mobile.de-Händler bietet praktisch kostenfreies Leasing

Zwei Jahre gratis im Renault Zoe: Alle Infos zum Elektro-Leasing-Angebot

Einen elektrischen Zoe zwei Jahre lang praktisch gratis leasen – das verspricht Renault König. Erfahre hier, was dran ist – und wie die Rechnung aufgehen kann.

  • Sven Förster
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  • Veröffentlicht am 11/10/2019, 7:15 AM
Der Renault Zoe im Leasing Angebot: ein mobile.de-Händler bietet praktisch ein kostenfreies Leasing
Quelle: Renault Der Renault Zoe im Leasing Angebot: ein mobile.de-Händler bietet praktisch ein kostenfreies Leasing. Was an dem Angebot dran ist, klären wir auf mobile.de

Wann ist die beste Zeit, ein neues Modell zu kaufen oder zu leasen? Ganz klar: kurz bevor Nachfolger oder geliftete Versionen in den Schauraum rollen. Mit günstigen Angeboten für den aktuellen Kleinwagen-Stromer Renault Zoe war also zu rechnen, seit Renault Anfang des Jahres das Tuch von der überarbeiteten Variante zog. Was niemand erwartete: dass man den bisherigen Zoe nunmehr praktisch kostenlos leasen kann. Zwei Jahre Elektroauto fahren ohne eigenen finanziellen Aufwand für Leasingrate, Anzahlung oder Anlieferung des E-Kleinwagens – so jedenfalls verspricht es ein mobile.de-Händler. Wie das Angebot des Autohauses König zustande kommt? Für wen es gilt? Und ob irgendwo der große Haken lauert? Klären wir hier.



Was ist dran? Was ist (für wen) drin? 

Vorweg: Das Angebot existiert tatsächlich und ist weder an ein lebenslanges Zeitungs-Abo noch an den Kauf einer Time-Sharing-Immobilie in Nord-Grönland geknüpft. Doch Einschränkungen existieren: Die Aktion richtet sich ausschließlich an gewerbliche Kunden aus Berlin und läuft nur noch bis Ende November 2019. Solange weniger als 250 Personen im Unternehmen arbeiten und der Jahres-Umsatz weniger als 50 Millionen Euro beträgt (bzw. die Bilanzsumme unter 45 Millionen Euro bleibt), kann man das E-Auto in den Fuhrpark aufnehmen. Viele Betriebe haben das bereits getan, laut einer Mitarbeiterin stehen noch rund 90 Exemplare zur Verfügung. 

Wie geht die Rechnung auf?  

Konkret stimmt der Renault-Händler das Leasing-Angebot des Zoe Vor-Facelifts auf alle erdenklichen staatlichen und regionalen Förderprogramme ab. Die Rechnung: Für die Leasing-Sonderzahlung veranschlagt das Autohaus 4.000 Euro – also exakt so viel, wie die Investitionsbank im Rahmen des Programms „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ ausschüttet. Diese können Unternehmen unter www.welmo.de beantragen.  

Der Renault Zoe kann laut Herstellerangaben rein elektrisch bis zu 300 Kilometer zurücklegen.
Quelle: Renault Der Renault Zoe kann laut Herstellerangaben rein elektrisch bis zu 300 Kilometer zurücklegen. In der Praxis sind es rund 210 Kilometer

Die monatliche Leasingrate beträgt 29 Euro. Hinzu kommt eine Besonderheit: Renault vermietet die Batterie des Zoe. Dafür fallen weitere 58 Euro an. Macht monatliche Gesamtkosten von 87 Euro. Während der Vertrags-Laufzeit von zwei Jahren oder 24 Monaten fallen also exakt 2.088 Euro an. Und damit ziemlich genau so viel, wie der Staat bei einem E-Auto mit einem Netto-Listenpreis von weniger als 40.000 Euro zuschießt. Das klappt beim Renault Zoe mit Brutto-Listenpreisen ab 21.900 Euro ohne Probleme. Beantragen können die Unternehmen den Umweltbonus unter https://fms.bafa.de/BafaFrame/umweltbonus.  



Welche Kosten sind nicht gedeckt? 

Mit 2.100 Euro übersteigt das Fördergeld die summierten monatlichen Kosten um 12 Euro – genug für die Kaffee-Kosten während der ersten Ladestopps. Die Kosten für die Batterie-Ladungen sind allerdings nicht im Leasing-Vertrag enthalten. Anders als Tesla bietet Renault kein kostenfreies Ladenetz, doch die Chancen auf Gratis-Strom fürs E-Auto stehen in der Frühphase der Technologie gut. Einige Supermärkte oder Möbelhäuser bieten Säulen zur bisher kostenfreien Nutzung. In der Praxis macht der Zoe vornehmlich dann Sinn, wenn der nächste Stromanschluss nur eine Kabellänge vom Firmenparkplatz entfernt liegt. Hinzu kommen außerdem die Kosten für die Versicherung des Elektro-Kleinwagens. 

Was kann der Leasing-Zoe? 

Seit dem Marktstart 2013 zählt der Renault Zoe beständig zu Deutschlands beliebtesten Elektro-Modellen. Auf etwas mehr als 4 Metern Fahrzeuglänge bietet der Kleinwagen vergleichsweise viel Platz. Renault stimmte das Modell eher komfortabel als sportlich ab – und hielt Ausstattung und Design vorwiegend konservativ. Das Vor-Facelift-Modell kommt ohne Rekuperations-Stufen oder Fahrmodi. Damit fährt der elektrische Kleinwagen so unkompliziert wie ein Verbrenner mit Automatik: Startknopf drücken, Gangwahlhebel auf D und los geht’s. Mit dem angebotenen Antriebsstrang kommt der Kleinwagen laut Hersteller bis zu 300 Kilometer weit (WLTP). In der Praxis sind rund 210 Kilometer allemal drin, ehe der 41 kWh große Stromspeicher im Unterboden wieder gefüllt werden muss.  

Der Renault Zoe verfügt serienmäßig über ein Navigationsgerät, einen Parkpiepser und einen Tempomat
Quelle: Renault Der Renault Zoe verfügt serienmäßig über ein Navigationsgerät, einen Parkpiepser und einen Tempomat. Die dazugehörige Keycard ermöglicht einem den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug

Der Leasing-Zoe kommt mit dem stärksten Aggregat, das Renault bis zum Facelift im Programm hatte. Der R110-Motor schickt 108 PS (80 KW) und ein Drehmoment von 225 Newtonmetern an die Vorderachse. Außerdem verfügt der Zoe Limited Z.E. 41 kWh über ein Navigationssystem, Parkpiepser, einen Tempomaten und die Keycard für schlüssellosen Zugang. 

Welche elektrifizierten Autos kann man noch günstig kaufen oder leasen? 

Der staatliche Umweltbonus und die Mobilitäts-Förderung für Berlin sind nicht an den Renault Zoe geknüpft. Finanzielle Vorteile können sich damit grundsätzlich mit jedem E-Auto ergeben. Denkbar, dass Autohäuser anderer Marken demnächst ebenso knapp kalkulieren wie das Autohaus König und für Modelle wie den Nissan Leaf oder den Kia E-Niro ähnliche Angebote auflegen. 

Der 41 kWh große Stromspeicher befindet sich im Unterboden des Renaut Zoe
Quelle: Renault Der 41 kWh große Stromspeicher befindet sich im Unterboden des Renaut Zoe

Doch die angeführte Rechnung geht nur für gewerbliche Kunden auf. Private E-Auto-Käufer profitieren zumindest vom Umweltbonus. Bei Modellen mit einem Netto-Preis von weniger als 40.000 Euro beträgt dieser aktuell 4.000 Euro, demnächst soll die Summe auf 6.000 Euro klettern. Elektroautos mit einem Netto-Listenpreis jenseits der 40.000 Euro sollen mit bis zu 5.000 Euro subventioniert werden. Keine Zuschüsse gibt es aktuell für Stromer, die laut Liste mehr als 60.000 Euro kosten – in naher Zukunft wird die Obergrenze auf 65.000 Euro angehoben. Plug-in-Modelle werden ebenfalls mit bis zu 4.000 Euro gefördert, allerdings unter einer Bedingung: Der CO2-Ausstoß pro Kilometer muss laut Hersteller weniger als 50 Gramm betragen. Das trifft auf Modelle mit einem Norm-Verbrauch von weniger als 2,1 Litern Benzin oder 1,88 Litern Diesel auf 100 Kilometer zu. 


Der Renault Zoe in Bildern

  • Der Renault Zoe im Leasing Angebot: ein mobile.de-Händler bietet praktisch ein kostenfreies Leasing
    Quelle: Renault Der Renault Zoe im Leasing Angebot: ein mobile.de-Händler bietet praktisch ein kostenfreies Leasing. Was an dem Angebot dran ist, klären wir auf mobile.de
  • Der 41 kWh große Stromspeicher befindet sich im Unterboden des Renaut Zoe
    Quelle: Renault Der 41 kWh große Stromspeicher befindet sich im Unterboden des Renaut Zoe
  • Der Renault Zoe kann laut Herstellerangaben rein elektrisch bis zu 300 Kilometer zurücklegen.
    Quelle: Renault Der Renault Zoe kann laut Herstellerangaben rein elektrisch bis zu 300 Kilometer zurücklegen. In der Praxis sind es rund 210 Kilometer
  • Der Renault Zoe verfügt serienmäßig über ein Navigationsgerät, einen Parkpiepser und einen Tempomat
    Quelle: Renault Der Renault Zoe verfügt serienmäßig über ein Navigationsgerät, einen Parkpiepser und einen Tempomat. Die dazugehörige Keycard ermöglicht einem den schlüssellosen Zugang zum Fahrzeug