Damit Hitlers Plan von der Motorisierung des deutschen Volkes vorangetrieben wird, erhält der Österreicher Ferdinand Porsche, der ein Konstruktionsbüro in Stuttgart betreibt, am 22.06.1934 vom Reichsverband der deutschen Automobilindustrie den Auftrag, einen viersitzigen, sparsamen Familienwagen zu entwickeln, der weniger als 1.000 Reichsmark kosten soll. Im Juli 1935 wird der Prototyp des VW Käfer der Öffentlichkeit präsentiert.
Am 28.05.1937 gründet der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Robert Ley, die Gesellschaft zur Vorbereitung des deutschen Volkswagens mbH mit dem Ziel, die größte Autofabrik Europas zu bauen. Als einziges Modell ist der Käfer, der KdF (Kraft durch Freude)-Wagen, geplant, der in der neu gegründeten Stadt des KdF-Wagens, dem heutigen Wolfsburg, gefertigt werden soll. Im Herbst 1939 ist der Rohbau der Fabrik fertiggestellt, zu einer planmäßigen Produktion kommt es jedoch nicht, da aufgrund der Kriegsvorbereitung wichtige Maschinen fehlen. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird die Volkswagen
-Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt.
Nach dem Krieg fällt die Zuständigkeit für das Werk in die Hände der britischen Militärregierung. Der britische Offizier Major Ivan Hirst sorgt als Unternehmensleiter daf
ür, dass die Produktion des Käfers wieder aufgenommen wird der als VW Gebrauchtwagen
einer der größten Bestseller werden wird. 1948 macht Hirst den Deutschen Heinrich Nordhoff zum Generaldirektor. Ein Jahr darauf fällt Volkswagen unter Treuhandschaft des Bundes und des Landes Niedersachsen. Am 22. August 1960 wird die Volkswagenwerk GmbH privatisiert und in Volkswagenwerk Aktiengesellschaft umbenannt. 60% des VW-Kapitals werden in Form von Volksaktien ausgegeben, die restlichen 40% bleiben unter öffentlicher Kontrolle.
1965 übernimmt VW von Daimler-Benz die Auto
Union GmbH mit Sitz in Ingolstadt, zu der auch die Marke Audi
gehört. 1972 avanciert der Käfer zum meistgebauten Auto aller Zeiten und löst damit das legend
äre Ford
T-Modell ab. Bis ins Jahr 2003 läuft der zuletzt in Mexiko produzierte Käfer über 21 Millionen Mal vom Band der gern als Gebrauchtwagen von VW zum kaufen gesucht wird. 1973 kommt der VW Passat
auf den Markt, ein Jahr später ein weiterer Verkaufsschlager, der VW Golf
, der die Produktionszahlen des Käfers inzwischen übertroffen hat. 1985 beschließt der Konzern eine Namensänderung: Aus der Volkswagenwerk AG wird die Volkswagen AG.
Zum Volkswagen Konzern gehören heute neben der Abteilung VW Nutzfahrzeuge die Marken Audi, SEAT , Skoda sowie die Luxushersteller Bugatti , Bentley und Lamborghini und seit dem Jahr 2009 die Sportwagenschmiede von Porsche , deren Übernahme durch die Weltwirtschaftskrise 2009, und den damit verbundenen finanziellen Problemen der Zuffenhausener erst ermöglicht wurde.
Die aktuelle Angebotspalette umfasst u. a. die Kleinwagen
Fox
, Lupo
und Polo
, die Kompaktklasse mit dem Golf (auch als Variant
und Golf Plus erhältlich), dem Jetta
und dem Fun Car New Beetle, das auch als Cabrio
erhältlich ist, ferner den Mittelklassewagen Passat (auch als Variant) und die Oberklasse Limousine
Phaeton
. Weiterhin bietet Volkswagen zwei Großraumlimousinen an, den Sharan
und den kompakteren Touran
, den Kastenwagen
Caddy
Life, dem der Golf V zugrunde liegt, die erfolgreichen SUV
´s (Sports Utility Vehicle) Touareg
und VW Tiguan
sowie den Multivan, der auf dem VW Transporter basiert. Letzterer wird bereits in der fünften Generation (T5) produziert und ist als VW Gebrauchtwagen eine gern gekaufte Basis für ein selbst gebautes Wohnmobil
.
Volkswagen produziert nicht nur für den europäischen und nordamerikanischen Markt, sondern auch in Mittel- und Südamerika, China und Südafrika. Die dort angebotenen Modelle sind bedeutend günstiger und basieren oft auf sehr alten VW-Typen wie dem Santana
oder dem Golf I. Mittlerweile ist VW dazu übergegangen, auch für diese Märkte europäische Modelle zu fertigen, für China etwa den Touran. In Südamerika ist Volkswagen der einzige Autohersteller mit eigener Entwicklungsabteilung und VW Gebrauchtwagen sind dort der Renner.
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TDI
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