So gut ist der Golf-Gegner Hyundai i30

Hyundai i30: Test, Probleme, Kaufberatung

Nicht aufregender als ein VW Golf – und kaum schlechter. Was der Hyundai i30 kann, steht in unserem Test und in der Kaufberatung.

  • Heiko Dilk
  • Veröffentlicht am 07/29/2019, 12:00 AM
  • Aktualisiert am 01/04/2021, 06:19 PM
Zu sehen ist die Front des Hyundai i30
Quelle: TeamON GmbH Hyundai überarbeitet zum Facelift das Exterieur-Design und lässt den Hyundai i30 markanter ausschauen

Drei Jahre ist der Hyundai i30 in seiner aktuellen Generation (PD) alt. Der VW-Golf-Gegner fährt als bodenständige Kompakt-Limousine mit steilem Heck, als geräumiger Kombi und als exotischer „Fastback“ mit coupéartig geformtem Stufenheck. Die Preise? Moderat. Bei 18.990 Euro geht es los, gut ausgestattet fährt man mit dem i30 meist günstiger als mit vielen Konkurrenten. Außerdem mit fünf Jahren Herstellergarantie.

Im Jahr 2020 bringen die Koreaner das erste große Facelift des i30. Das macht ihn begehrenswerter. Äußerlich mit einem markanteren Auftritt und technisch dank neuer Motoren, modernisierter Assistenten und aufgefrischtem Infotainment. Was Hyundais Kompaktwagen kann, wie er fährt und ob er Probleme als Gebrauchtwagen macht, liest Du im umfangreichen Test. 


Autohaus A.Lemke GmbH
Der Hyundai i30 Fastback

Der Hyundai i30 Fastback vereint edles Coupé-Design, neue Technologien und wurde um neue Assistenzsysteme erweitert.


Der Hyundai i30 (PD, ab 2017) in Kürze 

  • Kompakter Golf-Gegner, seit 2017 in 3. Generation 
  • Hyundai i30 Facelift 2020: neues Infotainment, neue Motoren 
  • Ab 4,34 Metern Länge, als Schrägheck, Kombi und Viertürer-Coupé  
  • Benzin-Motoren von 100 bis 275 PS, Diesel: 95 bis 136 PS 
  • Diverse Motoren seit dem Facelift als Mildhybrid mit 48-Volt-Technik 
  • Hyundai i30 2020 Preise: ab 18.990 Euro (19% MwSt.)  
  • Zuverlässige Gebrauchtwagen, alle noch in der Garantie (5 Jahre) 
  • Preise gebraucht: ab rund 10.000 Euro auf mobile.de  

Hyundai i30 Facelift: Das ist neu ab 2020 

Äußerlich entwickelt Hyundai den i30 mit dem Facelift behutsam, aber effektiv weiter. Der breitere Grill, die größeren Lufteinlässe, LED-Tagfahrlicht in V-Form und neu gestaltete Heckleuchten machen ihn optisch auffälliger als seinen Vorgänger. In der Ausstattungslinie N Line wirkt der i30 noch deutlich sportlicher. An den Abmessungen ändert sich nichts. Der i30 (Modelljahr 2020) misst als Fünftürer 4,34 Meter in der Länge, der i30 Fastback ist mit 4,45 Metern gut elf Zentimeter länger, der Kombi knapp 25 Zentimeter.  

Zu sehen ist der Hyundai i30 in seitlicher Position
Quelle: TeamON GmbH Die Abmessungen des Hyundai i30 werden zum Facelift nicht verändert

Im Innenraum guckt der Fahrer nun optional auf einen digitalen Instrumententräger mit 7-Zoll-Diagonale. Drehzahlmesser, Tankuhr und Öltemperatur werden links und rechts daneben noch analog angezeigt. Der Infotainment-Bildschirm wächst auf bis zu 10,25 Zoll. Die Bedienung überarbeitet Hyundai, das Funktionsangebot erweitern sie. Neu kommen Echtzeitverkehrsnachrichten, lokale Wetterberichte und eine Verkehrszeichenerkennung hinzu. 

Neu bei den Assistenzsystemen ist der Stauassistent (nur in Verbindung mit Doppelkupplungsgetriebe), der auf der Autobahn selbstständig anfährt und stehen bleibt. Beim rückwärts Ausparken hilft ein Querverkehrswarner mit Bremsfunktion. Er erkennt, wenn sich Autos aus seitlicher Richtung nähern. Wer an der Ampel pennt, wird im Display optisch und mit einem Warnton darauf hingewiesen, dass der Vordermann losfährt. 

Im Test: So fährt der Hyundai i30 

Hyundai i30 1.4 T-GDI Vorfacelift (2017) 

Im Test fahren wir den Hyundai i30 mit 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner 1.4 T-GDI. Er leistet 140 PS und reicht 242 Newtonmeter Drehmoment ans manuelle Sechsgang-Getriebe weiter. Keine pure Freude. Der i30 fällt beim Anfahren stets in ein Leistungsloch. Er braucht zu viel Gas, ein Druckpunkt der Kupplung ist nicht vorhanden. Allzu drehfreudig geht der Motor ebenfalls nicht ans Werk. Immerhin arbeitet er leise und laufruhig. Der Verbrauch fällt akzeptabel aus, nicht überragend. Nach diversen zügigen Autobahnetappen und viel Stadtverkehr liegt der Verbrauch bei 8,5 Litern. Insgesamt stehen nach dem Test 7,5 Liter im Durchschnitt auf der Abrechnung. 

Hyundai i30-10
Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30 gehört zum großen Segment der Kompaktwagen - dort tritt er unter anderem gegen den VW Golf an

Lenkung und Fahrwerk des i30 arbeiten angenehm, nachvollziehbar und ausgewogen. Hyundai trifft einen guten Bereich mit viel Komfort und ein bisschen Sport. Der Kompakte verträgt Gullydeckel und Bahnschienen, rollt sanft ab und federt nie zu hart. Das Fahrwerk kommt mit komplizierten Situationen zurecht. Gewichtung und Abstimmung der Lenkung stimmen vor allem für den Stadtverkehr, sie liegen eher auf der weichen, nicht zu zackigen Seite. Mehr braucht es nicht in dieser Klasse. 

Hyundai i30 1.5 T-GDI 48V Facelift (2020) 

Der Eindruck bleibt nach dem Facelift erhalten. Der Hyundai i30 federt verbindlich, nicht zu straff, nicht zu weich und rollt sanft über Kanten und durch Schlaglöcher. Zum VW Golf fehlt ihm gefühlsmäßig nicht viel, aber doch ein bisschen. Der Wolfsburger federt eine Spur satter und ausgewogener, als Fahrer fühlt man sich ein bisschen besser eingebunden. 

Neu ist der Motor im aufgefrischten i30. Hyundai löst den 1,4er mit einem 1,5-Liter-Benziner ab. Als 1.5 T-GDI leistet er im Testwagen 159 PS und verfügt über 253 Newtonmeter Drehmoment. Er wird    von einem kleinen Elektromotor in Form eines Startergenerators unterstützt bzw. entlastet, um Sprit zu sparen (weitere Motoren siehe unten).  

Das Facelift-Modell fährt besser. Doch ein spürbarer Druckpunkt fehlt auch der Kupplung des i30 mit dem 1,5-Liter-Motor. Eine leichte Anfahrschwäche bleibt ebenfalls. Bremse, Kupplung, Gas und Lenkung stimmt Hyundai weiterhin leichtgewichtig ab, liefert nun jedoch für alle Modelle einen „Drive-Mode“-Schalter. Zuvor gab es den nur für Varianten mit Doppelkupplungsgetriebe. Fällt die Wahl statt Eco oder Comfort auf Sport, strafft sich die Lenkung und das Gaspedal reagiert empfindlicher. Außerdem gibt der Facelift-i30 beim Herunterschalten automatisch Zwischengas – ein Feature, das wir sonst nur aus Sportmodellen kennen. Im i30 wirkt es übertrieben – trotz der sportlichen Ausstattungslinie N Line. 

Zu sehen ist ein Scheinwerfer des Hyundai i30
Quelle: TeamON GmbH Neue, V-förmige LED-Scheinwerfer schmücken die Front des Hyundai i30. Der breitere Kühlergrill und die größeren Lufteinlässe machen ihn optisch auffälliger als seinen Vorgänger

Allerdings fühlt sich der 1.5 T-GDI im Sport-Modus deutlich kräftiger an. Das liegt vor allem daran, dass der Startergenerator bei jedem Gasstoß „boosten“ darf. Das macht den i30 deutlich spontaner und kräftiger. Jetzt erst glaubt man ihm seine 159 PS wirklich.  

In den Modi Comfort und Eco beschränkt sich der Generator primär darauf, den Verbrenner sanft und beinahe unmerklich an- und abzuschalten. Das Start-Stopp-System reagiert nicht stur darauf, ob der Fuß auf der Bremse steht oder nicht. Es passt sich der Fahrsituation an. Mal nimmt es die Kupplung, mal die Bremse und mal den eingelegten oder nicht eingelegten Gang als Trigger. Clever. Interessant, aber Geschmackssache: Hyundai lässt es den Fahrer deutlich spüren, wenn der Startergenerator die Bewegungsenergie nutzt, um die Batterie zu laden (Rekuperation). Dann erhöht sich beim Dahinrollen spürbar die Verzögerung. 

Am Verbrauch zeigt sich das deutlich. Im Vergleich zum Vorgänger fährt der i30 nach dem Facelift ein gutes Stück sparsamer. Im dichten Stadtverkehr bei niedrigen Temperaturen kommen wir mit weniger als 8 Litern aus, im Test-Mix aus Langstrecke und Stadtverkehr landen wir bei 6,9 Litern. 


Kia Ceed Seitenansicht
Kia's Golf-Gegner

Seit Markstart in 2006, wurden in Deutschland über 177.000 Kia Ceed verkauft.


Hyundai i30 Stärken: Platzangebot, Verarbeitung 

Vor wie nach dem Facelift überzeugt der Hyundai i30 mit solider Verarbeitung im Innenraum. Wenig harter Kunststoff, dafür viele unterschäumte Flächen freuen Hände und Augen. Erst in der unteren Hälfte fühlt sich das Cockpit nicht mehr gut an, die Mittelkonsole besteht spürbar und sichtbar aus Hartplastik. Doch nichts klappert, knistert oder wackelt. 

Das Platzangebot fällt ebenfalls großzügig aus. Fahrer und Beifahrer sitzen luftig mit viel Platz zur Mittelkonsole und nach oben. Die Beinfreiheit in Reihe zwei stimmt, man sitzt hier auch auf langen Strecken gemütlich. Der Kofferraum des Steilhecks fasst 395 bis 1.301 Liter Volumen, mehr als der Golf 8 (380 bis 1.237 Liter). Dazu gibt es Mulden für Kleinteile, Ösen und Gepäckhaken, um die Ladung zu sichern. Bei umgelegter Rückbank entsteht zwar ein Absatz, Hyundai überbrückt die Kante jedoch mit einer kleinen Rampe. Praktisch: Eine 12-Volt-Steckdose ist serienmäßig an Bord. Der i30 Kombi packt 602 bis 1.650 Liter in den Kofferraum, ebenfalls ein solider Wert.  

Hyundai i30: Kofferraumvolumen, Abmessungen 

Modell i30 5-Türer i30 Kombi i30 Fastback 
Länge 4.340 mm 4.585 mm 4.455 mm 
Breite 1.795 mm 1.795 mm 1.795 mm 
Höhe 1.455 mm 1.475 mm 1.425 mm 
Radstand 2.650 mm 2.650 mm 2.650 mm 
Kofferraumvolumen 395-1.301 l 602-1.650 l 450-1.351 l 

Hyundai i30 Schwächen: Nervige Warntöne 

Kleinigkeiten nerven am Hyundai i30. Dass er sofort beim Motorstart mit dem Piepsen anfängt, zum Beispiel. Sei es, weil der Gurt noch nicht angelegt ist oder weil die Einparkhilfe warnt. Daran, dass der Motor nur startet, wenn das manuelle Getriebe im Leerlauf steht, gewöhnt man sich irgendwann, ein bisschen ungewöhnlich ist es dennoch. Mangelnden Druckpunkt der Kupplung und die Anfahrschwäche haben wir bereits erwähnt.  

Daneben stört die Aufpreispolitik. Nicht wegen der Kosten, die sind moderat. Sondern, weil viele Positionen für die niedrigen Ausstattungsvarianten Pure und Select nicht verfügbar sind. Navi, Assistenz-Pakete, LED-Scheinwerfer – all das gibt es frühestens ab der Ausstattung Select als Extra, Pure lässt sich gar nicht aufwerten. Allerdings bietet Hyundai den kleinsten Motor (1.5 GDI, 110 PS) ohnehin als einzigen in der Basisausstattung an. Für 18.990 Euro stecken dann immerhin Klimaanlage, Digitalradio und Tempomat im Auto. Damit muss man sich zufriedengeben. 

Hyundai i30: Probleme, Mängel 

Der Hyundai i30 der Baureihe PD ist noch jung. Seit 2017 ist er auf dem Markt, die ersten Modelle rollen erst 2020 erstmals zum TÜV an. Viele Probleme sind bisher nicht bekannt. Der ADAC listet ihn in der Pannenstatistik im oberen Mittelfeld, ohne nennenswerte Schwerpunkte ausmachen zu können.  

Zu sehen ist ein Reifen des Hyundai i30
Quelle: TeamON GmbH Der geliftete Hyundai i30 federt verbindlich, nicht zu straff, nicht zu weich und rollt sanft über Kanten und durch Schlaglöcher

Im TÜV Report sind alle Kapitel dunkelgrün. Aufhängung, Feder, Dämpfer, Lenkung, nichts macht bei der Hauptuntersuchung Probleme. Beleuchtung, Bremsen und Auspuffanlage werden ebenfalls nicht beanstandet, Ölverlust ist kein Thema. Die Vorgänger allerdings leisten sich in vielen Bereichen höhere Fehlerquoten als der Durchschnitt. Ob die neue technische Basis des i30 der Baureihe PD langfristig hält, bleibt noch abzuwarten. Aktuell müssen sich Gebrauchtwagenkäufer allerdings wenig Sorgen machen: Hyundai gibt 5 Jahre Garantie. Alle i30 sind also noch abgedeckt. 

Hyundai-i30-Fahrer bemängeln allenfalls Kleinigkeiten. So schnappen die Türgriffe bei einigen nach dem Öffnen nicht zurück in ihre Ausgangsposition, Behandlung mit Ballistol oder anderem Öl hilft vielen. Gegen die Anfahrschwäche, die oft von i30-Fahrern moniert wird, hilft unter Umständen ein Software-Update. 

Vielversprechend: Nur einen einzigen Rückruf gab es bislang. Bei Modellen von 2018 mit Glasschiebedach kann der Einklemmschutz fehlerhaft sein und nicht funktionieren. In Deutschland sind weniger als 200 Fahrzeuge betroffen. 


Skoda Rapid
Der Skoda Rapid

Der Kompakwagen schließt die Lücke zwischen Skodas Fabia und Octavia.


Hyundai i30: Motoren, technische Daten 

Das Motorenangebot des i30 ändert sich vor allem zum Facelift erheblich. Ab Mai 2020 finden die ersten spritsparenden Mildhybride mit 48-Volt-Technik ins Programm. Den 1,0-Liter-Dreizylinder mit 120 PS (88 kW) und den 1,5-Liter-Vierzylinder mit 159 PS (118 kW) gibt es nur noch mit elektrischer Unterstützung. Den kräftigeren der beiden Diesel kombiniert Hyundai ebenfalls mit einem Riemenstartergenerator (RSG), der den Verbrenner beim Anfahren und bei geringen Lasten unterstützt, um Kraftstoff zu sparen. Neuer Einstiegsmotor ist ab dem Facelift ein 1,5-Liter-Saugbenziner mit 110 PS (81 kW), der den 100 PS starken 1.4 ersetzt. 

Zu sehen ist das "N-Line"-Emblem am Kühlergrill des Hyundai i30
Quelle: TeamON GmbH Wer eine sportliche Optik mag, wählt den Hyundai i30 in der „N-Line“-Ausstattung

Als Getriebe stehen je nach Motorisierung ein manuelles Sechsgang-Getriebe (6MT) oder ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) zur Wahl. Bei den Mildhybriden kommt in den Handschaltern (6iMT) eine elektronisch geregelte Kupplung zum Einsatz, die den Motor vom Getriebe abkoppelt, wenn er nicht gebraucht wird. Das Auto geht dann in den sogenannten „Segelmodus“. Seit dem Facelift erfüllen alle Antriebe die Abgasnorm Euro 6d. 

Mehr Elektrifizierung als mit den Mildhybriden gibt es für den i30 nicht. Ein Plug-in-Hybrid ist nicht geplant, für rein elektrische Autos hat Hyundai eine eigene Plattform entwickelt, die Anfang 2021 startet und mittelfristig auch einen Kompaktwagen tragen wird. Dafür bringt Hyundai Ioniq als eigene Submarke. Volkswagen fährt mit Golf und ID.3 eine ähnliche Strategie. 

Die Motoren des i30 2020 (Facelift, 5-Türer) 

Modell i30 1.5 i30 1.0 T-GDI 48V i30 1.5 T-GDI 48V i30 1.6 CRDi i30 1.6 CRDi 48V 
Motor  1,5-l-Vierzylinder-Saugbenziner 1,0-l-Dreizylinder-Turbo 1,5-l-Vierzylinder-Turbo 1,6-l-Vierzylinder-Diesel 1,6-l-Vierzylinder-Diesel 
Getriebe 6-Gang, manuell 6-Gang, manuell; 7-Gang-DCT 6-Gang, manuell; 7-Gang-DCT 6-Gang, manuell; 7-Gang-DCT 6-Gang, manuell; 7-Gang-DCT 
Leistung 110 PS (81 kW) 120 PS (88 kW) 159 PS (117 kW) 115 PS (85 kW) 136 PS (100 kW) 
Drehmoment 144 Nm 172 Nm 253 Nm 280-300 Nm 280-320 Nm 
0-100 km/h 12,6 s 11,4 s 8,6-8,8 s 11,1 s 10,1-10,4 s 
Geschwindigkeit 187 km/h 196 km/h 210 km/h 192 km/h 200 km/h 
Verbrauch (NEFZ) 5,9 l/100 km 5,0-5,2 l/100 km 5,4 l/100 km 4,1-4,3 l/100 km 4,1-4,2 l/100 km 
CO2 (NEFZ) 136 g/km 115-118 g/km 124 g/km 107-112 g/km 103-104 g/km 
Verbrauch (WLTP) 6,7 l/100 km 6,0-6,2 l/100 km 6,3-6,5 l/100 km 4,9-5,1 l/100 km 5,1-5,3 l/100 km 
CO2 (WLTP) 153 g/km 137-140 g/km 142-148 g/km 127-135 g/km 134-138 g/km 

Hyundai i30: Ausstattungen, Infotainment und Assistenzsysteme 

Viel steckt nicht in der Basisausstattung Pure, doch die meisten i30 fahren besser ausgestattet durch die Welt. Ein Trend zu Preisen ab 24.490 Euro darf es ruhig sein. Bereits ab Select greift der Fahrer in ein Lederlenkrad und zum Lederschaltknauf. Trend verfügt bereits über Einparkhilfe mit Rückfahrkamera, das Infotainment mit 8-Zoll-Touchscreen, 2-Zonen-Klimaautomatik und kontaktlose Ladeschale fürs Smartphone. 

Zu sehen ist das Cockpit des Hyundai i30
Quelle: TeamON GmbH Der Hyundai i30 überzeugt mit solider Verarbeitung im Innenraum. Wenig harter Kunststoff, dafür viele unterschäumte Flächen freuen Hände und Augen

Das große Infotainment mit 10,25-Zoll-Bildschirm, Navi und Telematikdiensten (Bluelink) kostet rund 1.170 Euro. Für etwa 880 Euro finden die meisten Assistenten ins Auto, für gut 680 Euro oder ab der Ausstattung N Line leuchtet der i30 mit LED-Scheinwerfern. Das digitale Cockpit ist Teil des Komfort-Pakets für 585 Euro (N Line) oder 780 Euro (Trend), das den Spurfolgeassistenten beinhaltet. 

Alles im Rahmen also. Wer es sportlicher haben will, wählt die Ausstattung N Line. Dann sieht der i30 fast genauso aus wie das kompromisslose Sportmodell i30 N, fährt aber weiterhin ausgewogen. Erst dann gibt es optional schönere Sitze mit Stoff-Leder-Kombination. Wer Prime wählt, erhält ein fast voll ausstaffiertes Auto. Nur das Panoramaglasdach und Ledersitze kosten noch extra. Im hier abgebildeten Testwagen 1.5 T-GDI mit N Line, Assistenz-, Komfort-, Sitz- und Navigationspaket hat uns rein gar nichts gefehlt.  


Hyundai i30: Preise, Kosten 

Hyundai verlangt mindestens 18.990 Euro für den i30 (19% MwSt.). Doch dafür gibt es nur die Basisversion Pure mit dem 1,5-Liter-Saugbenziner (110 PS). Weitere Ausstattungsoptionen sind nicht verfügbar. Der Basis-i30 ist also eher ein Lockangebot. Oder eins für Liefer- und Pflegedienste. Der Kombi kostet 1.000 Euro mehr, das Doppelkupplungsgetriebe 1.900 Euro. Den Fastback gibt es derzeit nur als Sportmodell „N“ mit 275 PS. 

Zum Facelift ändert sich ein bisschen an den Ausstattungslinien. Die unteren drei heißen weiterhin Pure, Select und Trend, die sportlich gemeinte Ausstattung N Line bleibt ebenfalls, steht nun aber auch für den Kombi zur Verfügung. Style entfällt mit dem Facelift, die Topausstattung nennt sich Prime statt Premium. 


VW Golf 8 Variant

Der VW Golf 8 Variant mit verlängertem Radstand und minimal größerem Kofferraum fährt komfortabel und angenehm.


Modell Pure Select Trend N Line Prime 
1.5 18.990 Euro 
1.0 T-GDI 48V ab 21.690 Euro ab 24.490 Euro ab 25.590 Euro 
1.5 T-GDI 48V ab 25.790 Euro ab 27.890 Euro ab 29.290 Euro 
1.6 CRDi ab 23.640 Euro ab 26.440 Euro 
1.6 CRDi 48V ab 28.140 Euro ab 30.240 Euro ab 31.640 Euro 

Hyundai i30 bei mobile.de: Preise, Angebot 

Der Hyundai i30 etabliert sich in der jüngsten Generation vollends als ernsthafte Alternative im Kompaktsegment. Er mag nicht der aufregendste Kandidat sein (außer als i30 N), aber er macht wenig falsch. Er fährt ausgewogen, bietet viel Platz, ein modernes Infotainment und ein gutes Angebot an Assistenzsystemen. Dazu stimmt der Preis. 

Auf mobile.de werden im Dezember 2020 mehr als 7.000 Fahrzeuge mit Erstzulassung ab 2017 angeboten, alle mit Herstellergarantie. Hyundai gewährt schließlich fünf Jahre. Die Preise starten bei etwa 10.000 Euro für ältere Modelle. Frische i30 1.4 T-GDI mit weniger als 10.000 Kilometern Laufleistung beginnen um 16.000 Euro. Vereinzelt sind sogar Faceliftmodelle als EU-Import mit 1.5 T-GDI für weniger als 17.000 Euro im Angebot. 


Der Hyundai i30 in Bildern

  • Hyundai i30-10
    Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30 gehört zum großen Segment der Kompaktwagen - dort tritt er unter anderem gegen den VW Golf an
  • Hyundai i30-11
    Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30: Front mit dominantem Kühlergrill
  • Hyundai i30
    Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30 gefällt mit einer modernen Heckansicht
  • Hyundai i30-16
    Quelle: Peter Besser Wir testeten Hyundais Kompaktwagen i30 zwei Wochen lang im Alltag
  • Hyundai i30-5
    Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30: dynamisch modulierte Seitenansicht
  • Hyundai i30-13
    Quelle: Peter Besser Der Hyundai i30: Innenraum und Armaturenbrett wirken seriös und solide
  • Hyundai i30-15
    Quelle: Peter Besser Das Multifunktionslenkrad des Hyundai i30: Viele Knöpfe sind nicht immer gut für die Übersicht
  • Hyundai i30-8
    Quelle: Peter Besser Komfortable, belederte Sitze in unserem Hyundai i30-Testwagen
  • Hyundai i30-9
    Quelle: Peter Besser Die hintere Sitzreihe des Hyundai i30 bietet klassenübliche Platzverhältnisse
  • Hyundai i30-3
    Quelle: Peter Besser Der Gepäckraum des Hyundai i30 fasst 395 Liter, bei umgeklappter Rückbank 1.301 Liter
  • Zu sehen ist die Front des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Hyundai überarbeitet zum Facelift das Exterieur-Design und lässt den Hyundai i30 markanter ausschauen
  • Zu sehen ist das "N-Line"-Emblem am Kühlergrill des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Wer eine sportliche Optik mag, wählt den Hyundai i30 in der „N-Line“-Ausstattung
  • Zu sehen ist ein Scheinwerfer des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Neue, V-förmige LED-Scheinwerfer schmücken die Front des Hyundai i30. Der breitere Kühlergrill und die größeren Lufteinlässe machen ihn optisch auffälliger als seinen Vorgänger
  • Zu sehen ist der Hyundai i30 in seitlicher Position
    Quelle: TeamON GmbH Die Abmessungen des Hyundai i30 werden zum Facelift nicht verändert
  • Zu sehen ist ein Reifen des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Der geliftete Hyundai i30 federt verbindlich, nicht zu straff, nicht zu weich und rollt sanft über Kanten und durch Schlaglöcher
  • Zu sehen ist das Heck des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Rückblick: Seit 2008 rollt der Kompaktwagen im europäischen Raum vom Band. Die aktuelle dritte Generation des Hyundai i30 ist seit 2017 auf dem Markt. In diesem Jahr (2020) bringen die Koreaner das erste große Facelift für den i30
  • Zu sehen ist ein Rückscheinwerfer des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Neu gestaltete Rückscheinwerfer zieren das Heck des gelifteten Hyundai i30
  • Zu sehen ist der Kofferraum des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Der Kofferraum des Hyundai i30 fasst 64 Liter mehr als der des Golf 8
  • Zu sehen ist das Cockpit des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Die Basisausstattung des Hyundai i30 2020 bietet nicht viel. Ab der zweiten Ausstattung „Select“ greift der Fahrer in ein Lederlenkrad und zum Lederschaltknauf
  • Zu sehen ist der Infottainment-Bildschirm des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Der Infotainment-Bildschirm mit überarbeitetem System wächst im Facelift-Modell auf bis zu 10,25 Zoll
  • Zu sehen ist der Instrumententräger des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Der 7-Zoll große Instrumententräger im Innenraum des gelifteten Hyundai i30 ist optional verfügbar
  • Zu sehen ist das Cockpit des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Der Hyundai i30 überzeugt mit solider Verarbeitung im Innenraum. Wenig harter Kunststoff, dafür viele unterschäumte Flächen freuen Hände und Augen
  • Zu sehen ist die Mittelkonsole des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Hyundai löst zum Facelift den 1,4-Liter-Benziner mit einem 1,5-Liter-Mildhybrid ab. Im Testwagen ist er an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt
  • Zu sehen sind die Vordersitze des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Fahrer und Beifahrer sitzen im Hyundai i30 luftig mit viel Platz zur Mittelkonsole und nach oben
  • Zu sehen ist die Rückbank des Hyundai i30
    Quelle: TeamON GmbH Die Beinfreiheit auf der Rückbank des Hyundai i30 stimmt, erwachsene Passagiere sitzen hier auch auf langen Strecken gemütlich