Adam Opel beginnt 1862 mit der Produktion von Nähmaschinen. Ein Jahr später zieht er mit seiner Werkstatt in einen ehemaligen Kuhstall nach Rüsselsheim, der aber bald zu klein wird. 1868 baut Opel
in Rüsselsheim eine Fabrik, in der ab 1886 auch Fahrräder produziert werden.
Nach Opels Tod wenden sich seine Söhne Fritz und Wilhelm Opel dem Automobilbau zu und kaufen 1899 die Motorwagenfabrik des Dessauer Hofschlossers Friedrich Lutzmann. Mit ihm konstruieren sie im selben Jahr ihr erstes Auto
, den Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann, der mit seinen 3,5 PS
eine Geschwindigkeit von 20 km/h erreicht. 1902 stellt Opel seine erste Eigenkonstruktion vor, das Modell 10/12 PS, 1909 kommt der Opel 4/8 PS auf den Markt, ein preisgünstiges Fahrzeug
für den Mittelstand, das heute als Doktorwagen bekannt ist.
Im ersten Weltkrieg produziert Opel hauptsächlich LKW . 1924 führt Opel als erster Autohersteller in Europa das Fließband ein und fertigt damit ein Massenfahrzeug, den Opel 4/12 PS, genannt Laubfrosch. 1928 erscheint der Luxuswagen Regent mit acht Zylindern; Opel ist inzwischen der größte deutsche Automobilbauer. Durch die Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre durchläuft Opel eine schwierige Phase, findet aber in der General Motors Corporation einen starken Partner, der die Aktienmehrheit der Adam Opel AG übernimmt. 1935 stellt Opel den Olympia vor, ein Jahr darauf den Kadett . Ende der 30er Jahre bereichert Opel mit den Modellen Admiral und Kapitän die automobile Oberklasse.
Während des zweiten Weltkriegs produziert Opel LKWs, Fahrwerke und Triebwerksteile. 1944 wird das Werk Rüsselsheim zur Hälfte zerstört, die Fabrik in Brandenburg fast völlig. Drei Jahre später nimmt Opel die PKW
-Produktion mit dem Olympia und dem Kapitän wieder auf. 1950 ist das Rüsselsheimer Werk vollständig aufgebaut und es geht wieder aufwärts. In den 60er Jahren entstehen u. a. der Rekord
, der neue Kadett, die Luxuswagen Kapitän, Admiral und Diplomat, der Commodore A sowie der legend
äre Sportwagen
Opel GT, der durch seine Klappscheinwerfer Furore macht. 1970 stellt Opel den Ascona
und dessen Coupé-Variante Manta
vor, 1975 werden beide durch die Modelle Ascona B und Manta B abgelöst.
Die neuen Spitzenmodelle des Unternehmens sind ab 1977 der Senator
und das Opel Monza Coupé. 1982 wird der Kleinwagen
Corsa
eingeführt, gefolgt von Omega
und dem Ascona-Nachfolger Vectra
(1986 und 1988). In den 90ern entstehen der Geländewagen Frontera
, der Tigra
und der Compact Van
Zafira
. Der Kadett wird ferner durch den Astra
abgelöst. Für Furore sorgt 2001 der zweisitzige Sportflitzer Speedster, der auf dem Lotus
Elise
basiert und in Leichtbauweise hergestellt wird.
Als Global Player mit General Motors
Die Adam Opel AG produziert heute in Deutschland an den Standorten Eisenach, Bochum
, Kaiserslautern und im Stammwerk Rüsselsheim, wo allein ca. 18.300 Mitarbeiter beschäftigt sind.
In Großbritannien wird Opel von und unter dem Namen der Firma Vauxhall
vertrieben, die bereits 1925 von General Motors übernommen wurde und inzwischen keine eigenen Modelle mehr entwickelt, und in Australien von der Firma Holden
vertreten ist. Viele Opel-Modelle werden außerhalb Europas unter dem Namen anderer GM-Marken angeboten, wie der Corsa. Dieser heißt in Brasilien Chevrolet
und in China Buick
.
Die Marke mit dem Blitz, der seit 1964 den Kühlergrill ziert, bietet aktuell folgende Modelle an: den Kleinwagen Corsa, den Microvan Agila , die Cabrios Tigra TwinTop und Astra Twin Top mit versenkbarem Stahlklappdach, den Kastenwagen Combo, den SUV Antara , die Vans Meriva , Zafira und Vivaro , den Astra als Limousine und Kombi , den Vectra, den Kombi Signum und den sportlichen Zweisitzer Opel GT. Seit 2008 sorgen in der Mittelklasse der Opel Insignia und der Insignia Sport Tourer als Kombi mit innovativen Neuerungen und einem schicken Design für Aufsehen. Der für das Jahr 2011 avisierte und auf dem Genfer Auto-Salon 2009 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellte Opel Ampera , ist das Elektroauto der Zukunft wie Opel sie sich vorstellt. Das mit 150 PS per Elektromotor angetriebene Auto, bietet 5 Personen Platz und soll eine Reichweite von ca. 500 km erzeugen (Werksangaben). Ebenso erblickte der Opel Astra in der 3.Generation das Licht der Welt im Jahr 2009, um den Wettbewerb in der Golfklasse neu anzukurbeln.
Durch die Weltwirtschaftskrise der Jahre 2008/2009 geriet General Motors in finanzielle Nöte und trennte sich letztendlich im September 2009 von Opel. Ein Konsortium des Automobilzulieferer Magna International aus Österreich/Kanada der russischen Sber Bank und Opel Mitarbeiten sind nun die federführenden Besitzer des deutschen Autobauers. Durch den Abbau von Arbeitsplätzen und einer konsequenten Modellpolitik soll Opel wieder in die Gewinnzone gebracht werden.
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