Kreative und ausgefallene Designs dank Folie

Du willst Dein Auto folieren lassen? Das sind die Kosten

Die einen tun es aus optischen Gründen, weil ihnen eine andere Farbe besser gefällt, die anderen um den Lack zu schützen und den Wert des Autos zu sichern: Das Auto folieren zu lassen, ist mittlerweile eine beliebte Schönheits-OP am Fahrzeug. Die Kosten für die Autofolierung können stark variieren. Sie richten sich nach dem Qualitätsanspruch, danach, wie hochwertig die Folie ist und wie detailgenau sie bei der Autofolierung verarbeitet wird.

    0
  • Veröffentlicht am 08/06/2019, 10:22 AM
Du kannst Dein Auto auch teilweise folieren lassen. Ein Beispiel dafür ist dieser VW Golf, dessen Kotflügel foliert wurde.

Je älter ein Auto wird, umso mehr leidet auch der Lack des Fahrzeugs. Die Farbe wird stumpf, außerdem häufen sich am Auto die Kratzer vom Einparken oder von einem Marderbesuch. Ein neues Auto ist finanziell nicht drin, eine vollständige Neulackierung des Autos ist ebenfalls zu teuer. Was dann noch als Anti-Aging-Kur bleibt, ist die Autofolierung. Autofolien sind die preisgünstige Alternative, das Auto wieder frisch glänzen zu lassen. Ein Vorteil der Folien: Sie schützen die Oberfläche des Autos vor Kratzern und Alterserscheinungen. Wird das Fahrzeug dann verkauft oder gegen ein neueres Modell ausgetauscht, kannst Du die Folie ganz einfach vom Auto entfernen – und der Lack glänzt fast wie neu.

Auto folieren statt lackieren: Was bringt das?

Bei qualitativ hochwertigen Folien handelt es sich meist um Digitaldruckfolien. Sie sind mit einem Schutzlaminat beschichtet, das je nach Geschmack matt oder glänzend ist. Die Folien sind üblicherweise aus PVC. Neuerdings gibt es immer mehr PVC-freie Folien, die unter Umständen auch eine bessere Kratzresistenz haben.

Der Digitaldruck macht es möglich, dass Du Dir eine ganz spezielle Farbe auswählen kannst. So kannst Du das Fahrzeug ganz nach Deinem Geschmack optisch individualisieren. Der Experte unterscheidet hier nach verschiedenen Folierungen. Das klassische Car-Wrapping bedeutet, dass das komplette Auto eine neue Folie in der Farbe Deiner Wahl erhält. Beliebt ist auch die Schutzfolierung. Diese Folie ist transparent und dicker als beim Car-Wrapping. Schließlich soll sie auch Kratzer und andere Beschädigungen möglichst gut vom folierten Fahrzeug abwehren. Außerdem gibt es Teilfolierungen. Ein Beispiel dafür sind die Einsatzfahrzeuge von Polizei oder Sanitätern oder Firmenautos, die beispielsweise das Logo des Unternehmens tragen.

Ein SUV von BMW wurde vollständig mit einer Folie in Schlangenlederoptik überzogen.

Gute Vorbereitung und sorgfältige Detailarbeit

Du willst Dein Auto folieren? Dann solltest Du überlegen, ob es sich lohnt, das Folieren selbst zu übernehmen. Denn dafür sind spezielle Kenntnisse erforderlich. Vor dem Folieren solltest Du das Auto und vor allem seinen Lack begutachten lassen. Eventuell sind zusätzliche Vorarbeiten erforderlich.

Bei der Auswahl der passenden Folie solltest Du nicht zu sehr sparen. Billige Folien erkennst Du an unsauberen Details: Tür- und Kofferraumgriffe, Karosseriefalze und Kühlerumrandungen sind einige der sensiblen Bereiche, wo gute Detailarbeit wichtig ist. Gerade bei Oldtimern und speziellen Lackierungen solltest Du die Folierung an einer unauffälligen Stelle testen, empfiehlt „Auto Bild“. Die Folierung sollte in einem möglichst staubfreien Raum durchgeführt werden. Die Raumtemperatur sollte zwischen 15 und 25 Grad liegen.

Preise für die Autofolierung: Zwischen 500 und 5.000 Euro

Die Preise für die Folierung schwanken stark. Die Angebote reichen von 500 Euro für einfache Folierungen, bei denen Details wie Türgriffe, Außenspiegel oder Schweller unter Umständen ausgespart werden. Einen Preis von bis zu 5.000 Euro zahlst Du für eine sehr professionelle, hochwertige Autofolierung. Aber selbst dieser Preis ist immer noch deutlich günstiger als die Tarife für eine komplette Volllackierung. Die Preise für die vollständige Lackierung reichen von 6.000 bis zu 10.000 Euro. Auch der Fahrzeugtyp und die Größe der Karosserie spielen für die Angebote der Anbieter eine Rolle. Ein einfaches Beispiel: Beim VW Polo ist sowohl die Autofolierung als auch die Lackierung günstiger als bei einem Audi Q7.

Für eine vernünftige und solide Autofolierung solltest Du mit 1.500 bis 2.000 Euro rechnen. Die Fachbetriebe kümmern sich nicht nur darum, das Auto zu folieren. Sie übernehmen auch die vorherige Reinigung sowie die Endreinigung des folierten Fahrzeugs. Hersteller von Qualitätsfolien gewähren auch eine längerfristige Garantie. Das Unternehmen 3M gewährt zum Beispiel drei Jahre Garantie; und sogar fünf Jahre auf vertikal angebrachte Folien. Dazu versichert 3M auch, dass sich die Folien rückstandsfrei entfernen lassen.

Hat der Lack Deines Autos Kratzer und Schrammen, kannst du das Fahrzeug neu lackieren lassen.

Was tun, wenn die Folie wieder weg soll?

Auch an Autofolien nagt der Zahn der Zeit. Vor allem die Witterung setzt dem Kunststoff zu. Die Optik wird blasser, der Folienfilm spröder. Die Entfernung der Folie kann aufwendig sein, wenn das Material spröde ist und reißt. Hier lohnt es sich, in qualitativ hochwertige Folien zu investieren. Sie sind nicht nur widerstandsfähiger, sondern lassen sich dank spezieller Zusätze leichter und vor allem ohne Rückstände entfernen.
Im Fachbetrieb, der auch die entsprechenden Räumlichkeiten und die nötigen Geräte zum Erwärmen der alten Folie hat, solltest Du mit etwa 500 bis 600 Euro rechnen.

Was Du mit Autofolien machen kannst

  • Car-Wrapping mit individueller Farbgebung, üblicherweise zwischen 1.500 und 2.000 Euro, fallweise bis 5.000 Euro
  • Schutzfolie zum Schutz des Lackes, je nach Ausführung 1.500 bis 2.000 Euro
  • Teilfolierung zum Beispiel zum Schutz sensibler Karosseriebereiche, je nach Aufwand einige hundert Euro
  • Branding mit individueller Optik je nach Aufwand bei der visuellen Gestaltung und Folierung: Der Preis dafür hängt vom Aufwand ab und kann nur individuell kalkuliert werden.