Welche Leasingvariante für wen geeignet ist

Kilometerleasing oder Restwertleasing? Die wichtigsten Unterschiede

Beim Leasingvertrag kann man zwischen Kilometer- und Restwertleasing wählen. Jedes der Modelle hat seine Vor- und Nachteile. Welche das sind, erfährst Du hier.

  • Christoph Bauer
  • Veröffentlicht am 17.06.2022, 13:50
Stillleben mit einem Smartphone, diversen Geldmünzen und einem weiß-gelben Spielzeugauto
Quelle: Peter BesserBeim Restwertleasing übernimmt der Leasingnehmer einen Teil des Wertverlustrisikos. Wer seine jährliche Kilometerleistung relativ genau einschätzen kann, fährt mit Kilometerleasing günstiger

Für wen ist Leasing geeignet?

Leasing kann sowohl für Gewerbekunden als auch Privatkunden interessant sein. Gewerbekunden können erhebliche Steuervorteile nutzen, da zum Beispiel sämtliche Leasingkosten direkt von der Steuer abgesetzt werden können. Privatkunden nutzen in der Regel Leasing, weil sie nicht so viel Eigenkapital für den Kauf eines Autos ausgeben wollen. Leasing heißt, das Auto für einen bestimmten Zeitraum zu mieten. Man zahlt also nur für die Nutzung des Fahrzeugs, das Auto bleibt im Besitz des Leasinganbieters – das ist üblicherweise der Autohändler. Für die Nutzung bezahlt man eine monatliche Leasingrate.

Gerade bei Neuwagen oder jungen Gebrauchten kann man davon ausgehen, dass während der Leasinglaufzeit keine kostenintensiven Verschleißreparaturen auftreten. Gründe, einen Leasingvertrag vorzeitig beenden zu wollen, gibt es also selten. Als Leasingnehmer kann man immer ein aktuelles Automodell fahren – bei fixen und sicher planbaren Kosten während der gesamten Vertragsdauer. Danach wird das Fahrzeug einfach zurückgegeben. Mit Leasing kann man die Wahl des Modells flexibel seiner jeweils aktuellen Lebenssituation anpassen – vom kleinen Cityflitzer bis zum Familienvan. Bei den Verträgen unterscheidet man zwischen Kilometerleasing und Restwertleasing. Bei Privatkunden ist das Kilometerleasing die üblichere Variante.

Was ist Kilometerleasing?

Beim Kilometerleasing wird zu Beginn der Laufzeit die Kilometerleistung pro Jahr angegeben. Je geringer die jährliche Kilometerzahl, desto geringer sind die Raten. Bei der Leasing-Rückgabe am Ende der Vertragslaufzeit wird die tatsächliche Kilometerleistung ermittelt. Natürlich kann man vorher nicht auf den Meter genau ausrechnen, wie viel man fahren wird. Wenn der Kilometerzähler anzeigt, dass man über dem prognostizierten Wert liegt, zahlt man pro Kilometer einen gewissen Cent-Betrag nach.

Für wen eignet sich Kilometerleasing?

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er ein Auto leasen oder kaufen möchte, für den ist Kilometerleasing eine gute Variante – wenn man realistisch einschätzen kann, wie viele Kilometer man pro Jahr ungefähr zurücklegt. Übersteigen die gefahrenen Kilometer allerdings den vereinbarten Bereich deutlich, muss man mit entsprechenden Nachzahlungen rechnen. In manchen Verträgen wird auch eine Kulanzgrenze vereinbart. Liegt man am Ende der Laufzeit unter dem vertraglichen Wert, bekommt man sogar einen Teil der Leasingkosten zurückerstattet. Außerdem trägt man beim Kilometerleasing kein Risiko des Wertverlustes des Fahrzeugs.

Was ist Restwertleasing?

Entscheidet man sich für ein Leasing, statt für eine Finanzierung, übernimmt der Leasingnehmer beim Restwertleasing  – im Gegensatz zum Kilometerleasing – einen Teil des Risikos des Wertverlustes. Es wird im Leasingvertrag ein geschätzter Restwert angegeben, den das Auto nach Ende der Leasinglaufzeit haben wird. Wenn der tatsächliche Restwert unter dem erwarteten Restwert liegt, muss der Leasingnehmer für den Differenzbetrag aufkommen. Bei der Berechnung des Restwerts entscheidet natürlich die Marke, das Modell und die Ausstattung. Bei beliebten Marken mit einer gehobenen Ausstattung werden tendenziell höhere Restwerte kalkuliert als bei ausgefallenen Modellen.

Für wen eignet sich Restwertleasing?

Viele Gewerbetreibende können bei Abschluss des Leasingvertrages für ein Elektroauto oder einen Benziner ihre Kilometerleistung in den nächsten Jahren sehr schwer einschätzen. Aber auch bei Privatkunden können sich neue familiäre oder berufliche Situationen ergeben, die zu vermehrtem Fahraufkommen führen können. Je weniger eindeutig also diese Prognose ist, umso eher fällt die Wahl auf einen Vertrag mit Restwertleasing. Der Unsicherheitsfaktor für den Leasingnehmer liegt hier in der Entwicklung des Restwerts während der Leasinglaufzeit. Wenn man seine jährliche Kilometerleistung auf Basis von Erfahrungswerten möglichst genau einschätzen kann, empfiehlt sich die Variante des Kilometerleasings.

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