Design und Karosserie
Mit 4.921 mm Länge und 1.890 mm Breite bewegt sich der Mazda 6e auf dem Niveau größerer Mittelklassemodelle. Die Karosserie folgt Mazdas Kodo-Designsprache. Eine betonte Schulter, der geschlossene Kühlergrill und eine durchgehende Lichtspange prägen das Erscheinungsbild.
Der sogenannte Signature Wing verbindet optisch die beiden Scheinwerfer und gibt der Front eine eigenständige Form. Im Profil lässt die flach abfallende Dachlinie das Stufenheck dynamisch wirken. Erste Tests bewerten die Außenhaut als solide verarbeitet, bemängeln jedoch vereinzelt ungleichmäßige Türspalte.
Innenraum und Infotainment
Im Innenraum bildet der 14,6-Zoll-Touchscreen das zentrale Bedienelement. Das Augmented-Reality-Head-up-Display projiziert Navigationshinweise direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Hinzu kommt ein Sony-Soundsystem mit 14 Lautsprechern, darunter Lautsprecher in den Kopfstützen.
Die Ausstattungslinie Takumi Plus bietet Sitzbezüge aus Nappaleder mit Veloursleder-Optik. Das Interieur wirkt dadurch hochwertig verarbeitet. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 330 Liter.
Bei umgeklappter Rücksitzlehne steigt das Kofferraum-Volumen auf 700 Liter. Unter der Fronthaube stehen weitere 70 Liter Stauraum bereit. Insgesamt fällt das Platzangebot solide aus, bleibt aber hinter dem VW ID.7 zurück.
Antrieb und Reichweite
Ein permanenterregter Synchronmotor treibt ausschließlich die Hinterachse an. Er leistet 190 kW (258 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 175 km/h.
Für den Mazda 6e stehen zwei Batteriegrößen zur Wahl. Die Variante mit 68,8 kWh großer Batterie erreicht nach WLTP bis zu 479 Kilometer. Sie lädt Gleichstrom mit maximal 165 kW. Die Ausführung mit 80 kWh großer Batterie erhöht die WLTP-Reichweite auf bis zu 552 Kilometer, erreicht am Schnelllader jedoch nur maximal 90 kW. Beide Varianten unterstützen dreiphasiges Wechselstromladen mit 11 kW.
Fahrverhalten und Sicherheit
Mazda stimmte das Fahrwerk für europäische Straßen ab. Es federt Unebenheiten im Stadtverkehr gut ab und hält den Mazda 6e auch auf der Autobahn ruhig. Der Heckantrieb sorgt für ein direktes Ansprechverhalten.
Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt die Limousine fünf Sterne. Neun Airbags, ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung, ein adaptiver Tempomat, ein Totwinkelwarner und eine 360-Grad-Kamera gehören zur Sicherheitsausstattung. Der Spurhalteassistent greift laut ersten Tests auf der Autobahn teilweise abrupt ein. Auch die Sprachsteuerung arbeitet weniger zuverlässig als bei einigen Konkurrenzmodellen.
Preis und Einordnung
Der Einstiegspreis liegt bei rund 45.000 Euro. Bereits die Ausstattungslinie Takumi umfasst zahlreiche Komfort- und Assistenzfunktionen. Damit tritt der Mazda 6e gegen Modelle wie den VW ID.7 und den Hyundai Ioniq 6 an.
Fazit
Der Mazda 6e verbindet hohe Reichweiten, einen kräftigen Heckantrieb und eine umfangreiche Serienausstattung mit einem hochwertig gestalteten Innenraum. Einschränkungen zeigen sich beim vergleichsweise kleinen Kofferraum, bei der Sprachsteuerung und beim teils ruppigen Spurhalteassistenten. Insgesamt bietet die elektrische Mittelklasselimousine ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.