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Eine Collage mit drei Maserati: GranCabrio, 3200 GT und Levante.
Quelle: Maserati | Collage: mobile.de
Vom Sportwagen der frühen 2000er bis zum aktuellen SUV: Gebrauchte Maseratis gibt es 2026 für sehr unterschiedliche Budgets. Der Einstieg liegt bei rund 10.000 Euro.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Preis ist nicht alles: Günstige Einstiegspreise können durch hohe Wartungs- und Versicherungskosten schnell relativiert werden.
  • Getriebe prüfen: Bei 4200 und Quattroporte V sind Modelle mit manuellem oder konventionellem Automatikgetriebe deutlich empfehlenswerter.
  • Zustand entscheidend: Eine Inspektion durch eine Maserati-Fachwerkstatt vor dem Kauf ist unverzichtbar.

Für rund 10.000 Euro bekommst du heute einen Quattroporte mit V8 und Pininfarina-Karosserie. Aber ein gebrauchter Maserati ist kein Selbstläufer: Wer die Risiken kennt, fährt am besten.

Maserati Quattroporte V (Typ M139): ab 10.000 Euro

Ein silberner Maserati Quattroporte V fährt auf einer Autobahn.
Quelle: Maserati
Wer Limousinen-Luxus zum Schnäppchenpreis sucht, wird beim Quattroporte V fündig – vorausgesetzt, man kennt die Eigenheiten des Modells.

Der Maserati Quattroporte V (Typ M139) ist eine viertürige Luxuslimousine mit Pininfarina-Design, die von 2003 bis 2012 gebaut wurde.

Unter der Haube arbeitet ein 4,2-Liter-V8 mit 400 PS und 460 Nm Drehmoment. Der ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h, kombiniert mit dem typisch sinnlichen Maserati-Sound. Ab dem Facelift 2008 war auch eine stärkere 4,7-Liter-Version erhältlich.

Geeignet für

  • Liebhaber klassischer Luxuslimousinen, Kenner mit Werkstatt-Erfahrung, Sammler, Gelegenheitsfahrer

Nicht geeignet für

  • Vielfahrer mit knappem Budget, Personen ohne Rücklage für Reparaturen, Fahranfänger

Der Quattroporte V wurde in nur 2.021 Exemplaren als Facelift-Version gefertigt: eine echte Rarität auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Vorteile

  • Seltener Anblick: kaum ein anderes Fahrzeug bietet so viel Exklusivität für diesen Preis
  • Pininfarina-Design mit klarer Linienführung und großzügigem Innenraum für fünf Personen
  • Facelift-Modelle (ab 2008) mit modernerem Infotainment und stärkerem 4,7-Liter-Motor erhältlich

Nachteile

  • Hohe Unterhaltskosten: Wartung, Ersatzteile und Versicherung sind für ein Fahrzeug dieser Klasse erheblich
  • Das Duoselect-Getriebe älterer Baujahre gilt als störanfällig und ruckartig
  • Hoher Kraftstoffverbrauch des V8-Motors im Alltag
Ein schwarzer Maserati Quattroporte steht vor einer Backsteinwand.
Ein schwarzer Maserati Quattroporte steht vor einer Backsteinwand.
Maserati Quattroporte

Die Maserati Quattroporte V ist eine italienische Sportlimousine mit V8-Sound und echtem Fahrercharakter. Entdecke Modelle und Angebote.

Maserati Levante (Typ M161): ab 16.000 Euro

Ein schwarzer Maserati Levante steht auf einem weißen Boden.
Quelle: Maserati
Der Levante beweist, dass ein SUV auch dann Herzklopfen erzeugen kann, wenn er keinen Sportwagen-Stammbaum hat, sondern einen Windnamen.

Der Maserati Levante (Typ M161) ist Maseratis erstes SUV, das seit 2016 produziert wird. Der Wagen kombiniert einen Innenraum im Maserati-Stil mit einem Q4-Allradsystem und Motoren, die im Ferrari-Werk in Maranello gefertigt werden. Darunter sind auch ein 3,0-Liter-V6-Biturbo mit 350 PS oder 430 PS in der S-Variante.

Geeignet für

  • Familien mit Luxusanspruch, Vielfahrer, die Komfort und Sportlichkeit verbinden möchten, SUV-Fans mit Sinn für Exklusivität

Nicht geeignet für

  • Stadtfahrer mit kleinem Parkplatz, Käufer mit niedrigem Wartungsbudget, reine Vernunftkäufer

Der Levante ist nach einem Mittelmeerwind benannt. Er folgt damit einer Tradition, die Maserati bereits 1963 mit dem Mistral begründete.

Vorteile

  • Alltagstauglicher Allradantrieb mit bis zu sieben Fahrprogrammen, darunter ein Offroad-Modus
  • Motoren aus Ferrari-Fertigung mit eigenem Maserati-Klang
  • Aktive Luftfederung für komfortables Fahrverhalten auf verschiedenen Untergründen

Nachteile

  • Vergleichsweise hoher Kraftstoffverbrauch (kombiniert ab 11,4 l/100 km)
  • Ältere Baujahre mit veralteter Infotainmenttechnologie
  • Höherer Wartungsaufwand als bei deutschen SUV-Konkurrenten
Ein schwarzer Maserati Levante, Frontansicht.
Ein schwarzer Maserati Levante, Frontansicht.
Maserati Levante

Der Maserati Levante ist das erste SUV der Marke: mit Allradantrieb, sportlichem Auftritt und überraschend viel Alltagstauglichkeit.

Maserati 3200 GT: ab 16.000 Euro

Ein silberner Maserati 3200 GT steht in einem dunklen Raum.
Quelle: Maserati
Der 3200 GT ist der Maserati, den viele vergessen haben. Dabei ist er einer der interessantesten Sportwagen der späten 1990er-Jahre.

Der Maserati 3200 GT ist ein zweitüriges Coupé mit Fließheck, das von Oktober 1998 bis Februar 2002 produziert wurde.

Der 3,2-Liter-V8-Biturbo-Motor leistet 271 kW (370 PS) und beschleunigt das Fahrzeug in 5,1 Sekunden auf 100 km/h. Schluss ist bei einer Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h.

Ein markantes Erkennungsmerkmal beim 3200 GT sind die bekannten „Bumerang“-Rückleuchten, die von Giorgetto Giugiaro entworfen wurden.

Geeignet für

  • Sportwagen-Enthusiasten, Sammler, Kenner der Markengeschichte, Wochenendfahrer

Nicht geeignet für

  • Pendler, Personen mit Umweltplaketten-Anforderungen, Käufer ohne Oldtimer-Erfahrung

Der 3200 GT war Maseratis erstes Fahrzeug unter der Fiat-Ägide und markierte den Beginn einer neuen Ära für die Marke.

Vorteile

  • Charakteristisches Design mit den bekannten Bumerang-Rückleuchten
  • Kraftvoller V8-Biturbo mit 370 PS und 491 Nm Drehmoment
  • Manuelles Sechsganggetriebe als Alternative zum Automatikgetriebe

Nachteile

  • Hoher Normverbrauch von 16,2 l/100 km (NEFZ-Wert)
  • Schadstoffklasse Euro 2: Manche Innensädte sind für dieses Fahrzeug gesperrt
  • Ersatzteile können aufwendig und teuer zu beschaffen sein
Ein dunkler Maserati 3200 steht auf schwarzem Boden vor einer weißen Wand.
Ein dunkler Maserati 3200 steht auf schwarzem Boden vor einer weißen Wand.
Maserati 3200 GT

Der Maserati 3200 GT ist ein klassischer Sportwagen mit unverwechselbarem Design und V8-Biturbo-Motor.

Maserati 4200: ab 17.000 Euro

Ein blauer Maserati 4200 Spyder steht vor einer hellblauen Wand.
Quelle: Maserati
Der 4200 Spyder macht keinen Hehl daraus, was er ist: ein Sportwagen für Menschen, die Aufmerksamkeit nicht scheuen.

Der Maserati 4200 ist ein Sportwagen, der von 2001 bis 2007 als Coupé und als Spyder (Cabriolet) gebaut wurde.

Sein 4,2-Liter-V8-Motor stammt aus Ferrari-Entwicklung und leistet 287 kW (390 PS) bei einem Drehmoment von 451 Nm.

Das Coupé sprintet in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 285 km/h.

Geeignet für

  • Sportwagen-Fans, Cabriolet-Liebhaber, Kenner mit Werkstatt-Netzwerk

Nicht geeignet für

  • Vielfahrer, Personen mit knappem Kraftstoffbudget, Käufer, die Alltagspraktikabilität priorisieren

Der Maserati 4200 wurde von Giorgetto Giugiaro entworfen und erschien in fünf limitierten Sondervarianten, darunter der „Spyder 90th Anniversary“.

Vorteile

  • Ferrari-entwickelter V8-Motor mit hoher Leistung und eigenem Klangbild
  • Wahl zwischen Coupé und offenem Spyder
  • Modelle mit manuellem Sechsganggetriebe gelten als zuverlässiger und sind heute begehrter

Nachteile

  • Sehr hoher Kraftstoffverbrauch von 18,6 l/100 km
  • Das automatisierte Cambiocorsa-Getriebe gilt als unzuverlässig und ruckartig
  • Kofferraum mit nur 315 Litern für ein Fahrzeug dieser Länge sehr begrenzt
Ein schwarzer Maserati 4200 steht in einem Showroom.
Ein schwarzer Maserati 4200 steht in einem Showroom.
Maserati 4200

Der Maserati 4200 GT verbindet italienisches Handwerk mit einem kraftvollen V8-Motor: ein Geheimtipp unter den Sportwagen-Klassikern.

Maserati GranTurismo (Typ M145): ab 24.000 Euro

Ein weißer Maserati Granturismo steht vor einem modernen Gebäude.
Quelle: Maserati
Der GranTurismo ist ein Fahrzeug, das nie um Aufmerksamkeit bitten muss: Sie kommt von selbst.

Der Maserati GranTurismo (Typ M145) ist ein viersitziges Gran-Turismo-Coupé, das von 2007 bis 2020 gebaut wurde.

Sein V8-Motor mit 4,2 oder 4,7 Litern Hubraum (letzterer eng verwandt mit dem Triebwerk des Alfa Romeo 8C und von Ferrari mitentwickelt) leistet zwischen 405 PS und 460 PS.

Die Karosserie stammt von Pininfarina und gilt bis heute als eine der schönsten Formgebungen der 2000er-Jahre.

Geeignet für

  • Gran-Turismo-Fans, Paare ohne Kinderwagen-Bedarf, Liebhaber klassischer Sportwagen-Ästhetik

Nicht geeignet für

  • Familien mit mehr als zwei Kindern, Personen mit hohem Kofferraumvolumen-Bedarf, Stadtfahrer

Der GranTurismo war wahlweise mit einer Sechsgangautomatik oder dem sequenziellen MC-Shift-Getriebe erhältlich. Letzteres ist unter Fahrern die beliebtere Wahl.

Vorteile

  • Das Pininfarina-Design stammt aus dem Jahr 2007 und ist auch heute noch klar gezeichnet
  • Ferrari-verwandter V8 mit eigenem Klang und bis zu 460 PS
  • Vier vollwertige Sitzplätze machen ihn alltagstauglicher als viele Sportwagen-Konkurrenten

Nachteile

  • Hoher Normverbrauch zwischen 14,3 und 16,4 l/100 km
  • Kofferraumvolumen von nur 260 Litern ist für Reisen sehr begrenzt
  • Wartung und Ersatzteile sind kostspielig
Ein schwarzer Maserati GranTurismo steht vor einer Wellblechwand.
Ein schwarzer Maserati GranTurismo steht vor einer Wellblechwand.
Maserati GranTurismo

Das Maserati GranTurismo ist ein Gran-Turismo-Coupé mit langem Radstand, großem V8 und einer der schönsten Karosserien seiner Zeit.

Maserati GranCabrio (Typ M145): ab 40.000 Euro

Ein rotes Maserati GranCabrio steht am Meer.
Quelle: Maserati
Offen fahren mit V8-Sound und Meeresrauschen im Hintergrund: Der GranCabrio macht daraus kein Versprechen, sondern ein Erlebnis.

Der Maserati GranCabrio (Typ M145) ist die offene Version des GranTurismo und bietet als viersitziges Cabriolet eine Kombination aus Luxus, Sportlichkeit und offenem Fahrgefühl.

Sein 4,7-Liter-V8 leistet 323 kW (439 PS) bei 7.000 U/min und ein Drehmoment von 490 Nm. Das Fahrzeug sprintet in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 283 km/h.

Geeignet für

  • Cabriolet-Liebhaber, Paare mit Sinn für Dramatik, Sommerfahrer in wärmeren Regionen

Nicht geeignet für

  • Ganzjahresfahrer in kalten Klimazonen, Personen mit kleinem Wartungsbudget, Käufer mit Platzbedarf im Kofferraum

Das GranCabrio wiegt leer 2.055 kg und bietet trotz offenem Dach einen Kofferraum mit 173 Litern Volumen.

Vorteile

  • Viersitziges Cabriolet: in dieser Kombination selten
  • Elektrisches Stoffverdeck für komfortables Open-Air-Fahren
  • V8-Sound unter freiem Himmel

Nachteile

  • Höheres Gewicht als das Coupé beeinflusst die Fahrdynamik spürbar
  • Offene Karosserie erfordert mehr Pflege und Aufmerksamkeit bei der Lagerung
  • Gebrauchtpreise ab 40.000 Euro sind im Vergleich zu anderen Modellen dieser Liste deutlich höher
Ein schwarzes Maserati GranCabrio mit offenem Verdeck und roten Sitzen steht auf einem Autohändlerhof.
Ein schwarzes Maserati GranCabrio mit offenem Verdeck und roten Sitzen steht auf einem Autohändlerhof.
Maserati GranCabrio

Das Maserati GranCabrio ist das offene Schwestermodell des GranTurismo: vier Sitze und V8-Sound unter freiem Himmel.

Maserati Grecale: ab 40.000 Euro

Ein roségoldener Maserati Grecale steht auf einem Platz. Eine Frau steigt ein.
Quelle: Maserati
Der Grecale ist der Maserati, der am wenigsten nach Kompromiss aussieht, und trotzdem ist er einer. Allerdings im besten Sinne.

Der Maserati Grecale ist ein kompaktes Luxus-SUV, das seit 2022 produziert wird. In der GT-Variante mit 2,0-Liter-Vierzylinder-Mildhybrid leistet er 300 PS und 450 Nm Drehmoment.

Der permanente Allradantrieb, ein Achtgang-Automatikgetriebe und ein kombinierter Verbrauch von 8,7 bis 8,9 l/100 km (WLTP) machen ihn zum jüngsten und verbrauchsarmen Fahrzeug dieser Liste.

Geeignet für

  • Alltagsfahrer mit Luxusanspruch, Familien, Käufer mit Fokus auf moderne Technik und niedrigeren Verbrauch

Nicht geeignet für

  • Puristen, die einen klassischen Maserati-Sound erwarten, Käufer mit sehr kleinem Budget

Der Grecale ist nach einem nordöstlichen Mittelmeerwind benannt und teilt seine Plattform mit dem Alfa Romeo Stelvio.

Vorteile

  • Aktuelle Technik mit Mildhybrid-Antrieb und deutlich niedrigerem Verbrauch als ältere Modelle
  • Permanenter Allradantrieb mit 0–100 km/h in 5,6 Sekunden
  • Zeitgemäßes Infotainment und aktuelle Sicherheitsausstattung

Nachteile

  • Gebrauchtpreise ab 40.000 Euro für ein junges Fahrzeug noch vergleichsweise hoch
  • Vierzylinder-Motor klingt weniger charaktervoll als die V6- oder V8-Aggregate der anderen Modelle
  • Noch wenige Langzeiterfahrungen mit der Mildhybrid-Technik verfügbar
Ein schwarzer Maserati Grecale steht auf einem Autohändler-Parkplatz.
Ein schwarzer Maserati Grecale steht auf einem Autohändler-Parkplatz.
Maserati Grecale

Das Maserati Grecale ist das kompaktere SUV der Marke: mit modernem Innenraum, starken Motoren und dem typischen Maserati-Charakter.

Günstige, gebrauchte Maserati: technische Daten im Überblick

ModellAntriebLeistung (kW/PS)DrehmomentNormverbrauchNeupreis (ca.)Gebrauchtpreis ab
Quattroporte V (M139) 4,2 LBenzin, Hinterrad294 kW/400 PS460 Nm14,7 l/100 kmca. 110.000 Euroab 10.000 Euro
Levante (M161) V6 350 PSBenzin, Allrad (Q4)257 kW/350 PS500 Nm11,4–11,9 l/100 kmca. 80.000 Euroab 16.000 Euro
Levante (M161) V6 430 PSBenzin, Allrad (Q4)316 kW/430 PS580 Nm (Overboost)11,6-12,0 l/100 kmca. 95.000 Euroab 16.000 Euro
Maserati 3200 GTBenzin, Hinterrad271 kW/370 PS491 Nm16,2 l/100 km (NEFZ)ca. 100.000 Euroab 16.000 Euro
Maserati 4200 CoupéBenzin, Hinterrad287 kW/390 PS451 Nm18,6 l/100 kmca. 89.560 Euroab 17.000 Euro
GranTurismo (M145)Benzin, Hinterrad298-338 kW/405-460 PS460 Nm*14,3–16,4 l/100 kmca. 110.000 Euroab 18.500 Euro
GranCabrio (M145)Benzin, Hinterrad323 kW/439 PS490 Nm15,2 l/100 km (NEFZ)ca. 130.000 Euroab 40.000 Euro
Grecale GT 2.0 Mild HybridBenzin/Mildhybrid, Allrad221 kW/300 PS450 Nm8,7–8,9 l/100 km (WLTP)ca. 80.000 Euroab 40.000 Euro

* Drehmoment 460 Nm gilt für das Basismodell GranTurismo 4,2 l. Für stärkere Varianten (4,7 l) lagen keine verifizierten Drehmomentwerte vor.

Lohnt sich ein gebrauchter Maserati?

Ein gebrauchter Maserati kann sich lohnen, aber nur, wenn man die Augen offen hält. Die wichtigste Faustregel: Das Kaufpreisschild ist erst der Anfang.

Maserati-Modelle verlieren in den ersten Jahren stark an Wert. Das ist für Käufer ein Vorteil, denn man bekommt viel Auto für wenig Geld. Ein Quattroporte V oder ein GranTurismo für unter 25.000 Euro wäre neu undenkbar gewesen.

Die Kehrseite: Wartung, Ersatzteile und Versicherung richten sich nach dem ursprünglichen Fahrzeugwert – nicht nach dem, was man bezahlt hat. Wer einen Maserati für 15.000 Euro kauft, sollte realistischerweise mit ähnlichen Folgekosten pro Jahr rechnen.

Entscheidend ist deshalb der Zustand des Fahrzeugs. Ein lückenlos dokumentiertes Scheckheft, ein seriöser Vorbesitzer und eine Inspektion durch eine Maserati-Fachwerkstatt vor dem Kauf sind keine Kür, sondern Pflicht.

Wer diese Punkte beachtet, kann mit einem gebrauchten Maserati ein Fahrerlebnis genießen, das sich von gewöhnlichen Gebrauchtwagen abhebt.

Welches Maserati-Modell ist das zuverlässigste?

Unter den hier vorgestellten Modellen gilt der Maserati GranTurismo als eines der zuverlässigeren Fahrzeuge. Sein V8-Motor ist robust, wenn er regelmäßig gewartet wird.

Beim Maserati 4200 und beim Quattroporte V sollte man besonders auf das Getriebe achten. Das automatisierte Cambiocorsa-Getriebe des 4200 ist bekannt für ruckartige Schaltvorgänge und gilt als störanfällig.

Beim Quattroporte V wurde das Duoselect-Getriebe beim Facelift 2008 durch eine konventionelle Sechsgangautomatik ersetzt. Diese Variante ist deutlich empfehlenswerter.

Der Maserati 3200 GT mit manuellem Sechsganggetriebe gilt ebenfalls als vergleichsweise robust. Problematisch sind hier vor allem der Zahnriemen und die Elektronik älterer Baujahre.

Der Grecale als jüngstes Modell profitiert von aktueller Technik, hat aber noch keine langen Bewährungszeiten hinter sich. Grundsätzlich gilt: Je jünger das Fahrzeug, desto besser die Ersatzteilverfügbarkeit.

Was kostet die Versicherung eines gebrauchten Maserati?

Die Versicherungskosten eines Maserati hängen stark vom Modell, dem Baujahr und dem persönlichen Fahrerprofil ab. Als Faustregel gilt: Die Haftpflicht-Typklassen sind bei älteren Modellen oft moderat.

Beim Maserati 4200 beispielsweise fallen laut verfügbaren Quellen rund 300 Euro Kfz-Steuer pro Jahr an. Die Haftpflicht-Typklasse ist vergleichsweise niedrig, doch die Vollkasko-Einstufung schießt in die Höhe.

Das liegt daran, dass Karosseriereparaturen und Ersatzteile teuer sind. Wer einen Maserati fährt, sollte deshalb unbedingt eine Vollkaskoversicherung abschließen.

Für ältere Modelle wie den 3200 GT oder den Quattroporte V lohnt sich außerdem die Prüfung, ob eine Oldtimer-Zulassung (H-Kennzeichen) infrage kommt. Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind, profitieren von deutlich niedrigeren Versicherungsbeiträgen und einer pauschalen Kfz-Steuer von 191,73 Euro pro Jahr.

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