Design und Karosserie
Der Maxus Euniq 5 folgt einer funktionalen Formensprache ohne auffällige Gestaltungselemente. Mit weniger als 4.850 mm Fahrzeuglänge bleibt der vollelektrische Van vergleichsweise kompakt. Die geradlinige Karosserie betont seinen praktischen Charakter.
LED-Scheinwerfer, ein markanter Kühlergrill und klare Konturen sorgen für einen sachlichen Auftritt. Die hohe Dachlinie schafft auch in den hinteren Sitzreihen ausreichend Kopffreiheit.
Innenraum und Variabilität
Im Innenraum bietet der Maxus Euniq 5 sechs Einzelsitze in einer 2+2+2-Anordnung. Der freie Durchgang zwischen den Sitzen der zweiten Reihe erleichtert den Zugang zur dritten Reihe. Werden die hinteren Sitze umgelegt, lässt sich der Kofferraum deutlich erweitern. Ein konkretes Kofferraum-Volumen liegt nicht vor.
Das digitale Cockpit besteht aus einem Instrumenten-Display und einem zentralen Touchscreen. Die Materialqualität wirkt solide, erreicht jedoch kein hochwertiges Niveau. Das serienmäßige Panoramadach lässt mehr Licht in den Innenraum und unterstützt das offene Raumgefühl. Abgedunkelte Scheiben ab der zweiten Sitzreihe erhöhen den Sichtschutz.
Antrieb und Fahrleistungen
Ein Permanentmagnet-Synchronmotor treibt die Vorderachse mit 130 kW (177 PS) und 310 Nm Drehmoment an. Die Kraftübertragung übernimmt ein einstufiges Reduktionsgetriebe. Damit beschleunigt der Maxus Euniq 5 in rund 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt. Der Antrieb arbeitet gleichmäßig und leise, ist aber nicht sportlich ausgelegt.
Reichweite und Laden
Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über 70 kWh Nettokapazität und 77 kWh Bruttokapazität. Nach dem WLTP-Messverfahren erreicht der Maxus Euniq 5 bis zu 360 Kilometer. Im Stadtverkehr sind unter realistischen Bedingungen rund 290 Kilometer möglich.
Bei konstanten 130 km/h sinkt die Reichweite je nach Bedingungen auf etwa 200 bis 309 Kilometer. Eine Wärmepumpe senkt den Energiebedarf bei niedrigen Temperaturen und begrenzt den winterlichen Reichweitenverlust.
An Wechselstrom lädt die Batterie mit maximal 6,6 kW. An einer Gleichstrom-Ladesäule sind bis zu 75 kW möglich. Der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent dauert rund 45 Minuten. Beide Ladeleistungen fallen vergleichsweise niedrig aus und erschweren lange Autobahnfahrten.
Ausstattung und Sicherheit
Zur Serienausstattung gehören Apple CarPlay, Android Auto, induktives Laden, ein Regensensor und elektrisch einstellbare sowie beheizbare Außenspiegel. Ein automatisches Notbremssystem, ein Spurhalteassistent und ein Totwinkelassistent unterstützen im Verkehr. Die 360-Grad-Kamera und die Einparkhilfe erleichtern das Rangieren. Ein Ergebnis des Euro-NCAP-Crashtests liegt nicht vor.
Fazit
Der Maxus Euniq 5 verbindet sechs Sitzplätze mit kompakten Abmessungen und einer umfangreichen Serienausstattung. Sein Einstiegspreis von rund 54.000 Euro liegt unter dem Niveau mancher Konkurrenten wie dem Volkswagen ID. Buzz.
Das flexible Raumkonzept eignet sich für Familien und gewerbliche Nutzer. Die niedrige Ladeleistung begrenzt jedoch seine Langstreckentauglichkeit. Insgesamt bleibt der Maxus Euniq 5 ein sachlicher Elektrovan mit gutem Platzangebot und klaren technischen Kompromissen.