Positionierung im Markt
OMODA tritt in Deutschland als designorientierte SUV-Marke an. Preislich positioniert sich das Unternehmen zwischen Volumenherstellern wie Kia, Toyota und Škoda sowie höherpreisigen Marken. Der OMODA 5 konkurriert im Segment der kompakten Crossover mit Modellen wie dem Kia Niro, dem Toyota C-HR und dem Škoda Elroq. Der größere OMODA 9 SHS tritt als Plug-in-Hybrid in einer höheren Fahrzeugklasse an. Ähnlich wie Genesis im Hyundai-Konzern oder Cupra im Volkswagen-Konzern soll OMODA als eigenständige Marke wahrgenommen werden. Der chinesische Automobilkonzern Chery steht als Muttergesellschaft im Hintergrund. Beim Verkauf setzt OMODA nicht auf ein Agenturmodell, sondern auf ein klassisches Händlernetz.
Wettbewerber und Marktumfeld
Der deutsche Automobilmarkt stellt für neue Marken eine anspruchsvolle Umgebung dar. Chinesische Hersteller kamen zum Jahresbeginn 2026 auf einen Bestand von rund 131.000 zugelassenen Fahrzeugen. Dem stand ein Gesamtbestand von etwa 49,5 Millionen Fahrzeugen gegenüber. Der Marktanteil lag damit unter einem Prozent. Hinzu kommen die seit 2024 geltenden EU-Zusatzzölle auf batterieelektrische Fahrzeuge aus China. Der OMODA 5 wird seit Ende 2024 im ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona montiert. Die europäische Fertigung kann die Abhängigkeit von Importen verringern. Für batterieelektrische Modelle, die vollständig aus China eingeführt werden, bleiben die zusätzlichen Zölle jedoch relevant.
Vertrieb und Service in Deutschland
Der Verkaufsbeginn in Deutschland erfolgte im vierten Quartal 2025 mit rund 40 Händlerstandorten. Bis Ende 2026 soll das Netz auf etwa 100 Standorte wachsen. Langfristig strebt die Marke rund 240 Standorte an. Dadurch soll die Fahrtzeit zum nächsten Händler in vielen Regionen weniger als 30 Minuten betragen. Chery unterhält in Raunheim bei Frankfurt am Main ein Entwicklungszentrum. Dort werden Fahrzeuge an die Anforderungen des europäischen und deutschen Marktes angepasst. Die Logistik und die Ersatzteilversorgung erfolgen über ein Zentrallager in Rheinland-Pfalz. Dabei arbeitet Chery mit Kühne+Nagel zusammen.
Qualität und Garantie
Der OMODA 5 verfügt über eine europäische Typgenehmigung. Im Euro-NCAP-Sicherheitstest erhielt das Modell eine Bewertung von fünf Sternen. Erste Fachmedien bewerteten das Fahrverhalten als ausgewogen und die Verarbeitung des Innenraums als ordentlich. In Deutschland gewährt OMODA eine siebenjährige Fahrzeuggarantie. Diese Herstellergarantie ist von der gesetzlichen Sachmängelhaftung zu unterscheiden. Zur langfristigen Zuverlässigkeit und zur Entwicklung der Restwerte liegen bislang noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vor.
Ausblick
Für Deutschland sind weitere Modelle vorgesehen. Der OMODA 7 SHS soll 2026 eingeführt werden und das Angebot im Segment der Mittelklasse-SUV erweitern. Auch der kleinere OMODA 4 aus dem B-Segment kommt für Europa infrage. Ein Marktstart wird frühestens für Ende 2026 erwartet. Parallel dazu plant Chery den weiteren Ausbau des Händlernetzes. Für OMODA und JAECOO zusammen wird in Deutschland ein Absatz von rund 8.000 Fahrzeugen angestrebt.
Modellangebot
Zum Marktstart in Deutschland im vierten Quartal 2025 umfasst die Modellpalette den OMODA 5 und den OMODA 9. Der OMODA 5 ist ein rund 4.400 mm langes Kompakt-SUV. Als OMODA 5 SHS-H kombiniert er einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor. Der batterieelektrische OMODA 5 EV besitzt eine Batterie mit rund 61 kWh und erreicht nach WLTP bis zu 430 Kilometer. Der 4.775 mm lange OMODA 9 SHS ist ein SUV der oberen Mittelklasse mit Plug-in-Hybridantrieb. Seine Systemleistung beträgt 395 kW (537 PS), die elektrische Reichweite rund 145 Kilometer. Für 2026 ist der OMODA 7 SHS vorgesehen. Das rund 4.660 mm lange Mittelklasse-SUV nutzt ebenfalls einen Plug-in-Hybridantrieb und soll nach WLTP bis zu 92 Kilometer rein elektrisch zurücklegen. Zusätzlich wurde der OMODA 4 als künftiges SUV im B-Segment angekündigt. Ein Marktstart in Europa wird frühestens Ende 2026 erwartet.
- OMODA 5 als Kompakt-Crossover mit Hybrid- und Elektroantrieb
- OMODA 9 als großes SUV mit Plug-in-Hybridantrieb
- OMODA 7 SHS PHEV 2026 für Deutschland geplant
Technologie
OMODA verfolgt eine Mehrantriebsstrategie mit Vollhybrid-, Plug-in-Hybrid- und rein batterieelektrischen Fahrzeugen. Im OMODA 5 EV arbeitet eine Batterie mit rund 59 kWh Kapazität und Zellen von CATL. Die Gleichstrom-Ladeleistung beträgt bis zu 80 kW. Dadurch fallen Ladepausen länger aus als bei Fahrzeugen mit höherer Ladeleistung. Der OMODA 7 und der OMODA 9 nutzen das konzerneigene Super Hybrid System. Diese Plug-in-Hybrid-Architektur ermöglicht elektrische Reichweiten von bis zu 145 Kilometern und Gesamtreichweiten von mehr als 1.200 Kilometern.
Im Innenraum kombiniert OMODA ein schwebend angeordnetes Digitalcockpit mit einem großformatigen Touchscreen. Apple CarPlay, vernetzte Dienste und eine kabellose Ladefunktion für Smartphones gehören zur Serienausstattung. In Deutschland gilt eine Fahrzeuggarantie von sieben Jahren. Für die Batterie und weitere Hybridkomponenten gelten separate Garantiebedingungen. Ein gemeinsam mit Kühne und Nagel betriebenes Logistikzentrum in Rheinland-Pfalz unterstützt die Ersatzteilversorgung auf dem deutschen Markt.
- Super Hybrid System ermöglicht über 1.200 Kilometer Reichweite
- Sieben Jahre Fahrzeuggarantie gelten im deutschen Markt
- Serienmäßige Vernetzung mit großem Digitalcockpit
Vorteile
- Sieben Jahre Garantie deutlich über dem Marktdurchschnitt
- Breites Antriebsangebot von Hybrid bis Elektro
- Wettbewerbsfähige Preise innerhalb des SUV-Segments
Nachteile
- Händlernetz zum Marktstart noch im Aufbau
- Restwertentwicklung als junge Marke noch unbekannt
- Ladegeschwindigkeit des OMODA 5 EV begrenzt