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Ein Kfz-Mechaniker steht unter einem auf der Hebebühne angehobenen Fahrzeug und blickt auf das Tablet in seinen Händen.
Quelle: picture alliance / Zoonar | Jelena Cvetkovic
Moderne Werkstätten dokumentieren die Inspektion digital: Dieser Mechaniker erfasst alle geprüften Punkte direkt am Tablet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Inspektion fürs Auto kostet je nach Umfang zwischen 250 und 800 Euro.
  • Die Inspektion ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber Voraussetzung für die Herstellergarantie.
  • In die Vertragswerkstatt musst du mit deinem Wagen jedoch nicht zwingend.

Wer regelmäßig zur Inspektion fährt, spart langfristig Geld und bleibt sicher unterwegs. Was dabei gemacht wird, was es kostet und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Ein roter Golf VII GTI steht in einer Verkaufshalle beim Händler.
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Kleine und große Inspektion: Was ist der Unterschied?

Bei der Inspektion fürs Auto unterscheiden die meisten Werkstätten zwischen zwei Varianten:

  1. Kleine Inspektion
  2. Große Inspektion

In beiden Fällen wird das Auto genau unter die Lupe genommen. Allerdings unterscheiden sich die beiden Arten der Inspektion im Umfang der Punkte, die routinemäßig überprüft werden.

Was passiert bei der kleinen Inspektion?

Die kleine Inspektion ist ein überschaubarer Check. Im Mittelpunkt steht der Ölwechsel.

Zusätzlich werden Verschleißteile wie Scheibenwischer, Bremsen und Luftfilter überprüft sowie Betriebsflüssigkeiten wie Bremsflüssigkeit und Kühlwasser nachgefüllt.

Inspektion: Eine Hand greift in den Motorraum eines Autos und prüft einen elektrischen Stecker.
Quelle: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer
Bei der Inspektion wird auch der Motorraum gründlich unter die Lupe genommen – Stecker, Leitungen und Bauteile inklusive.

Was passiert bei der großen Inspektion?

Die große Inspektion ist deutlich umfangreicher. Dabei werden 30 bis 40 Punkte einer Checkliste abgearbeitet. Geprüft werden unter anderem:

  • Bremsen: Bremsflüssigkeit, Bremsscheiben, Bremsbeläge, Bremsleistung
  • Motor: Motorraum, Motoröl, Abgasanlage
  • Getriebe: Ölstand, Kupplung, Gelenkschutzhüllen
  • Elektrik: Beleuchtung, Airbags, Gurte, Kontrollleuchten
  • Fahrwerk und Unterboden
  • Reifen und Karosserie
  • Verschleißteile wie Zahnriemen und Zündkerzen

Stellt der Mechaniker Mängel fest, informiert er dich und klärt über notwendige Reparaturen auf.

Sicherheitsrelevante Teile darf die Werkstatt direkt austauschen. Für alle anderen Arbeiten braucht sie deine Zustimmung.

Auch wenn ihr Antrieb weniger Verschleißteile hat als ein Verbrenner, müssen Elektroautos ebenfalls regelmäßig zur Inspektion.

Warum ist die Inspektion fürs Auto so wichtig?

Die Inspektion ist im Gegensatz zur Hauptuntersuchung (HU) nicht gesetzlich vorgeschrieben. Trotzdem gibt es gute Gründe, sie regelmäßig machen zu lassen:

  1. Sicherheit:
    Klassische Verschleißteile wie Bremsen werden kontrolliert und rechtzeitig ausgetauscht, bevor sie versagen.
  2. Geld sparen:
    Wer Mängel früh erkennt, verhindert größere Schäden. Ein gerissener Zahnriemen zum Beispiel kann einen Motorschaden verursachen. Der ist um ein Vielfaches teurer als eine reguläre Inspektion.
  3. Werterhalt:
    Ein scheckheftgepflegtes Auto lässt sich beim Wiederverkauf besser und teurer verkaufen. Käufer können die Wartungshistorie nachvollziehen und vertrauen dem Fahrzeug mehr.
  4. Herstellergarantie sichern:
    Hersteller übernehmen Reparaturkosten innerhalb der Garantiezeit nur, wenn die vorgeschriebenen Inspektionsintervalle eingehalten wurden. Die Garantiedauer beträgt je nach Hersteller zwei bis sieben Jahre.
  5. Umwelt schonen:
    Regelmäßige Wartung verhindert zum Beispiel erhöhte Emissionen durch einen defekten Abgasfilter.

Tipp: Den vorgegebenen Inspektionstermin solltest du maximal drei Monate überziehen. Manche Hersteller reagieren sogar schon bei wenigen Kilometern Überschreitung mit Schwierigkeiten bei der Garantieleistung.

Ein gebrauchter BMW 318 d Touring steht auf einer gepflasterten Fläche.
Ein gebrauchter BMW 318 d Touring steht auf einer gepflasterten Fläche.
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Wie oft ist die Inspektion fürs Auto fällig?

Der Hersteller legt die Intervalle abhängig von Modell und Motorisierung fest. Als Orientierung gilt:

Art des IntervallsEmpfehlung
Zeitintervallalle 1 bis 2 Jahre
Kilometerintervallalle 15.000 bis 30.000 km

Im Scheckheft oder Serviceheft findest du die genauen Vorgaben für dein Fahrzeug.

Bei modernen Autos erinnert der Bordcomputer rechtzeitig an den nächsten Termin. Er berechnet das Intervall anhand von Fahrleistung und Fahrweise automatisch.

Früher galten 10.000 Kilometer als Richtwert. Da Fahrzeugteile heute zuverlässiger und Motoröle länger haltbar sind, wurden die Intervalle angehoben.

Feste Wartungsintervalle können für Wenigfahrer vorteilhaft sein. Flexible Intervalle lohnen sich eher für Vielfahrer oder bei extremen Einsatzbedingungen.

Ausnahmen, bei denen kürzere Intervalle sinnvoll sein können:

  • Kurzstreckenfahrer: Wer im Schnitt weniger als zehn Kilometer am Stück fährt, wärmt den Motor nicht richtig auf. Das Öl schmiert schlechter, Bauteile verschleißen schneller.
  • Vielfahrer mit sportlicher Fahrweise: Häufiges Beschleunigen beansprucht Reifen und Bremsen stärker.
  • Ältere Fahrzeuge mit hohem Kilometerstand: Hier ist eine engmaschigere Kontrolle besonders wichtig.

Wo kann ich die Inspektion machen lassen?

Du hast die Wahl zwischen Vertragswerkstatt und freier Werkstatt.

Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum verfällt die Herstellergarantie nicht, wenn du eine freie Werkstatt nutzt. Die Wartung muss lediglich den Herstellervorgaben entsprechen. Das ist durch EU-Recht abgesichert.

Pro und Contra Vertragswerkstatt

Vorteile

  • Spezialisiertes Know-how für das jeweilige Fahrzeugmodell
  • Kann Software-Updates durchführen
  • Stempel im Scheckheft steigert den Wiederverkaufswert, besonders bei Luxus- und Sportfahrzeugen

Nachteile

  • In der Regel teurer als freie Werkstätten

Pro und Contra freie Werkstatt

Vorteile

  • Oft bis zu 20 Prozent günstiger: niedrigere Arbeitskosten, günstigere Ersatzteile
  • Garantie bleibt erhalten, wenn Herstellervorgaben eingehalten werden

Nachteile

  • Manchmal fehlt spezielles Werkzeug oder Know-how für neuere Modelle
  • Software-Updates sind nicht immer möglich

Tipp: Lass die Inspektion immer ins Serviceheft eintragen und leg es direkt bei der Fahrzeugannahme vor. Spätestens, wenn du dein Auto verkaufen möchtest, ist ein lückenloses Scheckheft ein echtes Verkaufsargument.

Was kostet die Inspektion fürs Auto?

Die Kosten hängen vom Umfang der Arbeiten und dem Zustand des Fahrzeugs ab:

InspektionsartDurchschnittliche Kosten
Kleine Inspektion250 bis 300 Euro
Große Inspektion400 bis 800 Euro

Hinweis: In diesen Preisen sind Betriebsstoffe wie Motoröl, Getriebeöl, Bremsflüssigkeit oder Frostschutzmittel oft noch nicht enthalten.

Müssen Verschleißteile ausgetauscht werden, steigen die Kosten entsprechend.

Eine Hand prüft den Reifendruck an einem Pkw-Reifen mit einem analogen Reifendruckmessgerät.
Quelle: picture alliance / CHROMORANGE | Ruediger Rebmann
Den Reifendruck vor der Inspektion selbst zu prüfen, ist einfach und kann bares Geld sparen.

Wie lange dauert die Auto-Inspektion?

Plane am besten einen halben bis ganzen Tag ein. In der Regel ist dein Auto noch am selben Tag wieder abholbereit, wenn du es morgens in die Werkstatt bringst.

Brauchst du in der Zwischenzeit ein Fahrzeug, frag direkt bei der Terminvereinbarung nach einem Leihwagen. Viele Werkstätten bieten das an, wenn auch meist gegen einen Aufpreis.

So sparst du bei der Auto-Inspektion Geld

  1. Freie Werkstatt wählen
    Sie ist oft bis zu 20 Prozent günstiger als eine Vertragswerkstatt. Manchmal kannst du Ersatzteile sogar selbst mitbringen. Dann fallen nur die Einbaukosten an.
  2. Keinen Freibrief erteilen
    Geh die Posten vorab durch und frage gezielt nach, was wirklich dringend ist. Eine klare Ansage hilft: „Tauschen Sie nichts aus, ohne mit mir Rücksprache zu halten."
  3. Kostenvoranschlag einholen
    Er ist zwar unverbindlich, aber Werkstätten dürfen ihn ohne Rücksprache in der Regel nicht um mehr als 25 Prozent überschreiten. Sicherheitsrelevante Teile sind davon ausgenommen. Sie dürfen direkt repariert werden.

Wer jährlich zur kleinen Inspektion fährt, vermeidet oft teure Folgeschäden. Die Investition rechnet sich langfristig fast immer.

Tipp: Einige Hersteller bieten Servicepakete an, bei denen du einen monatlichen Festbetrag zahlst. Das macht die Kosten planbar und schützt vor unerwarteten Einmalausgaben.

Checkliste: So bereitest du dein Auto auf die Inspektion vor

  • Wischwasser auffüllen: Das spart Kosten in der Werkstatt.
  • Reifendruck kontrollieren und auf den richtigen Wert einstellen.
  • Scheinwerfer prüfen: Funktionieren Fernlicht und Warnblinker?
  • Im Serviceheft nachschauen, was beim aktuellen Kilometerstand fällig ist. So gibt es keine Überraschungen.
  • Unregelmäßigkeiten notieren, damit du bei der Fahrzeugabgabe nichts vergisst.
  • Serviceheft direkt beim Check-in vorlegen.

Die häufigsten Fragen zur Inspektion fürs Auto

Was ist der Unterschied zwischen Service und Inspektion beim Auto?

Es gibt keinen Unterschied.

Ob Inspektion, Service, Wartung oder Kundendienst – alle Begriffe meinen dasselbe: Das Auto wird von einer fachkundigen Person auf Betriebs- und Verkehrssicherheit geprüft, Flüssigkeiten werden getauscht und die Wartungsvorschriften des Herstellers umgesetzt.

Was wird bei der Inspektion am Auto gemacht?

Bei einer Inspektion überprüft ein Mechaniker alle sicherheits- und funktionsrelevanten Bauteile des Fahrzeugs.

Dazu gehören Bremsen, Motor, Getriebe, Elektrik, Beleuchtung, Reifen und Abgasanlage.

Betriebsflüssigkeiten wie Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlwasser werden kontrolliert und bei Bedarf gewechselt oder aufgefüllt.

Verschlissene Teile wie Bremsbeläge, Luftfilter oder Zahnriemen werden ersetzt.

Bei der kleinen Inspektion steht vor allem der Ölwechsel im Mittelpunkt, bei der großen Inspektion werden 30 bis 40 Punkte einer Herstellercheckliste abgearbeitet.

Tachometer eines Autos mit mehreren leuchtenden Warnleuchten und einem gelben Inspektionssymbol.
Quelle: picture alliance / Zoonar | stockfotos-mg
Leuchten mehrere Kontrolllampen auf, ist ein Werkstattbesuch dringend. Manche Warnleuchten weisen direkt auf einen fälligen Inspektionstermin hin.

Ist die jährliche Inspektion Pflicht?

Nein, die Inspektion fürs Auto ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Das ist also anders als bei der Hauptuntersuchung (HU).

Die Inspektion ist jedoch vom Hersteller vorgeschrieben und Voraussetzung dafür, dass die Herstellergarantie bestehen bleibt.

Wer die Inspektionsintervalle nicht einhält, riskiert, dass der Hersteller Reparaturkosten innerhalb der Garantiezeit nicht übernimmt. Außerdem kann ein fehlendes Scheckheft den Wiederverkaufswert des Autos erheblich senken.

Was passiert, wenn man eine Inspektion nicht macht?

Wer die Inspektion auslässt, riskiert mehreres:

  1. Die Herstellergarantie kann erlöschen, weil Hersteller ihre Garantieleistung an die Einhaltung der Inspektionsintervalle knüpfen.
  2. Mängel bleiben unentdeckt und können sich zu teuren Schäden entwickeln – etwa ein gerissener Zahnriemen, der einen Motorschaden verursacht.
  3. Der Wiederverkaufswert sinkt, weil ein lückenloses Scheckheft für Käufer ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist.
  4. In schwerwiegenden Fällen kann auch der Versicherungsschutz gefährdet sein, wenn bekannte Mängel nicht behoben wurden.

Warum zeigt ein Auto eine Inspektion an?

Moderne Fahrzeuge sind mit einer Serviceanzeige ausgestattet, die den nächsten Inspektionstermin automatisch berechnet.

Dafür wertet der Bordcomputer verschiedene Faktoren aus:

  • gefahrene Kilometer,
  • Anzahl der Motorstarts,
  • Fahrweise und
  • teilweise auch den Zustand von Betriebsstoffen wie dem Motoröl.

Erscheint die Serviceleuchte oder ein entsprechender Hinweis im Display, solltest du zeitnah einen Werkstatttermin vereinbaren. Die Anzeige ist nicht nur ein Komfortfeature, sie ist auch garantie- und sicherheitsrelevant.

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