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Quelle: Picture Alliance
Ein Auto zu leasen hat viele Vorteile.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Leasing kannst Du zwischen Kilometer- und Restwertleasing wählen.
  • Beim Kilometerleasing zahlst Du nur die gefahrenen Kilometer, beim Restwertleasing den Wertverlust des Autos.
  • Das Kilometerleasing ist besonders transparent und bietet eine hohe Planungssicherheit.

Was ist Leasing?

Klären wir die wichtigste Frage zuerst: Wie funktioniert Leasing? Es ist ganz einfach: Beim Leasing bekommst Du als Leasingnehmer von einem Leasinggeber ein Auto für eine vereinbarte Dauer zur Verfügung gestellt. Ist das Vertragsende erreicht, gibst Du den Wagen wieder zurück.

Für die Nutzung des Autos zahlst Du als Leasingnehmer monatlich einen vereinbarten Betrag an den Leasinggeber. Dies ist die Leasingrate. Sie lässt sich mit einem Leasingrechner ermitteln. Willst Du ein sehr teures Auto leasen, musst Du mit höheren Kosten rechnen. Bei einem günstigeren Wagen ist die Rate entsprechend niedriger.

Welche Vorteile hat Leasing?

Ein Auto zu leasen hat viele Vorteile. Die wichtigsten sind diese:

  • Du hast keine Anschaffungskosten.
  • Die Leasingangebote bieten mit den festen Leasingraten eine hohe Planungssicherheit.
  • Beim Kilometerleasing zahlst Du nur die gefahrenen Kilometer und trägst kein Wertverlustrisiko.
  • Leasing bietet Dir den Komfort, die Sicherheit und die technischen Neuentwicklungen aktueller Fahrzeugmodelle.

Diese Vorteile gelten übrigens für das Privatleasing genauso wie für das Gewerbeleasing. Unternehmen haben beim Leasing außerdem die Möglichkeit, die Leasingraten von der Steuer abzusetzen.

Welche Leasingarten gibt es?

Es gibt eine ganze Handvoll verschiedener Leasingarten. Zwei besonders gängige sind das Kilometerleasing und das Restwertleasing. Beide unterscheiden sich in einigen Punkten. Allen voran birgt das Restwertleasing ein erhebliches Kostenrisiko am Ende der Grundmietzeit, also der Leasingdauer. Mehr dazu liest Du weiter unten.

Was ist Kilometerleasing?

Beim Kilometerleasing vereinbarst Du als Leasingnehmer mit dem Leasinggeber eine bestimmte Kilometerleistung für die Leasingzeit. Je weniger Du voraussichtlich fährst, umso geringer sind die monatlichen Leasingraten. Rechnest Du mit einer eher hohen Laufleistung während der Nutzungsdauer, liegen auch die Kosten höher.

Bei der Leasingrückgabe am Ende der Vertragslaufzeit wird die tatsächliche Kilometerleistung ermittelt. Bist Du mehr gefahren, als vereinbart war, spricht man von „Mehrkilometern“. Warst Du weniger unterwegs, weist der Kilometerstand „Minderkilometer“ auf.

Viele Leasinggesellschaften bieten ihren Kunden einen gewissen Kulanzbereich. Liegst Du nur geringfügig über der vereinbarten Fahrleistung, kann bei einer Kulanzregelung darüber hinweggesehen werden. Bei größeren Abweichungen wird die Differenz zwischen den vereinbarten und den tatsächlich gefahrenen Kilometern ermittelt. Für Mehrkilometer zahlst Du dann pro Kilometer einen gewissen Centbetrag nach. Für Minderkilometer bekommst Du bei Ablauf des Leasingvertrags einen entsprechenden Betrag erstattet. Dies muss allerdings im Vertrag vermerkt sein.

Für wen eignet sich Kilometerleasing?

Wenn Du noch nicht sicher bist, ob Du ein Auto leasen oder finanzieren möchtest, ist Kilometerleasing eine gute Lösung. Du müsstest als Leasingnehmer lediglich ungefähr einschätzen können, wie viele Kilometer Du voraussichtlich pro Jahr beziehungsweise während der gesamten Nutzungsdauer mit dem Leasingfahrzeug zurücklegen wirst. Schon kannst Du ideal planen und die Kosten kalkulieren.

Welche Vorteile hat das Kilometerleasing?

Neben den allgemeinen Vorteilen des Leasings (wie zum Beispiel kein Kaufpreis und hohe Planungssicherheit) kommt beim Kilometerleasing noch ein wesentlicher Punkt hinzu: Bei dieser Leasingart trägst Du kein Risiko eines Wertverlustes, denn beim Kilometerleasing ist der Restwert des Autos am Ende der Leasingzeit nicht entscheidend. So erlebst Du dann auch keine bösen Überraschungen. Dies ist beim Restwertleasing ein enormer Unsicherheitsfaktor.

Was ist Restwertleasing?

Beim Restwertleasing übernimmst Du als Leasingnehmer in Teilen das Restwertrisiko, das heißt das Risiko des Wertverlustes. Darin unterscheidet sich diese Leasingart grundlegend vom Kilometerleasing.

Beim Restwertleasing wird im Leasingvertrag ein geschätzter Wert angegeben, den der Leasinggegenstand, also das Auto, nach Ablauf der Nutzungsdauer voraussichtlich noch haben wird. Liegt der tatsächliche Wert des Wagens unter dem vereinbarten Restwert, musst Du die Differenz bezahlen. Liegt der Wert darüber, bekommst Du 75 Prozent des Mehrerlöses ausgezahlt, allerdings ist dies eher unwahrscheinlich.

Für wen eignet sich Restwertleasing?

Viele Gewerbetreibende können beim Abschluss eines Leasingvertrags für ein Elektroauto oder für einen Verbrenner ihre Kilometerleistung in den nächsten Jahren sehr schwer einschätzen. Und auch bei Privatkunden können sich familiäre oder berufliche Situationen ergeben, welche die jährliche Laufleistung unkalkulierbar machen. Je weniger eindeutig die Jahreskilometer geschätzt werden können, umso sinnvoller kann das Restwertleasing sein.

Wie kann man den Restwert beim Leasing berechnen?

Bei der Berechnung des Restwerts eines Autos kommt es auf die Automarke, das Modell, die Ausstattung und den Zustand des Wagens an.

Grundsätzlich geht man bei der Berechnung davon aus, dass ein geleaster Neuwagen bei einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern

  • im ersten Jahr etwa 20 Prozent seines Neupreises an Wert verliert,
  • im darauffolgenden Jahr noch einmal 12 Prozent,
  • im dritten Jahr weitere 10 Prozent und
  • im vierten zusätzliche 5 Prozent des Neupreises.

Geht man von einem Auto mit einem Anschaffungswert von 30.000 Euro aus, ergibt sich folgende Restwertberechnung:

Alter des LeasingfahrzeugsWertverlustRestwert
12 Monate20 % = 6.000 Euro24.000 Euro
24 Monate12 % = 3.600 Euro20.400 Euro
36 Monate10 % = 3.000 Euro17.400 Euro
48 Monate5 % = 1.500 Euro15.900 Euro

Was beeinflusst den Restwert?

Wie oben beschrieben verliert ein Neuwagen allein schon durch die verstreichende Zeit jährlich an Wert. Zusätzlich kann er aber durch weitere Faktoren einen Wertverlust erleiden.

Hat der Wagen beispielsweise kleinere Kratzer oder auch größere Schäden, senkt das seinen Restwert massiv.

Und auch eine Veränderung der Marktlage (zum Beispiel neue gesetzliche Bestimmungen im Umweltschutz) kann sich auf den Restwert des Autos auswirken. Der Wagen ist also womöglich bei Ablauf der Leasingzeit deutlich weniger wert als geplant, ohne dass Du einen Einfluss darauf hättest.

Was macht das Restwertleasing so riskant?

Beim Restwertleasing bestimmen teilweise unkalkulierbare Faktoren darüber, wie viel ein Auto an Wert verliert und wie viel Geld Du bei der Rückgabe des Wagens zahlen musst. Vor allem der zusätzliche Wertverlust durch eine geänderte Marktlage ist kaum abschätzbar.

Zusätzlich nutzen einige Händler das Restwertleasing für einen Trick, der Dich teuer zu stehen kommen kann: Sie geben den erwarteten Restwert im Leasingvertrag absichtlich unrealistisch hoch an. So sind die Raten entsprechend niedrig und der Leasingfaktor erscheint unschlagbar günstig.

Gibst Du den Wagen schließlich zurück, kann er den im Vertrag festgehaltenen Restwert nicht erreichen und Du musst ordentlich nachzahlen.

Kilometerleasing und Restwertleasing im Vergleich

Stellt man die beiden gängigen Leasingarten Kilometerleasing und Restwertleasing gegenüber, werden die Vor- und Nachteile gut sichtbar.

KilometerleasingRestwertleasing
Höhe der LeasingratenSie hängen von der geschätzten Laufleistung ab.Sie werden durch den geschätzten Restwert des Wagens bestimmt.
FlexibilitätSehr hoch: Du bestimmst, wie viel Du mit dem Wagen fahren willst, und zahlst auch nur dafür.Sehr gering: Auf die Raten hat Dein Fahrverhalten keinen Einfluss, da sie lediglich vom Restwert bestimmt werden.
KostenrisikoSehr gering: Mehrkilometer kannst Du bei Leasingende einfach abrechnen, Minderkilometer bekommst Du erstattet.Hoch: Die Marktlage ist über den gesamten Leasingzeitraum kaum realistisch kalkulierbar.

Fazit: Kilometerleasing bietet eindeutige Vorteile

Sieht man sich die beiden Leasingarten Kilometerleasing und Restwertleasing genauer an, wird schnell deutlich, welches der beiden Angebote die Nase vorn hat: Beim Kilometerleasing hast Du die volle Kostenkontrolle bei besonders großer Flexibilität und einem sehr geringen Kostenrisiko. Bei dieser Leasingart zahlst Du wirklich nur das, was Du auch „verfährst“. Das sorgt für hohe Planungssicherheit. Böse Überraschungen am Ende des Leasingzeitraums sind damit quasi ausgeschlossen.

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Bildmontage 2 Fahrzeuge und eine Frau auf einem Parkplatz.
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Häufige Fragen zu Kilometerleasing oder Restwertleasing

Was ist günstiger: Kilometerleasing oder Restwertleasing?

In der Regel ist das Kilometerleasing günstiger, weil Du dabei nur das zahlst, was Du auch wirklich nutzt. Lege dafür einfach im Vertrag die erwartete Fahrleistung fest. Je weniger Du fährst, umso günstiger wird es. Diese Möglichkeit hast Du beim Restwertleasing nicht. Dort übernimmst Du mit einem Kostenanteil der Leasingrate den Wertverlust des Wagens.

Was ist der Restwert beim Leasing?

Unter dem Restwert versteht man beim Leasing den Wert, den das Auto nach Ablauf der Leasinglaufzeit noch hat. Er wird durch Faktoren wie zum Beispiel Alter, Marke, Modell, Ausstattung und Schäden beeinflusst.

Was ist der Vorteil von Kilometerleasing?

Beim Kilometerleasing hast Du ein sehr geringes Kostenrisiko. Hier zahlst Du wirklich nur für die Kilometer, die Du auch tatsächlich fährst. Sind es weniger, als bei Vertragsabschluss geschätzt, bekommst Du sogar Geld zurück. Achte auf eine entsprechende Klausel im Vertrag.

Was ist beim Kilometerleasing zu beachten?

Achte beim Vertragsabschluss darauf, dass darin eine Erstattung für weniger gefahrene Kilometer vereinbart ist. Der Betrag, den Du für Mehrkilometer zahlen musst, sollte der gleiche sein wie der, den Du für Minderkilometer erstattet bekommst.

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