Lexus

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Lexus ist die Premiummarke des japanischen Toyota-Konzerns und wurde 1989 gegründet. Die Marke steht für komfortbetonte Fahrzeuge, sorgfältige Verarbeitung und eine frühe, konsequente Ausrichtung auf Hybridantriebe.

In Deutschland ist Lexus im Vergleich zu den großen deutschen Premiumherstellern eine eher kleine Marke. Das Angebot konzentriert sich auf SUV und Limousinen mit elektrifizierten Antrieben, vom kompakten Stadt-SUV bis zum großen Van für Chauffeurfahrten.

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Markenbeschreibung

Toyota gründete Lexus, um mit eigenen Oberklasse-Fahrzeugen gegen etablierte Premiumhersteller anzutreten. Das erste Modell war die Limousine LS 400. Lexus gehört rechtlich und organisatorisch zu Toyota und nutzt viele technische Grundlagen des Mutterkonzerns. Für Käufer bedeutet das eine bewährte Technik, kombiniert mit höherwertiger Ausstattung und einem eigenen Händlernetz.


Lexus verbindet japanische Zuverlässigkeit mit Komfort und einer langen Erfahrung bei Hybridantrieben.

Lexus-Modellnamen einfach erklärt

Die Modellbezeichnungen folgen einem festen Schema aus Buchstaben und Zahlen. Die Buchstaben stehen für die Baureihe, etwa NX oder RX. Die Zahl dahinter beschreibt grob die Leistungsklasse. Ein angehängtes „h“ steht für Hybrid, „h+“ für Plug-in-Hybrid und „e“ für einen rein elektrischen Antrieb. Ein NX 350h ist also ein Hybrid, ein NX 450h+ ein Plug-in-Hybrid. Dieses System hilft auch bei der Orientierung auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

SUV von Lexus: vom LBX bis zum RX

Den größten Teil des Angebots machen SUV aus. Der LBX ist das kleinste Modell der Marke. Er ist technisch mit dem Toyota Yaris Cross verwandt, bietet aber einen hochwertiger gestalteten Innenraum. Mit seinen kompakten Maßen eignet er sich gut für die Stadt und für Pendler. Ungewöhnlich für diese Größe ist die Möglichkeit, ihn mit Allradantrieb zu bestellen, was etwa in bergigen Regionen oder im Winter hilfreich sein kann. Das Platzangebot im Fond ist allerdings begrenzt.

Der UX liegt eine Stufe darüber und ist ein kompaktes SUV mit etwas mehr Platz. Er bietet eine leicht erhöhte Sitzposition, die den Einstieg erleichtert, bleibt im Stadtverkehr aber handlich. Neben der Hybrid-Version gab es mit dem UX 300e auch eine elektrische Variante.

Der NX ist ein SUV der Mittelklasse und für viele Familien ein naheliegender Kompromiss aus Größe, Platz und Handlichkeit. Er ist als Hybrid und als Plug-in-Hybrid erhältlich. Mit der Plug-in-Variante lassen sich tägliche Pendelstrecken häufig elektrisch zurücklegen, wenn eine Lademöglichkeit vorhanden ist.

Der RX ist das große SUV der Marke und eines der bekanntesten Lexus-Modelle in Deutschland. Er bietet viel Raum im Fond, eine ruhige Fahrweise und eignet sich für lange Strecken und Urlaubsfahrten mit Gepäck. Den RX gibt es in mehreren Generationen auch als Gebrauchtwagen, was ihn für Käufer interessant macht, die ein komfortables Hybrid-SUV zu einem geringeren Preis suchen.

Elektroautos von Lexus: der RZ

Der RZ ist das erste Lexus-Modell, das ausschließlich als Elektroauto entwickelt wurde. Er ist technisch mit dem Toyota bZ4X verwandt. Das SUV richtet sich an Käufer, die elektrisch fahren möchten und Wert auf einen leisen, komfortablen Innenraum legen. Wie bei allen Elektroautos hängt die Alltagstauglichkeit stark von den Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs ab.

Limousinen, Sportwagen und Van

Neben den SUV hat Lexus eine Tradition bei Limousinen. Die ES ist eine komfortable Limousine der oberen Mittelklasse mit viel Platz im Fond. Sie eignet sich gut für Vielfahrer und Geschäftsreisende. Die LS ist das große Oberklasse-Modell der Marke. Früher ergänzten die IS und die GS das Angebot, beide mit Hinterradantrieb und sportlicherer Ausrichtung. Der kompakte CT 200h war lange das Einstiegsmodell und ist als Gebrauchtwagen weit verbreitet.

Für sportlich orientierte Käufer gab es die Coupés RC und LC. Der LC fällt durch sein auffälliges Design auf und war auch als Cabrio erhältlich. Der LFA ist ein in kleiner Stückzahl gebauter Supersportwagen und gilt als Sammlerstück.

Eine Besonderheit ist der LM. Der große Van ist vor allem für Fahrgäste im Fond ausgelegt und richtet sich an Chauffeurdienste, Hotels oder Unternehmen, die komfortable Beförderung anbieten.

Hybridtechnik und Antriebe

Lexus setzt seit vielen Jahren auf Vollhybride. Dabei arbeiten ein Benzinmotor und ein Elektromotor zusammen. Die Batterie wird während der Fahrt durch den Motor und beim Bremsen geladen, ein Anschluss an die Steckdose ist nicht nötig. Im Stadtverkehr fährt das Auto so oft kurze Strecken rein elektrisch, was den Verbrauch senkt und leise Anfahrten ermöglicht. Auf der Autobahn bei hohem Tempo ist der Vorteil geringer.

Die Hybride arbeiten meist mit einer stufenlosen Automatik. Sie schaltet nicht spürbar in Gängen, kann aber beim kräftigen Beschleunigen den Motor laut hochdrehen lassen. Das empfinden manche Fahrer als ungewohnt. Dieselmotoren spielen bei Lexus in Deutschland keine Rolle, ältere Diesel wie in früheren Generationen der IS sind nur noch auf dem Gebrauchtmarkt zu finden.

Ausstattung, Sicherheit und Assistenzsysteme

Die Ausstattung ist je nach Modell in Linien gestaffelt. Eine bekannte Linie ist F Sport mit sportlichem Design und teilweise straff abgestimmtem Fahrwerk. Die genauen Bezeichnungen der übrigen Linien wechseln je nach Modell und Baujahr.

Unter dem Namen Lexus Safety System+ bietet die Marke ein Paket an Assistenzsystemen. Dazu gehören je nach Modell ein Notbremsassistent, der vor Zusammenstößen warnt und selbst bremst, ein Spurhalteassistent und ein Abstandstempomat, der auf der Autobahn automatisch Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug hält. Bei höheren Ausstattungen kommen weitere Helfer wie eine Rundum-Kamera für das Einparken hinzu.

Verbrauch, Unterhalt und Wertstabilität

Durch die Hybridantriebe liegen die Verbrauchswerte vieler Lexus-Modelle vor allem im Stadtverkehr niedrig. Lexus und Toyota schneiden in Zuverlässigkeits- und Pannenstatistiken häufig gut ab. Für Käufer bedeutet das geringere Risiken bei Reparaturen, gerade bei älteren Fahrzeugen. Die Wartung erfolgt über das Lexus-Händlernetz, das in Deutschland weniger dicht ist als bei großen Marken. Das kann längere Anfahrtswege zur Werkstatt bedeuten.

Bei regelmäßiger Wartung in einer Vertragswerkstatt bietet der Hersteller eine verlängerte Garantie an. Das erhöht die Sicherheit beim Kauf eines Gebrauchten. Die Wertstabilität gilt insgesamt als solide, vor allem bei gefragten SUV wie NX und RX. Limousinen und seltene Modelle verlieren dagegen je nach Nachfrage stärker an Wert, lassen sich dafür aber gebraucht oft günstig kaufen.

Für wen eignet sich ein Lexus?

Lexus spricht Käufer an, die Komfort, Zuverlässigkeit und einen niedrigen Verbrauch im Stadtverkehr schätzen und nicht zwingend eine deutsche Premiummarke suchen. LBX und UX passen zu Singles, Paaren und Pendlern. NX und RX eignen sich für Familien und Langstreckenfahrer. Wer elektrisch fahren möchte, findet im RZ eine Alternative, während ES und LS vor allem Käufer ansprechen, die eine ruhige, geräumige Limousine suchen.