Suche
Neun Audi-100- und Audi-A6-Generationen nebeneinander aufgestellt vor dem Audi museum mobile in Ingolstadt.
Quelle: Audi
Neun Generationen, ein Museumshof: Zwischen Ur-Audi 100 und dem aktuellen A6 Avant liegen mehr als 55 Jahre Modellgeschichte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Audi A6 ist der Nachfolger des Audi 100 und trägt seit 1994 den Namen A6.
  • Seit 2024 gibt es mit dem A6 e-tron erstmals eine vollelektrische Variante.
  • Wer einen gebrauchten Audi A6 kaufen will, sollte Motorisierung, Baujahr und typische Schwachstellen kennen.

Der Audi A6 gehört seit Jahrzehnten zu den festen Größen der oberen Mittelklasse. Seine Geschichte beginnt schon 1968 mit dem Audi 100, der die Marke Audi überhaupt erst zu neuem Leben erweckte.

Über vier Generationen des Audi 100 und mittlerweile sechs Generationen des A6 hinweg hat sich das Modell technisch immer wieder neu erfunden: Allradantrieb, TDI-Diesel, Aerodynamik-Rekorde sowie Hybrid- und Elektroantriebe zählen zu den Meilensteinen.

Wer einen Audi A6 gebraucht kaufen möchte, findet je nach Generation ganz unterschiedliche Charaktere.

Audi A6 C9 (seit 2025)

Dunkelblaue Audi-A6-C9-Limousine, schräg von vorn fotografiert vor einer Betonfassade mit Palme.
Quelle: Audi
Der A6 C9 übernimmt den kantigen Frontgrill vom kleineren A5 und markiert damit den Wechsel zu einer neuen, gemeinsamen Designsprache der Verbrenner-Baureihen.

Der A6 C9 kam im März 2025 zunächst als Avant, im April 2025 folgte die Limousine. Er basiert auf der neuen Plattform "Premium Platform Combustion" und teilt sich die Technik mit dem kleineren A5.

Zum Start stehen zwei Ottomotoren und ein Diesel als Mildhybrid zur Wahl – etwa der 2.0 TFSI mit 150 kW (204 PS) und 340 Nm oder der 3.0 TFSI mit bis zu 270 kW (367 PS) und 550 Nm Drehmoment.

Später kamen Plug-in-Hybride sowie ein weiterer Diesel hinzu. Eine Besonderheit ist die optionale Allradlenkung, die den Wendekreis auf 11,3 Meter verkleinert. Der A6 startet bei 55.500 Euro.

Geeignet für

  • Firmenwagenfahrer mit hoher Jahresfahrleistung, Käufer, die moderne Assistenzsysteme und Hybridantrieb schätzen

Weniger geeignet für

  • Sparsame Käufer, die einen günstigen Gebrauchtwagen suchen, Fahrer, die einen klassischen V8-Sound erwarten

Eine S6-Version soll es für den C9 nicht mehr geben. Audi konzentriert sich hier künftig auf Hybrid- statt Sportmotoren.

Vorteile

  • Aktuelle Mildhybrid- und Plug-in-Hybrid-Technik
  • Fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
  • Optionale Allradlenkung für engere Kurven

Nachteile

  • Verarbeitung weniger hochwertig als beim Vorgänger
  • Hoher elektrischer Verbrauch bei den Hybridmodellen
  • Gut ausgestattete Modelle werden schnell teuer
Schwarzer Audi A6 C9 vor Händler
Schwarzer Audi A6 C9 vor Händler
Audi A6 C9

Der Audi A6 C9 bringt mit modernisierter Antriebspalette sowohl Verbrenner- als auch Hybridtechnik unter ein gemeinsames Design.

Audi A6 e-tron (seit 2024)

Cremefarbener Audi A6 e-tron in Fahrt auf einer Bergstraße vor felsiger Landschaft.
Quelle: Audi
Der A6 e-tron teilt sich seine technische Basis mit dem Porsche Macan Elektro: Beide Modelle laufen auf derselben Konzernplattform Premium Platform Electric.

Der A6 e-tron ist die erste rein elektrische Version der Baureihe und startete im Juli 2024 als Sportback und Avant.

Er basiert auf der Premium Platform Electric. Der A6 e-tron teilt sich die Technik mit dem Audi Q6 e-tron und dem Porsche Macan.

Geeignet für

  • Vielfahrer mit eigener Lademöglichkeit, Käufer, die auf niedrige Betriebskosten Wert legen

Weniger geeignet für

  • Fahrer ohne Zugang zu Schnellladern auf langen Strecken, Käufer mit knappem Budget

Die Motorleistung reicht von 210 kW (286 PS) beim Basismodell bis 370 kW (503 PS) beim S6 e-tron mit bis zu 580 Nm Drehmoment.

Die Batterie fasst je nach Version 83 oder 100 kWh brutto bei 800-Volt-Systemspannung für schnelles Laden.

Beim Euro-NCAP-Crashtest 2025 erreichte der A6 e-tron fünf von fünf Sternen.

  • 800-Volt-Technik ermöglicht zügiges Laden
  • Fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest
  • Starke Fahrleistungen in der S6-Version
  • Reichweite hängt stark von Fahrweise und Temperatur ab
  • Höherer Kaufpreis als vergleichbare Verbrennermodelle
  • Noch begrenztes Angebot an Gebrauchtwagen
Ein schwarzer Audi A6 e-tron steht auf einem gefliestem Boden vor einer hellen Wand.
Ein schwarzer Audi A6 e-tron steht auf einem gefliestem Boden vor einer hellen Wand.
Audi A6 e-tron

Der Audi A6 e-tron ist die vollelektrische Ausführung der A6-Baureihe.

Audi A6 C8 (2018–2025)

Graue Audi-A6-C8-Limousine und blauer A6 Avant C8 nebeneinander parkend vor einer Gartenmauer mit Hecke.
Quelle: Audi
Limousine und Avant des C8 im direkten Vergleich: Beide Karosserieversionen kamen 2018 nur wenige Monate nacheinander auf den Markt.

Der C8 wurde im Februar 2018 vorgestellt und ab Juni 2018 verkauft, der Avant folgte im September 2018. Er basiert auf dem MLBevo-Baukasten. Im Vergleich mit dem C7 ist er in allen Dimensionen gewachsen. Zudem ist er rund 200 Kilogramm schwerer, was vor allem am serienmäßigen Mildhybrid-Antrieb liegt.

Geeignet für

  • Käufer, die ein Virtual-Cockpit und Touchscreens schätzen, Firmenwagenfahrer, die einen Mildhybrid mit geringem Aufpreis suchen

Weniger geeignet für

  • Käufer, die klassische Drehregler statt Touchbedienung bevorzugen, Freunde leichter und sparsamer Wagen

Über alle Benzin-, Diesel- und Hybridvarianten reicht die Leistung von 120 kW (163 PS) bis 463 kW (630 PS). Der RS6 markiert das obere Ende.

Neu sind die fast komplett auf Touchscreens setzende Bedienung und optionale HD-Matrix-LED-Scheinwerfer. Der C8 erreichte 2018 fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest.

Vorteile

  • Modernes Bedienkonzept mit Virtual-Cockpit
  • Breite Motorenpalette von sparsam bis RS6
  • Allradlenkung verkleinert den Wendekreis

Nachteile

  • Höheres Gewicht als der Vorgänger C7
  • Touchscreen-Bedienung lenkt beim Fahren mitunter ab
  • Autonomes Fahren der Stufe 3 blieb ungenutzt
Schwarzer Audi A6 C8 in Hauseinfahrt
Schwarzer Audi A6 C8 in Hauseinfahrt
Audi A6 C8

Der Audi A6 C8 bietet ein digitales Cockpit, Mild-Hybrid-Technik und ein breites Motorenangebot von Diesel bis Plug-in-Hybrid.

Audi A6 C7 (2011–2018)

Weißer Audi S6 C7 mit Besitzer, frontal fotografiert vor einer gebogenen Glasfassade.
Quelle: Audi
Der abgebildete S6 C7 zeigt die weiße Lackierung. Mit ihr präsentierte Audi die Sportversion des C7 auf Messen wie hier vor dem Ingolstädter Audi-Forum.

Der C7 kam im April 2011 auf den Markt und wechselte als erste Generation auf den modularen Längsbaukasten (MLB).

Durch die um rund 12 Zentimeter nach vorn gerückte Vorderachse wuchs der Radstand. Gleichzeitig sank das Gewicht um bis zu 70 Kilogramm.

Zum Marktstart standen vier V6-Motoren zur Wahl, später ergänzt um den 2.0-TDI-Basisdiesel.

Geeignet für

  • Käufer, die einen günstigen Gebrauchtwagen der oberen Mittelklasse suchen, Fahrer, die auf sparsame Dieselmotoren mit hoher Laufleistung setzen

Weniger geeignet für

  • Käufer, die einen mangelfreien Dieselmotor ohne Abgasthematik wollen, wer moderne Assistenzsysteme wie im C8 erwartet

Über alle Benzin- und Dieselvarianten reicht die Leistung von 100 kW (136 PS) bis 445 kW (605 PS). Eine 3.0-TDI-Version leistete 230 kW (313 PS) und 650 Nm. Beim Facelift 2014 stieg die Leistung des 2.0 TFSI von 132 kW auf 185 kW (252 PS).

Wichtig für Gebrauchtwagenkäufer: Im Zuge des Abgasskandals wurden bei mehreren V6-Dieselmotoren illegale Abschalteinrichtungen entdeckt. Deshalb endete die Produktion im Mai 2018.

Vorteile

  • Geringeres Gewicht durch Aluminium-Anbauteile
  • Große Motorenauswahl von sparsam bis RS6
  • Günstige Gebrauchtwagenpreise

Nachteile

  • Betroffene Dieselmotoren durch den Abgasskandal
  • Veraltete Infotainment-Technik im Vergleich zu späteren Generationen
  • Ausstattung variiert je nach Baujahr stark
Silberner Audi A6 C7 neben Landstraße
Silberner Audi A6 C7 neben Landstraße
Audi A6 C7

Der Audi A6 C7 gilt als solide Gebrauchtwagen-Wahl mit bewährter Technik und gutem Platzangebot in Limousine und Avant.

Audi A6 C6 (2004–2011)

Dunkelgrüner Audi A6 C6 mit geöffneter Fahrertür vor dem Audi museum mobile, Besitzer steht daneben.
Quelle: Audi
Der C6 war die erste A6-Generation mit werkseitigem Bluetooth-Autotelefon per SIM Access Profile – eine Ausstattung, die 2006 noch als Besonderheit galt.

Der C6 (Typ 4F) erschien im April 2004 als Limousine, ab März 2005 folgte der Avant.

Zur Markteinführung erhielt der A6 den Titel „Auto Nr. 1 von Europa“ auf dem Genfer Auto-Salon.

Über alle Benzin- und Dieselvarianten reichte die Leistung von 100 kW (136 PS) bis 426 kW (580 PS). Die Ottomotoren deckten 125 bis 426 kW ab, die Diesel 100 bis 176 kW.

Geeignet für

  • Liebhaber klassischer Achtzylinder-Limousinen mit V8- oder V10-Motor, Käufer, die einen günstigen Einstieg in die obere Mittelklasse suchen

Weniger geeignet für

  • Käufer ohne Erfahrung mit älterer Fahrzeugelektronik, wer moderne Sicherheitsassistenten erwartet

Der 2.7 TDI verbrauchte nach dem Facelift 2008 dank überarbeitetem Motor weniger Kraftstoff bei gleichzeitig mehr Leistung: 140 kW (190 PS) und 400 Nm.

Ab 2005 gab es in China die verlängerte Version A6L. Der C6 war zudem eines der ersten Autos mit werkseitigem Bluetooth-Autotelefon.

Vorteile

  • Breite Motorenpalette bis zum V10 im S6/RS6
  • Nach dem Facelift 2008 verbesserte Geräuschdämmung
  • Solide Verarbeitung und lange Verfügbarkeit von Ersatzteilen

Nachteile

  • Hoher Verbrauch bei den großen Ottomotoren
  • Alterstypischer Wartungsaufwand bei Luftfederung und Elektronik
  • Ältere Multitronic-Getriebe benötigen regelmäßige Pflege
Schwarzer Audi A6 C6 auf gepflastertem Weg
Schwarzer Audi A6 C6 auf gepflastertem Weg
Audi A6 C6

Der Audi A6 C6 ist als günstiger Gebrauchtwagen mit klassischer Motorenauswahl und viel Innenraum für die Familie erhältlich.

Audi A6 C5 (1997–2005)

Dunkelblaue Audi-RS6-C5-Limousine und grauer RS6 Avant C5, seitlich fotografiert in einer Vulkanlandschaft.
Quelle: Audi
Limousine und Avant des RS6 C5 nebeneinander: Mit dieser Version brachte Audi 2002 erstmals einen Kombi mit über 300 kW auf den Markt.

Der C5 (Typ 4B) lief ab April 1997 vom Band, der Avant folgte im März 1998.

Erstmals kam die aus Audi A4 und A8 bekannte Mehrlenker-Vorderachse zum Einsatz. Diese ist bis heute bei längs eingebauten Audi-Motoren Standard.

Im Oktober 1999 führte Audi mit dem C5 das stufenlose Getriebe Multitronic ein.

Geeignet für

  • Einsteiger in die obere Mittelklasse mit kleinem Budget, Fans des allroad quattro als früher Geländekombi

Weniger geeignet für

  • Käufer, die moderne Sicherheitstechnik erwarten, wer einen wartungsarmen Erstwagen sucht

Die Motoren reichten von Ottomotoren mit 1,8 bis 4,2 Liter (92 bis 353 kW) bis zu Dieselmotoren mit 1,9 bis 2,5 Liter (81 bis 132 kW).

Mit dem allroad quattro brachte Audi 2000 erstmals eine Geländevariante auf Basis des Avant.

Vorteile

  • Solide Fünfzylinder- und V6-Dieselmotoren
  • Frühe Multitronic-Technik für komfortables Fahren
  • allroad quattro als vielseitiger Kombi mit Luftfederung

Nachteile

  • Anfällige Elektronik in einigen Baujahren
  • Rostrisiko an Karosserie-Anbauteilen ohne durchgängige Verzinkung
  • Ersatzteilversorgung für seltene V8-Varianten eingeschränkt
Grüner Audi A6 C5 vor Betonwand
Grüner Audi A6 C5 vor Betonwand
Audi A6 C5

Der Audi A6 C5 markiert den Übergang zur modernen A6-Generation und ist heute als preiswerter Youngtimer gefragt.

Audi A6 C4 und Audi 100 C4 (1990–1997)

Dunkelgrüner Audi S6 Avant der Generation 100 C4/A6 C4 mit Tieferlegung und Besitzer davor stehend vor einer Glasfassade.
Quelle: Audi
Dieser S6 Avant der Übergangsgeneration Audi 100 C4/A6 C4 trägt nachträglich montierte, breitere Felgen samt Tieferlegung: ein bei Liebhabern beliebtes Umbauziel dieser Baureihe.

Der Audi 100 C4 kam im Dezember 1990 als nahezu komplette Neukonstruktion auf den Markt, blieb aber optisch nah am Vorgänger C3.

Erstmals gab es V6-Ottomotoren mit 2,8 Liter Hubraum und 128 kW (174 PS) sowie im S4 einen V8 mit 4,2 Liter.

Mit der Umbenennungsstrategie „Audi Ax“ wurde daraus im Sommer 1994 der Audi A6 C4. Technisch blieb es beim gleichen Baureihencode, äußerlich änderten sich vor allem Stoßfänger und Front-/Heckpartie.

Geeignet für

  • Sammler und Liebhaber früher Quattro-Technik, Käufer, die einen robusten Youngtimer mit einfacher Technik suchen

Weniger geeignet für

  • Alltagsfahrer mit hohen Ansprüchen an Komfort und Sicherheit, Käufer ohne Erfahrung mit älteren Fahrzeugen

Der stärkste Diesel, ein 2,5-Liter-Fünfzylinder mit Direkteinspritzung und Turbolader, überschritt als erster Audi-Serien-Diesel die 200-km/h-Marke.

Audi gewährte auf die vollverzinkte Karosserie eine zwölfjährige Garantie gegen Durchrostung.

Vorteile

  • Vollverzinkte Karosserie sorgt auch nach Jahrzehnten für geringe Rostanfälligkeit
  • Erste Audi-Generation mit V6- und V8-Motoren
  • Robuste, einfach zu wartende Technik

Nachteile

  • Fehlende moderne Sicherheitsausstattung wie Assistenzsysteme
  • Ersatzteile für seltene Motorvarianten schwer zu finden
  • Einzelne unverzinkte Anbauteile wie Auspuffanlage bleiben trotz verzinkter Karosserie rostanfällig
Grauer Audi A6 C4 auf Parkplatz
Grauer Audi A6 C4 auf Parkplatz
Audi A6 C4

Der Audi A6 C4 löste den Audi 100 ab und legte damit den Grundstein für den heutigen Modellnamen A6.

Audi 100 C3 (1982–1991)

Dunkelroter Audi 100 C3 in Fahrt vor einer modernen Glasfassade, aufgenommen von der Seite schräg vorn.
Quelle: Audi
Mit dem C3 investierte Audi erstmals massiv in Robotertechnik und fahrerlose Transportsysteme in der eigenen Fertigung.

Der 1982 vorgestellte Audi 100 C3 erzielte mit einem cW-Wert von 0,30 einen Aerodynamik-Weltrekord für Serienfahrzeuge. Er brachte den permanenten quattro-Allradantrieb erstmals in die obere Mittelklasse.

1990 war der C3 mit dem 2.5 TDI der erste Direkteinspritzer-Diesel mit Turbolader im Volkswagen-Konzern, mit 88 kW (120 PS) und 265 Nm Drehmoment.

Geeignet für

  • Oldtimer- und Youngtimer-Fans mit Interesse an Technikgeschichte, Käufer, die einen besonders langlebigen Fünfzylindermotor suchen

Weniger geeignet für

  • Käufer, die ein Fahrzeug für den täglichen Autobahneinsatz mit moderner Sicherheit brauchen, wer ein Fahrzeug ohne Suche nach Spezialwerkstätten warten möchte

Ab 1986 wurde die Karosserie vollverzinkt, was den C3 nahezu immun gegen Rost machte.

Die Fünfzylindermotoren gelten als besonders langlebig: Laufleistungen über 500.000 Kilometer sind keine Seltenheit.

Vorteile

  • Vollverzinkte Karosserie ab Modelljahr 1986 nahezu rostfrei
  • Sehr langlebige Fünfzylindermotoren
  • Als erster Serien-TDI technikgeschichtlich bedeutsam

Nachteile

  • Starke Innenraumaufheizung durch stark geneigte Scheiben
  • Fehlende moderne Rückhaltesysteme in frühen Baujahren
  • Sinkende Ersatzteilverfügbarkeit bei Elektronikkomponenten
Silberner Audi 100 C3 vor Reihenhaus
Silberner Audi 100 C3 vor Reihenhaus
Audi 100 C3

Der Audi 100 C3 fiel durch sein aerodynamisches Design auf und gilt als technischer Meilenstein seiner Zeit.

Audi 100 C2 (1976–1982)

Kupferfarbener Audi 100 C2 der zweiten Generation, seitlich fotografiert vor einer dunklen Holzwand.
Quelle: Audi
Der C2 war der erste Audi, der offiziell auch in die USA exportiert wurde. Dort lief er unter dem Namen Audi 5000.

Der komplett neu entwickelte C2 wurde im August 1976 vorgestellt. Er zeigte mit dem neuen Fünfzylindermotor erstmals den technischen Einfluss von Ferdinand Piëch.

Der Fünfzylinder-Ottomotor leistete als Vergaserversion 85 kW (115 PS), als Einspritzversion 100 kW (136 PS).

Geeignet für

  • Sammler mit Interesse an früher Piëch-Technik, Liebhaber des ersten Audi-Avant-Kombis

Weniger geeignet für

  • Käufer, die ein alltagstaugliches Fahrzeug für lange Strecken brauchen, wer moderne Ersatzteile ohne Aufwand beschaffen möchte

Ab 1978 kam ein Fünfzylinder-Diesel mit 51 kW (70 PS) hinzu. Auf der IAA 1979 folgten turbogeladene Fünfzylinder unter dem Namen Audi 200 mit bis zu 125 kW (170 PS).

Das Fahrzeuggewicht lag durch konsequenten Leichtbau rund 200 Kilogramm unter dem der Wettbewerber. In den USA wurde der C2 als Audi 5000 vermarktet.

Vorteile

  • Geringes Gewicht durch frühen Leichtbau
  • Erster Audi mit Fünfzylinder-Diesel
  • Erste Avant-Kombiversion der Baureihe

Nachteile

  • Fehlende moderne passive Sicherheit im Vergleich zu späteren Generationen
  • Nur eingeschränkte Ersatzteilverfügbarkeit
  • Anfälligkeit für Rost
Grauer Audi 100 C2 vor Toreinfahrt
Grauer Audi 100 C2 vor Toreinfahrt
Audi 100 C2

Der Audi 100 C2 setzte in den späten Siebzigerjahren auf klare Linien und solide Technik für die Mittelklasse.

Audi 100 C1 (1968–1976)

Audi 100 C1 als Limousine der ersten Generation, schräg von vorn fotografiert im Studio.
Quelle: Audi
Der C1 markierte 1968 den Neustart der Marke Audi und wurde noch bis 1976 parallel mit seinem Nachfolger C2 in Neckarsulm gefertigt.

Der Audi 100 C1 legte 1968 als erste Generation den Grundstein für den heutigen Erfolg von Audi. Er wurde heimlich von Ludwig Kraus gegen den Willen des damaligen VW-Vorstands entwickelt. Das Modell rettete Audi als eigenständige Marke.

Geeignet für

  • Oldtimer-Enthusiasten mit Interesse an der Audi-Markengeschichte, Sammler, die ein seltenes Coupé S suchen

Weniger geeignet für

  • Käufer, die ein Fahrzeug für den regelmäßigen Straßenverkehr suchen, wer moderne Sicherheits- oder Komfortausstattung erwartet

Der damals in dieser Klasse seltene Frontantrieb und die geräumige Karosserie sorgten für Verkaufserfolge: Insgesamt entstanden 827.474 Einheiten.

Die Reihenvierzylinder-Motoren mit seitlicher Nockenwelle leisteten 59 bis 85 kW (80 bis 115 PS).

Vorteile

  • Historisch bedeutsam als Rettung der Marke Audi
  • Damals fortschrittlicher Frontantrieb
  • Große Modellauswahl von Limousine bis Coupé

Nachteile

  • Technisch veraltete Motoren ohne moderne Abgasreinigung
  • Kaum noch verfügbare Original-Ersatzteile
  • Keine zeitgemäße Sicherheitsausstattung
Blauer Audi 100 C1 Coupé steht auf gepflastertem Platz
Blauer Audi 100 C1 Coupé steht auf gepflastertem Platz
Audi 100 C1

Der Audi 100 C1 war das erste Modell der Baureihe und legte den Grundstein für Audis Mittelklasse-Erfolg.

Audi-A6-Generationen: technische Daten im Überblick

GenerationZeitraumLeistungsspektrumNeupreis zur Einführung abBesonderheit
Audi A6 C9seit 2025150–270 kW (204–367 PS)55.500 €Allradlenkung, Mild- und Plug-in-Hybrid
Audi A6 e-tronseit 2024210–370 kW (286–503 PS)62.800 €Erste rein elektrische A6-Generation, 800-Volt-Technik
Audi A6 C82018–2025120–463 kW (163–630 PS)ca. 44.000 €Touchscreen-Bedienkonzept, Virtual Cockpit
Audi A6 C72011–2018100–445 kW (136–605 PS)38.500 €Modularer Längsbaukasten, vom Abgasskandal betroffen
Audi A6 C62004–2011100–426 kW (136–580 PS)32.826 €Auto Nr. 1 von Europa 2004
Audi A6 C51997–200581–353 kW (110–480 PS)ca. 27.000–33.250 €Erstes Multitronic-Getriebe, Mehrlenker-Vorderachse
Audi A6 C4/Audi 100 C41990–199760–240 kW (82–326 PS)ca. 23.801 DMUmbenennung Audi 100 zu A6, erster Audi V6
Audi 100 C31982–199151–121 kW (69–165 PS)ca. 21.600–30.975 DMAerodynamik-Weltrekord, erster TDI im Konzern
Audi 100 C21976–198251–125 kW (70–170 PS)10.320 DMErster Fünfzylindermotor, erster Avant
Audi 100 C11968–197659–85 kW (80–115 PS)8.890 DMErster Audi nach der Markenrettung

Welche Audi‑A6-Generation ist am zuverlässigsten?

Als besonders robust gilt der Audi 100 C3, dessen vollverzinkte Karosserie ab dem Modelljahr 1986 kaum rostet.

Auch die Fünfzylindermotoren dieser Generation gelten als sehr langlebig. Laufleistungen von über 500.000 Kilometern sind bei gepflegten Exemplaren keine Seltenheit.

Beim moderneren A6 C6 fällt vor allem die solide Verarbeitung nach dem Facelift 2008 auf. Damals wurden Geräuschdämmung, Fahrwerksabstimmung und Motoren nochmals überarbeitet.

Beim A6 C7 lohnt ein genauer Blick auf die Motorhistorie. Mehrere V6-Dieselmotoren waren vom Abgasskandal betroffen.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, prüft vor dem Kauf jeder Generation den Wartungsstand und lässt eine unabhängige Inspektion durchführen.

Was unterscheidet den Audi A6 e-tron vom klassischen Audi A6 C9?

Der A6 e-tron fährt rein elektrisch und basiert auf der Premium Platform Electric. Der A6 C9 ist ein Verbrenner mit Mild- und Plug-in-Hybrid-Technik.

Beide Modelle laufen parallel und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Der e-tron bietet mit 800-Volt-Technik zügiges Laden und je nach Version bis zu 100 kWh Bruttokapazität.

Der A6 C9 punktet dagegen mit gewohnter Tankstellen-Infrastruktur und größerer Reichweite am Stück. Beide Modelle erhielten beim Euro-NCAP-Crashtest fünf von fünf möglichen Sternen.

Die Kaufentscheidung hängt vor allem von den eigenen Lademöglichkeiten und der täglichen Fahrstrecke ab.

Warum wurde der Audi 100 in Audi A6 umbenannt?

Im Sommer 1994 führte Audi die neue Modellbezeichnungsstrategie „Audi Ax“ ein. Der Audi 100 hieß fortan Audi A6, obwohl es sich technisch nur um ein Facelift des Audi 100 C4 handelte.

Der A6 und der wenige Monate zuvor erschienene A8 waren die ersten Modelle mit der neuen Nomenklatur.

Kurz darauf folgten A4 als Nachfolger des Audi 80 und später der A3. Die Umbenennung sollte die Modellhierarchie bei Audi klarer und einheitlicher gestalten.

Anders als beim Audi 80/A4 fiel die Umbenennung beim A6 nicht mit einem echten Modellwechsel zusammen, sondern nur mit einem Facelift. Der erste komplett neu entwickelte A6 kam erst 1997 mit dem C5 auf den Markt.

Wir nutzen digitale Systeme zur Recherche, prüfen die Inhalte sorgfältig und ergänzen mit unserer langjährigen Expertise. So entsteht ein Beitrag, hinter dem wir voll und ganz stehen. Diesen hier hat André Borbe für dich erstellt.

Teilen
Über die Redaktion
Erfahre, wer hinter den Inhalten steht und lerne unser mobile.de kennen.
Sind diese Informationen hilfreich für Dich?