Oben offen, preislich gedeckelt: Coole Cabrios bis 20.000 Euro

Gebrauchte Traum-Cabrios für weniger als 20.000 Euro

Noble Cabrio und Sportwagen sind kostspielig. Doch manchmal entschärft die Zeit die Lage: Diese edlen Offenen kosten gebraucht weniger als 20.000 Euro.

  • Veröffentlicht am 02.03.2021, 05:45
  • Aktualisiert am 30.04.2021, 12:48
Porsche Boxster Dreiviertel-Frontansicht
Quelle: Porsche Schick und solide: Der Porsche Boxster der zweite Generation

Es geht um Noblesse und Wind in den Haaren: Schöne Cabriolets stiften Freude. Und steigern die Freiheit – allerdings tendenziell nicht in finanzieller Hinsicht. Denn lang gestreckte Offene zählen zu den teureren Automobilen am Markt. Allerdings: Im zweiten Leben entern luftige Traumautos gelegentlich den erschwinglichen Bereich. Wir stellen vier Autos vor, die auf mobile.de zumeist weniger als 20.000 Euro kosten. Und sagen, was sie besonders macht

Audi A5 Generation 1 (2008 bis 2016)

Audis Sportcoupé starten im Jahr 2008 als Cabrio-Version. Und irgendwie passt die Stoff-Haube zu den Proportionen des 4,6 Meter langen Sportwagens. Aus praktischer Sicht erwähnenswert: Im schön verarbeiteten und optional offenen Innenraum bleibt noch ausreichend Platz für den Familienbetrieb. Jedenfalls gemessen an gängigen anderen Optionen im Cabrio-Segment. Außerdem fährt der A5 komfortabel. Das Fahrwerk filtert Bodenwellen ausreichend weg, von Wind- und Fahrgeräusche dringt bei Modellen mit optionalem „Akustik-Verdeck“ wenig nach innen.

Audi A5 Dreiviertel-Frontansicht
Quelle: Audi Der offene Audi A5 ist elegant und besonders alltagstauglich

Auf mobile.de wird das Ingolstädter Cabrio häufig für weniger als 20.000 Euro angeboten. Für das Geld erhalten Käufer ein zuverlässiges Modell. Nur beim großen V6-Diesel und beim 1,8-TFSI-Benziner bemängeln Fans der Baureihe kleinere Probleme. Wir raten zu einem der 2,0-Liter-Turbobenziner.


Audi A5 Cabrio edited
Audi A5 Cabrio

Die klassische Audi-Limousine ist als Zweitürer in einer schnittigen Roadsterform mit einem Cabrioverdeck verfügbar.


Porsche Boxster (1996 bis 2004)

Porsche Cabriolets gelten generationenübergreifend als Traumwagen – und wir meinen hier Modell- wie Familien-Generationen gleichermaßen. Jung und Alt haben bei diesem Begriff ein Bild im Kopf, zumeist wird es sich um einen offenen 911 handeln. Allerdings: Das Kernmodell übersteigt als Cabrio dann zumeist doch die anvisierte finanzielle Grenze. Unterhalb der 20.000 Euro gibt es den Boxster aus Generation I – also Porsches kleinere Alternative mit Mittelmotor.

Porsche Boxster
Quelle: Porsche Exemplare der ersten Boxster-Generation werden für bereits vierstellige Summen angeboten

Mitunter liegen die auf mobile.de angebotenen Exemplare sogar recht deutlich unterhalb des Werts. Im Zweifel raten wir allerdings zu einem scheckheftgepflegten Exemplar, selbst wenn es auf den ersten Blick nicht als günstigstes Schnäppchen im Suchergebnis erscheint. Denn die Reparatur in der Porsche-Werkstatt kann teuer werden. Immerhin ist der Werterhalt langfristig garantiert. Mehr noch: Einst werden Sportfahrer den günstigen Boxster I nachtrauern – denn vom 924 bis zum 944 zogen bereits viele Modelle unterhalb des 911er im Laufe der Zeit preislich stark an.


Motron BV
Der Porsche Boxster (986)

Beim Porsche Boxster (986) empflieht sich der 2,7-Liter-Motor mit 220 PS.


Mercedes SL (2001 bis 2011)

Der Mercedes SL zählt zu den großen Namen im Segment edler und offener Sportler. Bei der zwischen 2001 und 2011 gebauten Generation R230 stattet Mercedes das Cabriolet erstmals mit einem Metall-Klappdach aus, die Vorgänger verfügen über ein herkömmliches Stoff-Verdeck.

Mercedes SL R230
Quelle: Daimler AG Auch heute noch schick: Der Mercedes SL R230

Im lang gestreckten Motorraum bietet Mercedes Sechs-, Acht- und Zwölfzylindermotoren an. Den größten technischen Aufwand treiben die Stuttgarter beim SL 500, der über sein serienmäßiges Luft-Fahrwerk einen Wankausgleich vornimmt – also Roll- und Nick-Bewegungen der Karosse eindämmt.

Unterhalb der 20.000-Euro-Marke werden diese Modelle seltener angeboten, bei den untergeordneten Motorvarianten stehen die Chancen besser. Mitunter handelt es sich um Re-Importe aus den USA. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, Exemplare aus den Staaten befinden sich zumeist in ähnlich gutem Zustand wie einheimische Mercedes SL. Klar, dieses Cabriolet war zu Lebzeiten richtig teuer – und wurde zumeist entsprechend gepflegt.      


Autohaus Peters GmbH
Der Mercedes SL 500

Beliebtes Modell ab 2001: Der SL 500 mit V8 und 306 PS. Gute Pflege und Wartung dankt das Triebwerk mit langer Haltbarkeit.


Lexus SC 430 (2001 bis 2010)

Zugegeben: Bei einem V8-Sportwagen denkt man nicht als erstes an einen Lexus. Doch genau das ist die Modellpolitik beim SC 430 der zweiten Generation: Ein 4,3-Liter-V8-Benziner sitzt in jedem der zwischen 2001 und 2010 gefertigten Modelle. Bis zu 286 PS und 419 Newtonmeter leistet der Saugmotor. Die Kraft gelangt ausschließlich an die Hinterachse. Dazwischen liegt ein solide dämmendes Metall-Klappdach – und ein toll ausstaffierter Innenraum.

Lexus SC 430 Seitenansicht
Quelle: Lexus Hat Seltenheitswert: Lexus SC 430

Toyotas Luxus-Tochtermarke stattet sämtliche SC 430 ab dem Basispreis gut aus, was die Suche nach einem passenden Modell vereinfacht. Hinzu kommt: Dieses Cabriolet gilt als robuster Dauerläufer und angenehme Wahl für längere Strecken. Wie gesagt: Im Schnitt handelt es sich nicht um das erste Cabrio, dass Frischluft-Fans in den Sinn kommt. Doch der Lexus erwarb sich im Laufe der Jahre eine solide Fan-Gemeinde – wer einen SC 430 besitzt, trennt sich ungern wieder vom 4,5-Meter-Cabrio. Damit ist das Angebot an gebrauchten Exemplaren rar, doch zumeist liegen die Preise unterhalb der 20.000 Euro. Noch.  


Lexus SC 430
Lexus SC 430

Der Lexus-Roadster ist nicht nur eine Rarität, sondern bietet mit seinem 4,3-Liter-V8 mit bis zu 286 PS viel Kraft für seine Größe.