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Quelle: SuperPlus
E-Auto-Experte Ove Kröger erklärt, wie Du mit Deinem E-Auto weiter kommst

Reichweiten-Tipp 1: Clevere Routenplanung anlegen

Eine gute Routenplanung im Vorfeld jeder langen Autofahrt ist ein wichtiger Faktor, um Stress, Ärger und Staus zu vermeiden. Bei der Elektromobilität ist sie unerlässlich und entscheidend, um weite Strecken zu meistern. An die persönlichen Bedürfnisse angepasst, kann so die ideale Route festgelegt werden – inklusive der notwendigen Ladestopps. Hier bieten die Navigationssysteme einiger Fahrzeugmodelle schon viele Möglichkeiten. Oft reicht es, über die Spracherkennung das Ziel zu nennen. Den Rest übernimmt der Computer. „Die Route wird komplett bis dorthin berechnet, wo Du hinwillst“, so der Kfz-Sachverständige Ove Kröger. „Das Navi sagt Dir auf dem Bildschirm, wo, wie viel und wie lange Du laden musst. Das ist total easy.“ Günstigere Fahrzeuge haben eher einfachere Navigationssysteme. In diesem Fall empfiehlt Kröger die Verwendung spezieller Apps wie „A better Routeplanner“, die oft noch zusätzliche Features haben. „Hier könnt Ihr zum Beispiel auch eingeben, an welchem Ladepunkt Ihr bevorzugt halten wollt, oder einen bestimmten Ladestromanbieter angeben.“

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Reichweiten-Tipp 2: Richtigen Fahrmodus wählen

Die meisten E-Autos verfügen über verschiedene Fahrmodi. Diese unterscheiden sich vor allem bei der Leistung und beim Drehmoment. „Du kannst über den Bildschirm auswählen, ob Du sportlich oder sparsam fahren willst“, erklärt Ove Kröger. „Beim Eco-Modus ist oft zum Beispiel die Höchstgeschwindigkeit begrenzt oder die Beschleunigung langsamer.“ Der gewählte Modus hat so einen großen Einfluss auf die Reichweite. „Wenn Du einen sparsamen Modus eingestellt hast, kommst Du natürlich weiter und musst nicht so oft laden.“ Um das Maximum aus der Batteriekapazität zu holen, werden bei einigen Fahrzeugmodellen im Reichweitenmodus zudem Stromverbraucher wie die Heizung abgestellt.  

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Reichweiten-Tipp 3: Persönliche Fahrweise anpassen

Auch die Fahrweise hat einen Einfluss auf die Reichweite – dies ist bei einem E-Auto nicht anders als bei einem Verbrenner. „Man kann viel sparen, wenn man vorausschauend und besonnen fährt“, erklärt Ove Kröger. „Das bedeutet, Du fährst auf eine Ampel zu, gehst früh vom Gas und lässt das Fahrzeug ausrollen.“ Je nach Rekuperationsmodus wird bei diesem sogenannten Segeln sogar Strom erzeugt. Der E-Motor wird zum Generator, der die Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandelt und diese in den Akku speist. „Auch das ist eine Reichweitenverlängerung.“ 

Man kann viel Energie sparen, wenn man vorausschauend und besonnen fährt.
Ove Kröger

Unser Experte

Der Kfz-Sachverständige Ove Kröger kennt beide Welten – früher war er ein überzeugter Petrolhead, der in seiner Freizeit Drag-Rennen fuhr und am liebsten US-Klassiker mit üppigen V8-Motoren bewegte. Heute hat er sich dagegen auf die Begutachtung von Elektroautos spezialisiert und die Elektroauto-Rallye „E-Cannonball“ sowie einen eigenen YouTube-Channel namens „T&T Emobility“ ins Leben gerufen. In dem Channel inspiziert er E-Autos im Detail und informiert über die verschiedensten Facetten der E-Mobilität.

Die Bremsleistung des Generators beim Rekuperieren reicht oft sogar aus, um das Fahrzeug komplett abzubremsen. Die Nutzung des Bremspedals ist nicht nötig. „Generell solltest Du unnötiges Beschleunigen vermeiden“, empfiehlt Kröger weiter. „Wenn Du an der Ampel immer der Erste bist, dann geht die Tachonadel zwar superschnell hoch, aber der Ladestand superschnell runter.“ 

Ladesäule mit Elektroauto
Quelle: Continental
Bei einem Akkustand von mehr als 80 Prozent lässt die Ladegeschwindigkeit deutlich nach

Reichweiten-Tipp 4: Nicht unbedingt auf 100 Prozent laden

Wann und wie lädt man am besten? Ove Krögers Motto lautet hier: „Steht er, dann lädt er.“ Der Kfz-Sachverständige rät, auch bei kurzen Trips an eine Ladesäule zu fahren: „Wenn Du einkaufen, essen oder ins Kino gehst, kannst Du an einem sogenannten Triple Charger den Akku Deines Autos auftoppen. Diese sind zwar mit maximal 50 kW sehr langsam, aber Du kannst mit einem höheren Ladestand weiterfahren. An den Triple Chargern gibt es für jedes Modell den passenden Stecker – ob es ein CHAdeMO, CCS oder ein Typ 2 ist.“ Für weite Touren rät Kröger zur Nutzung sogenannter Fast Charger: „Die Tesla-Supercharger sind mit 250 kW für die Langstrecke einfach das Beste. Das Gute ist, dass auch viele Fremdfabrikate hier laden können. Die höchste Reichweite bekommst Du, wenn Du schnell lädst. Ich lade immer nur bis 60 oder 80 Prozent, da hier die Ladekurve sehr hoch ist. Je voller der Akku wird, desto niedriger wird sie. Kein Mensch steht an Schnellladern und lädt das Auto voll.“ 

Reifen Elektroauto
Quelle: Continental
An die Reifen stellen Elektroautos besondere Anforderungen

Reichweiten-Tipp 5: Reifenwahl berücksichtigen

Elektroautos stellen spezielle Anforderungen an die Reifen. Wegen der Batterien wiegen sie deutlich mehr als vergleichbare Verbrenner. Ihr sofort verfügbares Drehmoment beansprucht die Pneus ebenfalls stärker. Hierauf haben die Reifenhersteller reagiert und bieten inzwischen spezielle Reifen für E-Autos an. Dank bestimmter Gummimischungen und verstärkter Wände sind diese Reifen an die höhere Beanspruchung angepasst und haben zudem einen geringeren Rollwiderstand – was die Reichweite des E-Autos erhöht. „Die Reifenwahl ist wichtig“, sagt Kröger. „Mittlerweile haben es die Hersteller verstanden, spezielle Reifen für E-Autos anzubieten, die dafür sorgen, dass das Auto leiser fährt, weniger verbraucht und einen höheren Komfort hat. Da gibt es inzwischen eine gute Auswahl.“ Zum Thema Reifen hat Kröger noch einen weiteren Tipp: „Ich fahre immer mit leicht erhöhtem Luftdruck, denn damit kann ich den Abrollwiderstand noch weiter verringern.“

Fiat 600 Elektro
Quelle: Fiat
Unnötiger Ballast im Auto kostet Reichweite

Reichweiten-Tipp 6: Gewicht im Auto reduzieren

Je schwerer ein Auto, desto höher ist der Verbrauch. Daher sollte man auch das Gewicht des E-Autos im Auge behalten. Oft liegen im Innenraum, Kofferraum oder Frunk noch Gegenstände, die nicht benötigt werden, seien es Getränkekisten, Gepäck vom letzten Urlaub oder Sportzeug für den Besuch im Fitnesscenter. Kröger: „Ballast muss nicht sein. Deswegen guck mal in Dein Auto, was Du überhaupt alles drinnen hast, das nicht unbedingt mitmuss.“

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