Ford Nugget

WohnmobilSeit 2024
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Fahrzeugeinordnung

Seit 1986 verbindet der Ford Nugget die Alltagstauglichkeit eines Transporters mit der Ausstattung eines kompakten Reisemobils. Die frühen Modelle entstanden auf Basis des Ford Transit und wurden von Westfalia ausgebaut. Mit dem Ford Nugget (Transit Custom, ab 2014) rückten kompakte Abmessungen und ein eigenständiges Raumkonzept stärker in den Mittelpunkt. Küche, Wohnbereich und Schlafplätze sind dabei klar voneinander getrennt.

Die 2023 vorgestellte aktuelle Generation des Ford Nugget (Transit Custom) führt dieses Konzept fort. Sie richtet sich an Familien und Freizeitreisende, die ein Fahrzeug für Alltag und Urlaub suchen. Neben klassischen Verbrennungsmotoren ergänzen ein Plug-in-Hybridantrieb und optionaler Allradantrieb das Angebot. Zu den direkten Wettbewerbern zählt der VW California.

Stärken
  • Durchdachtes Mehrraumkonzept bietet vier Schlafplätze
  • Plug-in-Hybrid und Allradantrieb erstmals verfügbar
  • Abmessungen bleiben trotz Campingausbau alltagstauglich
Schwächen
  • Hoher Einstiegspreis ab rund 75.000 Euro
  • Kofferraum bietet nur begrenzten Stauraum
  • Aufstelldach weniger wintertauglich als Hochdach
Beta
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Leistung
125 kW / 170 PS
0 - 100 km/h
-
Höchstgeschwindigkeit
-
CO2-Ausstoß (komb.)*
-
Verbrauch (komb.)*
-
Energieeffizienzklasse*
-

Motoren

Für den Ford Nugget stehen mehrere Antriebe zur Wahl. Den Einstieg bildet ein 2,0-Liter-EcoBlue-Vierzylinder-Diesel mit 110 kW (150 PS).

Er überträgt seine Kraft über ein Sechsgang-Schaltgetriebe an die Vorderräder. Alternativ leistet der Dieselmotor 125 kW (170 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 420 Nm.

Ein Achtgang-Automatikgetriebe übernimmt dabei die Gangwechsel und sorgt vor allem auf längeren Strecken für entspanntes Fahren. Diese Variante lässt sich auch mit Allradantrieb kombinieren, der die Antriebskraft je nach Fahrsituation auf beide Achsen verteilt.

Daneben ist der Ford Nugget als Plug-in-Hybrid erhältlich. Hier arbeiten ein 2,5-Liter-Benzinmotor und ein Elektromotor zusammen.

Die Systemleistung beträgt 171 kW (233 PS). Eine Hochvoltbatterie mit 11,8 kWh ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Damit kann der Nugget viele kurze Strecken lokal emissionsfrei zurücklegen, während der Benzinmotor auf längeren Fahrten zusätzliche Reichweite bietet.


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Sicherheit

Euro NCAP bewertete die Assistenzsysteme des Ford Transit Custom, auf dem der Nugget basiert, mit Gold. Serienmäßig schützen Fahrer- und Beifahrerairbags sowie eine stabile Fahrgastzelle die Insassen. Der Fußgängerschutz schnitt im Kopfbereich überwiegend gut ab.

Der kamera- und radarbasierte Pre-Collision Assist erkennt Fußgänger und Radfahrer bei Tag und Nacht und warnt vor drohenden Kollisionen. Bei Bedarf bremst er automatisch. Ein Kreuzungsassistent erfasst zusätzliche Gefahren an Einmündungen.

Die adaptive Geschwindigkeitsregelung hält Abstand und Tempo, während Spurzentrierung und Stop-and-go-Funktion vor allem auf der Autobahn und im dichten Verkehr entlasten. Rückfahrkamera und Querverkehrswarner überwachen beim Ausparken den Bereich hinter dem Fahrzeug. Optional unterstützen ein Rückfahrbremsassistent und eine 360-Grad-Kamera bei unübersichtlichen Manövern.

Die Ausstiegswarnung weist vor dem Öffnen der Türen auf nahenden Verkehr hin. ISOFIX-Halter ermöglichen die sichere Befestigung geeigneter Kindersitze.

Ausstattung

Der Ford Transit Custom Nugget bietet ein gemeinsam mit Westfalia entwickeltes Innenraumkonzept. Die L-förmige Küche im Heck schafft getrennte Bereiche zum Kochen und Wohnen. Zur Serienausstattung gehören Küchenmöbel in dunklem Farbton, ein Warmwasserboiler, eine Außendusche und ein Frischwassertank mit 53 Liter Volumen.

Gasdruckfedern erleichtern das Öffnen des Aufstelldachs. Das dort integrierte Bett bietet eine Liegefläche von etwa 1.380 × 1.950 mm. Die Rücksitzbank lässt sich mit wenigen Handgriffen in eine rund 1.200 × 1.900 mm große Schlaffläche verwandeln. Im Cockpit bündelt ein 13-Zoll-Touchscreen die Funktionen des Bediensystems Ford SYNC 4. Es unterstützt Sprachbefehle sowie die kabellose Einbindung kompatibler Smartphones über Android Auto und Apple CarPlay.

Ein weiterer 7-Zoll-Touchscreen im Wohnbereich steuert unter anderem die Standheizung und zeigt den Batterie- sowie Wasservorrat an. Beheizbare Vordersitze und eine Zweizonenklimaautomatik hängen von der Ausstattung ab. Optional ergänzt ein Photovoltaikmodul auf dem Dach die Stromversorgung an Bord.

Modellbeschreibung

Der Ford Nugget etablierte sich als kompakter Campingbus auf Basis des Ford Transit. Westfalia entwickelte den Innenausbau und prägte das charakteristische Raumkonzept. Später wechselte der Ford Nugget auf die Plattform des Ford Transit Custom und verband weiterhin Alltagstauglichkeit mit Reisekomfort. Das Antriebsangebot umfasst auch einen Plug-in-Hybridantrieb und Allradantrieb.


Campingvan im Alltagsformat mit zunehmend vielfältigen Antrieben

Design und Abmessungen

Der Ford Nugget nutzt die Karosserie des Ford Transit Custom, während Westfalia den verfügbaren Raum konsequent zum Campingausbau umgestaltet. Zwei Radstände stehen zur Wahl. Die Version L1 misst rund 5.050 mm, die Variante L2 etwa 5.450 mm. Das Hochdach ist ausschließlich für den längeren Radstand erhältlich.

Alternativ bietet Ford ein Aufstelldach an. Die moderne Karosserie wirkt sachlich, während das Pkw-nahe Cockpit den typischen Transportercharakter deutlich reduziert.

Innenraum und Schlafplätze

Das Mehrraum-Konzept bildet den Kern des Ford Nugget. Im Heck befindet sich eine L-Küche mit Gaskocher, Spüle, Kühlschublade und Außendusche. Ein Warmwasserboiler und ein Frischwassertank mit 53 Liter Volumen gehören ebenfalls zur Ausstattung. Die Anordnung trennt den Koch- und Wohnbereich, sodass die Küche auch bei belegter Sitzgruppe zugänglich bleibt.

Die Rücksitzbank lässt sich mit einer Hand zu einer etwa 1.200 mm breiten und 1.900 mm langen Liegefläche umbauen. Im Aufstelldach befindet sich ein weiteres Bett mit rund 1.380 mm Breite und 1.950 mm Länge. Damit bietet der Campingvan vier Schlafplätze.

Weniger überzeugend fällt der Stauraum im Heck aus. Die Sitzbank nimmt nur 18 kg Zuladung auf, während neben der Küche lediglich Platz für einen schmalen Schrank bleibt.

Antriebe und Fahrverhalten

Die Plattform mit hinterer Einzelradaufhängung verbessert den Fahrkomfort und sorgt für ein stabileres Handling. Als Basis dient ein 2,0-Liter-Diesel mit 110 kW (150 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe. Die stärkere Dieselvariante leistet 125 kW (170 PS), entwickelt 420 Nm und ist mit einer Achtgang-Automatik erhältlich. Nur für diesen Motor steht ein zuschaltbarer Allradantrieb zur Verfügung.

Alternativ kombiniert der Plug-in-Hybrid einen 2,5-Liter-Benzinmotor mit einem Elektromotor. Das System leistet 171 kW (233 PS). Die 11,8 kWh große Batterie ermöglicht eine elektrische Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Dadurch eignet sich der Antrieb besonders für kurze Alltagswege und Stadtfahrten.

Ausstattung und Assistenz

Ein 13-Zoll-Touchscreen mit Ford SYNC 4 unterstützt Sprachsteuerung, Android Auto und Apple CarPlay. Über einen zusätzlichen 7-Zoll-Bildschirm im Wohnbereich lassen sich Standheizung, Batteriestatus und Wasservorrat kontrollieren. Optional versorgt ein Photovoltaikmodul mit 350 bis 365 Watt die Bordtechnik mit Strom.

Zu den Assistenzsystemen gehören ein Pre-Collision Assist, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Spurzentrierung und Stop-and-go-Funktion sowie eine Rückfahrkamera mit Querverkehrwarner. Optional ergänzen ein Rückfahr-Bremsassistent und eine 360-Grad-Kamera die Ausstattung. ISOFIX-Halter erleichtern den sicheren Transport von Kindern.

Preis und Fazit

Mit einem Einstiegspreis von rund 75.000 Euro ist der Ford Nugget kostspielig. Gegenüber dem VW California punktet er mit seinem eigenständigen Raumkonzept, bleibt bei Markenimage und Wiederverkaufswert jedoch im Nachteil. Insgesamt verbindet der Ford Nugget vier Schlafplätze, vielseitige Antriebe und alltagstaugliche Abmessungen zu einem durchdachten Campingvan. Der begrenzte Heckstauraum und die geringere Wintertauglichkeit des Aufstelldachs bleiben seine wichtigsten Schwächen.

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