Wendekreis findet der Hyundai i10 fast überall einen Parkplatz

Dadurch fühlt sich der Hyundai i10 vor allem auf den vordern Sitzen geräumig an, besonders auf Kopfhöhe. Fahrer und Beifahrer sollten sich mögen, denn sie kommen sich nah. Auf der Rückbank sitzt es sich, gemessen am Segment, gut. 

Der Kofferraum bietet mit 252 Litern auf dem Papier Klassenstandard, doch es fehlt ihm an Tiefe. Nicht jedes Ladegut lässt sich beliebig hochstapeln: Drei Getränkekisten passen längs nicht hinein, quer fasst er nur zwei. Gut: Der verstellbare Ladeboden im Hyundai i10 lässt die Wahl, ob die maximale Höhe des Laderaums ausgeschöpft oder schwere Gegenstände leicht verladen werden sollen. Der Platz unter dem Ladeboden ist dann jedoch verschenkt: Dort geht es direkt zum Reifen-Reparaturset und zu nacktem Blech. Das kurze Heck sorgt für eine prima Übersicht nach hinten, der Hyundai i10 lässt sich ohne Assistenz problemlos parken.

Hyundai i10: Innenraum, Verarbeitung, Materialien

Im Innenraum zeigt der Hyundai i10 im Test den Spagat der kleinen Klasse: Das Cockpit ist hübsch und übersichtlich gestaltet. Die Funktionen sind klar gegliedert, Regler und Knöpfe fassen sich gut an. Der Schalthebel wirkt wertig, das Lenkrad bezieht Hyundai im Testwagen mit Leder. Eingepasst sind die Teile jedoch in eine reine Hartplastik-Landschaft. Der Innenraum wirkt robust, aber kostenoptimiert. Dagegen überzeugt die Verarbeitung des Innenraums: Die Teile passen präzise ineinander, es klappert und knarzt nichts im Cockpit des Hyundai i10 der Generation 2020.

Nachbessern darf Hyundai bei der Schließfähigkeit der Türen und der Heckklappe. Nur mit erhöhtem Kraftaufwand fallen sie ins Schloss, was beim Ein- und Aussteigen nervt. Insgesamt aber überzeugt der i10 in puncto sichtbarer Verarbeitung, jedenfalls gemessen an seinem Segment. Übermut kommt jedoch nicht auf.

Hyundai i10: Infotainment, Radio, Konnektivität

In der Basis bietet der Hyundai i10 Autofahren fast wie anno dazumal: kein Radio, keine Konnektivität. Zeitgemäße Funktionen ziehen erst ab der dritten Ausstattung „Trend“ ein. Dann stecken ein 8-Zoll-Touchscreen sowie Android Auto und Apple CarPlay im i10. Typisch Hyundai: Das System überrascht nicht, überfordert aber auch nicht. Die Kopplung des Smartphones funktioniert problemlos, die Bedienung geht leicht. Auffallend gut ist der DAB-Radioempfang im Tunnel, das gelingt nicht allen Herstellern.

Hyundai i10
Quelle: TeamOn GmbH Viele Kleinigkeiten, die bei vielen Autos nerven, klappen gut im Hyundai i10. Zum Beispiel der DAB-Empfang im Tunnel

Das Navi-Paket (1.250 Euro) umfasst neben dem integrierten Navi ein Telematiksystem für Online-Dienste namens „Bluelink“. Damit wird der schlichte Kleinstwagen ansatzweise zum digitalen Gadget: Eine Smartphone-App gibt Alarm bei Einbruch. Verkehrsnachrichten kommen in Echtzeit, ebenso Tankstellen-Infos und Wettervorhersage. Per App lässt sich das Auto öffnen und eine Ferndiagnose abrufen. Sein volles Potenzial entfaltet Bluelink allerdings erst in Kombination mit einem Elektroantrieb.

Für weitere 500 Euro zieht außerdem das „Komfort-Paket“ ein. Damit lädt das Smartphone induktiv und aus der Klimaanlage wird eine Klimaautomatik.



Hyundai i10: Assistenzsysteme, Sicherheit

Bei der Sicherheit wagt Hyundai im i10 ein Experiment, das sich die anderen Hersteller genau anschauen werden: Schaffen es die Koreaner, mit einem billigen Kleinstwagen Geld zu verdienen, der alle aktuell und künftig in Europa vorgeschriebenen Sicherheitssysteme serienmäßig bietet?

Zur Serienausstattung des neuen Hyundai i10 gehören daher der automatische Notruf eCall, der Frontkollisionswarner, ein Tempomat mit Limiter, ein neu konzipierter Seitenaufprallschutz, Vorhang-Airbags, die den gesamten Passagierraum abdecken, ein aktiver Spurhalteassistent, ein Aufmerksamkeitsassistent, eine autonome Notbremse mit Frontkollisionswarner und Fußgängererkennung bis 64 km/h sowie ein Fernlichtassistent. Ausstattungsabhängig kommen eine Berganfahrhilfe und eine Verkehrszeichen-Erkennung hinzu.

Mehr aktive Sicherheit bietet aktuell in dieser Klasse niemand, schon gar nicht ohne Aufpreis. Teilautonome Komfort-Assistenten gehören dagegen nicht zum Angebot. Hier muss eine Einparkhilfe hinten mit Rückfahrkamera reichen.

Hyundai i10 im Test: Antrieb, Motor, Getriebe

Auf dem Papier hat sich der Antrieb des Hyundai i10 im Test mit dem Modellwechsel kaum verändert. Wählen kann der Kunde zwischen einem Drei- und einem Vierzylinder mit 1,0 oder 1,2 Litern Hubraum. Klein sind sie und doch keine Downsizing-Motoren: Beide Motoren verzichten auf Turboaufladung und Elektrifizierung. Die simplen Sauger leisten 67 oder 84 PS. Geschaltet wird manuell per Fünfgang-Getriebe oder mittels automatisierter Schaltbox. Im Vorgänger bestand die Automatik-Option aus einer antiquierten Viergang-Automatik.

Hyundai i10
Quelle: TeamOn GmbH Der neue Hyundai i10 sucht Anschluss an künftige EU-Regularien: Mehr Sicherheitsassistenz bietet in dieser Klasse bisher niemand

Zum Test rollt der i10 in der Basisvariante. Überschaubare 96 Newtonmeter Drehmoment bedeuten: Der knurrige Dreizylinder braucht Drehzahl beim Anfahren und Beschleunigen. Dabei neigen ungeübte i10-Fahrer zur Überdosierung. Dennoch fühlt er sich im Stadtverkehr gar nicht so träge an, wie die 14,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h Beschleunigungszeit vermuten lassen. Der Kleinwagen wiegt je nach Ausstattung nur eine Tonne. Der Praxisverbrauch von rund 5,2 l/100 km entfernt sich nicht allzu weit vom Normverbrauch (4,8 l/100 km). Kein Klassenbestwert, aber dennoch effizient.

Was dem Hyundai i10 hilft, ist das schnelle, komfortable Start-Stopp-System. Es reagiert erst, wenn der Fahrer den Fuß von der Bremse nimmt – und nicht bereits, wenn er das Kupplungspedal durchtritt. Bei Autobahnfahrten müssen naturgemäß gut eineinhalb Liter mehr eingeplant werden. Für die Beschleunigung auf Autobahngeschwindigkeit benötigt der Hyundai i10 erwartungsgemäß etwas Anlauf. 156 km/h Spitze sind selbst für diese Leistungsklasse nicht viel, dürften den meisten Kunden aber reichen.

Die Fünfgang-Handschaltung überrascht: Fast knackig-sportlich fühlt sie sich an, das Schalten macht Spaß. Damit rechnen wir nicht unbedingt in einem günstigen Kleinstwagen. Den i10 im Test übersetzt Hyundai kurz. Schnell geht es durch die Gassen, er verlangt bei 50 km/h bereits den fünften Gang.

Hyundai i10: Fahrverhalten, Fahrwerk, Lenkung

Hyundai stimmt den i10 recht straff ab. Das hilft der Kontrolle – auf Bodenwellen, in Kurven und bei hohen Geschwindigkeiten. Bewegung kommt aufgrund der hohen, schmalen und leichten Karosse dennoch schnell in den Aufbau. Insgesamt federt der Hyundai i10 mit seiner schlicht ausgelegten Koppellenkerachse hinten kippelig und auf schlechten Straßen ruppig.

hyundai-i10-test-07

Die Lenkung stimmen die Koreaner an der Klasse gemessen griffig ab, es fehlen Präzision und Rückmeldung. In der Stadt geht es allerdings nicht um den letzten Millimeter Genauigkeit, sondern um wenig Widerstand für müheloses Rangieren. Dennoch: Es gibt schwammigere Vertreter. Aber auch leisere. Bei der Dämmung überzeugt der Hyundai i10 im Test nicht vollends. Das gilt für Abrollgeräusche ebenso wie bei höheren Geschwindigkeiten für Windgeräusche. In der Stadt hingegen überzeugt die Wendigkeit: Oft benötigen wir beim Drehen einen Zug weniger als mit vergleichbaren Modellen anderer Hersteller.


VW eGolf dreiviertel-frontansicht
Der Elektro-Golf

Auf Basis des Golf 7 gebaut, erkennt man den e-Golf an den C-förmigen Tagfahrleuchten.


Hyundai i10: Ausstattungen und Preise

Der Einstiegspreis des Hyundai i10 liegt bei 10.990 Euro. Ein moderater Aufschlag zum Vorgänger (9.990 Euro), betrachtet man das umfangreiche Set serienmäßiger Sicherheits-Features. Allerdings: Zum Serienumfang gehören weder Alu-Räder noch Klimaanlage oder Radio. Den Basis-Komfort beschränkt Hyundai auf Servolenkung und elektrische Fensterheber vorn. Die Spiegel lassen sich nur manuell einstellen. Die „Select“-Ausstattung kostet bereits 13.990 Euro und addiert Radio, Klimaanlage, einen höhenverstellbaren Fahrersitz und die Freisprechanlage.

Für 1.000 Euro mehr findet in der „Trend“-Ausstattung Konnektivität ins Auto. Beheizbare Sitze und Lenkrad sind serienmäßig, ebenso elektrisch bedienbare Außenspiegel. Zudem lässt Hyundai den i10 ab dieser Ausstattung als Fünfsitzer zu und montiert 15-Zoll-Alufelgen. Bei den Motoren geht die Auswahl hier erst los: Den Basismotor mit 67 PS können Kunden nun an ein automatisiertes Schaltgetriebe koppeln (700 Euro) oder sich für den größeren Motor (84 PS) entscheiden (15.690 Euro).

Hyundai i10
Quelle: TeamOn GmbH Übersichtliche Bedienung, überwiegend wertige Knöpfe - aber eingefasst in reines Hartplastik. So kleidet Hyundai den i10-Innenraum aus

Unser Testwagen kommt in der Ausstattung „Trend“ mit Basismotor. Zusätzlich konfiguriert Hyundai für die Optik 16-Zoll-Felgen, Metallic-Lack und Zweifarb-Lackierung, für die Bequemlichkeit das Komfort-Paket (u. a. Ladeschale, doppelter Kofferraumboden) und das Navi-Paket. Macht einen Listenpreis von 17.700 Euro – ein hoher Preis für einen Kleinstwagen mit Basismotor.

Die Topversion „Style“ kostet 16.690 Euro und dringt in Preisbereiche vor, die nie ein i10 zuvor gesehen hat. Beim Vorgänger endete die Preisliste bei rund 16.000 Euro für „volle Hütte mit großem Motor“. Jetzt überschreitet ein voll ausgestatteter Hyundai i10 die 20.000-Euro-Marke. Mit großem Motor und Automatik kostet die Style-Linie 18.990 Euro, hinzu kommen Optionen wie das zweifarbige Dach, das Navipaket oder Smart Key. Serienmäßig bietet die Topausstattung Projektionsscheinwerfer, elektrische Fensterheber hinten und das Komfort-Paket.

Fazit: Mit Sicherheit zum kleinen Preis spartanisch

Die Preisliste outet den Basispreis des neuen i10 als Lockangebot. Den Mehraufwand der serienmäßigen Sicherheitsassistenz schlägt Hyundai bei den Komfort-Extras auf. Hier langt der Hersteller in der Preisliste zu und querfinanziert so die Assistenten. Die Basis ist vermutlich deshalb unattraktiv ausgestattet, weil sie für den Hersteller kaum kostendeckend ist. Die Antriebstechnik bleibt dabei schlicht, das Raumangebot überschaubar – vor allem im Kofferraum. Das Fahrgefühl hat sich verbessert, ist aber nach wie vor klassenüblich. Ob der Kleinstwagen so eine Zukunft hat? Klar ist: Entweder die Kundschaft akzeptiert höhere Preise – oder deutliche Einschnitte beim Komfort.

Update: Kleinstwagen-Sportler Hyundai i10 N Line 

Mitte 2020 bringt Hyundai die sportliche Alternative zum braven Testwagen. Doch der Hyundai i10 N Line ist weit mehr, nämlich die 100 PS starke und 1.099 Kilogramm leichte Wiederbelebung eines spaßigen Segments. Sportliche Kleinstwagen sind einerseits leicht genug, um mit Vernunfts-Aggregaten auf starke Fahrleistungen zu kommen. Andererseits sind sie wendig genug, um ernsthaftere Sportler auf kurvigem Geläuf zu begleiten. Mit dem Up GTI (115 PS) und dem Twingo GT (109 PS) wurden zuletzt die bekanntesten Vertreter des Segments gestrichen.  

Zu sehen ist die Front des neuen Hyundai i10 N Line
Quelle: Hyundai Die Frontschürze und der Kühlergrill unterscheiden den N Line vom normalen i10. Besonderes Highlight: Das im Kühlergrill integrierte Tagfahrlicht

Klar, bei den übergeordneten Sportlern aus dem B-Segment gibt es Wilderes und Schnelleres. Doch die Lockerheit geht im Dynamik-Fokus verloren, die Alltagstauglichkeit sowieso. So viel zur Existenzberechtigung des neuen Hyundai Top-Modells. Und das ist der i10 N Line, selbst wenn ihn Hyundai im Konfigurator als bloße Ausstattungslinie führt. Denn den Dreizylinder-Turbomotor gibt es nur in diesem i10. 

Sport wie damals: 100 PS und fünf Gänge im Hyundai i10 N 

Beim 1,0 T-GDI handelt es sich um eine Turbo-aufgeladene Variante des getesteten 1,0-MPi-Aggregats. Sämtliche 100 PS stehen bei 4.500 Umdrehungen zur Verfügung. Das maximale Drehmoment von 172 Newtonmetern liegt konstant zwischen 1.500 und 4.000 Touren an. In rund 10,5 Sekunden erreicht der 3,68 Meter kurze Kleinstwagen damit Tempo 100. Top-Speed liegt bei 185 km/h im höchsten Gang des manuellen Fünfgang-Getriebes.  

Zugegeben, beim Autoquartett sticht dieser kleine Fronttriebler in wenigen Kategorien. Doch das ist Theorie. Frühe Kompaktsport-Pioniere wie der Golf 1 GTI (110 PS) fahren dem Hyundai nämlich gar nicht so deutlich davon.  



Ausstattung: Kleine Hütte, volle Hütte 

Hyundai behält das Fahrwerk und die fünftürige Grundkarosse. Angriffslustiger gestaltete Stangen ergeben den Längenunterschied von fünf Millimetern zum regulären i10. Auf dem Waben-Kühlergrill, dem Schaltknauf und dem Dreispeichen-Sportlenkrad bringt Hyundai das N-Emblem an. Serienmäßig gibt es stärker taillierte Sitze mit mehr Seitenhalt, Alu-Pedalerie und farbige Nähte an Armaturenbrett und Bedienelementen. Das fällt auf, doch so offensiv-sportlich wie die i30 N-Modelle richtet Hyundai den stärksten i10 nicht ein.  

Zu sehen ist der neue Hyundai i10 N Line von hinten
Quelle: Hyundai Der Hyundai i10 N Line beschleunigt aus dem Stand in 10,5 Sekunden auf Tempo 100, Schluss ist bei 185 km/h

Die Ausstattung basiert auf dem zweithöchsten regulären Trim „Trend“. Damit gibt es ab Werk beheizbare Spiegel und ein beheizbares Lenkrad. Außerdem gehören eine Einparkhilfe und ein 8-Zoll-Infotainmentscreen zum Ausstattungsumfang. Jeder Hyundai i10 N Line verfügt über eine Klima-Automatik, abgedunkelte hintere Seitenscheiben und einen variablen Gepäckraumboden. Beim Fassungsvermögen (252-1.050 Liter) besteht kein Unterschied zu den regulären Varianten des Hyundai i10.  

Preis: Ab 18.316 Euro für den Kleinstwagen-Sportler

Hyundai verlangt 18.316 Euro (bei 16 % MwSt.) für den Kleinstwagen-Sportler auf 16-Zoll-Rädern. Das ist fair, aber nicht billig: Zu Lebzeiten startete der VW Up GTI bei rund 17.000 Euro, Renaults Twingo GT kostete einst weniger als 17.000 Euro.  

Ausstattungsbereinigt schrumpft die Preisdifferenz. Viel lässt sich nicht mehr in einen Hyundai i10 N Line konfigurieren. Wir empfehlen die Zweifarben-Lackierung (487 Euro) mit schwarzem oder rotem Dach und Außenspiegeln. Um weiter herauszustechen unter all den braveren Hyundai i10 mit 67 oder 84 PS.  

Hyundai i10 (ab 2020): Technische Daten 

Modell  Hyundai i10 1.0 Trend  Hyundai i10 N Line (1,0 T-GDI) 
Motor  1,0-l-Dreizylinder-Benziner   1,0-l-Dreizylinder-Turbobenziner  
Leistung  67 PS (49 kW) b. 5.500 U/min   100 PS (74 kW) bei 4.500 U/min 
Drehmoment  96 Nm b. 3.750 U/min   172 Nm bei 1.500 bis 4.000 U/min 
Getriebe  Fünfgang manuell   Fünfgang manuell 
0-100 km/h  14,8 s   10,5 s 
Geschwindigkeit  156 km/h   185 km/h 
Normverbrauch  4,8-4,4 l/100 km   4,8 l/100 km 
CO2  126-114 g/km   105 g/km 
Testverbrauch  5,2 l/100 km   n. a. 
Länge  3.670 mm   3.675 mm 
Breite  1.680 mm   1.680 mm 
Höhe  1.480 mm   1.483 mm 
Radstand  2.425 mm   2.425 
Leergewicht  921-1.068 kg   1.099-1.120 kg 
Kofferraumvolumen  252-1.050 l   252-1.050 l 
Basispreis  10.990 Euro   18.316 Euro 
Testwagenpreis   17.700 Euro   n. a.


Hyundai i10 2020: Bilder

  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Mit 3,67 Metern Länge, kurzen Überhängen und einem recht kleinen Wendekreis findet der Hyundai i10 fast überall einen Parkplatz
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Opulente Sicherheitsausstattung, spartanische Komfortausstattung - außer die Kunden zahlen extra. Mit diesem Konzept will Hyundai dem Kleinstwagen eine Zukunft verschaffen. Wie das gelingt, zeigt unser Test
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Mit dem Modellwechsel erstezt Hyundai im i10 die antiquierte Viergang-Automatik durch eine automatisierte Fünfgang-Schaltbox.
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Auffällig am Hyundai i10: Die gute Übersicht nach hinten. Angesichts der recht kleinen Heckscheibe hätten wir Schlimmeres erwartet
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Der schöne höhenverstellbare Ladeboden (hier in der unteren Position) ändert nichts daran: Es passt nicht viel hinein in den i10-Kofferraum, der seine 252 Liter vor allem über die Höhe gewinnt
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Die Rückbank umlegen muss man je nach Transportwunsch früher als man denkt: etwa bei der dritten Getränkekiste. Maximal fasst der Hyundai 1.050 Liter Gepäck
  • hyundai-i10-test-07
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Der neue Hyundai i10 sucht Anschluss an künftige EU-Regularien: Mehr Sicherheitsassistenz bietet in dieser Klasse bisher niemand
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Seit 2007 legt Hyundai bereits die dritte Generation des Kleinstwagens i10 auf - der weltweit in verschiedenen Varianten produziert wird
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH In der lichten Höhe bietet der koreanische Kleinstwagen mehr als genug Platz auch für großgewachsene Piloten
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Auf der Rückbank bietet der kleine Koreaner erstaunlich viel Platz für ein Auto seiner Größe - allerdings kitzelt die Frisur eventuell etwas am Dachhimmel
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Übersichtliche Bedienung, überwiegend wertige Knöpfe - aber eingefasst in reines Hartplastik. So kleidet Hyundai den i10-Innenraum aus
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Viele Kleinigkeiten, die bei vielen Autos nerven, klappen gut im Hyundai i10. Zum Beispiel der DAB-Empfang im Tunnel
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Eine induktive Ladeschale für das Smartphone ist Teil des Komfort-Pakets
  • Hyundai i10
    Quelle: TeamOn GmbH Trotz kompletter Überarbeitung der Optik und der Assistenztechnik: Unter der Motorhaube des Hyundai i10 bleibt es bei simplen Benzinern mit Saugrohr-Einspritzung
  • hyundai-i10-test-16
    Quelle: TeamOn GmbH LED-Scheinwerfer bietet Hyundai nicht an: In höheren Ausstattungen leuchtet der i10 mit Projektions-Halogenscheinwerfern