Mazda 6e

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Fahrzeugeinordnung

Mit dem im Sommer 2025 in Deutschland eingeführten Mazda6e (J90A) steigt Mazda in die vollelektrische Mittelklasse ein. Die erste Generation des Modells knüpft an die Rolle des nicht mehr angebotenen Mazda6 an, ist jedoch kein direkter technischer Nachfolger. Statt Verbrennungsmotoren nutzt der Mazda6e ausschließlich einen batterieelektrischen Antrieb.

Die 4.921 mm lange Fließheck-Limousine verbindet ein geräumiges Interieur mit einer alltagstauglichen Reichweite und tritt unter anderem gegen den Volkswagen ID.7 und den Hyundai Ioniq 6 an. Technische Grundlage ist die EPA1-Plattform des chinesischen Partners Changan. Fahrwerk und Assistenzsysteme wurden auf die Anforderungen des europäischen Marktes abgestimmt.

Stärken
  • Umfangreiche Serienausstattung bereits ab der Einstiegslinie
  • Euro NCAP vergibt insgesamt fünf Sterne
  • Wettbewerbsfähiger Preis im D-Segment
Schwächen
  • Spurhalteassistent greift teils ruppig ein
  • Kofferraum fasst vergleichsweise geringe 330 Liter
  • Sprachsteuerung schneidet im Vergleich schwach ab
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Motoren

Der Mazda 6e ist mit zwei batterieelektrischen Antrieben erhältlich. In der Version mit 68,8-kWh-LFP-Akku leistet der Elektromotor 190 kW (258 PS), während die Variante mit 80-kWh-NCM-Akku auf 180 kW (245 PS) kommt.

Beide Motoren entwickeln 320 Nm Drehmoment und treiben ausschließlich die Hinterräder an. Ein einstufiges Untersetzungsgetriebe überträgt die Kraft ohne klassische Gangwechsel. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt jeweils 175 km/h.

Mit dem kleineren Akku erreicht der Mazda 6e nach WLTP bis zu 479 Kilometer. Am DC-Schnelllader nimmt er bis zu 200 kW auf.

Innerhalb von etwa 15 Minuten lässt sich Energie für weitere 235 Kilometer laden. Die größere Batterie ermöglicht bis zu 552 Kilometer Reichweite, lädt mit maximal 90 kW jedoch langsamer.

Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent dauert rund 47 Minuten. An einer AC-Ladestation sind bei beiden Varianten dreiphasig bis zu 11 kW möglich. Der WLTP-Verbrauch liegt je nach Ausführung bei rund 16 kWh auf 100 Kilometer.

Sicherheit

Im Euro-NCAP-Crashtest 2025 erhielt der Mazda 6e fünf Sterne. Beim Erwachsenen- und Kinderschutz erreichte er jeweils 93 Prozent der möglichen Punkte. Den Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer bewertete Euro NCAP mit 74 Prozent, wobei das Fußgänger-Notbremssystem Punkte verlor. Die Assistenzsysteme erzielten 77 Prozent.

Neun Airbags schützen die Insassen, darunter ein Zentralairbag zwischen Fahrer und Beifahrer. ISOFIX-Befestigungen stehen auf drei Sitzplätzen einschließlich des Beifahrersitzes bereit. Das serienmäßige Notbremssystem erkennt auch Fußgänger und kann drohende Kollisionen verhindern oder ihre Folgen mindern.

Der adaptive Tempomat regelt Geschwindigkeit und Abstand zum vorausfahrenden Verkehr. Der Totwinkelwarner unterstützt sichere Spurwechsel, während die 360-Grad-Kamera das Rangieren und Einparken erleichtert. Erste Tests zeigen jedoch, dass der Spurhalteassistent auf der Autobahn teilweise ruppig eingreift.

Das schränkt seinen praktischen Nutzen ein. Insgesamt bietet der Mazda 6e ein solides Sicherheitsniveau.

Ausstattung

Der Mazda 6e ist in den Ausstattungslinien Takumi und Takumi Plus erhältlich. Bereits die Variante Takumi umfasst einen zentralen 14,6-Zoll-Touchscreen und ein 10,25-Zoll-Fahrerdisplay. Das Head-up-Display blendet Navigationshinweise in das Sichtfeld ein, sodass der Blick häufiger auf der Straße bleiben kann.

Ein Audiosystem von Sony mit 14 Lautsprechern gehört ebenfalls zur Serienausstattung. Dazu zählen Lautsprecher in den vorderen Kopfstützen, die Hinweise gezielt wiedergeben können. Eine serienmäßige Wärmepumpe senkt bei niedrigen Außentemperaturen den Energiebedarf für die Klimatisierung und kann dadurch die Reichweite stabilisieren.

Die Ausstattungslinie Takumi Plus unterscheidet sich vor allem durch den Innenraum. Sie kombiniert hellbraunes Nappaleder mit Einsätzen in Velourslederoptik. Hinzu kommen ein Lederlenkrad, ein schwarzer Dachhimmel und ein Panorama-Glasdach mit elektrischer Verdunkelung.

Die Werksgarantie gilt für sechs Jahre oder bis 150.000 Kilometer. Für die Antriebsbatterie gelten acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Dabei sichert Mazda eine nutzbare Mindestkapazität von 70 Prozent zu.

Modellbeschreibung

Der Mazda 6e ist die erste vollelektrische Limousine der Marke auf dem deutschen Markt. Als Nachfolger des Mazda 6 ordnet er sich in der Mittelklasse ein. Das Modell verbindet eine komfortorientierte Abstimmung mit hochwertiger Ausstattung und alltagstauglicher Reichweite. Preislich bleibt es unterhalb klassischer Premiummodelle.


Mittelklasse-Limousine kombiniert Elektroantrieb mit einem markentypischen Profil

Design und Karosserie

Mit 4.921 mm Länge und 1.890 mm Breite bewegt sich der Mazda 6e auf dem Niveau größerer Mittelklassemodelle. Die Karosserie folgt Mazdas Kodo-Designsprache. Eine betonte Schulter, der geschlossene Kühlergrill und eine durchgehende Lichtspange prägen das Erscheinungsbild.

Der sogenannte Signature Wing verbindet optisch die beiden Scheinwerfer und gibt der Front eine eigenständige Form. Im Profil lässt die flach abfallende Dachlinie das Stufenheck dynamisch wirken. Erste Tests bewerten die Außenhaut als solide verarbeitet, bemängeln jedoch vereinzelt ungleichmäßige Türspalte.

Innenraum und Infotainment

Im Innenraum bildet der 14,6-Zoll-Touchscreen das zentrale Bedienelement. Das Augmented-Reality-Head-up-Display projiziert Navigationshinweise direkt in das Sichtfeld des Fahrers. Hinzu kommt ein Sony-Soundsystem mit 14 Lautsprechern, darunter Lautsprecher in den Kopfstützen.

Die Ausstattungslinie Takumi Plus bietet Sitzbezüge aus Nappaleder mit Veloursleder-Optik. Das Interieur wirkt dadurch hochwertig verarbeitet. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 330 Liter.

Bei umgeklappter Rücksitzlehne steigt das Kofferraum-Volumen auf 700 Liter. Unter der Fronthaube stehen weitere 70 Liter Stauraum bereit. Insgesamt fällt das Platzangebot solide aus, bleibt aber hinter dem VW ID.7 zurück.

Antrieb und Reichweite

Ein permanenterregter Synchronmotor treibt ausschließlich die Hinterachse an. Er leistet 190 kW (258 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 320 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 175 km/h.

Für den Mazda 6e stehen zwei Batteriegrößen zur Wahl. Die Variante mit 68,8 kWh großer Batterie erreicht nach WLTP bis zu 479 Kilometer. Sie lädt Gleichstrom mit maximal 165 kW. Die Ausführung mit 80 kWh großer Batterie erhöht die WLTP-Reichweite auf bis zu 552 Kilometer, erreicht am Schnelllader jedoch nur maximal 90 kW. Beide Varianten unterstützen dreiphasiges Wechselstromladen mit 11 kW.

Fahrverhalten und Sicherheit

Mazda stimmte das Fahrwerk für europäische Straßen ab. Es federt Unebenheiten im Stadtverkehr gut ab und hält den Mazda 6e auch auf der Autobahn ruhig. Der Heckantrieb sorgt für ein direktes Ansprechverhalten.

Im Euro-NCAP-Crashtest erhielt die Limousine fünf Sterne. Neun Airbags, ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung, ein adaptiver Tempomat, ein Totwinkelwarner und eine 360-Grad-Kamera gehören zur Sicherheitsausstattung. Der Spurhalteassistent greift laut ersten Tests auf der Autobahn teilweise abrupt ein. Auch die Sprachsteuerung arbeitet weniger zuverlässig als bei einigen Konkurrenzmodellen.

Preis und Einordnung

Der Einstiegspreis liegt bei rund 45.000 Euro. Bereits die Ausstattungslinie Takumi umfasst zahlreiche Komfort- und Assistenzfunktionen. Damit tritt der Mazda 6e gegen Modelle wie den VW ID.7 und den Hyundai Ioniq 6 an.

Fazit

Der Mazda 6e verbindet hohe Reichweiten, einen kräftigen Heckantrieb und eine umfangreiche Serienausstattung mit einem hochwertig gestalteten Innenraum. Einschränkungen zeigen sich beim vergleichsweise kleinen Kofferraum, bei der Sprachsteuerung und beim teils ruppigen Spurhalteassistenten. Insgesamt bietet die elektrische Mittelklasselimousine ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Rückrufinformationen

Sicherheitsrückrufe des Herstellers und des Kraftfahrt-Bundesamtes für dieses Fahrzeugmodell.
Rückruf-Nr.DatumBetroffenes SystemModelljahreDetails
  • 090801.01.2008Ein fehlerhaftes Hitzeschutzschild kann zur Verformung des Kraftstofftanks und zum Kraftstoffaustritt führen.2002, 2003, 2004
    Identifikationsnummer
    0908
    Hersteller-Rückrufcode
    N/A
    Betroffene Einheiten
    37.102
    Ein fehlerhaftes Hitzeschutzschild kann zur Verformung des Kraftstofftanks und zum Kraftstoffaustritt führen.
  • 090901.01.2008Eine fehlerhafte Injektordichtung kann zum Ölaustritt am Zylinderkopfdeckel führen. Es sind nur Fahrzeuge mit Dieselmotor betroffen.2003
    Identifikationsnummer
    0909
    Hersteller-Rückrufcode
    N/A
    Betroffene Einheiten
    3.442
    Eine fehlerhafte Injektordichtung kann zum Ölaustritt am Zylinderkopfdeckel führen. Es sind nur Fahrzeuge mit Dieselmotor betroffen.
  • 1120103.11.2021Bruch der Verschlusskappen der Benzinpumpe und unzureichende Festigkeit der Verschlusskappe des Kraftstofftankes können zum Kraftstoffverlust führen.2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010
    Identifikationsnummer
    11201
    Hersteller-Rückrufcode
    AM034A
    Betroffene Einheiten
    819
    Bruch der Verschlusskappen der Benzinpumpe und unzureichende Festigkeit der Verschlusskappe des Kraftstofftankes können zum Kraftstoffverlust führen.
  • 1136228.01.2022Aufgrund einer fehlerhaften Kraftstoffpumpe kann es zu einem Motorausfall kommen.2017, 2018, 2019, 2020
    Identifikationsnummer
    11362
    Hersteller-Rückrufcode
    AM039A
    Betroffene Einheiten
    36.714
    Aufgrund einer fehlerhaften Kraftstoffpumpe kann es zu einem Motorausfall kommen.
  • 148201.01.2008Unzureichend bearbeitete Nockenwellen-Sensorscheiben können falsche Nockenwellensignale verursachen und zum Motorstillstand führen (Fahrzeuge mit 2.0l-Dieselmotor).2005
    Identifikationsnummer
    1482
    Hersteller-Rückrufcode
    N/A
    Betroffene Einheiten
    3.342
    Unzureichend bearbeitete Nockenwellen-Sensorscheiben können falsche Nockenwellensignale verursachen und zum Motorstillstand führen (Fahrzeuge mit 2.0l-Dieselmotor).

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